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Home - Fachinformation zu De-ursil 150 - Änderungen - 09.06.2018
44 Änderungen an Fachinfo De-ursil 150
  • -De-ursil RR, De-ursil RR mite
  • +Deursil RR, Deursil RR mite
  • -Hilfsstoffe: Excip.: Dibutylis phthalas et excip. pro caps.; Conserv.: E 218
  • +Hilfsstoffe: Excip.: Dibutylis phthalas et excip. pro caps.; Conserv.: E 218, Sorbitol, p-Hydroxybenzoat et excip. pro caps
  • -De-ursil RR mite
  • +Deursil RR mite
  • -Auflösung von Cholesterinmikrokristallen und Cholesterinsteinen in der funktionstüchtigen Gallenblase.
  • -Vor- und Nachbehandlung bei der Gallensteinzertrümmerung.
  • -Schmerzhafte dyspeptische Beschwerden, Fettunverträglichkeit, Flatulenz. Zur Behandlung des Postcholezystektomie-Syndroms.
  • -Primär biliäre Zirrhose (Stadium I-III): Bei primär biliärer Zirrhose (PBC) konnte in klinischen Studien ein Rückgang der Leberenzyme und des Bilirubins nachgewiesen werden. Hingegen gibt es nur wenige Daten, die eine Verbesserung des histologischen Bildes vorweisen, und es können keine Aussagen hinsichtlich der Überlebensrate gemacht werden.
  • +De-ursil, Deursil RR und Deursil RR mite
  • +Cholesterin Cholelithiasis
  • +§Bei Patienten mit wenigen oder asymptomatischen radiotransparenten Gallensteinen, deren Durchmesser nicht grösser als 15 mm sein sollte, und funktionierender Gallenblase, bei denen eine Operation kontraindiziert ist
  • +§Vor- und Nachbehandlung bei der Gallensteinzertrümmerung
  • +Chronisch cholestatische Erkrankungen der Leber
  • +§Primär biliäre Cholangitis
  • +§Primär sklerosierende Cholangitis
  • +Bei primär biliärer Cholangitis konnte in klinischen Studien ein Rückgang der Leberenzyme und des Bilirubins nachgewiesen werden. Hingegen gibt es nur wenige Daten, die eine Verbesserung des histologischen Bildes zeigen, und es können keine Aussagen hinsichtlich der Überlebensrate gemacht werden.
  • -Die unten angegebenen, üblichen Dosierungen können auf Anweisung des behandelnden Arztes geändert werden. Die gute Verträglichkeit erlaubt auch höhere Dosierungen.
  • -De-ursil und De-ursil RR/mite werden als abendliche Einmaldosis vor dem Schlafengehen eingenommen.
  • +Deursil und Deursil RR/mite werden als abendliche Einmaldosis vor dem Schlafengehen eingenommen.
  • -Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen nach Gewicht des Patienten und adjuvante Therapie bei Gallensteinzertrümmerung Die übliche Tagesdosis, als abendliche Einmaldosis, beträgt pro kg Körpergewicht 7-8 mg De-ursil RR/mite oder 10 mg De-ursil
  • - De-ursil 150 mg De-ursil RR 450 mg De-ursil RR mite 225 mg
  • +Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen nach Gewicht des Patienten und adjuvante Therapie bei Gallensteinzertrümmerung Die übliche Tagesdosis, als abendliche Einmaldosis, beträgt pro kg Körpergewicht 7-8 mg Deursil RR/mite oder 10 mg Deursil
  • + De-ursil 150 mg De-ursil RR 450 mg De-ursil RR mite 225 mg
  • -Bei der Gallensteinzertrümmerung wird De-ursil RR/mite oder De-ursil 2 Wochen vor der Lithotripsie eingenommen und die Behandlung bis zu 3 Monate nach dem Verschwinden der Steinfragmente fortgesetzt.
