ÜberdosierungEine zu rasche und zu hohe Glucosezufuhr kann zur Hyperglykämie, u. U. zum hyperosmolaren Koma führen. Gefährdet sind vor allem Patienten mit einer Glucoseverwertungsstörung, z.B. Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus oder Patienten im Post-Aggressionsstoffwechsel. Bei hochdosierter Zufuhr ist ausserdem ein Anstieg des Serumlactats möglich, vor allem wenn die Sauerstoffversorgung ungenügend ist. Bei alleiniger, energiebedarfsdeckender Glucosezufuhr im Rahmen der parenteralen Ernährung wurden kohlenhydratinduzierte Hypertriglyceridämien, u.U. hepatische Fettinfiltrationen beobachtet, sowie die Neigung zur Hyperventilation bzw. eine erschwerte Entwöhnung vom Respirator.
Behandlung
Die Infusion sofort unterbrechen, wichtige physiologische Parameter überwachen und entsprechende therapeutische Massnahmen ausführen.
Bei Hypervolämie, kardialer Dekompensation, Hypernatriämie oder Ödemen, entsprechende Diuretika (z.B. Furosemid) geben.
Bei Hypokaliämie, einen verdünnten Kaliumersatz durch langsame Infusion verabreichen.
Bei Hyperglykämie Insulin spritzen.
Dosisreduzierung.
Partielle Substitution durch andere Kalorienträger (z.B. Fett) zur Entlastung des Kohlenhydratstoffwechsel.
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