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Fachinformation zu KLISYRI®:Almirall AG
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
D06BX03
Wirkungsmechanismus
Tirbanibulin hat in vitro und in vivo eine starke antiproliferative und antitumorale Wirkung. Tirbanibulin zerstört das zelluläre Mikrotubuli-Netzwerk, indem es direkt an Tubuline bindet, was zum Zellzyklus-Arrest und zum apoptotischen Zelltod führt und ist mit einer Unterbrechung des Src-Tyrosinkinase-Signalwegs assoziiert.
Pharmakodynamik
Siehe Wirkungsmechanismus.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von Klisyri bei der Anwendung im Gesicht oder auf der Kopfhaut über einen Zeitraum von 5 aufeinanderfolgenden Tagen wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Phase-III-Studien (KX01-AK-003 und KX01-AK-004) mit 702 erwachsenen Patienten (353 Patienten behandelt mit Klisyri und 349 Patienten behandelt mit Vehikel) untersucht.
Die Patienten hatten jeweils 4 bis 8 klinisch typische, sichtbare, diskrete, nicht hyperkeratotische, nicht hypertrophe, aktinische Keratose-Läsionen in einem zusammenhängenden Behandlungsbereich von 25 cm2 im Gesicht oder auf der Kopfhaut. An jedem geplanten Verabreichungstag wurde die Salbe auf den gesamten Behandlungsbereich aufgetragen. Die Compliance-Rate war hoch, mehr als 99% der Patienten schlossen diese Studien ab. In der Klisyri-Gruppe lag das Durchschnittsalter bei 69 Jahren (Altersbereich 46 bis 90 Jahre), 96% der Patienten hatten einen Fitzpatrick-Hauttyp I, II oder III. Die Wirksamkeit, gemessen anhand der vollständigen und partiellen Abheilungsrate sowie der medianen prozentualen Reduzierung der aktinischen Keratose-Läsionen, wurde an Tag 57 bewertet.
An Tag 57 wiesen die mit Klisyri behandelten Patienten statistisch signifikant höhere vollständige und partielle Abheilungsraten auf als die mit Vehikel behandelten Patienten (p<0,0001). Auch die mediane prozentuale Reduzierung der aktinischen Keratose-Läsionen war in der mit Klisyri behandelten Gruppe höher als in der Vehikel-Gruppe (siehe Tabelle 2). Die Wirksamkeit variierte zwischen den einzelnen anatomischen Anwendungsstellen (Gesicht oder Kopfhaut). Bei beiden Anwendungsstellen war die vollständige und partielle Abheilungsrate in der mit Klisyri behandelten Gruppe statistisch signifikant höher als in der Vehikel-Gruppe (siehe Tabelle 3).

Tabelle 2: Vollständige und partielle Abheilungsraten und mediane prozentuale (%) Reduzierung der aktinischen Keratose-Läsionen an Tag 57, ITT-Population (KX01-AK-003 und KX01-AK-004)

Gesamt (Gesicht und Kopfhaut)

KX01-AK-003

KX01-AK-004

Klisyri
10 mg/g Salbe

(N=175)

Vehikel
(N=176)

Klisyri
10 mg/g Salbe

(N=178)

Vehikel
(N=173)

Vollständige (100%) Abheilungsratea

77/175
44%d

8/176
5%

97/178
54%

22/173
13%

Partielle (>75%) Abheilungsrateb

119/175
68%d

29/176
16%

136/178
76%

34/173
20%

Mediane prozentuale Reduzierung der aktinischen Keratose-Läsionenc

83,3%

20%

100%

25%

ITT=Intent-to-Treat
a Die vollständige Abheilungsrate war definiert als der Anteil von Patienten, die keine (null) klinisch sichtbaren aktinischen Keratose-Läsionen im Behandlungsbereich aufwiesen.
b Die partielle Abheilungsrate war definiert als der Prozentsatz von Patienten, bei denen 75% oder mehr der zum Zeitpunkt des Studienbeginns festgestellten aktinischen Keratose-Läsionen im Behandlungsbereich abgeheilt waren.
c Mediane prozentuale (%) Reduzierung der aktinischen Keratose-Läsionen im Vergleich zur Basislinie.
d p<0.0001; verglichen mit Vehikel per Cochran-Mantel-Haenszel-Test, stratifiziert nach anatomischer Anwendungsstelle und Studie.

