Eigenschaften/WirkungenATC-Code
R03DX09
Wirkungsmechanismus
Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper (IgG1, kappa), der sich hochaffin und spezifisch gegen das humane Interleukin-5 (IL-5) richtet. IL-5 ist das für Wachstum und Differenzierung, Rekrutierung, Aktivierung und Überleben der Eosinophilen wichtigste Zytokin. Mepolizumab hemmt im nanomolaren Konzentrationsbereich die biologischen Wirkungen von IL-5, indem es verhindert, dass IL-5 an die Alpha-Kette des auf der Zelloberfläche von Eosinophilen exprimierten IL-5-Rezeptorkomplexes bindet; auf diese Weise wird der IL-5-Signalweg blockiert und damit die Bildung von Eosinophilen und deren Überleben reduziert.
Pharmakodynamik
In klinischen Studien wurde nach einer Behandlung mit Mepolizumab eine Verminderung der Eosinophilenzahl im Blut beobachtet. Grössenordnung und Dauer dieser Verminderung waren nach subkutaner Gabe von 12.5 mg – 125 mg dosisabhängig.
Bei Patienten mit schwerem Asthma ging nach subkutaner Verabreichung von 100 mg alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 32 Wochen die Eosinophilenzahl im Blut auf einen geometrischen Mittelwert von 40 Zellen/µl zurück. Dies entspricht einer geometrisch gemittelten Reduktion um 84% vs Placebo. Dieser Rückgang wurde grössenordnungsmässig bereits innerhalb der ersten 4 Behandlungswochen beobachtet. Dieses Ausmass der Verringerung der Eosinophilen im Blut blieb bei Patienten mit schwerem Asthma (n=998), die in offenen Verlängerungsstudien über einen Median von 2,8 Jahren (Spanne von 4 Wochen bis 4,5 Jahren) behandelt wurden, erhalten.
Bei Patienten mit EGPA ging nach subkutaner Verabreichung von 300 mg alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 52 Wochen die Eosinophilenzahl im Blut auf einen geometrischen Mittelwert von 38 Zellen/µl zurück. Dies entspricht einer geometrisch gemittelten Reduktion um 83% vs Placebo.
Immunogenität
Aufgrund des immunogenen Potenzials von protein- oder peptidbasierten Therapeutika können die Patienten nach der Behandlung Antikörper gegen Mepolizumab entwickeln.
Insgesamt entwickelten 15/260 (6%) der mit mindestens einer subkutanen Dosis in Höhe von 100 mg behandelten Patienten mit schwerem Asthma Antikörper gegen Mepolizumab. Das Immunogenitätsprofil von Nucala bei Patienten mit schwerem Asthma (n=998), die in offenen Verlängerungsstudien über einen Median von 2,8 Jahren (Spanne von 4 Wochen bis 4,5 Jahren) behandelt wurden, war ähnlich wie in den placebokontrollierten Studien.
Insgesamt entwickelten 1/68 (1 %) der mit mindestens einer subkutanen Mepolizumab-Dosis von 300 mg behandelten EGPA-Patienten Antikörper gegen Mepolizumab.
Bei einer erwachsenen Person mit schwerem Asthma wurden neutralisierende Antikörper festgestellt.
Das Vorliegen von Antikörpern gegen Mepolizumab hatte bei der Mehrzahl der Patienten keine merklichen Auswirkungen auf die PK oder PD von Mepolizumab; Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den Antikörpertitern und einer Änderung der Eosinophilenzahl lagen nicht vor.
Klinische Wirksamkeit
Schweres eosinophiles Asthma
Die Wirksamkeit von Mepolizumab bei hochgradigem eosinophilem Asthma wurde im Rahmen von 3 randomisierten, doppelblinden klinischen Parallelgruppenstudien von 24- bis 52-wöchiger Dauer an Patienten ab 12 Jahren untersucht. Diese Studien waren auf die Beurteilung der Wirksamkeit von Mepolizumab bei Verabreichung in vierwöchigen Abständen als subkutane oder intravenöse Injektion bei Patienten angelegt, die unter ihrer laufenden Standardbehandlung (z.B. inhalative Kortikosteroide [ICS], Kombination aus ICS und langwirkenden Beta2-Sympathomimetika [LABA], Leukotrienmodifikatoren und kurzwirkenden Beta2-Sympathomimetika [SABA]) nicht kontrolliert waren. In MEA112997 und MEA115588 sind klinisch relevante Asthma-Exazerbationen wie folgt definiert: Verschlechterung der Asthmasymptome, die die Anwendung von oralen/systemischen Kortikosteroiden und/oder eine Hospitalisierung bzw. eine Notfallbehandlung erfordert.
