ch.oddb.org
 
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Home - Fachinformation zu Deprivita - Ã„nderungen - 30.07.2021
50 Ã„nderungen an Fachinfo Deprivita
  • -AMZV
  • -Wirkstoff: Johanniskrauttrockenextrakt (Hyperici herbae extractum).
  • -Hilfsstoffe: Excip. pro compr. obduct.
  • -Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • -1 Filmtablette Deprivita enthält: Hyperici herbae extractum ethanolicum siccum 900 mg (3–6:1), corresp. 0,9–2,7 mg Gesamthypericin (berechnet als Hypericin).
  • -Auszugsmittel: Ethanol 80 Vol.-%.
  • +Wirkstoffe:
  • +Johanniskrauttrockenextrakt (Hyperici herbae extractum).
  • +Hilfsstoffe
  • +Excip. pro compr. obduct.
  • -Dauer der Anwendung
  • -Die antidepressive Wirkung von Deprivita setzt im Allgemeinen nach ca. 2 Wochen ein, der Aufbau der vollen therapeutischen Wirkung kann jedoch 3–4 Wochen erfordern. Die Behandlung mit Deprivita ist symptomatisch und muss deshalb während einer angemessenen Zeitdauer weitergeführt werden. Die Dauer der Anwendung ist grundsätzlich nicht begrenzt.
  • +Therapiedauer
  • +Die antidepressive Wirkung von Deprivita setzt im Allgemeinen nach ca. 2 Wochen ein, der Aufbau der vollen therapeutischen Wirkung kann jedoch 3–4 Wochen erfordern. Die Behandlung mit Deprivita ist symptomatisch und muss deshalb während einer angemessenen Zeitdauer weitergeführt werden. Die Dauer der Anwendung ist grundsätzlich nicht begrenzt. Ist aber nach 4 bis 6 Wochen keine Besserung erfolgt, sollte ein Arzt entscheiden, ob die Therapieform fortgesetzt werden sollte.
  • -– bekannter Ãœberempfindlichkeit gegen Hypericum-Ex­trakte oder einen der verwendeten Inhaltsstoffe (Hilfsstoffe) des Arzneimittels;
  • -– bekannter Lichtüberempfindlichkeit;
  • -– Kindern unter 18 Jahren, da für diese Patientengruppe keine Daten vorliegen;
  • -– schwerer Depression.
  • -Deprivita darf nicht gleichzeitig eingenommen werden mit folgenden Arzneimitteln:
  • -– gewisse Immunsuppressiva (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus);
  • -– Anti-HIV-Arzneimittel aus der Gruppe der Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir);
  • -– gewisse Zytostatika (z.B. Imatinib, Irinotecan);
  • -– orale Antikoagulanzien von Cumarintyp.
  • +·bekannter Ãœberempfindlichkeit gegen Hypericum-Extrakte oder einen der verwendeten Inhaltsstoffe (Hilfsstoffe) des Arzneimittels;
  • +·bekannter Lichtüberempfindlichkeit;
  • +·Kindern unter 18 Jahren, da für diese Patientengruppe keine Daten vorliegen;
  • +·schwerer Depression.
  • +Deprivita induziert die CYP3A4-, CYP2C9-, CYP2C19- und Glycoprotein-Aktivität und darf daher nicht gleichzeitig eingenommen werden mit folgenden Arzneimitteln:
  • +·gewisse Immunsuppressiva (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus);
  • +·Anti-HIV-Arzneimittel aus der Gruppe der Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir, Amprenavir);
  • +·gewisse Zytostatika (z.B. Imatinib, Irinotecan);
  • +·orale Antikoagulanzien von Cumarintyp.
