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Fachinformation zu Xanax®/- retard/- SL:Viatris Pharma GmbH
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Pharmakokinetik

Absorption
Xanax und Xanax SL:
Alprazolam wird nach oraler Applikation rasch resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden ein bis zwei Stunden nach der Applikation erreicht. Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Alprazolam sind die Plasmaspiegel der verabreichten Dosis proportional; im Dosisbereich 0.5 bis 3.0 mg wurden Spitzenkonzentrationen von 8.0 bis 37 ng/ml beobachtet.
Xanax retard:
Die Serumspitzenkonzentrationen werden 5 bis 11 Stunden nach der Gabe einer Retard-Tablette erreicht. Die ein- bis zweimal tägliche Gabe der Tablette mit verzögerter Wirkstofffreigabe ergibt äquivalente AUC-Werte wie die auf vier Gaben verteilte Dosis der normalen Tablette. Die Steady-state-Plasmaspiegel werden nach etwa 4 Tagen erreicht. Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Alprazolam sind die Plasmaspiegel der verabreichten Dosis proportional; im Dosisbereich von 0.5 mg bis 3.0 mg wurden Spitzenkonzentrationen von 8 bis 37 ng/ml beobachtet.
Bei der Einnahme einer Einzeldosis von Xanax retard 3 mg mit fettreicher Nahrung stiegen die maximalen Plasmakonzentrationen bis zu 26% an.
Die verzögerte Wirkstofffreisetzung der Retard-Tablette beeinflusst die Distribution, den Metabolismus und die Elimination von Alprazolam nicht. Über einen Dosisbereich von bis zu 10 mg verläuft die Pharmakokinetik von Alprazolam linear mit Plasmakonzentrationen die proportional zur Dosis sind.
Distribution
In vitro wird Alprazolam zu 80% an menschliches Serumeiweiss gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt für alle Tablettenformulierungen 1.1 l/kg. Wegen seiner Ähnlichkeit mit anderen Benzodiazepinen wird angenommen, dass Alprazolam die Plazenta passiert und mit der Muttermilch ausgeschieden wird.
Metabolismus
Die Hauptmetaboliten sind α-Hydroxyalprazolam und ein Benzophenonderivat von Alprazolam. Die biologische Aktivität von α-Hydroxyalprazolam beträgt 50% verglichen mit Alprazolam. Der Benzonphenon-Metabolit ist so gut wie inaktiv. Der Anteil der Metaboliten beträgt weniger als 10% 4-Hydroxyalprazolam und weniger als 4% α-Hydroxyalprazolam. Die Metabolisierung erfolgt durch Cytochrom P450-abhängige Enzyme (vgl. «Interaktionen»).
Elimination
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Alprazolam beträgt 12-15 Stunden bei einer Plasmaclearance von 1.1 ml/min/kg. Die Halbwertszeiten der Metaboliten liegen in der gleichen Grössenordnung wie für Alprazolam. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich im Urin. Es findet keine Kumulation von Alprazolam oder seinen Metaboliten statt.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Veränderungen der Resorption, Verteilung des Metabolismus und der Ausscheidung von Benzodiazepinen wurden bei einer Vielzahl von Erkrankungen beobachtet, so z.B. bei durch Alkoholismus bedingter Lebererkrankung und eingeschränkter Leberfunktion. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosierung nötig. Veränderungen wurden bei geriatrischen Patienten nachgewiesen. Über die Fähigkeit von Alprazolam, beim Menschen Leberenzymsysteme zu induzieren, liegen bislang keine Erkenntnisse vor, allerdings handelt es sich dabei nicht um eine generelle Eigenschaft der Benzodiazepine.

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