Placebokontrollierte Studien
Dosisfindungsstudie MEA112997 (DREAM-Studie)
Die Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen, 52-wöchigen Parallelgruppenstudie MEA112997 an 616 Patienten zeigten, dass Mepolizumab (75 mg, 250 mg oder 750 mg) bei intravenöser Verabreichung zu einer signifikanten Reduktion der Asthma-Exazerbationen gegenüber Placebo führte. Hinsichtlich der Wirksamkeit konnte zwischen den 3 untersuchten Dosierungen kein signifikanter Unterschied festgestellt werden (siehe Tabelle 1).
Tabelle 1: Häufigkeit klinisch relevanter Exazerbationen nach 52 Wochen bei der Intent-to-treat-Population
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Mepolizumab IV
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Placebo
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75 mg n = 153
|
250 mg n = 152
|
750 mg n = 156
|
n = 155
|
Exazerbationen/Jahr
|
1,24
|
1,46
|
1,15
|
2,40
|
Prozent Senkung
|
48 %
|
39 %
|
52 %
|
|
Verhältnisrate (95%-KI)
|
0,52 (0,39; 0,69)
|
0,61 (0,46; 0,81)
|
0,48 (0,36; 0,64)
|
|
p-Wert
|
< 0,001
|
< 0,001
|
< 0,001
|
-
|
Die Ergebnisse dieser Studie weisen darauf hin, dass eine Eosinophilenzahl im Blut von ≥150 Zellen/µL in der Voruntersuchungsphase bzw. von ≥300 Zellen/µL in den vorausgegangenen 12 Monaten als Biomarker herangezogen werden kann, um vorherzusagen, welche Patienten von der Behandlung mit Mepolizumab profitieren können. Allerdings wurden bei einem Drittel der so ausgewählten Patienten auch unter Placebo während der einjährigen Behandlungsphase keine Exazerbationen mehr beobachtet.
Bei Erhöhung des «Cut off» Wertes der Eosinophilenzahl im Blut wurde bei entsprechend selektionierten Patienten eine verstärkte Abnahme der Exazerbationshäufigkeit beobachtet. Es ist aber nicht untersucht, in wie weit bei höheren «Cut off» Werten Patienten ausgeschlossen wurden, welche von der Mepolizumab-Zusatz-Behandlung profitierten.
Tabelle 2: Berechnete Reduktion der Rate klinisch signifikanter Exazerbationen bei Baseline-Grenzwerten der Eosinophilenzahl im Blut
Studie
|
Baseline Eosinophilenzahl im Blut
|
Verhältnisrate (95%-KI)
|
MEA112997
|
150 Zellen/µL
|
0,70 (0,53; 0,93)
|
|
300 Zellen/µL
|
0,52 (0,41; 0,65)
|
|
500 Zellen/µL
|
0,42 (0,32; 0,54)
|
MEA115588
|
150 Zellen/µL
|
0,61 (0,45; 0,82)
|
|
300 Zellen/µL
|
0,49 (0,38; 0,63)
|
|
500 Zellen/µL
|
0,42 (0,31; 0,55)
|
Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie wurden die in späteren Studien zur subkutanen Verabreichung von Mepolizumab zu untersuchenden Dosen ausgewählt. Nucala ist ein Präparat, das nicht intravenös angewendet werden darf, sondern ausschliesslich subkutan verabreicht werden muss.
Reduktion von Exazerbationen (MEA115588), MENSA-Studie
MEA115588 (MEpolizumab as adjunctive therapy iN patients with Severe Asthma) war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrische Parallelgruppenstudie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Mepolizumab als Zusatztherapeutikum an 576 Patienten mit hochgradigem eosinophilem Asthma.
