Unerwünschte WirkungenKlinische Studien
Die Beurteilung der Sicherheit einer Monotherapie mit Tecentriq basiert auf gepoolten Daten von 6179 Patienten mit verschiedenen Tumorarten sowie unterstützenden Daten aus kumulativer Exposition von >33'000 Patienten in allen klinischen Studien (siehe Tabelle 4). Die häufigsten in klinischen Studien identifizierten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Tecentriq-Monotherapie (> 10%) waren Fatigue (26,1%), verminderter Appetit (18,6%), Hautausschlag (18,0%), Nausea (16,6%), Diarrhoe (16,4%), Husten (16,3%), Pyrexie (15,8%), Dyspnoe (15,1%), Arthralgie (14,7%), Anämie (14,0%), Pruritus (12,4%), Asthenie (12,4%), Rückenschmerzen (11,4%), Hepatitis [anomale Laborwerte] (10,9%), Harnwegsinfektion (10,8%) und Erbrechen (10,4%).
Die in klinischen Studien im Zusammenhang mit der Anwendung von Tecentriq im Rahmen einer Kombinationstherapie (n=5438) festgestellten unerwünschten Wirkungen (UAW) sind ebenfalls in Tabelle 4 zusammengefasst. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (≥10%) waren Anämie (35,1%), Nausea (34,6%), Neutropenie (34,5%), Fatigue (31,9%), Hautausschlag (29,3%), Alopezie (28,5%), Diarrhoe (28,0%), Thrombozytopenie (24,3%), Verstopfung (24,1%), periphere Neuropathie (23,9%), verminderter Appetit (23,1%), Arthralgie (20,7%), Erbrechen (18,7%), Pyrexie (18,6%), Asthenie (18,4%), Hepatitis-abnormale Laborwerte (18,0%), Husten (17,5%), Dyspnoe (14,8%), muskuloskelettale Schmerzen (14,8%), Kopfschmerz (14,2%), Leukopenie (13,8%), Pruritus (13,6%), Hypothyreose (13,4%), Hypertonie (12,7%), Lungeninfektion (12,0%), erhöhter ALT-Wert (11,2%), Rückenschmerzen (11,1%), erhöhter AST-Wert (10,8%), peripheres Ödem (10,6%) und Nasopharyngitis (10,2%).
Tecentriq als Kombinationstherapie bei Melanom
In der Studie CO39262 (IMspire150) hatten die Patienten, welche Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, eine höhere Frequenz von hepatischen Laboranomalitäten (114/230, 49,6%), Pankreatitis (89/230, 38,7%), Hypothyreose (60/230, 26,1%), Hyperthyreose (43/230, 18,7%), Pneumonitis (29/230, 12,6%), Meningoencephalitis (6/230, 2,6%), Diabetes Mellitus (4/230, 1,7%), Myositis (3/230, 1,3%), Nephritis (3/230, 1,3%) und Hypophysitis (2/230, 0,9%). Die häufigsten (≥2%) schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen waren Pyrexie (5,7%) und erhöhte Alaninaminotransferase (2,2%).
Tecentriq-Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC)
In der Studie GO43104 (IMforte) trat bei Patienten, die mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin behandelt wurden, verglichen mit Patienten, die nur mit Tecentriq behandelt wurden, eine höhere Anzahl von unerwünschten Ereignissen (97,1% bzw. 81,7%), von unerwünschten Ereignissen mit Grad 3-4 (41,3% bzw. 24,6%), von unerwünschten Ereignissen mit Grad 5 (5,0% bzw. 2,5%), von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (34,3% bzw. 17,9%), von unerwünschten Ereignissen, die zu einem Abbruch der Behandlung führten (7,0% bzw. 4,2%) und von unerwünschten Ereignissen, die zu einer Dosisanpassung oder einem Behandlungsunterbruch führten, (41,3% bzw. 15,8%) auf. Folgende unerwünschte Ereignisse traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (Differenz > 10%): Übelkeit (37,6%), Erbrechen (14,9%), Fatigue (21,2%), Anämie (33,9%), Thrombozytopenie (12,8%), Neutropenie (12,4%), Thrombozytenzahl vermindert (15,3%), Neutrophilenzahl erniedrigt (13,2%) und verminderter Appetit (18,2%). Folgende unerwünschte Ereignisse mit Grad ≥3 traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (Differenz > 2%): Anämie (9,5%), Neutrophilenzahl erniedrigt (7,4%), Thrombozytenzahl vermindert (7,0%), Fatigue (3,7%), Neutropenie (5,0%), Thrombozytopenie (4,5%), Übelkeit (2,9%), ALT erhöht (2,5%) und Leukozytenzahl erniedrigt (2,1%). Folgende schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (> 2%): Thrombozytenzahl vermindert (2,1%).