  • -Interaktions-Daten weisen einerseits auf eine Induktion des Cytochrom P450-Systems durch Johanniskraut-Ex­trakte (besonders CYP3A4), andererseits auf eine Induktion von Transportproteinen (P-Glycoprotein z.B. bei Digoxin) hin. Dies kann zu einer Abnahme der Plasmakonzentration und zu einer Abschwächung der therapeutischen Wirkung einer Reihe von komedizierten Arzneimitteln sowie – vor allem bei Substanzen mit einer geringen therapeutischen Breite – zu potenziell schwerwiegenden Konsequenzen führen.
  • +Interaktions-Daten weisen einerseits auf eine Induktion des Cytochrom P450-Systems durch Johanniskraut-Extrakte (besonders CYP3A4, aber auch CYP2C9, CYP2C19), andererseits auf eine Induktion von Transportproteinen (P-Glycoprotein z.B. bei Digoxin) hin. Dies kann zu einer Abnahme der Plasmakonzentration und zu einer Abschwächung der therapeutischen Wirkung einer Reihe von komedizierten Arzneimitteln sowie – vor allem bei Substanzen mit einer geringen therapeutischen Breite – zu potenziell schwerwiegenden Konsequenzen führen.
  • -Patienten unter Immunsuppression mit Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus dürfen nicht gleichzeitig mit Hyperi­cum behandelt werden. Hypericum führt zu einem raschen und ausgeprägten Abfall der Plasmaspiegel und Verlust der immunsuppressiven Wirkung mit potentiell schwerwiegenden Konsequenzen (Transplantatabstossung).
  • +Patienten unter Immunsuppression mit Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus dürfen nicht gleichzeitig mit Hypericum behandelt werden. Hypericum führt zu einem raschen und ausgeprägten Abfall der Plasmaspiegel und Verlust der immunsuppressiven Wirkung mit potentiell schwerwiegenden Konsequenzen (Transplantatabstossung).
  • -Bei der Behandlung mit Non-Nucleosid-Reverse-Tran­scriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir) ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. Eine Untersuchung bei Probanden ergab, dass eine 2-wöchige Einnahme eines standardisierten Johanniskraut-Präparates die Indinavir-Konzentration signifikant senkte. Es ist möglich dass Johanniskraut-Extrakte auch zur Senkung des Plasmaspiegels und zur Wirkungshemmung anderer Proteasehemmer (deren Metabolismus überwiegend von CYP3A4 abhängt) führen.
  • +Bei der Behandlung mit Non-Nucleosid-Reverse-Tran¬scriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir) ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. Eine Untersuchung bei Probanden ergab, dass eine 2-wöchige Einnahme eines standardisierten Johanniskraut-Präparates die Indinavir-Konzentration signifikant senkte. Es ist möglich, dass Johanniskraut-Extrakte auch zur Senkung des Plasmaspiegels und zur Wirkungshemmung anderer Proteasehemmer (deren Metabolismus überwiegend von CYP3A4 abhängt) führen.
  • -Imatinib: Während einer Behandlung mit Imatinib ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. In einer Interaktionsstudie bei Probanden führte die gleichzeitige Gabe von Hypericum während 2 Wochen zu einer Abnahme der AUC von Imatinib um 32%, der Halbwertszeit von 12,8 auf 9,0 Stunden, einer Senkung von C max um 18% und einer Erhöhung der Clearance von Imatinib um 43%. Diese Veränderungen waren statistisch signifikant und wurden in einer anderen Studie bestätigt.
  • +Imatinib: Während einer Behandlung mit Imatinib ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. In einer Interaktionsstudie bei Probanden führte die gleichzeitige Gabe von Hypericum während 2 Wochen zu einer Abnahme der AUC von Imatinib um 32%, der Halbwertszeit von 12,8 auf 9,0 Stunden, einer Senkung von Cmax um 18% und einer Erhöhung der Clearance von Imatinib um 43%. Diese Veränderungen waren statistisch signifikant und wurden in einer anderen Studie bestätigt.
  • -Bei gleichzeitiger Einnahme mit Antikoagulanzien vom Cumarintyp sollte die Serumkonzentration dieser Substanzen regelmässig kontrolliert werden.
