Dosierung/AnwendungDie parenterale Verabreichung von Aminophyllin bleibt dem Status asthmaticus vorbehalten.
Escophyllin, Injektionslösung, gibt man intravenös als Injektion (bewusst langsam, am liegenden Patienten) oder als Dauertropfinfusion (z.B. 3 Ampullen in 250-500 ml kompatibler Infusionslösung, wie physiologische NaCl- oder Elektrolytlösung). Man sollte den Patienten nach der Injektion kurz ruhen lassen. Die Infusionsdauer richtet sich nach Art und Schwere des Krankheitsbildes.
Wegen grosser interindividueller Schwankungen der Pharmakokinetik muss die Dosis im Einzelfall angepasst werden, evtl. mittels Plasmaspiegelmessung (therapeutischer Bereich: 8-20 µg/ml). Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Kindern der Abbau von Theophyllin rascher als bei Erwachsenen verläuft.
Zur Bestimmung der Initialdosis ist eine eventuelle Vormedikation mit Theophyllin-Derivaten zu berücksichtigen.
Anfallstherapie
Die Dosierung beträgt für Erwachsene und Kindern initial 6 mg Theophyllin pro kg Körpergewicht über 30 min., anschliessend 0,6-0,8 mg Theophyllin pro kg Körpergewicht pro Stunde.
Erhaltungsdosis
Erwachsene erhalten 8-12 mg Theophyllin pro kg Körpergewicht pro Tag. Kinder über 2½ Jahre weisen einen beschleunigten Theophyllinabbau auf und benötigen daher zwischen 18 und 24 mg Theophyllin pro kg Körpergewicht pro Tag.
Daraus ergeben sich folgende Dosisrichtlinien für Escophyllin, Injektionslösung:
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Alter Körper- Tägliche Anzahl
gewicht Dosierung Ampullen
in kg Theophyllin Escophyllin,
in mg Injektions-
pro abso- lösung
kg lut pro Tag
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2½-9 Jahre 10-25 24 240-600 1-3
9-12 Jahre 25-30 20 500-600 3
12-16 Jahre 30-40 18 540-720 3-4
über 16 Jahre 40-60 13 520-780 3-4
Erwachsene 40-80 8-12 320-960 2-4
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Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie älteren Patienten ist die Dosierung der eingeschränkten Ausscheidungsleistung anzupassen.
Bei Rauchern und Kindern kann generell aufgrund der kürzeren Halbwertszeit von Theophyllin eine höhere Dosierung oder ein kürzeres Zeitintervall zwischen den einzelnen Gaben (alle 8 Stunden) erforderlich sein. Serumspiegel überwachen!
Wenn die oben aufgeführten Dosen überschritten werden, sowie bei schlechter Wirkung oder bei Nebenwirkungen wird eine Kontrolle der Plasmaspiegel empfohlen (therapeutischer Bereich: 8 bis 20 µg/ml). Oberhalb eines Plasmaspiegels von 20 µg/ml muss mit der Gefahr einer Intoxikation gerechnet werden.
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