Dosierung/AnwendungAllgemeine Dosierungsempfehlungen
Die optimale Dosis von Xanax/-retard/-SL sollte der Schwere der Symptome und dem individuellen Ansprechen des Patienten angepasst sein. Die Dosis sollte so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
Die üblichen Dosierungen (siehe unten) sind für die meisten Patienten ausreichend. Ausgehend von der Initialdosis wird die Dosis langsam erhöht, um exzessive Sedation zu verhindern. Bei den wenigen Patienten, bei denen eine höhere Dosierung erforderlich ist, soll die Dosis besonders vorsichtig gesteigert werden, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden. Bei einer Dosiserhöhung soll zuerst die abendliche Dosis und erst später die Dosis tagsüber erhöht werden. Im Allgemeinen ist für Patienten, die vorher keine psychotropen Medikationen erhalten haben, eine etwas niedrigere Dosierung angezeigt als bei Patienten, die vorher mit Tranquilizern, Antidepressiva oder Hypnotika behandelt worden sind oder eine Vorgeschichte mit chronischem Alkoholismus haben. Bei älteren Patienten oder Patienten mit geschwächtem Allgemeinzustand empfiehlt sich prinzipiell die Anwendung der niedrigst wirksamen Dosis, um eine Ataxie oder Übersedierung zu vermeiden. Die Patienten sollten periodisch erneut beurteilt werden, damit allfällige Dosisanpassungen vorgenommen werden können.
Falls Xanax retard einmal täglich verabreicht wird, ist die Einnahme morgens vorzuziehen. Die Retardtabletten sollen ganz eingenommen und nicht gekaut, zerbrochen oder geteilt werden.
Die Dosierungsempfehlung für die Xanax Sublingualtabletten zu 0.5 mg und 1 mg basiert auf einem vergleichbaren pharmakokinetischen Profil bei Probanden, denen Alprazolam Tabletten und Sublingualtabletten verabreicht wurden.
Patienten, die eine Dosierung benötigen, die mit Sublingualtabletten nicht eingenommen werden kann, wird empfohlen, Xanax Tabletten zu verwenden.
Übliche Dosierungen
Xanax und Xanax SL:
Angstzustände
Initialdosis: 0.75-1.5 mg täglich; üblicher Dosisbereich 0.5-4.0 mg täglich, in mehreren Gaben.
Geriatrische Patienten oder Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand: Initialdosis: 0.5-0.75 mg täglich, in mehreren Gaben; bei Bedarf und guter Verträglichkeit schrittweise Dosiserhöhung.
Panikstörungen
Initialdosis: 0.5-1.5 mg täglich in mehreren Gaben; die Dosis soll dem Ansprechen des Patienten angepasst werden. Eine Erhöhung ist nur bei schweren, invalidisierenden Panikstörungen, die das Vollbild der Diagnose erfüllen, und bei guter Verträglichkeit angezeigt. Die Dosiserhöhungen dürfen 1 mg alle 3 bis 4 Tage nicht überschreiten. Zusätzliche Dosen können verabreicht werden, bis ein Dosierungsschema von drei bis vier Teilgaben erreicht ist. Die wirksame Dosis liegt bei den meisten Patienten zwischen 4 und 6 mg/Tag. 6 mg/Tag sollten nicht überschritten werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Dosis reduziert werden.
Xanax retard:
Angstzustände
Initialdosis: 1 mg täglich; üblicher Dosisbereich: 0.5-4.0 mg täglich, verteilt auf eine oder zwei Gaben.
Geriatrische Patienten oder Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand
Initialdosis: 0.5-1 mg täglich in einer oder zwei Gaben, bei Bedarf und guter Verträglichkeit schrittweise Dosiserhöhung.
Panikstörungen
Initialdosis: 0.5-1 mg täglich in einer oder zwei Gaben. Eine Erhöhung ist nur bei schweren, invalidisierenden Panikstörungen, die das Vollbild der Diagnose erfüllen, und bei guter Verträglichkeit angezeigt. Die wirksame Dosis liegt bei den meisten Patienten zwischen 4 und 6 mg/Tag; 6 mg/Tag sollten nicht überschritten werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Dosis reduziert werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen für alle Tablettenformulierungen
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alprazolam bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht untersucht. Deshalb wird die Anwendung von Xanax/-retard/-SL in diesen Altersgruppen nicht empfohlen.
Therapiedauer
Die Dosierung und die Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, das Indikationsgebiet und die Schwere der Erkrankung angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu halten. Der Patient sollte in regelmässigen Abständen untersucht werden und die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung überprüft werden.
Die Wirksamkeit von Alprazolam zur Behandlung von Angstneurosen sowie von Angstzuständen mit Depressionen wurde in klinischen Langzeitstudien mit einer maximalen Dauer von sechs Monaten untersucht. Patienten mit Panikstörungen wurden mit gutem Erfolg während 6 bis 8 Wochen behandelt (kontrollierte Studien). Klinische Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Patienten, die gut auf die Behandlung ansprachen, auch nach 6 Monaten bis zu einem Jahr eine Erhöhung der Dosierung nicht nötig war.
Absetzen der Therapie
Nach längerer Anwendungsdauer (länger als 1 Woche) sollte zur Vermeidung von Entzugssymptomen das Absetzen schrittweise erfolgen und nicht mehr als 0,5 mg alle 3 Tage betragen. Bei manchen Patienten kann eine noch langsamere Dosisreduktion erforderlich sein. Treten signifikante Entzugssymptome auf, wird die vorhergehende Dosis wieder aufgenommen und anschliessend noch langsamer reduziert. Das Risiko einer Abhängigkeit ist wahrscheinlich bei höheren Dosierungen verstärkt. Bei Behandlung von Panikstörungen mit hohen Dosen sind Rebound- und Entzugssymptome häufiger.
Anleitung zur Verwendung der 2 mg-Tablette von Xanax
Xanax 2 mg ist oblong und hat drei Bruchrillen. Damit kann sie in bis zu vier gleiche Stücke geteilt werden. Die Tablette wird mit der Prägung nach oben auf eine harte Unterlage gelegt und mit dem Daumen auf die Mitte der Tablette gedrückt. Die so erhaltenen zwei 1-mg-Stücke können in der gleichen Weise weiter zu vier 0.5 mg Stücken geteilt werden.
Anleitung zur Verwendung der Sublingualtablette Xanax SL
Die Sublingualtablette sollte für mindestens 2 Minuten unter die Zunge gelegt werden. Es sollte abgewartet werden, bis sie vollständig zerfallen ist, bevor wieder Speichel geschluckt wird. Die Sublingualtablette sollte weder geteilt, gekaut noch ganz geschluckt werden.
Xanax Sublingualtabletten dürfen nicht durch die Blisterfolie gedrückt werden. Vor der Einnahme einer Sublingualtablette wird die Folie eines Blisters weggezogen und die Sublingualtablette vorsichtig aus dem Blister genommen.
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