  • -Bei Vorliegen einer zystischen Fibrose mit hepatischen Veränderungen ist eine Erhöhung der Dosierung angezeigt, die entsprechend dem individuellen Bedürfnis des Patienten bis zu 20mg/kg Körpergewicht betragen kann.
  • +Bei der Gallensteinzertrümmerung wird Deursil RR/mite oder Deursil 2 Wochen vor der Lithotripsie eingenommen und die Behandlung bis zu 3 Monate nach dem Verschwinden der Steinfragmente fortgesetzt.
  • +Bei Vorliegen einer zystischen Fibrose mit hepatischen Veränderungen ist eine Erhöhung der Dosierung angezeigt, die entsprechende dem individuellen Bedürfnis des Patienten bis zu 20 mg/kg Körpergewicht betragen kann.
  • -Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • -Schwangerschaft. Akute Hepatitiden. Akut-infektiöse Erkrankungen der Gallenblase und Gallenwege.
  • +UDCA (Ursodeoxycholsäure) darf nicht angewendet werden bei:
  • +§Patienten mit gastrischen oder duodenalen Geschwüren im aktiven Stadium
  • +§Akuter Entzündung der Gallenblase oder des Gallentraktes
  • +§Verschluss der Gallenwege (Ductus choledochus oder cysticus)
  • +§Häufig auftretenden Gallenkoliken
  • +§Strahlenundurchlässigen, kalzifizierten Gallensteinen
  • +§Eingeschränkter Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
  • +§Unverträglichkeit/Überempfindlichkeit gegenüber des Wirkstoffes, Gallensäuren oder den Hilfsstoffen
  • -Die Litholyse mit De-ursil und De-ursil RR/mite soll bei röntgenstrahlendurchlässigen Steinen ohne strahlendichten Mantel und bei funktionstüchtiger Gallenblase durchgeführt werden. Kleine und schwebende Steine bis 10 mm Durchmesser stellen die Indikation mit der besten Auflösungsrate dar. Bei Patienten mit Leberzirrhose im Endstadium kann unter De-ursil und De-ursil RR/mite eine Dekompensation auftreten.
  • -Das Medikament soll bei Patienten mit häufigen Gallenkoliken, mit Entzündungen der Gallenblase oder der Gallenwege, bei Malabsorption der Gallensäuren (z.B. Entzündungen des Dünn- und Dickdarms wie Morbus Crohn) nicht gegeben werden.
  • +Die Präparate sollten bei Patienten mit wiederholten Gallenkoliken, Infektionen der Galle, ernsten pankreatischen Alterationen oder intestinalen Erkrankungen, welche die enterohepatische Zirkulation der Gallenflüssigkeit verändern (Resektion und Stoma des Ileums, lokale Ileitis usw.), möglichst nicht verabreicht werden.
  • +Zu Beginn einer länger andauernden Behandlung sollte im Vorfeld eine Überprüfung der Transaminasen und alkalischen Phosphatasen durchgeführt werden.
  • +Innerhalb der ersten drei Monate sollten die Leberfunktionsparameter AST (SGOT), ALT (SGPT) und gamma-GT monatlich durch den behandelnden Arzt untersucht werden. Anschliessend ist eine dreimonatige Überwachung angebracht. Neben der Identifikation von Respondern und Nicht-Respondern bei der Behandlung einer primär biliären Cholangitis ermöglicht diese Überwachung ebenfalls eine frühzeitige Detektion einer potentiellen Verschlechterung der Leberfunktion, insbesondere bei Patienten mit einer primär biliären Zirrhose im fortgeschrittenen Stadium.
  • +Bei Verwendung zur Gallensteinauflösung:
  • +Zur Überwachung der erfolgreichen Behandlung und der frühzeitigen Erkennung einer Kalzifizierung der Gallensteine, in Abhängigkeit ihrer Grösse, sollte die gesamte Gallenblase visualisiert sowie die verschlossenen Gallengänge sowohl orthostatisch als auch in Rückenlage (Ultraschall) 6 bis 10 Monate nach Behandlungsbeginn kontrolliert werden. Ist dies nicht möglich, liegen kalzifizierte Gallensteine vor, ist die Kontraktilität der Gallenblase gestört oder treten wiederholt Gallenkoliken auf, sollte UDCA nicht zur Behandlung eingesetzt werden.