Die Inzidenz von (Thrombo-)Phlebitis/Vaskulitis-Ereignissen jeglichen Grades betrug insgesamt 16,9% bei Patienten im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin (n=242) in der IMforte-Studie, im Vergleich zu 0,8% im Behandlungsarm mit Tecentriq in der IMforte-Studie (n=240), 2,9% im Tecentriq-Monotherapie-Pool (n=3178) und 5,8% im Lurbinectedin-Monotherapie-Pool (n=554). Die Mehrheit aller Ereignisse im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq+ Lurbinectedin standen im Zusammenhang mit dem Studienmedikament, insbesondere mit Lurbinectedin (9,5%), und erforderten eine Behandlung (11,2%). Die meisten Fälle im Behandlungsarm mit Tecentriq + Lurbinectedin betrafen Phlebitis und Thrombophlebitis (nicht weiter spezifiziert). Die Mehrzahl aller (Thrombo-)Phlebitis-/Vaskulitis-Ereignisse im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin waren Grad 1 bis 2 (15,7%), nicht schwerwiegend (15,3%) und die Mehrzahl waren bis zum Zeitpunkt des DCO (data cut-off) abgeklungen (56,1%). Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Symptome betrug etwa 3 Monate und die mediane Zeit bis zur Rückbildung ab dem Auftreten betrug 79 Tage, wobei die Rückbildung bei den häufigsten Fällen von Phlebitis und Thrombophlebitis jedoch schneller erfolgte (etwa 1 bis 1,5 Monate).
Weitere Informationen zu möglicherweise schwerwiegenden Nebenwirkungen sind im Abschnitt «Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen» beschrieben.
Die folgenden Häufigkeitskategorien wurden verwendet: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).
Tabelle 4 fasst alle relevanten unerwünschten Wirkungen unter Tecentriq zusammen, welche auf gepoolten Daten aus Mono- und Kombinationstherapien verschiedener Tumorarten basieren.
Tabelle 4: Zusammenfassung der Nebenwirkungen bei Patienten, die in klinischen Studien mit Tecentriq i.v. oder s.c. behandelt wurden
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Monotherapie mit Tecentriq n=6179
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Kombinationstherapie mit Tecentriq n=5438
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Infektionen und parasitäre Erkrankungen
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Sehr häufig
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Harnwegsinfektion a (alle Grade 10,8%, Grad 3-4 2,9%, Grad 5<0,1%)
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Lungeninfektion b (alle Grade 12,0%, Grad 3-4 4,7%, Grad 5 0,6%)
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Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
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Sehr häufig
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Anämie (alle Grade 14,0%, Grad 3-4 3,5%)
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Anämie (alle Grade 35,1%, Grad 3-4 12,6%), Neutropenie c (alle Grade 34,5%, Grad 3-4 22,5%, Grad 5 0,1%), Thrombozytopenie d (alle Grade 24,3%, Grad 3-4 9,5%, Grad 5<0,1%), Leukopenie e (alle Grade 13,8%, Grad 3-4 5,5%)
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Häufig
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Thrombozytopenie d
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Lymphopenie f
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Selten
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Hämophagozytische Lymphohistiozytose **
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Hämophagozytische Lymphohistiozytose **
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Erkrankungen des Immunsystems
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Häufig
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Infusionsbedingte Reaktionen g
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Infusionsbedingte Reaktionen g
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Gelegentlich
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Überempfindlichkeit
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Endokrine Erkrankungen
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Sehr häufig
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Hypothyreose h (alle Grade 13,4%, Grad 3-4 0,2%)
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Häufig
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Hypothyreose h, Hyperthyreose i
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Hyperthyreose i
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Gelegentlich
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Nebenniereninsuffizienz j, Diabetes Mellitus k, Hypophysitis l
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Nebenniereninsuffizienz j, Hypophysitis l
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Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
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Sehr häufig
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Verminderter Appetit (alle Grade 18,6%, Grad 3-4 0,8%)
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Verminderter Appetit (alle Grade 23,1%, Grad 3-4 1,5%, Grad 5<0,1%)
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Häufig
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Hyperglykämie, Hypokaliämie n, Hyponatriämie o
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Hypokaliämie n, Hyponatriämie o, Hypomagnesiämie m
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Erkrankungen des Nervensystems
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Sehr häufig
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Periphere Neuropathie p (alle Grade 23,9%, Grad 3-4 2,9%), Kopfschmerzen (alle Grade 14,2%, Grad 3-4 0,2%)
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Häufig
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Kopfschmerzen, periphere Neuropathie p
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Schwindel, Dysgeusie, Synkope
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Gelegentlich
