Unerwünschte WirkungenHäufigkeit: sehr häufig (>1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100); selten (≥1/10’000 bis <1/1000); sehr selten (<1/10'000), Häufigkeit nicht bekannt (kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Hyperglykämie.
Häufigkeit nicht bekannt: Hypokaliämie, metabolische Acidosen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“), Hemmung der Insulinsekretion und Hyperglykämie auch bei niedriger Dosis, der Gluconeogenese, der Glykolyse, der Lipolyse und der Ketogenese. Bei länger dauernder und/oder hochdosierter Gabe können sich schwere metabolische Acidosen entwickeln.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Unruhe, Angstzustände.
Häufigkeit nicht bekannt: psychotische Zustände, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Tremor, Kopfschmerzen, Schwindel.
Bei Patienten mit Parkinson-Syndrom steigert Adrenalin Steifheit und Tremor.
Subarachnoidalblutungen und Hemiplegien wurden infolge von Hypertonie beobachtet, auch nach subkutaner Adrenalingabe in üblicher Dosierung.
Herzerkrankungen
Häufig: Tachykardie, kardiale Arrhythmien, Extrasystole bis zum Kammerflimmern, Herzklopfen, Angina Pectoris.
Selten: durch Adrenalin kann Kammerflimmern verursacht werden, insbesondere in Patienten mit einer organischen Herzerkrankung oder die andere arrhythmogene Arzneimittel erhalten (siehe Abschnitt „Interaktionen“). Bei länger dauernder und/oder hochdosierter Gabe können sich Nekrosen am Herzmuskel („Adrenalin-Kardiomyopathie“) entwickeln.
Häufigkeit nicht bekannt: Stress-Kardiomyopathie (wie Tako-Tsubo-Syndrom), erniedrigte T-Wellen-Amplitude im EKG.
Gefässerkrankungen
Häufig: Hypertonie (mit Gefahr von Hirnblutungen)
Häufigkeit nicht bekannt: Kälte der Extremitäten, selbst bei niedriger Adrenalindosis.
Erkrankungen der Atemwege, des Thorax und Mediastinums
Häufigkeit nicht bekannt: Dyspnoe, Lungenödem kann nach Überdosierung oder bei extremer Empfindlichkeit auftreten.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Nausea, Erbrechen, Austrocknung der Rachenschleimhaut.
Häufigkeit nicht bekannt: verminderter Appetit, Hypersalivation.
Bei länger dauernder und/oder hochdosierter Gabe können sich Nekrosen im Intestinalbereich entwickeln.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Schweissausbruch.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufigkeit nicht bekannt: Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Harnretention
Bei länger dauernder und/oder hochdosierter Gabe können sich Nekrosen in den Nieren entwickeln.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufigkeit nicht bekannt: Schwitzen, Schwäche.
Wiederholte lokale Injektionen können Nekrose an den Injektionsstellen als Resultat eines Gefässverschlusses verursachen. An Extremitäten, Nieren und Leber kann auch eine Gewebenekrose auftreten.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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