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Information for professionals for Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha, Filmtabletten:Mepha Pharma AG
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Efavirenz, Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil (als Tenofovirdisoproxilphosphat).
Hilfsstoffe
Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium 28.00 mg, Mannitol (E421), Hydroxypropylcellulose, Poloxamer 407, Crospovidon Typ A, Hypromellose, niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose, hydriertes Pflanzenöl (aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt), Natriumstearylfumarat 80.00 mg.
Tablettenfilm: Polyvinylalkohol, Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talkum, Carmin (E120).
Eine Filmtablette enthält 7.23 mg Natrium.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 600 mg Efavirenz, 200 mg Emtricitabin und 245 mg Tenofovirdisoproxil (entsprechend 291.22 mg Tenofovirdisoproxilphosphat).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha ist alleine oder in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen für die Behandlung von Erwachsenen mit HIV-1-Infektion (Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus 1) indiziert.

Dosierung/Anwendung

Die Therapie soll nur durch einen Arzt bzw. eine Ärztin eingeleitet werden, der bzw. die in der Behandlung der HIV-Infektion erfahren ist.
Erwachsene
Die empfohlene Dosis von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha beträgt 1 Filmtablette einmal täglich.
Falls die Therapie mit einem der Wirkstoffe von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha abgesetzt werden soll oder falls eine Dosisanpassung notwendig ist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auch als Monopräparate zur Verfügung. Beachten Sie in diesem Fall die Fachinformationen dieser Arzneimittel.
Wenn die Behandlung mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha abgesetzt wird, ist sowohl die lange Halbwertzeit von Efavirenz (siehe "Pharmakokinetik" ) als auch die lange intrazelluläre Halbwertzeit von Tenofovir und Emtricitabin zu berücksichtigen. Aufgrund der interindividuellen Variabilität bei diesen Parametern und Bedenken hinsichtlich einer Resistenzentwicklung sind die aktuellen Leitlinien für die HIV-Therapie wie auch der Grund des Therapieabbruchs zu berücksichtigen.
Dosisanpassung aufgrund von Interaktionen
Wird Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei Patienten, die 50 kg oder mehr wiegen, in Kombination mit Rifampicin angewendet, so wird die zusätzliche Gabe von 200 mg Efavirenz pro Tag (800 mg insgesamt) empfohlen (siehe "Interaktionen" ).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen nicht untersucht. Patienten mit leichter Lebererkrankung (Klasse A nach Child-Pugh-Turcotte [CPT]) können die normale empfohlene Dosis Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha erhalten (siehe "Kontraindikationen" , "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ). Die Patienten müssen engmaschig auf Efavirenz-assoziierte unerwünschte Wirkungen, vor allem hinsichtlich nervensystem-bedingter Symptome, überwacht werden (siehe "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Wenn Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei Patienten, die mit HIV und HBV koinfiziert sind, abgesetzt wird, sollten diese Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Exazerbation der Hepatitis hin überwacht werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird nicht empfohlen bei Patienten mit einer mittelschweren oder schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <50 ml/min), weil bei dieser Patientengruppe das Dosierungsintervall von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil angepasst werden muss und dies mit der Kombinationstablette nicht möglich ist (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten
Da nicht genügend ältere Patienten in klinischen Studien zu den Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln untersucht wurden, konnte nicht bestimmt werden, ob diese anders als jüngere Patienten ansprechen. Angesichts der höheren Inzidenz von Leber- und Nierenfunktionsstörungen bei älteren Patienten sollte Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei dieser Patientengruppe nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden.
Kinder und Jugendliche
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird für die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen, da Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit fehlen.
Verspätete Dosisgabe
Es ist wichtig, dass Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha nach einem fixen Dosierungsschema eingenommen wird, damit keine Dosis vergessen wird. Die Patienten sind anzuweisen, die Einnahme von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha möglichst umgehend nachzuholen, falls sie diese vergessen haben sollten; es sei denn, die nächste Tagesdosis ist in weniger als 12 Stunden fällig. In diesem Fall sind die Patienten anzuweisen, die vergessene Dosis nicht nachzuholen, sondern ihre nächste Dosis zum nächsten regulären Einnahmezeitpunkt einzunehmen.
Art der Anwendung
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha sollte unzerkaut mit Wasser geschluckt werden.