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Meningoenzephalitis r
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Selten
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Guillain-Barré-Syndrom q, Myasthenisches Syndrom s, Fazialisparese **, Myelitis **
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Fazialisparese **, Myelitis **
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Herzerkrankungen
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Gelegentlich
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Perikarderkrankungen t, Myokarditis u
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Perikarderkrankungen t
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Gefässerkrankungen
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Sehr häufig
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Hypertonie v (alle Grade 12,7%, Grad 3-4 5,6%)
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Häufig
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Hypotonie
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Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
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Sehr häufig
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Husten (alle Grade 16,3%, Grad 3-4 0,2%), Dyspnoe (alle Grade 15,1%, Grad 3-4 2,4%, Grad 5<0,1%)
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Husten (alle Grade 17,5%, Grad 3-4 0,2%), Dyspnoe (alle Grade 14,8%, Grad 3-4 1,7%, Grad 5<0,1%), Nasopharyngitis w (alle Grade 10,2%, Grad 3-4<0,1%)
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Häufig
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Hypoxie x, Nasopharyngitis w, Pneumonitis y, verstopfte Nase
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Pneumonitis y, Dysphonie
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Gelegentlich
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Hypoxie x
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Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
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Sehr häufig
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Nausea (alle Grade 16,6%, Grad 3-4 0,7%), Diarrhoe z (alle Grade 16,4%, Grad 3-4 1,0%), Erbrechen (alle Grade 10,4%, Grad 3-4 0,6%)
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Nausea (alle Grade 34,6%, Grad 3-4 1,6%), Diarrhoe z (alle Grade 28,0%, Grad 3-4 2,4%), Verstopfung (alle Grade 24,1%, Grad 3-4 0,5%), Erbrechen (alle Grade 18,7%, Grad 3-4 1,4%)
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Häufig
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Bauchschmerzen, Kolitis aa, Dysphagie, oropharyngeale Schmerzen bb, trockener Mund
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Stomatitis, Pankreatitis cc, trockener Mund
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Gelegentlich
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Pankreatitis cc
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Selten
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Zöliakie**
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Zöliakie**
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Leber- und Gallenerkrankungen
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Sehr häufig
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Hepatitis- abnormale Laborwerte dd (Alle Grade 10,9%, Grad 3-4 2,9%)
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Hepatitis-abnormale Laborwerte dd (Alle Grade 18,0%, Grad 3-4 5,5%, Grad 5<0,1%), erhöhter ALT-Wert (Alle Grade 11,2%, Grad 3-4 2,5%), erhöhter AST-Wert (Alle Grade 10,8%, Grad 3-4 2,2%)
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Häufig
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Erhöhter ALT-Wert, erhöhter AST-Wert, Hepatitis ee
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Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
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Sehr häufig
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Hautausschlag ff (alle Grade 18,0%, Grad 3-4 1,0%), Pruritus (alle Grade 12,4%, Grad 3-4 0,2%)
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Hautausschlag ff (alle Grade 29,3%, Grad 3-4 2,6%), Alopezie gg (alle Grade 28,5%, Grad 3-4 <0,1%), Pruritus (alle Grade 13,6%, Grad 3-4 0,2%)
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Häufig
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Trockene Haut hh
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Gelegentlich
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Schwere unerwünschte Hautreaktionen (Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom) ii, Psoriasis jj
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Schwere unerwünschte Hautreaktionen (Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom) ii, Psoriasisjj
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Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
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Sehr häufig
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Arthralgie (alle Grade 14,7%, Grad 3-4 0,8%), Rückenschmerzen (alle Grade 11,4%, Grad 3-4 1,0%)
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Arthralgie (alle Grade 20,7%, Grad 3-4 1,1%), muskuloskelettale Schmerzen kk (alle Grade 14,8%, Grad 3-4 0,7%), Rückenschmerzen (alle Grade 11,1%, Grad 3-4 0,8%)
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Häufig
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Muskuloskelettale Schmerzen kk
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Gelegentlich
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Myositis ll, mm
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Erkrankungen der Nieren und Harnwege
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Häufig
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Kreatinin im Blut erhöht nn