  • +Bei gleichzeitiger Einnahme mit Antikoagulanzien vom Cumarintyp sollte die Serumkonzentration dieser Substanzen engmaschig kontrolliert werden.
  • -Hypericum kann zu einer Wirkungsverminderung hormo­naler Kontrazeptiva führen (z.B. orale Produkte, injizierte Depot-Präparate, s.c. Implantate, transdermale, intrauterine und vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung). So wurden international mehrere Fälle von Zwischenblutungen unter niedrigdosierten sogenannten Mikropillen (Gehalt an Ethinylestradiol 30 µg oder weniger) gemeldet. Auch über Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften bei Anwendung hormonaler Kontrazeptiva und gleichzeitiger Einnahme von Hypericum wurde berichtet.
  • +Hypericum kann zu einer Wirkungsverminderung hormonaler Kontrazeptiva führen (z.B. orale Produkte, injizierte Depot-Präparate, s.c. Implantate, transdermale, intrauterine und vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung). So wurden international mehrere Fälle von Zwischenblutungen unter niedrigdosierten sogenannten Mikropillen (Gehalt an Ethinylestradiol 30 µg oder weniger) gemeldet. Auch über Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften bei Anwendung hormonaler Kontrazeptiva und gleichzeitiger Einnahme von Hypericum wurde berichtet.
  • -Pharmakodynamische Interaktionen (relative Kontraindikation)
  • +Pharmakodynamische Interaktionen
  • -Johanniskraut-Präparate sollten nur mit Vorsicht und unter regelmässiger Ãœberwachung zusammen mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder anderen serotoninergen Arzneimitteln eingenommen werden. Sehr selten können – in Kombination mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und anderen serotoninergen Wirkstoffen – unerwünschte Wirkungen (Serotoninsyndrom) mit autonomen Dysfunktionen (wie Schwitzen, Tachykardie, Diarrhö, Fieber), psychischen (wie Agitiertheit, Verwirrtheit) und motori­schen Alterationen (wie Tremor, Myoklonien) auftreten.
  • -Schwangerschaft/Stillzeit
  • -Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.
  • -Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Bei Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist deshalb Vorsicht geboten.
  • +Johanniskraut-Präparate sollten nur mit Vorsicht und unter regelmässiger Ãœberwachung zusammen mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder anderen serotoninergen Arzneimitteln eingenommen werden. Sehr selten können – in Kombination mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und anderen serotoninergen Wirkstoffen – unerwünschte Wirkungen (Serotoninsyndrom) mit autonomen Dysfunktionen (wie Schwitzen, Tachykardie, Diarrhö, Fieber), psychischen (wie Agitiertheit, Verwirrtheit) und motorischen Alterationen (wie Tremor, Myoklonien) auftreten.
  • +Schwangerschaft, Stillzeit
  • +Schwangerschaft
  • +Es liegen keine ausreichenden klinischen Daten über die Anwendung bei Schwangeren vor.
  • +Mit Deprivita wurden keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt. Tierexperimentelle Studien mit einem 50% Ethanol-Johanniskraut-Extrakt bei Ratten zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung. In Kaninchen wurden teratogene Effekte bei einer Dosis beobachtet, welche weit über der klinischen Dosis liegt. Daher werden diese Effekte für die klinische Anwendung als kaum relevant angesehen (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).
  • +Während der Schwangerschaft wird die Verabreichung des Arzneimittels nicht empfohlen.
  • +Stillzeit
  • +Es ist nicht bekannt, ob Johanniskraut-Präparate / seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Deprivita sollte nicht während des Stillens angewendet werden.
  • +Fertilität
  • +Es liegen keine Studien am Menschen über die Auswirkungen von Johanniskraut-Extrakt Präparaten auf die Fruchtbarkeit vor. In Ratten hatte die Behandlung mit 50% Ethanol-Johanniskraut-Extrakt keine Effekte auf die Fertilität (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).