  • +Es werden bevorzugt kleine Gallensteine in einer funktionsfähigen Gallenblase aufgelöst. Hierfür stellt die Sättigung der Galle mit Cholesterin einen nützlichen Indikator dar, allerdings kann die Auflösung ebenfalls über physikalische Prozesse der Flüssigkristallbildung, unabhängig vom Sättigungsgrad, erfolgen.
  • +Bei Behandlung einer primär biliären Cholangitis im fortgeschrittenen Stadium
  • +In sehr seltenen Fällen wurde eine Dekompensation der hepatischen Zirrhose beobachtet, die nach Abbruch der Behandlung teilweise zurückging.
  • +Bei Patienten mit einer primär biliären Cholangitis konnte in seltenen Fällen eine Verschlechterung der Symptome, wie beispielsweise Juckreiz, beobachtet werden. In diesem Fall sollte die Dosierung von De-ursil bzw. Deursil RR oder Deursil RR mite auf 225 mg pro Tag herabgesetzt und anschliessend schrittweise erhöht werden.
  • +Bei auftretendem Durchfall sollte die Dosierung herabgesetzt werden; bei anhaltender Diarrhö sollte ein Abbruch der Behandlung erfolgen.
  • +Wichtige Hinweise über weitere Bestandteile:
  • +Deursil RR und Deursil RR mite enthalten p-Hydroxybenzoat, welches allergische Reaktionen (möglicherweise verzögert) auslösen und in Ausnahmefällen zu Bronchospasmen führen kann.
  • +Deursil RR und Deursil RR mite enthalten Sorbitol. Patienten mit Fruktoseintoleranz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
  • -Die gleichzeitige Anwendung von Colestyramin, Cholestipol und magnesium- und aluminiumhydroxidhaltigen Antazida ist zu vermeiden, da diese Substanzen die Ursodeoxycholsäure binden, so dass keine Resorption erfolgen kann.
  • +Die gleichzeitige Anwendung von Colestyramin, Colestipol und aluminiumhydroxidhaltigen Antazida ist zu vermeiden, da diese Substanzen die UDCA im Intestinum binden und somit die Resorption und Wirksamkeit beeinträchtigen. Sollte die Anwendung eines Präparates mit oben angeführten Substanzen notwendig sein, so sollte die Einnahme mindestens zwei Stunden vor oder nach der Gabe von UDCA erfolgen.
  • +UDCA kann die Resorption von Cyclosporin im Intestinum beeinflussen. Daher sollten die Blutkonzentrationen von Patienten, die mit Cyclosporin behandelt werden, durch den Arzt überwacht und die Cyclosporin-Dosierung gegebenenfalls angepasst werden.
  • +In Einzelfällen kann die Resorption von Ciprofloxazin durch UDCA reduziert werden.
  • +Klinische Untersuchungen an gesunden Probanden zeigten bei gleichzeitiger Anwendung von UDCA (500 mg/Tag) und Rosuvastatin (20 mg/Tag) eine leichte Erhöhung des Plasmaspiegels von Rosuvastatin. Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung, auch bezüglich anderer Statine, ist unbekannt.
  • +In gesunden Probanden reduziert UDCA nachweislich die maximale Plasmakonzentration (Cmax) und Bioverfügbarkeit (AUC) des Kalziumantagonisten Nitrendipin. Bei simultaner Anwendung von UDCA und Nitrendipin wird daher eine genaue Beobachtung empfohlen. Gegebenenfalls sollte die Nitrendipindosis erhöht werden. Des Weiteren konnte eine Wechselwirkung mit einhergehender Verminderung der therapeutischen Wirksamkeit von Dapson beobachtet werden. Aufgrund dieser Beobachtung und weiteren Ergebnissen aus in-vitro Untersuchungen könnte durch UDCA eine Induktion von Zytochrom P450 3A Enzymen erfolgen. In einer entsprechenden Interaktionsstudie von UDCA und Budesonid, einem bekannten Zytochrom P450 3A Substrat, konnte die Induktion allerdings nicht nachgewiesen werden.