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha soll auf nüchternen Magen eingenommen werden, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Efavirenz-Exposition und damit die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen erhöhen kann (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ). Um die Verträglichkeit von Efavirenz in Bezug auf nervensystem-bedingte unerwünschte Wirkungen zu verbessern, wird die Einnahme vor dem Schlafengehen empfohlen (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe.
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht eingesetzt werden (Klasse C nach Child-Pugh-Turcotte) (siehe "Pharmakokinetik" ).
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid, Bepridil oder Mutterkorn-Alkaloiden (z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin und Methylergometrin) angewendet werden, da Efavirenz über seine Konkurrenz um CYP3A4 zur Hemmung des Metabolismus führen und schwerwiegende und/oder lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen (z.B. Arrhythmien, verlängerte Sedierung oder Atemdepression) hervorrufen kann (siehe "Interaktionen" ).
Die gleichzeitige Verabreichung mit Elbasvir/Grazoprevir ist aufgrund der zu erwartenden signifikanten Abnahmen der Plasmakonzentrationen von Elbasvir und Grazoprevir kontraindiziert. Dieser Effekt beruht auf der Induktion von CYP3A4 oder P-gp durch Efavirenz und kann zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Elbasvir/Grazoprevir führen (siehe "Interaktionen" ).
Die gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha ist kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir mit Efavirenz kann die Plasmakonzentrationen von Glecaprevir und Pibrentasvir signifikant verringern, was zu einer verminderten therapeutischen Wirkung führt (siehe "Interaktionen" ).
Aufgrund des Risikos einer Verringerung der Plasmakonzentration und der klinischen Wirkung von Efavirenz dürfen während der Einnahme von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha keine Phytopharmaka eingenommen werden, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten (siehe "Interaktionen" ).
Efavirenz verringert die Voriconazol-Plasmakonzentration signifikant, während Voriconazol die Efavirenz-Plasmakonzentration signifikant erhöht. Da Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha eine Fixkombination ist, kann die Efavirenz-Dosis nicht verändert werden. Voriconazol und Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha dürfen daher nicht gleichzeitig angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
Verabreichung an Patienten mit:
plötzlichen Todesfällen in der Familienanamnese oder kongenitaler Verlängerung des QTc-Intervalls im Elektrokardiogramm, oder mit anderen Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie das QTc-Intervall verlängern.
symptomatischen Herzrhythmusstörungen oder klinisch relevanter Bradykardie oder mit einer dekompensierten Herzinsuffizienz mit verminderter linksventrikulärer Auswurffraktion in der Vorgeschichte.
schweren Störungen des Elektrolytgleichgewichtes, z.B. Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie.
Patienten die Arzneimittel einnehmen, von denen bekannt ist, dass sie das QTc-Intervall verlängern (proarrhythmische Eigenschaften). Zu diesen Arzneimitteln gehören:
-Antiarrhythmika der Klassen IA und III,
-Neuroleptika, Antidepressiva,
bestimmte Antibiotika, darunter einige Vertreter der folgenden Klassen: Makrolide, Fluorochinolone, Imidazol- und Triazol-Antimykotika,
bestimmte nicht-sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol),
-Cisaprid,
-Flecainid,
bestimmte Antimalariamittel,
-Methadon (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" , "Interaktionen" und "Eigenschaften/Wirkungen" ).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
-Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die seine Wirkstoffe, Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil, enthalten. Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist für eine Dosisanpassung erforderlich, z.B. mit Rifampicin (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
-Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
-Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin darf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha nicht gleichzeitig mit anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudin angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
-Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Didanosin wird nicht empfohlen, da die Didanosin-Exposition bei gleichzeitiger Einnahme von Tenofovirdisoproxil signifikant ansteigt (siehe "Interaktionen" ).
-Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Sofosbuvir/Velpatasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen, da zu erwarten ist, dass die Plasmakonzentrationen von Velpatasvir und Voxilaprevir nach der gleichzeitigen Anwendung mit Efavirenz absinken, was zu einer verminderten therapeutischen Wirkung von Sofosbuvir/Velpatasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir führt (siehe "Interaktionen" ).
-Weitere antiretrovirale Wirkstoffe: Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen vor.
-Die gleichzeitige Anwendung mit Ginkgo biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe "Interaktionen" ).
