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1 Mio. Lactab®

Penicillin V 

Zusammensetzung

Brunocillin 1 Mio. Lactab

1 Lactab enthält:
Phenoxymethylpenicillinum kalicum (Penicillin-V-Kalium) 1 Mio U.I., Excipiens pro compresso obducto.

Eigenschaften/Wirkungen

Penicillin V oder Phenoxymethylpenicillin ist ein säurestabiles und daher oral anwendbares Antibiotikum. Wie alle Penicilline stört es den Aufbau der Bakterienzellwand und wirkt so auf Keime in der Wachstumsphase bakterizid, während Bakterien im Ruhestadium nur geringfügig im bakteriostatischen Sinne beeinflusst werden.
Phenoxymethylpenicillin entspricht - bei geringerer Wirkungsintensität (etwa Faktor 2) - in seinem Wirkungsspektrum dem Benzylpenicillin (Penicillin G). Empfindlich sind vor allem grampositive Keime.
Resistenzentwicklung bzw. -zunahmen erfolgen während der Therapie selten und stellen sich als Mehrstufenresistenz langsam ein (durch Mutation, Selektion resistenter Bakterienvarianten, Induktion von Penicillinasen). Durch diese von manchen Bakterien gebildeten β-Lactamasen wird der β-Lactamring des Penicillins hydrolytisch gespalten, wobei inaktive Penicilloylverbindungen entstehen.

Kreuzresistenz
Zwischen Phenoxymethylpenicillin bzw. den anderen «Oralpenicillinen» und Benzylpenicillin besteht eine Kreuzresistenz. Die β-Lactamase produzierenden Stämme können auch gegenüber Aminopenicillinen sowie gegenüber Tetrazyclinen, Erythromycin und Chloramphenicol resistent sein.
Eine Synergie besteht mit anderen mikrobiziden Mitteln, im besonderen mit Aminoglykosiden.
Die Wirkung des Penicillin V kann durch Clavulansäure und andere β-Lactamase-Hemmer erhöht werden. Es besteht ein Antagonismus mit einigen bakteriostatischen Mitteln wie Chloramphenicol.

In-vitro-Wirkungsspektrum

Empfindliche Keime (MHK90 <0,15 µg/ml)

Grampositive Kokken: penicillinasenegative Staphylokokken, Streptokokken der Gruppen A, B, C, G, K, L und M, nichtenterokokke Strepokokken der D-Gruppe, Strept. pneumoniae*.
* Mässig empfindliche und resistente Stämme treten zunehmend auf.

Mässig empfindliche Keime (MHK90 zwischen 0,15 und 16 µg/ml)

Anaerobe grampositive Bakterien: Clostridium tetani, Cl. perfringens.

Grampositive Bakterien: Erysipelothrix rhusiopathiae, Corynebact. diphtheriae, Bacillus anthracis.

Gramnegative Kokken: Neisseria gonorrhoeae penicillin­ase-negativ.

Gramnegative Bakterien: Pasteurella multocida.

Spirochäten: Treponema pallidium, Trep. pertenue, Leptospira sp.

Resistente Keime (MHK90 >16 µg/ml)
Penicillinasepositive Keime, Enterobacteriaceae (= Enterobacter sp., E. coli, Salmonella, Shigella, Serratia, Proteus mirabilis, P. vulgaris, Klebsiella pneumoniae), Campylobacter fetus, Pseudomonadoceae, Haemophilus influenzae, Enterococci, Brucellae, Mycobacterium, Acinetobacter, Rickettsia, Mycoplasma.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach oraler Gabe auf nüchternen Magen wird Phenoxymethylpenicillin zu 40-60% absorbiert.
Nach Einnahme von Brunocillin 1 Mio. Lactab auf nüchternen Magen werden nach durchschnittlich 0,7 Stunden maximale Plasmakonzentrationen erreicht.
Ca. 6 Std. nach einer oralen Dosis sind die Serumkonzentrationen sehr tief resp. nicht mehr nachweisbar.
Gleichzeitige Nahrungsaufnahme (besonders stark fetthaltige Nahrung) verzögert und vermindert die Absorption; durch Laktose und Saccharose wird sie gesteigert.