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Proteinurie oo, Kreatinin im Blut erhöht nn
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Gelegentlich
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Nephritis pp
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Nephritis pp
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Laborwerte
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Häufig
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Alkalische Phosphatase im Blut erhöht
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Gelegentlich
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Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
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Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
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Sehr häufig
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Fatigue (alle Grade 26,1%, Grad 3-4 2,2%), Pyrexie (alle Grade 15,8%, Grad 3-4 0,5%), Asthenie (alle Grade 12,4%, Grad 3-4 1,4%)
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Fatigue (alle Grade 31,9%, Grad 3-4 3,5%), Pyrexie (alle Grade 18,6%, Grad 3-4 0,9%), Asthenie (alle Grade 18,4%, Grad 3-4 2,7%), Peripheres Ödem (alle Grade 10,6%, Grad 3-4 0,2%)
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Häufig
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Schüttelfrost, grippeartige Erkrankung, peripheres Ödem
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Gelegentlich
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Reaktion an der Injektionsstelle qq
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a Umfasst Meldungen von Harnwegsinfektion, Zystitis, Pyelonephritis, Harnwegsinfektion mit Escherichia, bakterieller Harnwegsinfektion, Niereninfektion, akuter Pyelonephritis, Pilzinfektion der Harnwege, pseudomonaler Harnwegsinfektion, Harnwegsinfektion mit Enterokokken, chronischer Pyelonephritis, Harnwegsinfektion mit Staphylokokken, renalem Abzess, Pyelitis und Urethritis, Harnwegsinfekt durch Streptokokkenb Umfasst Meldungen von Pneumonie, Bronchitis, Infektion der unteren Atemwege, infektbedingter Exazerbation einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung, infektiösem Pleuraerguss, atypischer Pneumonie, Lungenabszess, Pleurainfektion, postprozeduraler Pneumonie, Tracheobronchitis, parakanzeröser Pneumonie, Pyopneumothoraxc Umfasst Meldungen von Neutropenie, verringerter Neutrophilenzahl, febriler Neutropenie, neutropenischer Sepsis, Agranulozytose und Granulozytopenied Umfasst Meldungen von Immunthrombozytopenie, Thrombozytopenie und verringerter Thrombozytenzahle Umfasst Meldungen von erniedrigter Zahl weisser Blutzellen und Leukopenief Umfasst Meldungen von Lymphozytopenie und verringerter Lymphozytenzahlg Umfasst Meldungen von infusionsbedingter Reaktion, Zytokin-Freisetzungssyndrom; Hypersensitivität und Anaphylaxie (anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock, anaphylaktoide Reaktion, anaphylaktoider Schock)h Umfasst Meldungen von Hypothyreose, erhöhten und verminderten Blutspiegeln des Thyreoidea-stimulierenden Hormons, Autoimmunthyreoiditis (Fälle von Autoimmunthyreoiditis wurden in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes gemeldet), Kropf, Thyreoiditis, verminderten Blutspiegeln von freiem Thyroxin oder von Triiodthyronin, Schilddrüsenstörungen, erhöhtem Blutspiegel des freien Thyroxins oder von Gesamt-Thyroxin, vermindertem Blutspiegel des Gesamt-Triiodthyronins, erhöhtem Blutspiegel von freiem Triiodthyronin, anomalen Blutwerten des Thyroidea-stimulierenden Hormons, Euthyroid-Sick-Syndrom, Myxödemkoma, anomalem Schilddrüsenfunktionstest, verringertem Thyroxin, anomalem Triiodthyronin, Positivität auf Anti-Thyreoidea-Antikörper, stummer Thyreoiditis, chronischer Thyreoiditis, immunvermittelter Thyreoiditis, Myxödem, akuter Thyreoiditis, anomalem freiem Triiodthyronin, erhöhtem Triiodthyronin, autoimmunbedingter Hypothyreose, primärer Hypothyreose, hypothyreoter Struma, immunvermittelter Hypothyreosei Umfasst Meldungen von Hyperthyreose, Basedow-Krankheit, endokriner Ophthalmopathie, Exophthalmus und primärer Hyperthyreosej Umfasst Meldungen von Nebenniereninsuffizienz, Glukokortikoidmangel, primärer Nebenniereninsuffizienz, erniedrigtem Kortisol, akuter Nebennierenrindeninsuffizienz, abnormalem ACTH-Stimulationstest, Morbus Addison, Adrenalitis, Mangel an adrenocorticotropem Hormon (ACTH), abnormalen Blutwerten von Corticotropin, erhöhten Blutwerten von Corticotropin, sekundärer Nebennierenrindeninsuffizienz, erniedrigtem Corticotropin im Blutk Umfasst Meldungen von Diabetes mellitus, Diabetes mellitus Typ 1, diabetischer Ketoazidose und Ketoazidosel Umfasst Meldungen von Hypophysitis, Hypopituitarismus, gestörter Temperaturregulierung, sekundärer Insuffizienz der Nebennierenrindem Umfasst Meldungen von Hypomagnesiämie und erniedrigtem Magnesium im Blutn Umfasst Meldungen von Hypokaliämie und erniedrigtem Kalium im Bluto Umfasst Meldungen von Hyponatriämie und erniedrigtem Natrium im Blutp Umfasst Meldungen von peripherer Neuropathie, peripherer sensorischer Neuropathie, Polyneuropathie, peripherer motorischer Neuropathie, autoimmuner Neuropathie, neuralgischer Amyotrophie, peripherer sensorimotorischer Neuropathie, axonaler Neuropathie, Schädigung des Plexus brachialis, lumbosakraler Plexopathie, toxischer Neuropathie, Neuritisq Umfasst Meldungen von Guillain-Barré-Syndrom, demyelinisierender Polyneuropathie, aufsteigender schlaffer Paralyser Umfasst Meldungen von Enzephalitis, Meningitis, Photophobie, autoimmuner Enzephalitis. aseptischer Meningitiss Umfasst Meldungen von Myasthenia gravist Umfasst Meldungen von Perikarditis, Perikarderguss, Herztamponade und Pericarditis constrictivau Umfasst Meldungen von Myokarditis, autoimmunbedingte Myokarditis, immunvermittelte Myokarditis (Fälle von