Die Patienten waren überwiegend 18 Jahre oder älter, hatten in den vorausgegangenen 12 Monaten mindestens zwei Asthma-Exazerbationen durchgemacht und waren unter ihrer laufenden Pharmakotherapie gegen Asthma (hochdosierte inhalative Kortikosteroide [ICS] in Kombination mit mindestens einem anderen Kontrollmedikament, z.B. langwirkenden Beta2-Sympathomimetika [LABA] oder Leukotrienmodifikatoren) nicht kontrolliert. Die Patienten durften orale Kortikosteroide verwenden und erhielten während der Studie weiterhin ihre gewohnten Medikamente gegen Asthma.
Schweres eosinophiles Asthma lag definitionsgemäss vor bei einer Eosinophilenzahl im peripheren Blut von ≥150 Zellen/μL innerhalb der 6 Wochen vor der Randomisierung (erste Dosis) oder einer Eosinophilenzahl im Blut von ≥300 Zellen/μL innerhalb des der Randomisierung vorangegangenen Jahres. Die Patienten erhielten über 32 Wochen hinweg jeweils einmal alle vier Wochen entweder Mepolizumab 100 mg subkutan (s.c.), Mepolizumab 75 mg intravenös (i.v.) oder ein Placebo. Die Ergebnisse für den primären Studienendpunkt, die Verminderung der Häufigkeit klinisch relevanter Asthma-Exazerbationen, fielen statistisch signifikant aus (p < 0,001).
Tabelle 3 fasst die Ergebnisse für den primären und die sekundären Endpunkte aus MEA115588 zusammen.
Tabelle 3: Ergebnisse für den primären und die sekundären Endpunkte nach 32 Wochen in der Intent-to-treat-Population (MEA115588)
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Mepolizumab (100 mg s.c.) n = 194
|
Placebo n = 191
|
Primärer Endpunkt
|
Häufigkeit klinisch relevanter Exazerbationen
|
Exazerbationen/Jahr
|
0,83
|
1,74
|
Prozent Senkung
|
53 %
|
_
|
Verhältnisrate (95%-KI)
|
0,47 (0,35; 0,64)
|
|
p-Wert
|
< 0,001
|
|
Sekundäre Endpunkte
|
Häufigkeit von Exazerbationen mit erforderlicher Hospitalisierung/Notfallbehandlung
|
Exazerbationen/Jahr
|
0,08
|
0,20
|
Prozent Senkung
|
61 %
|
_
|
Verhältnisrate (95%-KI)
|
0,39 (0,18; 0,83)
|
|
p-Wert
|
0,015
|
|
Häufigkeit hospitalisierungsbedürftiger Exazerbationen
|
Exazerbationen/Jahr
|
0,03
|
0,10
|
Prozent Senkung
|
69 %
|
_
|
Verhältnisrate (95%-KI)
|
0,31 (0,11; 0,91)
|
|
p-Wert
|
0,034
|
|
FEV1 (mL) vor Bronchodilatator nach 32 Wochen
|
Mittlere Änderung gegenüber Ausgangswert (Standardfehler)
|
183 (31,1)
|
86 (31,4)
|
Unterschied (Mepolizumab vs. Placebo)
|
98
|
|
95%-KI
|
(11, 184)
|
|
p-Wert
|
0,028
|
|
St. George's Respiratory Questionnaire (SGRQ) nach 32 Wochen
|
Mittlere Änderung gegenüber Ausgangswert (Standardfehler)
|
-16,0 (1,13)
|
-9,0 (1,16)
|
Unterschied (Mepolizumab vs. Placebo)
|
-7,0
|
|
95%-KI
|
(-10,2; -3,8)
|
|
p-Wert
|
< 0,001
|
|
Studie zur Reduktion oraler Kortikosteroide (SIRIUS)
MEA115575 beurteilte die Wirkung von Mepolizumab 100 mg s.c. in Bezug auf die Verminderung des Bedarfs an oralen Kortikosteroiden (OCS) zur Erhaltungstherapie, unter Aufrechterhaltung der Asthmakontrolle bei auf systemische Kortikosteroide angewiesenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma. Die Patienten wiesen in den 12 Monaten vor dem Screening eine Eosinophilenzahl im peripheren Blut von ≥300/μL bzw. vor Behandlungsbeginn eine Eosinophilenzahl im peripheren Blut von ≥150/μL auf und erhielten im Behandlungszeitraum in vierwöchigen Abständen Mepolizumab oder Placebo. Die OCS-Dosis wurde während der OCS-Reduktionsphase (Wochen 4–20) alle 4 Wochen vermindert, solange die Asthmakontrolle dabei aufrechterhalten wurde. Während der Studie setzten die Patienten ihre Ausgangstherapie gegen Asthma fort (hochdosierte inhalative Kortikosteroide [ICS] in Kombination mit mindestens einem weiteren Kontrollmedikament, z.B. langwirkenden Beta2-Sympathomimetika [LABA] oder Leukotrienmodifikatoren).