  • +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Ãœberwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • -ATC-Code: N06AX99
  • -Pflanzliches Antidepressivum
  • +ATC-Code
  • +N06AX25
  • +Andere Antidepressivum
  • -Der Wirkungsmechanismus ist noch unklar. Es wurde eine Hemmung der Enzyme MAO (bevorzugt MAO-A) und COMT diskutiert, ebenso eine Vermehrung der Neutrotransmittermenge. In Rezeptor- bzw. Transmittermodellen hemmte Hypericum-Extrakt in vitro die Wiederaufnahme der monoaminergen Neurotransmitter Noradrenalin, Dopamin und Serotonin in präsynaptische Neurone. Dazu wurde eine Down-Regulation von zentralen serotonergen und noradrenergen β-Rezeptoren gezeigt. Der antidepressive Effekt beruht hierbei auf einer Erhöhung der Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt und an der postsynaptischen Membran aufgrund der verlängerten Verweildauer der Transmitter im synaptischen Spalt. Der Unterschied zu trizyklischen Antidepressiva liegt darin, dass diese jeweils nur zwei, die serotoninerge und noradrenerge Wiederaufnahme, der pflanzliche Extrakt dagegen alle drei Systeme hemmt.
  • +Keine Daten vorhanden.
  • +Pharmakodynamik
  • +Mehrere Wirkungsmechanismen sind experimentell für den antidepressiven Effekt von Johanniskrautextrakt als Ganzes oder von einzelnen aktiven Inhaltsstoffen (Naphthodianthrone [Hypericin], Phloroglucine [Hyperforin] und Flavonoide) identifiziert worden. Für einige dieser Inhaltsstoffe konnte gezeigt werden, dass sie die Blut-Hirn-Schranke passieren können und somit einen direkten zentralen Effekt haben. Es konnte gezeigt werden, dass der Effekt durch die Kombination der verschiedenen Komponenten erreicht werden kann und dass der Johanniskrautextrakt als Ganzes aktiv ist. In Rezeptor- bzw. Transmittermodellen hemmte Hypericum-Extrakt in vitro die Wiederaufnahme der monoaminergen Neurotransmitter Noradrenalin, Dopamin und Serotonin in präsynaptische Neurone. Dazu wurde eine Down-Regulation von zentralen serotonergen und noradrenergen β-Rezeptoren gezeigt. In Vivo veränderte sich das Verhalten der Tiere in verschiedenen antidepressiven Modellen (wie z.B. forced swimming test, learned helplessness model) ähnlich wie bei der Anwendung von Standard-Antidepressiva. Weitere Untersuchungen bei Tiermodellen für chronischen Stress zeigten neurohormonale und neuroimmunologische Effekte: Die Anwendung von Johanniskraut beeinflusst positiv die HPA-Achse (Hypothalamic-pituitaryadrenocortical axis), welche auch eine wichtige Rolle bei depressiven Störungen spielt, z.B. durch Reduktion der Freisetzung von ACTH (adrenocorticotropes Hormon) und Corticosteroiden.
  • -In einer dreiarmigen, doppelblinden, randomisierten und plazebokontrollierten Multizenterstudie bei 388 Patienten wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Deprivita in der Behandlung mittelschwerer Depressionen (ICD-10 F32.1, F33.1) im Vergleich zu dem SSRI Citalopram (20 mg/Tag) untersucht. Ausgehend von nahezu identischen Ausgangswerten von 21,9 ± 1,2 Punkten (Deprivita), 21,8 ± 1,2 Punkten (Citalopram) und 22,0 ± 1,2 Punkten (Plazebo), reduzierte sich der HAMD-17-Score (Hamilton Score of Depression) auf 10,3 ± 6,4 (Deprivita), 10,3 ± 6,4 (Citalopram) bzw. 13,0 ± 6,9 (Plazebo). Die Medianwerte fielen von 22 auf 9 unter der Behandlung mit dem Hypericum-Extrakt ab, unter der Behandlung mit Citralo­pram auf 10 und unter Plazebo auf 14 ab. Diese Ergebnisse zeigen eine statistisch gesicherte Ãœberlegenheit von Deprivita gegenüber Plazebo (p <0,0001) sowie eine nicht unterlegene Wirksamkeit von Deprivita gegenüber Citalo­pram (p <0,0001). Die Responderaten (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) betrugen 54,2% (Hypericum-Extrakt), 55,9% (Citaprolam) und 39,2% (Plazebo).