Distribution
Die Plasmaeiweissbindung beträgt ca. 60%, das Verteilungsvolumen 0,73 l/kg (bei Säuglingen und Kleinkindern höher). Phenoxymethylpenicillin diffundiert gut in Nieren, Lunge, Leber, Haut und Schleimhäute; schlecht dagegen in Muskulatur, Knochen, Nervengewebe und Gehirn.
Die Konzentrationen (in % der Serumkonzentration) von Penicillin V betragen:
1-5% in Liquor cerebrospinalis und Kammerwasser des Auges;
25-75% in den Körperhöhlen bei Entzündungen;
in den Geweben gelten ähnliche Prozentsätze.
Im fetalen Kreislauf und in der Amnionflüssigkeit werden 25-30% der mütterlichen Serumkonzentration erreicht, in der Muttermilch 5-10%. Im Blutplasma werden 90% gefunden, in den Erythrozyten 10%. Bei entzündeten Meningen beträgt die sonst geringe Liquorgängigkeit (1-3% der Serumwerte) bis zu 10% der Plasmakonzentration.

Metabolismus
Ca. 35-70% einer oralen Penicillin-V-Dosis werden in mikrobiologisch unwirksame Penicilloylsäure umgewandelt. Geringe Mengen an 6-Aminopenicilloylsäure (6-APA) wurden auch im Harn von mit Penicillin V behandelten Patienten gefunden. Zudem scheint ein geringer Teil in einen oder mehrere aktive, auch im Harn ausgeschiedene Metaboliten umgewandelt zu werden.

Elimination
Die Serumhalbwertszeit liegt bei ca. 30 Min. bei Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion.
Bei Neugeborenen sowie Patienten in hohem Lebensalter, aber auch bei hochgradiger Niereninsuffizienz, ist die Plasmahalbwertszeit verlängert.
Penicillin V und seine Metaboliten werden meistens im Harn vorwiegend durch tubuläre Sekretion ausgeschieden. Geringe Mengen werden durch die Galle und die Faeces ausgeschieden. Nach Verabreichung einer einzelnen oralen Dosis werden 26-65% im Harn (unverändert oder als Metaboliten) innerhalb von 6-8 Stunden ausgeschieden. Ca. 32% werden in den Faeces ausgeschieden.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen
Kinder bis zu einem Alter von drei Monaten weisen wegen unreifen tubulären Sekretionsmechanismus bei gleicher gewichtsbezogener Dosierung etwas höhere Serumspiegel auf als ältere Kinder und Erwachsene.
Bei Darmerkrankungen (z.B. Zöliakie) muss mit einer signifikanten Resorptionsverminderung gerechnet werden. Schwere Nierenfunktionsstörungen bis zur Anurie verlängern die Halbwertszeit auf bis zu 10 h. Hämo- und Peritonealdialyse beeinflussen die Halbwertszeit von Penicillinen wenig. Schwere Leberinsuffizienz kann sie bei gleichzeitig verminderter Nierenfunktion verlängern.
Durch eine forcierte Diurese wird die Elimination durch Steigerung der tubulären Sekretion verstärkt.
Es ist bisher kein Fall bekannt, bei dem durch Kumulation von Phenoxymethylpenicillin aufgrund schwerer Leber- und/oder Nierenerkrankung toxische Wirkungen beobachtet worden wären.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Infektionen durch phenoxymethylpenicillin-empfindliche Erreger, insbesondere Streptokokkeninfektionen und deren Komplikationen.

Hauptsächliche Indikationen

Infektionen im HNO-Bereich: Akute Tonsillitis, Pharyngitis, Sinusitis*, Otitis media*.

Infektionen der Atemwege: Bakterielle Bronchitis*; als Fortsetzung der parenteralen Therapie bei Pneumokokkenpneumonie.

Infektionen der Haut: Erysipel, Impetigo contagiosa verursacht durch Streptokokken, Erythema chronicum migrans.

Sonstige Infektionen: Scharlach, rheumatisches Fieber.

Prophylaxe von Streptokokken-Infektionen und deren Folgeerscheinungen: Rückfälle des rheumatischen Fiebers.
Fortführung resp. Beendigung einer parenteral eingeleiteten Therapie mit Penicillin-G.
* Bei diesen Infektionen handelt es sich oft um Mischinfektionen mit Penicillin-resistenten Keimen (z.B. H. influenzae).

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung
Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere des Infektes und nach dem Körpergewicht des Patienten.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3-6 Mio. U.I. täglich, entsprechend 3-6 Lactab täglich, in 3-4 Einzelgaben von 1-2 Lactab.
Bei Streptokokkeninfektionen ist es angezeigt, die Behandlung während 10 Tagen durchzuführen, damit Rückfalle und Komplikationen vermieden werden können.

Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei eingeschränkter Leber- oder leicht bis mässig eingeschränkter Nierenfunktion ist im allgemeinen infolge der geringen Toxizität von Phenoxymethylpenicillin keine Dosisreduktion notwendig.
Es ist aber eine besondere Aufmerksamkeit geboten.
Bei schwerer Niereninsuffizienz ist die Dosis oder das Dosisintervall anzupassen.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen
Brunocillin 1 Mio. Lactab dürfen nicht bei Patienten mit bekannter Allergie gegen Penicilline oder andere β-Lactam-Antibiotika angewendet werden.