Myokarditis wurden in Studien ausserhalb des gepoolten Datensatzes berichtet)v Umfasst Meldungen von Hypertonie, erhöhtem Blutdruck, hypertensiver Krise, erhöhtem systolischem Blutdruck, diastolischer Hypertonie, unzureichend eingestelltem Blutdruck und hypertensiver Retinopathie, essentieller Hypertonie, hypertensiver Nephropathie, orthostatischer Hypertoniew Umfasst Meldungen von Nasopharyngitis, verstopfter Nase und Rhinorrhoex Umfasst Meldungen von Hypoxie, erniedrigter Sauerstoffsättigung und erniedrigtem PO2y Umfasst Meldungen von Pneumonitis, Alveolitis, pulmonaler Toxizität, Lungeninfiltration, Bronchiolitis, interstitieller Lungenkrankheit, Bestrahlungspneumonitis, Lungentrübung, alveolärer Lungenkrankheit, eosinophiler Pneumonie, immunvermittelter Pneumonitis, Lungenfibrose, pulmonalen Strahlungsschäden, immunvermittelter Lungenerkrankungz Umfasst Meldungen von Diarrhoe, häufigem Stuhlgang, gastrointestinaler Hypermotilität, Stuhldrangaa Umfasst Meldungen von Kolitis, Diversionskolitis, autoimmuner Kolitis, ischämischer Kolitis, mikroskopischer Kolitis, Colitis ulcerosa, immunvermittelter Enterokolitis (Fälle von immunvermittelter Enterokolitis wurden in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes gemeldet), eosinophiler Kolitisbb Umfasst Meldungen von oropharyngealen Schmerzen, oropharyngealen Beschwerden und Rachenreizungcc Umfasst Meldungen von Pankreatitis, autoimmuner Pankreatitis, akuter Pankreatitis, erhöhter Lipase, erhöhter Amylase, erhöhten Bauchspeicheldrüsenenzymen, abnormaler Amylasedd Umfasst Meldungen von erhöhten ALT-Werten, erhöhten AST-Werten, erhöhtem Bilirubin im Blut, erhöhter Gamma-Glutamyltransferase, Aszites, erhöhten Transaminasen, hepatischen Schmerzen, Hyperbilirubinämie, erhöhte Werte im Leberfunktionstest, erhöhte Leberenzyme, gestörte Leberfunktion, Hypertransaminasämie, erhöhten Blutwerten von unkonjugiertem Bilirubin, Hyperammonämie, erhöhtem Gallensäure-Gesamtspiegel, erhöhten Ammoniakwerten, kongestiver Hepatopathie, erhöhten Bilirubinwerten im Urin, erhöhten Blutwerten von konjugiertem Bilirubin, Hepatomegalie, abnormalen Leberenzymen, abnormalen Werten im Leberfunktionstest, anomalem Blut-Bilirubinee Umfasst Meldungen von Aszites, Autoimmunhepatitis, Leberzellschädigung, Hepatitis, akuter Hepatitis, Hepatotoxizität, Lebererkrankung, arzneimittelinduzierter Leberschädigung, Leberversagen, hepatischer Steatose, hepatischer Läsion, Ösophagusvarizen-Hämorrhagie, Ösophagusvarizen, Hepatomegalie und toxischer Hepatitis, hepatischer Zytolyse, immunvermittelter Hepatitis, Leberschädigung, spontaner bakterieller Peritonitisff Umfasst Meldungen von Hautausschlag, makulo-papulösem Hautausschlag, Erythem, juckendem Hautausschlag, akneartiger Dermatitis, Ekzem, Dermatitis, erythematösem Hautausschlag, Hautulzeration, papulösem Hautausschlag, Follikulitis, makulösem Hautausschlag, Hautabschuppung, Handdermatitis, infiziertem Ekzem, Skrotaldermatitis, nodulärem Hautausschlag, follikulärem Hautausschlag, morbilliformem Hautausschlag, pustulösem Hautausschlag, Furunkel, Akne, Arzneimittelexanthem, palmar-plantarem Erythrodysästhesie-Syndrom, seborrhoischer Dermatitis, allergischer Dermatitis, Erythem des Augenlids, Hauttoxizität, Hautausschlag am Augenlid, fixem Exanthem, papulosquamösem Hautausschlag, vesikulärem Hautausschlag, Hautblase, Lippenbläschen, Pemphigoid, Blutblase im Mund, Exanthem an der Gefässzugangstelle, immunvermittelte Dermatitisgg Umfasst Meldungen von Alopezie, Madarosis, Alopecia areata, Alopecia totalis und Hypotrichosehh Umfasst Meldungen über trockene Haut, Xeroseii Umfasst Meldungen von bullöser Dermatitis, exfoliativem Exanthem, Erythema multiforme, generalisierter exfoliativer Dermatitis, toxischem Exanthem, Stevens-Johnson-Syndrome (SJS), exfoliativer Dermatitis, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und kutaner Vaskulitis (es wurde über Fälle von SJS und DRESS in Studien ausserhalb des kombinierten Datensatzes berichtet)jj Umfasst Meldungen von psoriasiformer Dermatitis, Psoriasis guttata und Psoriasiskk Umfasst Meldungen von Schmerzen im Bewegungsapparat, Myalgie und Knochenschmerzenll Umfasst Meldungen von Myositis, Rhabdomyolyse, Polymyalgia rheumatica, Dermatomyositis, Muskelabszess, Vorhandensein von Myoglobin im Urin, Myopathie, Polymyositis, Immune-mediated myositismm Es liegen Berichte über tödliche Fälle in Studien ausserhalb des kombinierten Datensatzes vornn Umfasst Meldungen von erhöhtem Kreatinin im Blut und Hyperkreatininämieoo Umfasst Meldungen von Proteinurie, Mikroalbuminurie, Vorhandensein von Proteinen im Urin, Hämoglobinurie, nephrotischem Syndrom, Urinanomalie und Albuminuriepp Umfasst Meldungen von Nephritis, paraneoplastischer Glomerulonephritis, chronischer Glomerulonephritis, Purpura Schönlein-Henoch-Nephritis, tubulo-interstitieller Nephritis, autoimmunbedingter Nephritis, allergischer Nephritis, Glomerulonephritis, nephrotischem Syndrom und mesangioproliferativer Glomerulonephritisqq Berichtet in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes (bezogen auf subkutane Gabe). Die Häufigkeit basiert auf der Exposition gegenüber Tecentriq s.c. in der Studie IMscin001 (n = 11/247; 4,5 %) und in IMscin002 (n = 18/175; 10,3 %, die Patienten erhielten Tecentriq s.c. und Tecentriq i.v.) und umfasst Berichte über Reaktionen an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle und Hautausschlag an der Injektionsstelle
** Nach Markteinführung ausserhalb des gepoolten Datensatzes berichtet. Die Häufigkeitsangabe basiert auf der Exposition innerhalb des gesamten Programms
Post-Marketing-Daten
Die folgenden unerwünschten Arzneimittelreaktionen wurden im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung mit Tecentriq identifiziert. Unerwünschte Arzneimittelreaktionen im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung sind nach MedDRA-Systemorganklasse gelistet.
