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Fachinformation zu Onureg®:Bristol-Myers Squibb SA
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Risiken der Substitution mit anderen Azacitidin-Produkten
Aufgrund erheblicher Unterschiede bei den pharmakokinetischen Parametern (siehe «Pharmakokinetik») unterscheiden sich die empfohlene Dosis und Anwendung für Onureg von denen für injizierbare Azacitidin-Produkte. Die Behandlung von Patienten, bei denen injizierbares Azacitidin in der empfohlenen Dosierung von Onureg angewendet wird, kann tödlich enden. Die Behandlung von Patienten, bei denen Onureg in den für injizierbares Azacitidin empfohlenen Dosierungen angewendet wird, ist voraussichtlich nicht wirksam.
Onureg und injizierbares Azacitidin dürfen nicht austauschend verwendet werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Erhöhte frühe Mortalität bei Patienten mit myelodysplastischen Syndromen
In der Studie AZA-MDS-003 wurden 216 Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie und Thrombozytopenie aufgrund von myelodysplastischen Syndromen auf Onureg oder Placebo randomisiert. 107 Patienten erhielten im median 5 Zyklen Onureg 300 mg täglich über 21 Tage eines 28-tägigen Zyklus. Die Rekrutierung wurde aufgrund einer höheren Inzidenz von frühzeitigen tödlichen und/oder schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen bei Patienten unter Onureg Behandlung, im Vergleich zu Placebo, vorzeitig abgebrochen. Die häufigste tödliche unerwünschte Wirkung war Sepsis. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Onureg bei der Behandlung myelodysplastischer Syndrome wurde nicht nachgewiesen. Eine Onureg-Behandlung von Patienten mit myelodysplastischen Syndromen wird ausserhalb kontrollierter Studien nicht empfohlen.
Hämatologische Toxizität
Die Behandlung mit Onureg kann mit Neutropenie, Thrombozytopenie und febriler Neutropenie einhergehen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Eine vollständige Überwachung des grossen Blutbilds wird in den ersten zwei Zyklen (56 Tage) alle zwei Wochen, in den nächsten zwei Zyklen nach der Dosisanpassung ebenfalls alle zwei Wochen und anschliessend monatlich vor Beginn des nächsten Zyklus empfohlen. Um hämatologische Toxizitäten zu behandeln ist möglicherweise ist eine Unterbrechung, Reduktion oder das Absetzen von Onureg notwendig (siehe «Dosisanpassung nach unerwünschten Wirkungen/Interaktionen»). Die Patienten sollten angewiesen werden, febrile Episoden unverzüglich zu melden. Patienten mit niedrigen Thrombozytenzahlen sollten angewiesen werden, frühe Anzeichen oder Symptome einer Blutung zu melden. Supportive Massnahmen wie Antibiotika und/oder Antipyretika zur Behandlung von Infektionen/Fieber und Granulozyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (GCSF) bei Neutropenie sollten je nach individuellen Patientenmerkmalen, dem Ansprechen auf die Behandlung und gemäss den aktuellen klinischen Leitlinien angewendet werden (siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung»).
Gastrointestinale Toxizität
In klinischen Studien waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei mit Onureg behandelten Patienten gastrointestinale Toxizitäten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Während der Behandlung mit Onureg ist eine präventive antiemetische Therapie in Betracht zu ziehen. Diarrhö sollte bei Einsetzen der Symptome sofort mit Antidiarrhoika behandelt werden. Um gastrointestinale Toxizitäten zu behandeln, ist möglicherweise eine Unterbrechung, Reduktion oder das Absetzen von Onureg notwendig (siehe «Dosisanpassung nach unerwünschten Wirkungen/Interaktionen»).
Hepatische und renale Toxizität
Patienten mit Lebererkrankungen sollten nur wenn dringend erforderlich und nur mit Vorsicht mit Azacitidin behandelt werden (siehe auch «Kontraindikationen»). In seltenen Fällen wurde über Leberkoma mit Todesfolge unter der Azacitidin-Behandlung berichtet, insbesondere bei Patienten mit Lebermetastasen und einem Ausgangswert für Albumin <30 g/l. Vor Einleitung der Therapie und vor jedem Behandlungszyklus sollten die Leberwerte bestimmt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Erhöhte Serumkreatininwerte mit bis zu letal verlaufender Niereninsuffizienz wurden in seltenen Fällen bei intravenöser Verabreichung von Azacitidin in Kombination mit anderen Chemotherapeutika berichtet. Bei 5 Patienten, die Azacitidin und Etoposid erhielten, wurde eine renale tubuläre Azidose berichtet (definiert als ein Abfall des Serumbikarbonats auf <20 mEq/l in Verbindung mit einem alkalischen Urin und einer Hypokaliämie). Daher sind Patienten hinsichtlich renaler Toxizität angemessen zu überwachen (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Reproduktionstoxizität
Präklinische Untersuchungen zeigten für Azacitidin mutagene, klastogene und kanzerogene Effekte sowie Reproduktions- und Entwicklungstoxizität (siehe «Präklinische Daten»). Daher sollen die in der Rubrik «Schwangerschaft, Stillzeit» genannten Vorgaben befolgt werden (siehe auch «Kontraindikationen»). Insbesondere sollten Männer mit Sexualpartnerinnen im gebärfähigen Alter während der Behandlung und für einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten nach der letzten Dosis kein Kind zeugen und eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden.
Hilfsstoffe
Patienten mit seltener hereditärer Galactoseintoleranz, absolutem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

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