Präklinische DatenChronische Toxizität
Die wiederholte orale Verabreichung von Leflunomid an Mäuse, Ratten, Hunde und Affen ergab als hauptsächliche Zielorgane der Toxizität Knochenmark, Blut, Gastrointestinaltrakt, Haut, Milz, Thymus und Lymphknoten. Beobachtet wurden in erster Linie Anämie, Leukopenie, verringerte Plättchenzahl und eine globale Knochenmarkinsuffizienz, was die grundlegende Wirkungsweise der Substanz widerspiegelt (Hemmung der DNS-Synthese). Bei Tieren wurde Toxizität bei Dosierungen beobachtet, die den therapeutischen Dosierungen beim Menschen entsprechen.
Kanzerogenität/Mutagenität
Leflunomid war nicht mutagen. Der Metabolit Trifluormethylanilin (TFMA) erwies sich in vitro als mutagen.
In einer Karzinogenitätsstudie an Ratten zeigte Leflunomid kein karzinogenes Potential. In einer Karzinogenitätsstudie an Mäusen wurde eine vermehrte Häufigkeit von bösartigen Lymphomen bei den männlichen Tieren in der höchsten Dosierungsgruppe beobachtet; dies wird auf die immunsuppressive Wirkung von Leflunomid zurückgeführt. Bei weiblichen Mäusen wurde dosisabhängig ein erhöhtes Auftreten von bronchioalveolären Adenomen und Lungenkarzinomen beobachtet. Die Bedeutung der Ergebnisse bei Mäusen für die klinische Verwendung von Leflunomid ist ungewiss.
Reproduktionstoxizität
Leflunomid erwies sich bei Ratten und Kaninchen in humantherapeutischen Dosierungen als embryotoxisch und teratogen. In Toxizitätsuntersuchungen mit wiederholter Verabreichung zeigten sich toxische Wirkungen auf die männlichen Fortpflanzungsorgane. Die Fertilität war nicht verringert.
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