Erkrankung des Blutes und des Lymphsystems
Selten: hämophagozytische Lymphohistiozytose a.
Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Fazialisparese a.
Selten: Myelitis a.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Uveitis a.
a Gemeldet im Rahmen der Post-Marketing-Erfahrung ausserhalb des kombinierten Datensatzes. Die Häufigkeit basiert auf der programmübergreifenden Exposition.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Die nachstehenden Daten enthalten Angaben zu wesentlichen unerwünschten Reaktionen unter Monotherapie mit Tecentriq. Details zu den wesentlichen unerwünschten Reaktionen auf Tecentriq bei Anwendung im Rahmen einer Kombinationstherapie sind angegeben, wenn klinisch relevante Unterschiede im Vergleich zu einer Monotherapie mit Tecentriq festzustellen waren. Zum Umgang mit folgenden Ereignissen siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, Allgemein»:
Infektionen
In klinischen Studien bei 5939 Patienten mit verschiedenen Arten von Krebs, die Tecentriq erhielten, traten bei 41,0% der Patienten Infektionen auf, darunter Infektionen vom Grad 3 (8,5%), Grad 4 (1,5%) und Grad 5 (1,2%). Harnwegsinfektionen und Pneumonie waren die häufigsten Infektionen vom Grad 3 oder höher und traten bei 2,4 resp. 2,6% der Patienten auf.
In der Melanomstudie (CO39262) traten Infektionen bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Infektionen traten bei 60,4% (139/230) der Patienten auf; einschliesslich solcher vom Grad 3–4 bei 8,7% (20/230) und solcher vom Grad 5 bei 1,7% (4/230) der Patienten. Die häufigste Infektion war eine Harnwegsinfektion, die bei 7,8% (18/230) der Patienten auftrat.
Hämophagozytische LymphohistiozytoseEine hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) trat bei < 0,1 % (2/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 2,7 Monate (Bereich: 1,6 bis 3,8 Monate). Die Dauer betrug 1,1 Monate (Bereich: 0,9 bis 1,4 Monate). Bei 1 Patienten (< 0,1 %) führte die HLH zum Absetzen von Tecentriq. Beide Patienten benötigten keine Kortikosteroide.
Immunvermittelte Pneumonitis
Eine Pneumonitis trat bei 3,0% (177/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei vier der 177 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,0 Monate (Bereich: 0,1 bis 29,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,1 Monate (Bereich: 0 bis 64,0+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 51 (0,9%) Patienten hatte die Pneumonitis einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge. Eine Pneumonitis, die die Anwendung von Kortikosteroiden erforderlich machte, trat bei 1,8% (104/5939) der Patienten unter Tecentriq auf.
In der Studie IMscin001 trat bei 2,0% (5/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine Pneumonitis auf.
In der Melanomstudie (CO39262) trat eine immunbedingte Pneumonitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Eine immunbedingte Pneumonitis trat bei 12,6% (29/230) der Patienten auf und war bei 1,3% (3/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Immunvermittelte Hepatitis
Eine Hepatitis trat bei 1,6% (97/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei vier der 97 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 2,0 Monate (Bereich: 0,2 bis 18,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 1,1 Monate (Bereich: 0 bis 58,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Hepatitis führte bei 22 (0,4%) Patienten zum Absetzen von Tecentriq. Bei 0,6% (37/5939) der Patienten, die Tecentriq erhielten, erforderte eine Hepatitis den Einsatz von Kortikosteroiden.
In der Studie IMscin001 trat bei 1,2% (3/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine immunvermittelte Hepatitis auf.
In der Melanomstudie (CO39262) trat eine immunbedingte Hepatitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Eine immunbedingte Hepatitis trat bei 53,0% (122/230) der Patienten auf und war bei 22,2% (51/230) der Patienten vom Grad 3–4 und bei 0,9% (2/230) der Patienten vom Grad 5. Bei den meisten Ereignissen im Zusammenhang mit der immunbedingten Hepatitis, die bei Patienten unter Behandlung mit Tecentriq in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib berichtet wurden, handelte es sich um abnormale Laborwerte (114 von 122 Patienten [93,4%]).