  • +Östrogene und cholesterinsenkende Substanzen wie Clofibrat können die Sekretion von hepatischem Cholesterol und dadurch die Bildung von Gallensteinen fördern und wirken somit der Gallensteinauflösung durch UDCA entgegen.
  • +Die Kombination mit Präparaten, welche die biliäre Ausscheidung von Cholesterol erhöhen (Östrogene, hormonelle Kontrazeptiva, einige lipidsenkende Arzneimittel) und/oder Leberschäden hervorrufen, sollte vermieden werden.
  • -Das Präparat sollte während einer Schwangerschaft mit Vorsicht eingesetzt werden.
  • -Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Es bestehen jedoch Anwendungsberichte über den Einsatz von Ursodeoxycholsäure bei Frauen mit intrahepatischer Cholestase im letzten Trimester der Schwangerschaft, deren Schwangerschaft termingerecht und ohne Schädigung für das Kind beendet wurde.
  • -De-ursil RR/mite:
  • -Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben, dass Dibutylphthalat in hohen Dosierungen eine schädigende Wirkung auf die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane hat. Allerdings sind bis heute keine schlüssigen klinischen Studien bekannt. De-ursil RR/mite darf daher nur bei klarer Notwendigkeit angewendet werden.
  • +De-ursil, Deursil RR und Deursil RR mite
  • +Es liegen keine hinreichenden Daten zur Verwendung von UDCA bei Schwangeren vor. Im Hinblick auf die geringe Datenlage für eine teratogene Wirkung von UDCA im Besonderen im ersten Schwangerschaftstrimester sollten De-ursil, Deursil RR und Deursil RR mite nur bei konkreter Notwendigkeit während der Schwangerschaft verabreicht werden. Tierexperimentelle Studien wiesen auf eine teratogene Wirkung während der frühen Trächtigkeitsphase hin.
  • +Deursil RR und Deursil RR mite
  • +Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben, dass Dibutylphthalat in hohen Dosierungen eine schädigende Wirkung auf die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane hat. Allerdings sind bis heute keine schlüssigen klinischen Studien bekannt. Deursil RR und Deursil RR mite dürfen daher nur bei klarer Notwendigkeit angewendet werden.
  • -Daten, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, liegen nicht vor.
  • -De-ursil RR/mite: Es ist nicht bekannt, ob Dibutylphthalat in die Muttermilch übergeht. De-ursil RR/mite darf daher nicht in der Stillzeit angewendet werden.
  • +De-ursil, Deursil RR und Deursil RR mite
  • +Laut wenigen dokumentierten Fällen stillender Frauen ist der Gehalt von UDCA in der Muttermilch sehr gering.
  • +Deursil RR und Deursil RR mite
  • +Es ist nicht bekannt, ob Dibutylphthalat in die Muttermilch übergeht. Deursil RR und Deursil RR mite dürfen daher nicht in der Stillzeit angewendet werden.
  • +Fertilität
  • +De-ursil, Deursil RR und Deursil RR mite
  • +In Tierversuchen konnte kein Einfluss von UDCA auf die Fertilität nachgewiesen werden. Es liegen allerdings keine Studien am Menschen vor, die einen Einfluss von UDCA auf die Fruchtbarkeit nachweisen.
  • +
  • -«Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten» (<1/1000, ≥1/10‘000), «sehr selten» (<1/10‘000).
  • -Gastrointestinaltrakt
  • -In seltenen Fällen Diarrhö (unter 0,1%), Abdominalschmerzen.
