PharmakokinetikAbsorption
Bei subkutaner oder intramuskulärer Verabreichung werden maximale Konzentrationen im Hirn nach 1–2 Std. gemessen, die sehr gut mit der Intensität und Dauer der Analgesie korrelieren. Die Wirkdauer nach parenteraler Gabe beträgt 4–6 Std., bei längerer oraler Applikation von Methadon kann sie bis auf 22–48 Std. ansteigen.
Distribution
Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 4,0 l/kg; die Plasmaproteinbindung ca. 90%. Methadon wird an verschiedene Gewebsproteine – insbesondere im Hirn – gebunden. Dies erklärt die kumulativen Effekte und die langsame Elimination von Methadon. Methadon passiert die Plazenta und tritt in die Muttermilch über.
Metabolismus
Methadon wird in der Leber durch N-Demethylierung, Zyklisierung zu Pyrrolinen und Pyrrolidinen verstoffwechselt. Am Metabolismus sind auch mehrere CYP-Enzyme beteiligt, namentlich wird 2D6 und 3A4 durch Methadon gehemmt.
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt vor allem in Form dieser Metaboliten mit dem Harn (glomeruläre Filtration und Reabsorption) und der Galle.
Bei oraler Applikation von 15 mg Methadon werden innerhalb der ersten 24 Std. 25%, innerhalb der nächsten 72 Std. nochmals 25% renal eliminiert.
Ein kleiner Teil von Methadon wird unverändert ausgeschieden. Das Ansäuern des Harns beschleunigt die Ausscheidungsgeschwindigkeit.
Die Halbwertszeit von Methadon beträgt 25 (13–47) Std. bei chronischem Gebrauch, initial ist die Halbwertszeit kürzer.
Analgesie
Die Analgesie beginnt nach 10–20 Min. nach parenteraler resp. 30–60 Min. nach oraler Applikation. Der analgetische Effekt bei oraler Applikation beträgt im Gegensatz zur i.m. Anwendung nur 50%. Die Analgesiedauer von ca. 4 Std. ist trotz längerer HWZ gleich lang wie beim Morphin.
Die durchschnittliche, minimal effektive analgetische Plasmakonzentration beträgt 30 ng/ml.
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