Immunvermittelte Kolitis
Eine Kolitis trat bei 1,1% (67/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,9 Monate (Bereich: 0,5 bis 36,4 Monate). Die mediane Dauer betrug 1,4 Monate (Bereich: 0,1 bis 61,7+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 26 (0,4%) Patienten hatte die Kolitis einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge. Bei 0,6% (34/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq trat eine Kolitis auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
In der Melanomstudie (CO39262) trat Diarrhoe oder Kolitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Diarrhoe oder Kolitis trat bei 50,4% (116/230) der Patienten auf und war bei 3,0% (7/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Immunvermittelte Endokrinopathien
Schilddrüsenerkrankungen
Eine Hypothyreose trat bei 8,6% (511/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,1 Monate (Bereich: 0 bis 38,5 Monate). Die Hypothyreose führte bei 10 (0,2%) der Patienten zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. Die mittlere Dauer betrug 51,1 Monate (Bereich: 0,1+ bis 88,6+ Monate; + bezeichnet einen zensierten Wert).
Eine Hyperthyreose trat bei 2,5% (149/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 2,7 Monate (Bereich: 0 bis 24,3 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,6 Monate (Bereich 0+ bis 77,2+; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Die Hyperthyreose führte bei 6 (0,1%) der Patienten zum Absetzen von Tecentriq.
Eine Hyperthyreose trat bei 4,9% (23/473) der Patienten auf, die Tecentriq in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten. Ein Patient (0,2%) brach die Behandlung aufgrund einer Hyperthyreose ab.
In der Studie IMscin001 trat eine Hypothyreose bei 10,5% (26/247) und eine Hyperthyreose bei 2,0% (5/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten auf.
In der Melanomstudie (CO39262) traten Hypothyreose und Hyperthyreose bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Hypothyreose trat bei 26,1% (60/230) der Patienten auf; es gab keine Ereignisse vom Grad 3–4. Hyperthyreose trat bei 18,7% (43/230) der Patienten auf und war bei 0,9% (2/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Nebenniereninsuffizienz
Eine Nebenniereninsuffizienz trat bei 0,4% (26/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 6,7 Monate (Bereich: 0,1 bis 21,4 Monate). Eine Nebenniereninsuffizienz führte bei 5 (<0,1%) Patienten zu einem Absetzen der Behandlung. Bei 0,4% (23/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq trat eine Nebenniereninsuffizienz auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
In der Studie IMscin001 trat bei 0,4% (1/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine Nebenniereninsuffizienz auf.
Eine Nebenniereninsuffizienz trat bei 1,5% (7/473) der Patienten auf, die Tecentriq in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten. Bei 0,8% (4/473) der Patienten, die Tecentriq in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten, trat eine Nebenniereninsuffizienz auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
Hypophysitis
Hypophysitis trat bei 0,2% (10/5939) der Patienten auf die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug bei 2 dieser Patienten 5,1 Monate (Bereich: 0,7 bis 13,7 Monate). Hypophysitis führte zu einem Absetzen von Tecentriq bei 1 (<0,1%) Patienten und machte den Einsatz von Kortikosteroiden bei 0,1% (7/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderlich.
Hypophysitis trat bei 0,8% (3/393) der Patienten auf, die Tecentriq i.v. in einer laufenden Studie zusammen mit Bevacizumab, Paclitaxel und Carboplatin erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 7,7 Monate (Bereich: 5,0 bis 8,8 Monate). Alle drei Patienten benötigten eine Behandlung mit Kortikosteroiden.
Diabetes Mellitus
Diabetes mellitus trat bei 0,5% (30/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,5 Monate (Bereich: 0,1 bis 29,0 Monate). Die mediane Dauer betrug 4,9 Monate (Bereich 0,1 bis 62,0+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 3 (<0,1%) Patienten hatte Diabetes mellitus einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge und vier Patienten benötigten eine Behandlung mit Kortikosteroiden.
Ein Diabetes mellitus trat bei 2,0% (10/493) der HCC Patienten auf, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Bevacizumab erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,4 Monate (Bereich: 1,2 bis 8,3 Monate). Ein Absetzen von Tecentriq war in keinem der Fälle von Diabetes mellitus erforderlich.
Immunvermittelte Meningoenzephalitis
Meningoenzephalitis trat bei 0,4% (26/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die Zeitspanne bis zum Ausbruch betrug 0,5 Monate (Bereich 0 bis 12,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 0,7 Monate (Bereich 0,1+ bis 14,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Eine Meningoenzephalitis führte zu einem Absetzen von Tecentriq bei 11 (0,2%) Patienten und machte den Einsatz von Kortikosteroiden bei 0,3% (16/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderlich.
Immunvermittelte Neuropathien
Guillain-Barré-Syndrom und demyelinisierende Polyneuropathie
Guillain-Barré-Syndrom und demyelinisierende Polyneuropathie traten bei 0,1% (6/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten dieses Ereignisses betrug 4,1 Monate (Bereich: 0,6 bis 8,1 Monate). Die mediane Dauer betrug 8,0 Monate (Bereich: 0,6 bis 24,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Guillain-Barré-Syndrom führte bei 1 (<0,1%) Patienten zum Absetzen von Tecentriq. Bei <0,1% (3/5939) der Patienten erforderte ein Guillain-Barré-Syndrom den Einsatz von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Fazialisparese
Eine Fazialisparese trat bei <0,1% (1/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 1,0 Monat. Die Dauer betrug 1,1 Monate. Das Ereignis erforderte keine Gabe von Kortikosteroiden und führte nicht zum Absetzen von Tecentriq.
