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Information for professionals for Inovelon®:Eisai Pharma AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Status epilepticus
Fälle von Status epilepticus wurden während Studien im Verlauf der klinischen Entwicklung unter Rufinamid beobachtet, hingegen wurden keine derartigen Fälle unter Placebo beobachtet. Diese Ereignisse führten in 20% der Fälle zum Absetzen von Rufinamid. Entwickeln Patienten neue Anfallsformen und/oder tritt ein Status epilepticus mit einer grösseren Häufigkeit auf als in der Ausgangserkrankung des Patienten der Fall war, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Therapie neu beurteilt werden.
Verkürzung des QT-Intervalls
In einer Studie, in welcher der Effekt von Rufinamid auf die QT-Zeit eingehend untersucht wurde, rief Rufinamid konzentrationsabhängig eine Abnahme des QTc Intervalls hervor. Das familiäre Short-QT-Syndrom ist assoziiert mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten eines plötzlichen Herztodes oder ventrikulärer Arrhythmien, insbesondere Kammerflimmern. Es wird angenommen, dass solche Ereignisse hauptsächlich auftreten, wenn die korrigierte QT-Zeit unter 300 msec fällt. Für Rufinamid wurden in den formalen EKG-Studien keine Verkürzungen der QT-Zeit unter 300 msec und kein Signal bezüglich Substanz-induziertem plötzlichen Herztod oder Kammerarrhythmien beschrieben. Die klinische Relevanz des für Rufinamid beobachteten Ausmasses der konzentrationsabhängigen Verkürzung der QT-Zeit ist jedoch derzeit nicht bekannt. Daher sollte Rufinamid bei Patienten mit familiärem Short-QT-Syndrom nicht angewendet werden. Zudem ist Vorsicht geboten, wenn die Verabreichung von Rufinamid mit anderen QT-Intervall-verkürzenden Substanzen erwogen werden sollte.
Absetzen von Inovelon
Antiepileptika wie Inovelon müssen schrittweise abgesetzt werden, um das Auftreten eventueller Entzugskrämpfe zu reduzieren. In klinischen Prüfungen wurde Inovelon abgesetzt, indem die Dosis alle zwei Tage um etwa 25% reduziert wurde. Es stehen nur unzureichende Daten zur Verfügung, was das Absetzen antiepileptischer Arzneimittel nach erfolgreicher Kontrolle der Krämpfe durch Hinzufügen von Inovelon anbelangt.
Wirkung auf das Zentralnervensystem
Die Behandlung mit Rufinamid stand im Zusammenhang mit Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Ataxie und Gangstörungen, die zu einem gehäuften Auftreten versehentlicher Stürze in dieser Population führen könnten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten und Pflegepersonal müssen vorsichtig sein, bis sie mit den potenziellen Wirkungen dieses Arzneimittels vertraut sind.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Bei der Behandlung mit Rufinamid sind schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Antiepileptika, einschliesslich DRESS- (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms) und Stevens-Johnson-Syndrom, aufgetreten. Die Symptomatik war verschiedenartig; typischerweise, jedoch nicht ausschliesslich, stellten sich die Patienten mit Fieber und Ausschlag mit Beteiligung anderer Organe vor. Weitere mit einer Überempfindlichkeit gegen Antiepileptika in Zusammenhang stehende Nebenwirkungen waren Lymphadenopathie, Anomalien bei Leberfunktionstests und Hämaturie. Da sich diese Erkrankung verschiedenartig ausdrückt, können Anzeichen und Symptome in anderen Organsystemen auftreten, die hier nicht angegeben sind. Dieses Syndrom trat in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Einleitung einer Rufinamid-Therapie und in der pädiatrischen Population auf. Wird diese Reaktion vermutet, muss Rufinamid abgesetzt und eine andere Therapie eingeleitet werden. Alle Patienten, die unter der Rufinamid-Behandlung einen Ausschlag entwickeln, müssen engmaschig überwacht werden.
Frauen im gebärfähigen Alter
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während einer Inovelon-Therapie Massnahmen zur Empfängnisverhütung anwenden. Die Ärzte sollten sich darum bemühen, sicher zu stellen, dass eine geeignete Form der Empfängnisverhütung angewendet wird, und ihre klinische Erfahrung einsetzen, um zu beurteilen, ob orale Kontrazeptiva oder die Dosen der Komponenten oraler Kontrazeptiva angesichts der klinischen Situation der einzelnen Patientin angemessen sind (siehe «Interaktionen» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Suizidgedanken und suizidales Verhalten
Suizidale Gedanken und Verhaltensweisen wurden bei Patienten beobachtet, die Antiepileptika für verschiedene Indikationen erhielten. Eine Metaanalyse von randomisierten Placebo-kontrollierten Studien mit Antiepileptika hat ferner gezeigt, dass das Risiko für Suizidneigung und suizidale Verhaltensweisen leicht erhöht ist. Die Mechanismen für dieses Risiko sind nicht bekannt und die verfügbaren Daten schliessen ein erhöhtes Risiko bei Inovelon nicht aus.
Die Patienten müssen daher auf Anzeichen für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen überwacht werden und eine angemessene Behandlung ist in Erwägung zu ziehen. Patienten (und deren Betreuungspersonen) ist zu raten, bei Anzeichen für suizidale Gedanken oder Verhaltensweisen ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Inhaltsstoffe von speziellem Interesse
Filmtabletten:
Die Tabletten enthalten 20 mg (Inovelon 100 mg), 40 mg (Inovelon 200 mg), respektive 80 mg (Inovelon 400 mg) Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Die Tabletten enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. sie sind nahezu «natriumfrei».
Suspension:
Sorbitol: Dieses Arzneimittel enthält 175 mg Sorbitol pro ml, entsprechend 150 mg/kg/Tag. Sorbitol kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und kann eine leicht abführende Wirkung haben. Sorbitol ist eine Quelle für Fructose. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Bei Babies und Kleinkindern (unter 2 Jahren) wurde eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) möglicherweise noch nicht diagnostiziert. Vor Anwendung dieses Arzneimittels ist bei jedem Patienten eine detaillierte Anamnese im Hinblick auf Symptome einer HFI zu erheben. Propylenglycol: Dieses Arzneimittel enthält 25 mg Propylenglycol pro ml, entsprechend 21,4 mg/kg. Die gleichzeitige Anwendung mit einem Substrat der Alkoholdehydrogenase - wie Ethanol - kann schwerwiegende Nebenwirkungen bei Neugeborenen hervorrufen. Natrium: Die Suspension enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d.h. sie ist nahezu «natriumfrei». Benzoesäure: Dieses Arzneimittel enthält 0,005 mg Benzoesäure pro ml, entsprechend 0.004 mg/kg. Benzylalkohol: Dieses Arzneimittel enthält 0.0003 mg Benzylalkohol pro ml. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Parabene: Die Suspension enthält Methylparahydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat, welche allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können.

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