Tabelle 3: Vollständige und partielle Abheilungsrate an Tag 57 nach anatomischer Anwendungsstelle, ITT-Population (KX01-AK-003 und KX01-AK-004)

Anwendungsstelle

KX01-AK-003

KX01-AK-004

Klisyri
10 mg/g Salbe

(N=175)

Vehikel
(N=176)

Klisyri
10 mg/g Salbe

(N=178)

Vehikel
(N=173)

Vollständige (100%) Abheilungsrate

Gesicht n/N

60/119

7/121

73/119

16/118

%

50%

6%

61%

14%

(95% KI)

(41-60%)a

(2-12%)

(52-70%)a

(8-21%)

Kopfhaut n/N

17/56

1/55

24/59

6/55

%

30%

2%

41%

11%

(95% KI)

(19-44%)a

(0-10%)

(28-54%)b

(4-22%)

Partielle (>75%) Abheilungsrate

Gesicht n/N

90/119

23/121

95/119

26/118

%

76%

19%

80%

22%

(95% KI)

(67-83%)a

(12-27%)

(71-87%)a

(15-31%)

Kopfhaut n/N

29/56

6/55

41/59

8/55

%

52%

11%

69%

15%

(95% KI)

(38-65%)a

(4-22%)

(56-81%)a

(6-27%)

KI=Konfidenzintervall; ITT=Intent-to-Treat
a p<0,0001; verglichen mit Vehikel per Cochran-Mantel-Haenszel-Test, stratifiziert nach Studie.
b p<0,0003; verglichen mit Vehikel per Cochran-Mantel-Haenszel-Test, stratifiziert nach Studie.

In den einzelnen Studien waren die vollständige und partielle Abheilungsrate an Tag 57 (der primäre und wichtigste sekundäre Endpunkt dieser Studie) in der mit Klisyri behandelten Gruppe statistisch signifikant höher als in der Vehikel-Gruppe (p≤0,0003), sowohl insgesamt als auch nach Anwendungsstelle (Gesicht oder Kopfhaut).
An Tag 57 wurde für die Studie KX01-AK-003 bzw. Studie KX01-AK-004 bei den Klisyri-Gruppen eine Reduzierung der medianen Anzahl der aktinischen Keratose-Läsionen um 83% bzw. 100% im Vergleich zu 20% bzw. 25% für die Vehikel-Gruppen festgestellt.
Langfristige Wirksamkeit
Insgesamt erreichten 204 Patienten an Tag 57 eine vollständige Abheilung ihrer aktinischen Keratose-Läsionen im Behandlungsbereich (174 behandelt mit Klisyri und 30 behandelt mit Vehikel) und qualifizierten sich damit für eine 12-monatige Nachbeobachtung zur Beurteilung der Rezidivrate. Nach einem Jahr resultierte das erneute Auftreten von Läsionen am Behandlungsort oder neue Läsionen in einer Rezidivrate von 73% bei den mit Klisyri behandelten Patienten.
Risiko des Fortschreitens von Plattenepithelkarzinomen (PEK)
Bis Tag 57 wurden keine PEK im Behandlungsbereich der mit Klisyri (0 von 353 Patienten) oder Vehikel (0 von 349 Patienten) behandelten Patienten gemeldet. Ein isoliertes PEK im Behandlungsbereich wurde von 1 Patienten am Tag nach der Beurteilung von Tag 57 gemeldet. Dieses Ereignis bewertete der Prüfarzt als nicht mit der Behandlung mit Klisyri in Zusammenhang stehend.
Wirksamkeit bei älteren Patienten
Von den 353 mit Klisyri behandelten Patienten in den 2 randomisierten, doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Phase-III-Studien waren 246 Patienten (70%) 65 Jahre und älter. Zwischen den jüngeren und den älteren Patienten wurden insgesamt keine Unterschiede in der Wirksamkeit beobachtet.

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