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Fachinformation zu Copegus®:Roche Pharma (Schweiz) AG
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Interaktionen

Interaktionsstudien wurden mit Ribavirin in Kombination mit Peginterferon alfa-2a, Interferon alfa-2b und Antazida durchgeführt. Die Ribavirin-Konzentrationen sind bei der alleinigen Verabreichung und bei der Begleittherapie mit Peginterferon alfa-2a oder Interferon alfa-2b praktisch identisch.
Interaktionen können aufgrund der langen Halbwertszeit von bis zu 2 Monaten (5 Halbwertszeiten von Ribavirin) nach Beendigung der Therapie mit Copegus bestehen (siehe «Pharmakokinetik»).
P450 Enzyme
Ergebnisse von in vitro-Studien, bei denen Leber-Mikrosomen-Präparationen von Ratte und Mensch verwendet wurden, zeigten keinen Zytochrom-P450 vermittelten Metabolismus von Ribavirin. Ribavirin hemmt die Zytochrom-P450 Enzyme nicht.
Toxizitätsstudien ergaben keinen Hinweis darauf, dass Ribavirin Leberenzyme induziert. Daher ist die Wahrscheinlichkeit für Zytochrom-P450-Enzym-vermittelte Wechselwirkungen sehr gering.
Antazida
Die Bioverfügbarkeit von Ribavirin 600 mg war bei begleitender Anwendung mit einem Magnesium-, Aluminium- und Simethicon-haltigen Antazidum um 14% vermindert. Möglicherweise war die verminderte Bioverfügbarkeit auf eine verzögerte Passage von Ribavirin oder einen veränderten pH-Wert zurückzuführen. Diese Interaktion wurde als nicht klinisch relevant erachtet.
Nukleosid-Analoga
Ribavirin hemmt nachweislich die Phosphorylierung von Zidovudin und Stavudin zu ihren aktiven Triphosphaten. Für Zidovudin ist erwiesen, dass dieser Phosphorylierungsvorgang mit einer verringerten antiviralen Wirksamkeit in vitro verbunden ist.
Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist nicht bekannt. Diese in vitro Befunde deuten jedoch darauf hin, dass die gleichzeitige Verabreichung von Copegus und Zidovudin, resp. Stavudin, möglicherweise zu einer Erhöhung der HIV-RNA-Plasmaspiegel führt. Es wird deshalb empfohlen, die HIV-RNA-Plasmaspiegel von Patienten, die gleichzeitig mit Copegus und mit einem dieser beiden Arzneistoffe behandelt werden, streng zu überwachen. Falls die HIV-RNA-Spiegel ansteigen, ist die gleichzeitige Verabreichung von Copegus und Reverse-Transkriptase-Hemmern erneut zu überprüfen.
Anhand publizierter Daten wird davon ausgegangen, dass bei HIV/HCV-Koinfektionen der Einsatz von Interferon/Ribavirin potentielle Toxizitäten von Anti-HIV-Nukleosidanaloga insbesondere Laktatazidose erhöhen kann.
Didanosin (ddI)
Ribavirin potenziert die antiretrovirale Wirkung von Didanosin (ddI) sowohl in vitro als auch im Tierversuch, indem die Bildung des aktiven Triphosphat-Anaboliten (ddATP) verstärkt wird. Dies erhöht auch das Risiko, dass die gleichzeitige Verabreichung von Ribavirin und ddI allfällige schwerwiegende unerwünschte Wirkungen verursachen könnte. In klinischen Studien sind Fälle mit letalem Leberversagen sowie periphere Neuropathie, Pankreatitis und symptomatische Hyperlaktatämie/Laktatazidose bei der Anwendung von Ribavirin in Kombination mit ddI gemeldet worden. Die gleichzeitige Verabreichung von Ribavirin und Didanosin wird nicht empfohlen.
Azathioprin
Ribavirin kann aufgrund seiner inhibitorischen Wirkung auf die Inosinmonophosphat-Dehydrogenase den Metabolismus von Azathioprin beeinträchtigen und möglicherweise zu einer Akkumulation von 6-Methylthioinosin-Monophosphat (6-MTIMP) führen, das mit der Myelotoxizität bei mit Azathioprin behandelten Patienten in Verbindung gebracht wurde. Die Anwendung von Peginterferon alfa-2a und Ribavirin zusammen mit Azathioprin sollte vermieden werden.
In Einzelfällen, in denen der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung von Ribavirin und Azathioprin das potentielle Risiko rechtfertigt, wird empfohlen, dass während der begleitenden Gabe von Azathioprin eine enge hämatologische Überwachung durchgeführt wird, um Anzeichen einer Myelotoxizität zu erkennen; bei Auftreten solcher Anzeichen sollte die Behandlung mit diesen Arzneimitteln abgebrochen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
HCV/HIV-koinfizierte Patienten
Bei 47 HCV/HIV-koinfizierten Patienten, die in eine 12-wöchige pharmakokinetische Substudie zur Untersuchung des Einflusses von Ribavirin auf die intrazelluläre Phosphorylierung einzelner nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Hemmer (Lamivudin und Zidovudin bzw. Stavudin) einbezogen wurden, stellte man keine Hinweise auf Arzneimittel-Interaktionen fest. Die gleichzeitige Gabe von nukleosidalen Reverse-Transkriptase-Hemmern schien keinen Einfluss auf die Ribavirin-Plasmaexposition zu haben.

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