  • -
  • +Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • +Sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10 bis ≥1/100), gelegentlich (<1/100 bis ≥1/1000), selten (<1/1000 bis ≥1/10‘000), sehr selten (<1/10‘000)
  • +Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
  • +Häufig: Breiförmige Stühle oder Durchfall
  • +Sehr selten: Rechtsseitige Oberbauchschmerzen, während Behandlung PBC
  • +Selten: Diarrhö, Abdominalschmerzen.
  • +Stuhlunregelmässigkeiten, die jedoch während der fortlaufenden Behandlung wieder verschwinden
  • +Leber- und Gallenerkrankungen
  • +Sehr selten: Verkalkung von Gallensteinen.
  • +Bei der Therapie einer primär biliären Cholangitis im fortgeschrittenen Stadium konnte eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet werden, die nach Behandlungsabbruch teilweise wieder abklingt.
  • +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • +Sehr selten: Urtikaria
  • +
  • -Keine Daten vorhanden.
  • +Im Falle einer versehentlichen Einnahme höherer UDCA-Dosen werden die gängigen Gegenmassnahmen zur Entgiftung sowie die Verabreichung von Cholestyramin zur Chelatierung von Gallensäuren empfohlen.
  • +Bei einer Überdosierung kann es zu Durchfällen kommen. Grundsätzlich sind keine weiteren Symptome zu erwarten, da die Resorption von UDCA mit steigender Dosis abnimmt und anschliessend fäkal ausgeschieden wird. Daher sind keine spezifischen Gegenmassnahmen erforderlich und die Folgen von Diarrhö sollten symptomatisch durch Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich behandelt werden.
  • -ATC-Code
  • +ATC- Code
  • -Die Ursodeoxycholsäure ist eine tertiäre Gallensäure, die physiologisch in kleinen Konzentrationen in der menschlichen Galle vorkommt. Die klinisch-therapeutische Wirkung von De-ursil und De-ursil RR/mite beruht auf ihrer Eigenschaft, steinbildende Galle an Cholesterin zu untersättigen und ungünstige Veränderungen des Gallenflusses zu korrigieren. Die an Cholesterin ungesättigte Galle ist in der Lage, einen Cholesterinüberschuss in Form von Cholesterinkristallen und Cholesterinsteinen aufzulösen.
  • -Dank der Normalisierung der Zusammensetzung der Galle beseitigt Ursodeoxycholsäure die schmerzhaften dyspeptischen Symptome biliären Ursprungs einschliesslich einer allfälligen biliären Reflux-Gastritis.
  • -Die mit Ursodeoxycholsäure angereicherte Galle verringert die gewebeschädigenden Eigenschaften der primären und sekundären Gallensäuren. Letztere haben ausgeprägte Detergenzieneigenschaften und erweisen sich damit als zelltoxisch bei der intrahepatischen Cholestase und anderen Leberaffekten verschiedener Genese sowie bei biliärer Reflux-Gastritis.
  • -Bei der retardierten galenischen Form von De-ursil RR/mite erfolgt gegenüber De-ursil die Freisetzung des Wirkstoffs dreimalig, periodisch im Intestinum, was eine Bioverfügbarkeit von 7-8 Stunden garantiert. Die abendliche Verabreichung von De-ursil RR/mite gestattet die Überbrückung der nächtlichen Fastenstunden, welche die kritische Phase für die Steinbildung darstellen.
  • +Die UDCA ist das 7-beta Epimer der Chenodeoxycholsäure und kommt physiologisch in kleinen Konzentrationen in der menschlichen Galle vor. Die klinisch-therapeutische Wirkung von UDCA beruht auf ihrer Eigenschaft, steinbildende Galle an Cholesterin zu untersättigen, wodurch die Lithogenese inhibiert wird. Es gibt verschiedene Wirkmechanismen, die diesen Effekt von UDCA beschreiben: Abnahme der Cholesterolsekretion durch Reduktion der intestinalen Resorption und der hepatischen Cholesterolsynthese; Anstieg der Gesamtmenge an Gallensäuren, wodurch die micellare Auflösung von Cholesterin begünstigt wird; verstärkte Auflösung von Cholesteringallensteinen durch Anregung des regulären Gallenflusses und der Entleerung der Galle sowie die verbesserte Bildung einer Vesikel-reichen, flüssigen Kristall-Mesophase.