Die Studienpopulation aus insgesamt 135 Patienten war wie folgt charakterisiert: Durchschnittsalter 50 Jahre, 55 % der Teilnehmer waren weiblich, 48 % nahmen seit mindestens 5 Jahren orale Kortikosteroide und erhielten bei Studienbeginn ein mittleres Prednisolonäquivalent von ca. 13 mg pro Tag.
Primärer Studienendpunkt war die Verminderung der OCS-Tagesdosis (Wochen 20–24) unter Aufrechterhaltung der Asthmakontrolle im Vergleich zu Patienten unter Placebo (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Ergebnisse für den primären und die sekundären Endpunkte in der Intent-to-treat-Population von MEA115575
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Mepolizumab (100 mg s.c.) n = 69
|
Placebo n = 66
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Primärer Endpunkt
|
OCS-Reduktion gegenüber der Ausgangsdosis nach 20–24 Wochen (%)
|
90 %–100 %
|
16 (23 %)
|
7 (11 %)
|
75 %–< 90 %
|
12 (17 %)
|
5 (8 %)
|
50 %–< 75 %
|
9 (13 %)
|
10 (15 %)
|
> 0 %–< 50 %
|
7 (10 %)
|
7 (11 %)
|
Keine OCS-Reduktion/unzureichende Asthmakontrolle/Behandlungsabbruch
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25 (36 %)
|
37 (56 %)
|
Odds Ratio (95%-KI)
|
2,39 (1,25; 4,56)
|
|
p-Wert
|
0,008
|
|
Sekundäre Endpunkte
|
Reduktion der OCS-Tagesdosis (%)
|
Mindestens 50%ige Reduktion
|
37 (54 %)
|
22 (33 %)
|
Odds Ratio (95%-KI)
|
2,26 (1,10; 4,65)
|
|
p-Wert
|
0,027
|
|
Reduktion der OCS-Tagesdosis (%)
|
Auf ≤5 mg/Tag
|
37 (54 %)
|
21 (32 %)
|
Odds Ratio (95%-KI)
|
2,45 (1,12; 5,37)
|
|
p-Wert
|
0,025
|
|
Reduktion der OCS-Tagesdosis (%)
|
Auf null
|
10 (14 %)
|
5 (8 %)
|
Odds Ratio (95%-KI)
|
1,67 (0,49; 5,75)
|
|
p-Wert
|
0,414
|
|
Mediane prozentuale Reduktion der OCS-Tagesdosis
|
Mediane Reduktion (%) gegenüber Ausgangsdosis (95%-KI)
|
50,0 (20,0; 75,0)
|
0,0 (-20,0; 33,3)
|
Medianer Unterschied (95%-KI)
|
-30,0 (-66,7; 0,0)
|
|
p-Wert
|
0,007
|
|
Ausserdem wurde anhand des SGRQ die gesundheitsbezogene Lebensqualität ermittelt. Nach 24 Wochen war in Bezug auf den mittleren SGRQ-Score unter Nucala eine signifikante Verbesserung gegenüber Placebo feststellbar: -5,8 (95%-KI: -10,6; -1,0; p = 0,019). In Woche 24 war der Anteil der Patienten mit klinisch bedeutsamer Abnahme des SGRQ-Score (definiert als Rückgang um mindestens 4 Einheiten gegenüber dem Ausgangswert) unter Nucala höher (58 %, 40/69) als unter Placebo (41 %, 27/66).
Das langfristige Wirksamkeitsprofil von Nucala bei Patienten mit schwerem Asthma (n=998), die in den offenen Verlängerungsstudien MEA115666, MEA115661 und 201312 über einen Median von 2,8 Jahren (Spanne von 4 Wochen bis 4,5 Jahren) behandelt wurden, stimmte im Allgemeinen mit den drei placebokontrollierten Studien überein.
Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
MEA115921 war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, 52-wöchige Studie, in der 136 Patienten ab 18 Jahren mit rezidivierender oder therapierefraktärer EGPA unter stabil dosierten oralen Kortikosteroiden (OCS; ≥7,5 bis ≤50 mg/Tag Prednisolon/Prednison) untersucht wurden. 53% (n = 72) der Teilnehmer erhielten gleichzeitig Immunsuppressiva in stabiler Dosierung.
Die Patienten erhielten eine Dosis von 300 mg Mepolizumab oder Placebo subkutan einmal alle vier Wochen, ergänzend zu ihrer Prednisolon/Prednison-Basistherapie mit oder ohne Immunsuppressiva. Die OCS-Dosis wurde nach dem Ermessen des Prüfarztes stufenweise reduziert.
Koprimäre Endpunkte waren die kumulative Gesamtremissionsdauer, wobei Remission definiert war als Birmingham Vasculitis Activity Score (BVAS) von 0 (keine aktive Vaskulitis) plus Prednisolon/Prednison-Dosis ≤4 mg/Tag, sowie der Anteil der Teilnehmer in Remission nach 36 sowie nach 48 Behandlungswochen.
Remission
Im Vergleich zu Placebo erreichten die Teilnehmer unter Mepolizumab 300 mg eine signifikant längere Gesamtremissionsdauer. Darüber hinaus war der Anteil der Teilnehmer in Remission sowohl in Woche 36 als auch in Woche 48 unter Mepolizumab 300 mg signifikant höher als unter Placebo (Tabelle 5).
Tabelle 5: Analysen zu den koprimären Endpunkten (ITT-Population)
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Anzahl (%) Teilnehmer
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Placebo n = 68
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Mepolizumab 300 mg n = 68
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Gesamtremissionsdauer während 52 Wochen
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0 Wochen
|
55 (81)
|
32 (47)
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> 0 bis < 12 Wochen
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8 (12)
|
8 (12)
|
12 bis < 24 Wochen
|
3 (4)
|
9 (13)
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24 bis < 36 Wochen
|
0
|
10 (15)
|
≥36 Wochen
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2 (3)
|
9 (13)
|
Odds Ratio (Mepolizumab/Placebo)
|
----
|
5,91
|
95%-KI
|
----
|
2,68; 13,03
|
p-Wert
|
----
|
< 0,001
|
Teilnehmer in Remission in Woche 36 und 48
|
2 (3)
|
22 (32)
|
Odds Ratio (Mepolizumab/Placebo)
|
----
|
16,74
|
95%-KI
|
----
|
3,61; 77,56
|
p-Wert
|
----
|
< 0,001
|
Odds Ratio > 1 spricht zugunsten von Mepolizumab
Teilnehmer unter Mepolizumab 300 mg erreichten eine signifikant längere Gesamtremissionsdauer (p < 0,001), und der Anteil der Teilnehmer in Remission war bei Anwendung der Remissionsdefinition für den sekundären Endpunkt (BVAS = 0 plus Prednisolon/Prednison ≤7,5 mg/Tag) sowohl in Woche 36 als auch in Woche 48 unter Mepolizumab 300 mg höher als unter Placebo (p < 0,001).
Rezidive
Im Vergleich zu Placebo war die Zeit bis zum ersten Rezidiv (definiert als durch Vaskulitis, Asthma oder sinonasale Symptome bedingte Verschlechterung, die eine Dosiserhöhung der Kortikosteroide bzw. der Immunsuppressiva oder eine Hospitalisierung erfordert), bei Teilnehmern unter Mepolizumab 300 mg signifikant länger (p < 0,001). Darüber hinaus war die annualisierte Rezidivrate bei Teilnehmern unter Mepolizumab um 50 % geringer als bei Teilnehmern unter Placebo: 1,14 vs. 2,27.
Dosisreduktion der oralen Kortikosteroide
Im Vergleich zu Teilnehmern unter Placebo erhielten Teilnehmer unter Mepolizumab 300 mg in den Wochen 48 bis 52 eine geringere mittlere Tagesdosis an oralen Kortikosteroiden (p < 0,001). In der Gruppe mit Mepolizumab 300 mg konnten 12 Teilnehmer (18 %) die Behandlung mit oralen Kortikosteroiden gänzlich ausschleichen, gegenüber nur 2 Teilnehmern (3 %) in der Placebogruppe.
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