Vorsichtsmassnahmen
Vorsicht ist bei Patienten mit einer bekannten Allergie (Atopiker, insbesondere aber bekannte Medikamentenallergie) und bei Patienten mit Asthma bronchiale geboten.
Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist die Behandlung abzubrechen.
Da oral verabreichte Antibiotika die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva herabsetzen können, sollten Patientinnen darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit Brunocillin zusätzliche empfängnisverhütende Massnahmen zu treffen.
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen ist zu berücksichtigen, dass in 100 mg Kalium-Phenoxymethylpenicillin (ca. 120 000 I.E.) etwa 0,26 mmol Kalium enthalten sind.
Vorsicht ist ebenfalls bei stark eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion empfohlen (siehe «Kinetik in besonderen klinischen Situationen» und «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
Das Auftreten von schweren und anhaltenden Diarrhoen während oder nach der Therapie kann ein Zeichen für eine pseudomembranöse Colitis sein. In solchen Fällen ist die Behandlung mit Brunocillin sofort abzusetzen und eine geeignete Abklärung und allenfalls Therapie einzuleiten.
Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und/oder Durchfall ist eine ausreichende Absorption von Phenoxymethylpenicillin nicht mehr gewährleistet. Es sollte dann eine parenterale Therapie mit einem geeigneten Antibiotikum in Erwägung gezogen werden.
Eine längerdauernde Antibiotikabehandlung kann das Überwuchern nicht empfindlicher Organismen, einschliesslich Dermatophyten, begünstigen. Beim Auftreten allfälliger Superinfektionen ist eine geeignete Therapie einzuleiten.

Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschafts-Kategorie B.
Phenoxymethylpenicillin ist placentagängig. In Tierversuchen an Mäusen, Ratten und Kaninchen hat die Verwendung von Phenoxymethylpenicillin in keinem Stadium der Gravidität einen Hinweis auf teratogene Effekte gezeigt. Grosse retrospektive Untersuchungen am Menschen haben ergeben, dass es kein vermehrtes Auftreten von Missbildungen bei Neugeborenen gab.
Die Erfahrung mit Phenoxymethylpenicillin in der Gravidität lässt bei dessen Anwendung keine unerwünschten Effekte erwarten.
Wie bei allen Penicillinen können beim gestillten Säugling gelegentlich Diarrhoe und Candidose auftreten. Ebenso muss die Möglichkeit einer Sensibilisierung des Säuglings in Betracht gezogen werden.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinaltrakt
Während der Behandlung mit Oralpenicillinen kann es gelegentlich zu unspezifischen gastrointestinalen Beschwerden wie Stomatitis, Glossitis, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen oder Durchfällen kommen.
Beim Auftreten von schweren Durchfällen (blutig-schleimig, wässrig), die mit Fieber oder Bauchschmerzen einhergehen, ist an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis zu denken, die lebensbedrohlich sein kann.
In diesen sehr seltenen Fällen ist Brunocillin sofort abzusetzen und eine geeignete Therapie einzuleiten (z.B. Vancomycin oral). Peristaltik-hemmende Mittel sind kontraindiziert.

Leber und Gallenblase
Mässige und vorübergehende Erhöhung der Transaminasen (ASAT, ALAT), alkalischen Phosphatasen und der LDH. Mindestens eine mit Penicillin-V-Überempfindlichkeit verbundene Hepatotoxizität ist bekannt.

Überempfindlichkeitsreaktionen
Allergische Reaktionen können auftreten (Häufigkeit unter 5%), sind jedoch bei oraler Gabe von Penicillinen sehr viel seltener als bei parenteraler Gabe.
Urtikaria, Quincke-Ödem, erythematöse oder morbilliforme Rashs, Erythema nodosum, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und exfoliative Dermatitis, allergische Rhinitis, Dyspnoe, Pruritus, Serumkrankheit, Gelenkschmerzen, anaphylaktischer Schock und anaphylaktoide Reaktionen.
Beim Auftreten allergischer Reaktionen ist das Präparat sofort abzusetzen. Ein anaphylaktischer Schock erfordert die übliche Therapie mit Adrenalin, Kortikosteroiden, Antihistaminika und sorgfältiger Patientenüberwachung.

Hämatologische Reaktionen
Eosinophilie, positiver direkter Coombs-Test, hämolytische Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose werden sehr selten beobachtet.

Renale Reaktionen
Im Rahmen einer Penicillinallergie ist das Auftreten einer interstitiellen Nephritis prinzipiell möglich.