  • -Keine Angaben.
  • +Keine Angaben
  • -Ursodeoxycholsäure wird nach oraler Verabreichung mittels aktiven und passiven Transports aus dem Darm gut resorbiert und gelangt nach dem Leberdurchgang zu einem guten Teil in den entero-hepatischen Kreislauf.
  • +UDCA wird nach oraler Applikation im Darm durch passiven und aktiven Transport gut resorbiert und gelangt nach der Leberpassage zu einem Grossteil in den enterohepatischen Kreislauf.
  • -Die Leber scheidet UDCA konjugiert an Glyzin und Taurin im Verhältnis 1:4 aus. Sie wird in der Folge von der Darmflora abgebaut und teilweise als nicht mehr resorbierbare Metaboliten fäkal ausgeschieden, teilweise in die Leber zurückgeführt.
  • +UDCA wird in der Galle vor allem in Form von Glykokonjugat ausgeschieden und somit in den enterohepatischen Kreislauf aufgenommen. Es wird partiell durch die intestinale Flora metabolisiert und die Metaboliten über die Fäzes ausgeschieden.
  • +Nach der Resorption wird UDCA in der Leber fast vollständig mit den Aminosäuren Glycin und Taurin im Verhältnis 1:4 konjugiert und anschliessend biliär ausgeschieden.
  • +Die dreimalige periodische Freisetzung von UDCA im Intestinum nach einmaliger Gabe der Deursil RR und Deursil RR mite Darreichungsform mit verzögerter Freigabe garantiert eine Bioverfügbarkeit für etwa 7-8 Stunden.
  • -Tierexperimentelle Studien ergaben, dass das für De-Ursil RR/mite verwendete Excipiens Dibutylphthalat Effekte auf die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane (insbesondere auf die Hodenbildung, auf eine Feminisierung des männlichen Neugeborenen hinweisende Reduktion der anogenitalen Distanz) und auf das Gewicht des Neugeborenen hat. In aussagekräftigen Multigenerationenstudien, die mit Ratten durchgeführt wurden, lag die kleinste Dosis ohne diesen Effekt bei 50mg/kg/Tag. Es muss jedoch betont werden, dass bis heute keine epidemiologische Studie diese Ergebnisse definitiv bestätigen oder widerlegen kann.
  • +Chronische Toxizität
  • +Untersuchungen zur subchronischen Toxizität am Affen zeigten in den Gruppen mit hoher Dosierung hepatotoxische Effekte in Form funktioneller (u.a. Leberenzymveränderungen) und morphologischer Veränderungen, beispielsweise Gallengangsproliferationen, portale Entzündungsherde und hepatozelluläre Nekrosen. Diese toxischen Effekte sind am ehesten auf Lithocholsäure, ein Metabolit der UDCA, zurückzuführen.
  • +Tierexperimentelle Studien ergaben, dass der für Deursil RR und Deursil RR mite verwendete Hilfsstoff Dibutylphthalat Effekte auf die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane (insbesondere auf die Hodenbildung, auf eine Feminisierung des männlichen Neugeborenen hinweisende Reduktion der anogenitalen Distanz) und auf das Gewicht des Neugeborenen hat. In aussagekräftigen Multigenerationenstudien, die mit Ratten durchgeführt wurden, lag die kleinste Dosis ohne diesen Effekt bei 50 mg/kg/Tag. Es muss jedoch betont werden, dass bis heute keine epidemiologische Studie diese Ergebnisse definitiv bestätigen oder widerlegen kann.
  • -De-ursil RR mite 225 mg: Packungen mit 20 Kapseln [B]
  • +Deursil RR mite 225 mg: Packungen mit 20 Kapseln [B]
  • -Oktober 2017
  • +April 2018
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