  • +In einer dreiarmigen, doppelblinden, randomisierten und plazebokontrollierten Multizenterstudie bei 388 Patienten wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Deprivita in der Behandlung mittelschwerer Depressionen (ICD-10 F32.1, F33.1) im Vergleich zu dem SSRI Citalopram (20 mg/Tag) untersucht. Ausgehend von nahezu identischen Ausgangswerten von 21,9 ± 1,2 Punkten (Deprivita), 21,8 ± 1,2 Punkten (Citalopram) und 22,0 ± 1,2 Punkten (Plazebo), reduzierte sich der HAMD-17-Score (Hamilton Score of Depression) auf 10,3 ± 6,4 (Deprivita), 10,3 ± 6,4 (Citalopram) bzw. 13,0 ± 6,9 (Plazebo). Die Medianwerte fielen von 22 auf 9 unter der Behandlung mit dem Hypericum-Extrakt ab, unter der Behandlung mit Citralopram auf 10 und unter Plazebo auf 14 ab. Diese Ergebnisse zeigen eine statistisch gesicherte Ãœberlegenheit von Deprivita gegenüber Plazebo (p <0,0001) sowie eine nicht unterlegene Wirksamkeit von Deprivita gegenüber Citalopram (p <0,0001). Die Responderaten (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) betrugen 54,2% (Hypericum-Extrakt), 55,9% (Citaprolam) und 39,2% (Plazebo).
  • -In einer weiteren randomisierten, doppelblinden Studie wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Deprivita bei 140 Patienten mit mittelschweren Depressionen (ICD-10 F32.1, F33.1) mit Plazebo verglichen. Der HAMD-17-Score verringerte sich von fast identischen Ausgangswerten (22,8 ± 1,1, resp. 22,6 ± 1,2) auf 11,8 ± 4,4 Punkte in der Deprivita-Gruppe und auf 19,2 ± 3,8 Punkte in der Plazebo-Gruppe. Die Responderrate (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) war in der Verum-Gruppe 58,6% in der Plazebo-Gruppe 5,7% (ITT-Analyse). Somit war Deprivita sowohl bezüglich der Abnahme des HAMD-Scores als auch bezüglich der Responderrate statistisch signifikant überlegen.
  • -In einer Anwendungsbeobachtung wurden 4188 Patienten mit leichten und mittelgradigen Depressionen sowie weiteren Diagnosen wie z.B. Dysthymia mit Deprivita über 12 Wochen behandelt. Der HAMD-17-Score der Patienten sank innerhalb von 12 Wochen von durchschnittlich 15,8 zu Therapiebeginn über 9,5 nach ca. vier Wochen auf 4,6 Punkte am Ende der Studie, also um insgesamt 11,2 Punkte. Der Anteil der Responder (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) lag insgesamt bei ca. 78%.
  • +In einer weiteren randomisierten, doppelblinden Studie wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Deprivita bei 140 Patienten mit mittelschweren Depressionen (ICD-10 F32.1, F33.1) mit Plazebo verglichen. Der HAMD-17-Score verringerte sich von fast identischen Ausgangswerten (22,8 ± 1,1, resp. 22,6 ± 1,2) auf 11,8 ± 4,4 Punkte in der Deprivita-Gruppe und auf 19,2 ± 3,8 Punkte in der Plazebo-Gruppe. Die Responderrate (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) war in der Verum-Gruppe 58,6% in der Plazebo-Gruppe 5,7% (ITT-Analyse). Somit war Deprivita sowohl bezüglich der Abnahme des HAMD-Scores als auch bezüglich der Responderrate statistisch signifikant überlegen.
