Schwangerschaft, StillzeitIn der Schwangerschaft ist die Anwendung von [18F]FDG-FR absolut kontraindiziert, weshalb in Zweifelsfall auf jedliche Verabreichung von FDG zu verzichten ist.
Es liegen keine Erkenntnisse über die Anwendung von Fludeoxyglucose (18F) während der Schwangerschaft vor. Nuklearmedizinische Untersuchungen bei Schwangeren beinhalten auch eine Strahlenexposition des Föten. Errechnet wurde die hypothetische Exposition für den Föten bei der Untersuchung mit Fludeoxyglucose (18F) während einer Schwangerschaft. Die konservativ errechneten Daten sehen wie folgt aus:
-Strahlenexposition in früher Schwangerschaft bzw. 3
Monate nach Beginn der Schwangerschaft
22 µ Gy/MBq
-Strahlenexposition 6 bzw. 9 Monate nach Beginn der Schwangerschaft 17 µGy/MBq.
Fludeoxyglucose (18F) darf daher während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Falls es erforderlich ist, einer Frau im gebärfähigen Alter ein radioaktives Arzneimittel zu verabreichen, ist festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Grundsätzlich muss von einer Schwangerschaft ausgegangen werden, wenn die Menstruation ausgeblieben ist. Im Zweifelsfall sollte die Strahlenexposition auf das für die benötigte klinische Information unumgängliche Mindestmaß verringert werden. Alternative Untersuchungsmethoden, bei denen keine ionisierenden Strahlen angewendet werden, sollten in Erwägung gezogen werden.
Fludeoxyglucose (18F) geht in die Muttermilch über. Bevor das Arzneimittel verabreicht wird, ist zu prüfen, ob eine Verschiebung der Untersuchung auf einen Zeitraum nach Beendigung der Stillperiode klinisch zu verantworten ist. Falls eine Anwendung erforderlich ist, sollte das Stillen nach Gabe von Fludeoxyglucose (18F) für mindestens 12 Stunden unterbrochen werden.
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