Interaktionen

Bakteriostatische Antiinfektiva (Chloramphenicol, Erythromycin, Tetracycline etc.)
Antagonismus gegen Penicillin wurde in vitro festgestellt. Klinisch relevante Daten sind jedoch nicht erhältlich.

Clavulansäure ( β-Lactamase-Inhibitor)
Eine Kombination mit Penicillin wirkt synergistisch gegen β-Lactamase-produzierende Stämme von S. aureus, N. gonorrhoeae und B. fragilis, die gegen Penicillin allein resistent sind.

Probenecid, Sulfinpyrazon und gewisse NSAI (Salizylate, Indometacetin, Phenylbutazon)
Sie verzögern die Ausscheidung des Penicillins durch die Nieren.

Kaliumsparende Diuretika
Können bei gleichzeitiger Anwendung mit Brunocillin das Risiko einer Hyperkaliämie erhöhen.

Orale Kontrazeptiva
Penicillin V kann die Wirksamkeit von Kontrazeptiva herabsetzen und das Auftreten von Durchbruchsblutungen fördern.

Colestipol
Gleichzeitige Verabreichung von Colestipol mit Penicillin kann die Serumkonzentration von Penicillin verringern, da Colestipol als Anionentauscher Penicillin binden und dadurch dessen Absorption inhibieren kann.

Neomycin
Die Absorption oral applizierter Penicilline kann durch Neomycin reduziert werden.

Nahrungsmittel
Bei Penicillin ist aus pharmakologischen Gründen eine schnelle Absorption wichtig. Deshalb soll Penicillin V auf nüchternen Magen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Überdosierung

Intoxikationssymptome nach einmaliger oraler Aufnahme mehrfacher therapeutischer Dosen von Brunocillin 1 Mio. Lactab sind bei normaler Nierenfunktion nicht zu erwarten.
In seltenen Fällen kann es jedoch zu direkten neurotoxischen Erscheinungen (EEG-Veränderungen, Muskelzucken, Krämpfen) kommen. Die Therapie besteht in ärztlicher Überwachung und symptomatischen Massnahmen, je nach klinischem Zustand.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

1. Proteinbestimmungsmethoden (Urin, cerebrospinale Flüssigkeit und Serum)
Falsch positive oder zu hohe Proteinwerte werden durch Penicillin verursacht bei turbidimetrischen Methoden, die Sulfosalicylsäure, Trichloressigsäure, Essigsäure oder Salpetersäure verwenden, sowie bei der Biuret-Methode und der Folin-Ciocalteau-Methode. Bei der Biuret-Methode kann ausserdem eine atypische Farbreaktion auftreten.

2. Glucose-Test
Penicillin kann mit der Benedict-Glucoseprobe interferieren.

3. Harnsäure-Test
Bei der Kupfer-Chelat-Methode führt Penicillin zu falsch erhöhten Serum-Harnsäure-Konzentrationen. Die Tests mit Phosphowolframsäure oder Uricase werden dagegen nicht beeinflusst.

4. Guthrie-Test für Phenylketonurie bei Neugeborenen
Da Penicillin gegen das im Test verwendete Bacillus subtilis aktiv ist, wird das Testresultat verfälscht. Addition von Natriumhydroxid und Salzsäure zu den Blutproben vor dem Test inaktiviert jedoch Penicillin. Unter diesen Umständen kann der Test durchgeführt werden.

5. Test zur Bestimmung von Steroiden im Urin
Bei der Norymberski-Methode und der Zimmermann-Farbreaktion führt die Anwesenheit von Penicillin zu falsch erhöhten Konzentrationen von 17-ketogenen Steroiden und 17-Ketosteroiden.

6. Serum-Aminoglycosid-Assay
Da Penicillin Aminoglycoside inaktivieren kann, fallen Testresultate zu niedrig aus.

7. Andere Labortests
Penicillin kann die renale Exkretion von Natriumaminohippurat und Phenolsulfonphtalein verringern (PAH und PSP Exkretionstest).
Bei der Mauzerall- und Granick-Methode zur Konzentrationsbestimmung von δ-Aminolävulinsäure führt die Anwesenheit von Penicillin zu falsch-erhöhten Konzentrationen.
Penicillin reagiert mit einigen Histokompatibilitätsantigenen (HLA-Antigenen) an der Oberfläche von Zellmembranen. Dadurch kann es mit HLA-Typing interferieren, indem es HLA-Antiserum von seinen Bindungsstellen verdrängt.

Haltbarkeit
Brunocillin 1 Mio. Lactab sind trocken und nicht über 25 °C in der Originalverpackung zu lagern.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

IKS-Nummern

30583.

Stand der Information

Mai 1999.
RL88

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