Immunvermittelte Myelitis
Eine immunvermittelte Myelitis trat bei <0,1% (1/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 0,8 Monate. Das Ereignis erforderte die Gabe von Kortikosteroiden, führte aber nicht zum Absetzen von Tecentriq.
Immunvermittelte Pankreatitis
Eine Pankreatitis, einschliesslich erhöhter Serumamylase- und Serumlipasewerte, trat bei 0,8% (47/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,5 Monate (Bereich: 0 bis 24,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 0,7 Monate (Bereich: 0 bis 40,4+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Pankreatitis führte bei 3 (<0,1%) Patienten zu einem Absetzen von Tecentriq. Bei <0,1% (8/5939) der Patienten, die Tecentriq erhielten erforderte eine Pankreatitis den Einsatz von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Myositis
Myositis trat bei 0,6% (34/5939) der Patienten auf, die eine Tecentriq-Monotherapie erhalten hatten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 3,5 Monate (Bereich: 0,4 bis 11,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 6,4 Monate (Bereich 0,3 bis 73,0+ Monate, + bezeichnet einen zensierten Wert). Bei 6 Patienten (0,1%) führte die Myositis dazu, dass Tecentriq abgesetzt wurde. Bei 0,2% (12/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderte die Myositis die Anwendung von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Nephritis
Nephritis trat bei 0,2% (13/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,1 Monate (Bereich: 0,1 bis 20,4 Monate). Nephritis führte bei 6 (0,1%) Patienten zu einem Absetzen von Tecentriq. Sechs (0,1%) Patienten bedurften einer Behandlung mit Kortikosteroiden.
Schwere immunvermittelte Hautreaktionen
Schwere unerwünschte Hautreaktionen (SCARs) traten bei 0,6% (33/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei zwei der 33 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,9 Monate (Bereich: 0,1 bis 15,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,8 Monate (Bereich: 0 bis 67,6+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). In 3 Patienten (<0,1%) führten SCARs zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. SCARs, welche die systemische Anwendung von Kortikosteroiden erforderten, traten bei 0,2% (11/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten.
In der Studie IMscin001 traten SCARs bei 0,8% (2/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten auf.
Immunvermittelte Perikarderkrankungen
Perikarderkrankungen traten bei 0,8% (50/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 1,5 Monate (Bereich: 0,2 bis 17,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,5 Monate (Bereich: 0 bis 51,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 3 Patienten (<0,1 %) führten Perikarderkrankungen zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. Perikarderkrankungen, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderten, traten bei 0,1% (7/5939) der Patienten auf.
Umstellen der Behandlung von Tecentriq i.v. auf Tecentriq subkutan (oder umgekehrt)
In der Studie IMscin002 wurde die Umstellung von Tecentriq i.v. auf Tecentriq subkutan (und umgekehrt) untersucht (siehe Fachinformation von Tecentriq subkutan «Klinische Wirksamkeit»).
Die Inzidenzen von unerwünschten Ereignissen (UEs) Grad 3–4 und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUEs) waren vor der Umstellung (Zyklen 1-3) von Tecentriq i.v. auf Tecentriq s.c. und von Tectentriq s.c. auf Tecentriq i.v. höher (<20%) als im Vergleich zu den Inzidenzen nach der Umstellung (Zyklen 4-6) (<10%). Die Inzidenz von UEs Grad 5 war vor der Umstellung von Tecentriq s.c. auf Tecentriq i.v. höher (3,5 % gegenüber 0 %). Die Inzidenz von UEs Grad 5 war vor und nach der Umstellung von Tecentriq i.v. auf Tecenriq s.c. vergleichbar (1,1% gegenüber 1,4%).
Immunogenität
Wie bei allen therapeutischen Proteinen kann auch Tecentriq potentiell eine Immunantwort auslösen. In verschiedenen Phase-III-Studien mit Tecentriq i.v. entwickelten 17,9 - 38,5% der Patienten im Zusammenhang mit der Behandlung Antikörper gegen den Arzneistoff (Anti-Drug-Antikörper – ADA), 4,3% bis 19,9% der Patienten entwickelten neutralisierende Antikörper (NAb) (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Eigenschaften und Wirkungen», «Pharmakokinetik»). In der Studie IMscin001 betrug die Inzidenz von ADAs bei mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten 19,5% und bei mit Tecentriq i.v. behandelten Patienten 13,9%.
In gepoolten Datensätzen von Patienten, die Tecentriq i.v. als Monotherapie (n=3'460) beziehungsweise Tecentriq i.v. als Kombinationstherapie (n=2'527) und Tecentriq s.c. (n=221), erhalten haben, wurden für die ADA-positive Population im Vergleich zur ADA-negativen Population die folgenden Raten unerwünschter Ereignisse beobachtet: unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 46,2% bzw. 39,5%; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse 39,6% bzw. 33,4%; unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 8,5% bzw. 7,8% (bei Monotherapie); unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 63,7% bzw. 58,0%, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: 44,3% bzw. 34,8%, unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 22,8% gegenüber 16,8% (bei Kombinationstherapien); unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 20,9% bzw. 21,3%, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: 18,6% bzw. 18,5%, unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 0% bzw. 1,7% (bei Behandlung mit Tecentriq s.c.).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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