  • +In einer Anwendungsbeobachtung wurden 4188 Patienten mit leichten und mittelgradigen Depressionen sowie weiteren Diagnosen wie z.B. Dysthymia mit Deprivita über 12 Wochen behandelt. Der HAMD-17-Score der Patienten sank innerhalb von 12 Wochen von durchschnittlich 15,8 zu Therapiebeginn über 9,5 nach ca. vier Wochen auf 4,6 Punkte am Ende der Studie, also um insgesamt 11,2 Punkte. Der Anteil der Responder (HAMD-Score bei Studienende <10 bzw. eine Abnahme des Ausgangsscores ≥50%) lag insgesamt bei ca. 78%.
  • -Die wirksamkeitsbestimmenden und wirksamkeitsmitbe­stimmenden Inhaltsstoffe von Deprivita sind bezüglich depressiver Episoden nicht eindeutig identifiziert und ihr Grad des Impacts für eine antidepressive Wirkung nicht belegt. Dem derzeitigen Wissensstand entsprechend wird der Gesamtextrakt, ein in seiner Zusammensetzung komplexes System, als Wirkstoff angesehen. Johanniskraut­extrakte besitzen eine Vielzahl von phytochemischen Inhaltsstoffen. Pharmakokinetische Untersuchungen sind bisher nur mit den Leitsubstanzen des Extraktes durchgeführt worden. Als solche gelten zur Zeit die Hypericine aus der Stoffgruppe der Dianthrone, v.a Hypericin und Pseudohypericin.
  • +Johanniskrautextrakte besitzen eine Vielzahl von phytochemischen Inhaltsstoffen. Pharmakokinetische Untersuchungen an gesunden Probanden sind bisher nur mit Inhaltsstoffen, die als Leitsubstanzen des Extraktes gelten wie Hypericin, Pseudohypericin, Hyperforin und manche Flavonoide durchgeführt worden.
  • +Absorption/Distribution
  • -Nach oraler Verabreichung von Deprivita (1× 1 Tablette) wurde nach 7,9 ± 1,3 Stunden der maximale Plasmaspiegel (3,8 ± 1,4 ng/ml) an Hypericin gemessen. Nach 2,7 ± 0,7 Stunden wurde eine maximale Konzentration (10,2 ± 3,9 ng/ml) an Pseudohypericin erreicht. Die Halbwertszeit beträgt bei Hypericin 18,7 ± 4,8 Stunden und bei Pseudohypericin 17,2 ± 8,4 Stunden.
  • -Die Hypericine überwinden aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften die Blut-Hirn-Schranke und gelangen so an ihre Wirkorte im ZNS.
  • -
  • +Nach oraler Verabreichung von Deprivita (1× 1 Tablette) wurde nach 7,9 ± 1,3 Stunden der maximale Plasmaspiegel (3,8 ± 1,4 ng/ml) an Hypericin gemessen. Nach 2,7 ± 0,7 Stunden wurde eine maximale Konzentration (10,2 ± 3,9 ng/ml) an Pseudohypericin erreicht. Die Halbwertszeit beträgt bei Hypericin 18,7 ± 4,8 Stunden und bei Pseudohypericin 17,2 ± 8,4 Stunden.
  • -Nach oraler Verabreichung von Deprivita (1× 1 Tablette) wurde nach 4,5 ± 1,2 Stunden ein maximaler Plasmaspiegel (122 ± 45,5 ng/ml) erreicht. Die gemessene Halbwertszeit betrug 17,5 ± 4,5 Stunden.
