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Information for professionals for Puregon®:Essex Chemie Foundation
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Dosierung/Anwendung

Allgemeines
Die Behandlung mit Puregon (oder einem anderen gonadotropen Hormon) sollte nur von einem Arzt unternommen werden, der mit der Therapie von Fertilitätsstörungen vertraut ist und nur, wenn alle Einrichtungen für eine adäquate klinische und endokrinologische Kontrolle der Behandlung verfügbar sind.
Es bestehen grosse inter- und intraindividuelle Unterschiede beim Ansprechen der Ovarien auf exogene Gonadotropine. Dies macht es unmöglich, sich auf ein einheitliches Dosierungsschema festzulegen. Die Dosierung sollte daher je nach ovariellem Ansprechen individuell angepasst werden. Dies erfordert Ultrasonographie, Überwachung der Estradiolspiegel und/oder klinische Bewertung der Östrogenaktivität.
In klinischen Vergleichsstudien mit Puregon und urinärem FSH konnte gezeigt werden, dass Puregon in Hinsicht auf eine niedrigere Gesamtdosierung und eine kürzere Behandlungszeit zur Erreichung präovulatorischer Bedingungen eine höhere Wirksamkeit als urinäres FSH besitzt.
Deshalb wird empfohlen, für Puregon eine niedrigere Dosis als für urinäres FSH zu wählen. Ob damit auch das Risiko einer ungewollten ovariellen Hyperstimulation herabgesetzt wird, wurde bisher nicht nachgewiesen. Nach pituitärer Suppression mittels eines GnRH-Agonisten, könnte eine höhere Puregon-Dosierung notwendig sein, um eine ausreichende follikuläre Reaktion zu erreichen.
Die klinische Erfahrung mit Puregon basiert auf jeweils bis zu 3 Behandlungszyklen in beiden Indikationen. Die gesamte Erfahrung mit IVF zeigt auf, dass im allgemeinen die Behandlungserfolgsrate während der ersten 4 Versuche stabil bleibt und danach graduell abnimmt.

Dosierung

Anovulation
Bei menstruierenden Frauen sollte die Behandlung in den ersten sieben Tagen des Menstruationszyklus beginnen.
Im allgemeinen wird ein sequentielles Behandlungsschema empfohlen. Es beginnt mit der täglichen Verabreichung von 50 I.E. FSH. Diese Anfangsdosis wird für mindestens 7 Tage beibehalten. Erfolgt kein ovarielles Ansprechen, ist die Tagesdosis allmählich zu erhöhen, bis zum Follikelwachstum und/oder bis der Estradiol-Plasmaspiegel eine ausreichende pharmakodynamische Reaktion zeigt. Sollte eine Patientin nach vierwöchiger Behandlung nicht auf die Therapie ansprechen, sollte dieser Behandlungszyklus abgebrochen werden. Ein täglicher Anstieg der Estradiolspiegel von 40-100% wird als optimal betrachtet. Die Tagesdosis wird dann beibehalten, bis präovulatorische Bedingungen erlangt werden. Diese sind erreicht, wenn es ultrasonographische Hinweise auf einen dominanten Follikel von mindestens 18 mm Durchmesser gibt und/oder wenn Estradiol-Plasmaspiegel von 300-900 pg/ml (1000-3000 pmol/l) erreicht sind. Für gewöhnlich sind 7-14 Tage Behandlungsdauer ausreichend um diesen Zustand zu erreichen. Die Verabreichung von Puregon ist dann zu beenden, und die Ovulation kann durch Gabe von 5000-10 000 I.E. Human-Choriongonadotropin (hCG) induziert werden.
Wenn die Anzahl entsprechender Follikel zu hoch ist oder die Estradiolspiegel zu rasch ansteigen, z.B. mehr als eine tägliche Estradiolverdoppelung während zwei oder drei aufeinanderfolgenden Tagen, sollte die Tagesdosis herabgesetzt werden.
Da Follikel mit einer Grösse über 14 mm zu Schwangerschaften führen können, besteht beim Vorhandensein mehrerer präovulatorischer Follikel, die 14 mm überschreiten, das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften. In diesem Falle sollte hCG nicht mehr verabreicht werden und eine Gravidität sollte vermieden werden, damit es nicht zu Mehrlingsschwangerschaften kommt.

Kontrollierte ovarielle Hyperstimulation bei ärztlich assistierten Reproduktionsprogrammen
Es werden verschiedene Stimulationsprotokolle angewandt. Als Startdosis wird mindestens für die ersten vier Tage eine Tagesdosis von 100-225 I.E. empfohlen. Danach sollte - je nach ovarieller Reaktion - individuell dosiert werden. Klinische Studien haben gezeigt, dass Erhaltungsdosen zwischen 75-375 I.E. während 6-12 Tagen i.d.R. ausreichend sind, jedoch kann eine längere Therapie notwendig sein.
Puregon kann entweder allein, oder - um eine vorzeitige Luteinisierung zu verhindern - in Kombination mit einem GnRH-Agonisten gegeben werden. Letztenfalls könnte eine höhere Behandlungs-Gesamtdosis erforderlich sein.
Die ovarielle Reaktion wird durch Ultrasonographie und Messung der Estradiolspiegel überwacht. Wenn die ultrasonographische Untersuchung auf das Vorhandensein von mindestens drei Follikeln mit einer Grösse von 16-20 mm hinweist und Anzeichen für eine gute Estradiolreaktion (Plasmaspiegel von etwa 300-400 pg/ml [1000-1300 pmol/l] für jeden Follikel mit einem Durchmesser über 18 mm) vorliegen, wird 24-48 Stunden nach der letzten Verabreichung von Puregon die Endphase der Follikelreifung durch Gabe von hCG in einer Dosis von 5000-10 000 I.E. eingeleitet. Die Eizell-Entnahme erfolgt 34-35 Stunden später.
Wenn Puregon in Kombination mit einem GnRH-Agonisten verabreicht wird, können nach dem Embryontransfer zur Unterstützung der Lutealphase innerhalb von neun Tagen 2-3 Wiederholungsinjektionen von je 1000-3000 I.E. hCG gegeben werden.

Korrrekte Art der Verabreichung
Puregon wird intramuskulär oder subkutan verabreicht. Sollte die Lösung Partikel enthalten oder nicht klar sein, darf sie nicht verwendet werden. Die aufgezogene Lösung ist sofort zu injizieren. Um schmerzhafte Injektionen zu vermeiden und das Auslaufen bei der Einstichstelle auf ein Minimum zu reduzieren, sollte die Puregon-Lösung langsam intramuskulär oder subkutan injiziert werden. Die subkutane Injektionsstelle sollte jeweils gewechselt werden, um Lipoatrophie zu vermeiden.
Nach korrekter Anweisung durch den Arzt kann die subkutane Injektion von Puregon vom Patienten selbst oder dessen Partner vorgenommen werden.

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