  • +Nach oraler Verabreichung von Deprivita (1× 1 Tablette) wurde nach 4,5 ± 1,2 Stunden ein maximaler Plasmaspiegel (122 ± 45,5 ng/ml) erreicht. Die gemessene Halbwertszeit betrug 17,5 ± 4,5 Stunden.
  • +Hyperforin und Miquelianin können die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
  • +Metabolismus
  • +Keine Daten vorhanden.
  • +Elimination
  • +Nicht zutreffend.
  • +
  • -Ethanolische Johanniskraut-Extrakte erwiesen sich in Untersuchungen zur akuten Toxizität mit Dosen bis zu 2 g/kg KG als praktisch untoxisch. Auch die bis zu einjährigen Studien zur chronischen Toxizität sowie sicherheitspharmakologische Untersuchungen erbrachten keine Hinweise auf ein toxisches oder in subakuten Dosen spezifische Organfunktionen beeinträchtigendes Potential des Extraktes. Schädigende Einflüsse des Extraktes auf Fertilität und Reproduktion, Gravidität, Föten und Nachkommenschaft traten tierexperimentell nicht auf und sind auch aus der Literatur nicht bekannt. Hinweise auf ein mutagenes oder genotoxisches Potential ergaben sich nicht.
  • -Johanniskraut hat, wenn es von Weidetieren in grösseren Mengen verzehrt wird, phototoxische Eigenschaften.
  • +Für Deprivita liegen keine anderen präklinischen Studien vor als ein negativ ausgefallener Ames-Test zur Prüfung auf Mutagenität. Die unten genannten Studien zur Sicherheitspharmakologie und Toxikologie wurden mit 50% Ethanol-Johanniskraut-Extrakt durchgeführt.
  • +Ethanolische Johanniskraut-Extrakte erwiesen sich in Untersuchungen zur akuten Toxizität mit Dosen bis zu 2 g/kg KG als praktisch untoxisch. Auch die bis zu einjährigen Studien zur chronischen Toxizität sowie sicherheitspharmakologische Untersuchungen erbrachten keine Hinweise auf ein toxisches oder in subakuten Dosen spezifische Organfunktionen beeinträchtigendes Potential des Extraktes.
  • +Schädigende Einflüsse des Extraktes auf Fertilität und Reproduktion, Gravidität, Föten und Nachkommenschaft traten tierexperimentell in Ratten nicht auf und sind auch aus der Literatur nicht bekannt. In einer Studie mit Kaninchen wurden teratogene Effekte bei der höchsten Dosis (32-fach über der klinischen Dosis von 15 mg/kg/Tag auf Basis der Körperoberfläche) beobachtet. Bei einer Dosis, die dem 16-Fachen der klinischen Dosis (auf Basis der Körperoberfläche) entspricht, wurden keine adversen Effekte auf die embryofötale Entwicklung im Kaninchen beobachtet.
  • +Hinweise auf ein mutagenes oder genotoxisches Potential ergaben sich nicht.
  • -Beeinflussung diagnostischer Massnahmen
  • +Beeinflussung diagnostischer Methoden
  • -Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» angegebenen Datum verwendet werden.
  • -Besondere Lagerungsbedingungen
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Besondere Lagerungshinweise
  • -1 Filmtablette Deprivita enthält weniger als 0,01 BE.
  • +1 Filmtablette Deprivita enthält weniger als 0,01 BE.
  • - Menge CHF SM Rückerstattungskat.
  • -DEPRIVITA Filmtabl 30 Stk 29.05 B SL
  • -90 Stk 66.70 B SL
  • -SOLEVITA forte Rx Filmtabl (aH) B
  • -
  • +Blisterpackungen mit 30 und 90 Filmtabletten. (B)
  • -Permamed AG, 4143 Dornach.
  • +Permamed AG, 4143 Dornach
  • -Juni 2009.
  • +Februar 2021.
2025 Â©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | FAQ | Anmeldung | Kontakt | Home