Generalisierte motorische Schwäche
Eine generalisierte motorische Schwäche wurde sehr selten bei Patienten beobachtet, die eine antiretrovirale Kombinationstherapie (ART) mit Nukleosid-Analoga erhielten. Viele der Fälle, aber nicht alle, traten im Rahmen einer Laktatazidose auf. Diese motorische Schwäche kann klinisch ein Guillain-Barré-Syndrom inklusive Atemlähmung imitieren. Die Symptome können nach Beendigung der Therapie gegebenenfalls weiter bestehen bzw. sich weiter verschlechtern (siehe auch "Unerwünschte Wirkungen" ).
Exposition in utero: Mitochondriale Dysfunktion
Nukleos(t)id-Analoga können die mitochondriale Funktion in unterschiedlichem Ausmass beeinträchtigen. Dies ist unter Stavudin, Didanosin und Zidovudin am stärksten ausgeprägt. Es liegen Berichte über mitochondriale Funktionsstörungen bei HIV-negativen Kleinkindern vor, die in utero und/oder postnatal gegenüber Nukleosid-Analoga exponiert waren. Diese Berichte betrafen überwiegend Behandlungen mit Zidovudin-haltigen Therapien. Die hauptsächlich berichteten unerwünschten Wirkungen waren hämatologische Störungen (Anämie, Neutropenie) und Stoffwechselstörungen (Hyperlaktatämie, erhöhte Serum-Lipase-Werte). Diese Ereignisse waren meistens vorübergehend. Selten wurde über spät auftretende neurologische Störungen (Hypertonus, Konvulsionen, Verhaltensänderungen) berichtet. Ob solche neurologischen Störungen vorübergehend oder bleibend sind, ist derzeit nicht bekannt. Diese Erkenntnisse sollten bei jedem Kind, das in utero gegenüber Nukleos(t)id-Analoga exponiert war und schwere klinische, insbesondere neurologische Befunde unbekannter Ätiologie aufweist, berücksichtigt werden. Jedes Kind, das in utero gegenüber Nukleosid- bzw. Nukleotid-Analoga exponiert war, auch HIV-negative Kinder, soll klinisch und anhand von Laborparametern nachuntersucht werden und soll im Falle von relevanten Anzeichen oder Symptomen vollständig auf mitochondriale Funktionsstörungen hin untersucht werden. Diese Erkenntnisse haben keinen Einfluss auf die derzeitigen nationalen Empfehlungen zur Anwendung der antiretroviralen Therapie bei schwangeren Frauen zur Prävention einer vertikalen HIV-Transmission.
Gewicht und metabolische Parameter
Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglucosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der Blutlipid- und Blutglucosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapierichtlinien verwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.
Nierenfunktion
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) nicht empfohlen, da bei dieser Patientengruppe die Dosierung von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil angepasst werden muss und dies mit der Kombinationstablette nicht möglich ist (siehe "Dosierung/Anwendung" und "Pharmakokinetik" ).
Emtricitabin und Tenofovir werden primär über die Nieren eliminiert. Bei der Anwendung von Tenofovirdisoproxil im klinischen Alltag wurden akutes Nierenversagen, Tubulusnekrose, Niereninsuffizienz, erhöhtes Kreatinin, Hypophosphatämie, Proteinurie, proximale renale Tubulopathie (einschliesslich Fanconi-Syndrom) sowie Polyurie beobachtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Es wird empfohlen, die Kreatinin-Clearance bei allen Patienten vor Beginn der Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha zu berechnen sowie die Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance und Serumphosphat) bei Patienten ohne Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung nach 2 bis 4 Behandlungswochen, nach 3 Behandlungsmonaten und danach alle 3 bis 6 Monate zu überwachen.
Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung ist eine häufigere Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.
Bei allen Patienten mit einem Serumphosphatspiegel < 1,5 mg/dl (0,48 mmol/l) oder einer auf < 50 ml/min erniedrigten Kreatinin-Clearance, die Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha erhalten, muss die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden. Dabei sollten auch der Blutzucker, die Kaliumkonzentration im Blut sowie die Glucosekonzentration im Urin bestimmt werden (siehe "Proximale renale Tubulopathie unter Tenofovirdisoproxil" in "Unerwünschte Wirkungen" ). Da Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha eine Fixkombination ist und die Dosierungsintervalle der einzelnen Wirkstoffe nicht verändert werden können, muss Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha abgesetzt werden, wenn eine Kreatinin-Clearance von < 50 ml/min bestätigt ist oder der Serumphosphatspiegel auf < 1,0 mg/dl (0,32 mmol/l) gesunken ist. Für den Fall, dass die Nierenfunktion kontinuierlich abnimmt, ohne dass ein anderer erkennbarer Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha erwogen werden. Falls die Therapie mit einem der Wirkstoffe von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha abgesetzt werden soll oder falls eine Dosisanpassung notwendig ist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auch als Monopräparate zur Verfügung.
Bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2) ist die Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha zu vermeiden (siehe "Interaktionen" ). Wenn die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und anderen nephrotoxischen Arzneimitteln unvermeidbar ist, muss die Nierenfunktion wöchentlich kontrolliert werden.
Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung wurden unter der Behandlung mit Tenofovirdisoproxil Fälle von akutem Nierenversagen nach Beginn der Anwendung von hochdosierten oder mehreren nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimitteln (NSAIDs) berichtet. Falls Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha gleichzeitig mit einem NSAID angewendet wird, sollte die Nierenfunktion angemessen kontrolliert werden.
Bei Patienten, die Tenofovirdisoproxil in Kombination mit einem mit Ritonavir oder Cobicistat geboosteten Proteaseinhibitor erhielten, wurde ein höheres Risiko für eine Nierenfunktionsstörung berichtet. Bei diesen Patienten ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion erforderlich (siehe "Interaktionen" ). Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung sollte die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit einem geboosteten Proteaseinhibitor sorgfältig geprüft werden.
Tenofovirdisoproxil wurde klinisch nicht untersucht bei Patienten, die Arzneimittel erhielten, die über denselben renalen Stoffwechselweg, einschliesslich der Transportproteine human organic anion transporter (hOAT 1, 3 oder MRP 4), ausgeschieden werden (z.B. Cidofovir, ein bekanntes nephrotoxisches Arzneimittel). Diese renalen Transportproteine könnten für die tubuläre Sekretion und teilweise für die renale Elimination von Tenofovir und Cidofovir verantwortlich sein. Daher könnte sich die Pharmakokinetik dieser über denselben renalen Stoffwechselweg, einschliesslich der Transportproteine hOAT 1, 3 oder MRP 4, ausgeschiedenen Arzneimittel bei gleichzeitiger Verabreichung ändern. Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel wird nicht empfohlen, es sei denn, sie ist unbedingt notwendig. In diesem Fall muss die Nierenfunktion wöchentlich kontrolliert werden.
Lebererkrankung
Die Pharmakokinetik, Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln wurden bei Patienten mit signifikanten vorbestehenden Leberfunktionsstörungen nicht untersucht (siehe "Pharmakokinetik" ). Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ) und wird nicht empfohlen bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung. Da Efavirenz weitgehend über Cytochrom P450 (CYP450) metabolisiert wird, ist bei der Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung Vorsicht geboten. Diese Patienten müssen engmaschig auf Efavirenz-assoziierte unerwünschte Wirkungen, vor allem hinsichtlich nervensystem-bedingter Symptome, überwacht werden. Zur Beurteilung der Lebererkrankung sollten in regelmässigen Abständen Labortests durchgeführt werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Patienten mit vorbestehenden Leberfunktionsstörungen, einschliesslich chronisch aktiver Hepatitis, weisen während einer ART häufiger Anomalien der Leberfunktion auf und müssen entsprechend überwacht werden. Bei Anzeichen einer Verschlechterung der Lebererkrankung oder einem dauerhaften Anstieg der Serumtransaminasen auf mehr als das 5-fache der Obergrenze des Normbereichs muss der Nutzen einer fortgesetzten Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha gegenüber dem potenziellen Risiko einer signifikanten Lebertoxizität abgewogen werden. Bei diesen Patienten muss eine Unterbrechung oder ein Absetzen der Therapie erwogen werden (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Bei Patienten, die andere mit Lebertoxizität assoziierte Arzneimittel erhalten, sollten die Leberenzyme ebenfalls überwacht werden.
Leberreaktionen: Es liegen Post-Marketing-Berichte vor über Leberversagen auch bei Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung oder andere erkennbare Risikofaktoren (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Eine Überwachung der Leberenzyme sollte bei allen Patienten unabhängig von einer vorbestehenden Leberfunktionsstörung oder anderen Risikofaktoren in Betracht gezogen werden.
HIV-infizierte Patienten mit Hepatitis-B-(HBV)- oder Hepatitis-C-(HCV)-Koinfektion
Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die eine ART erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten schwerwiegender, möglicherweise letaler hepatischer unerwünschter Wirkungen auf.
Für eine optimale Behandlung der HIV-Infektion bei Patienten mit HBV-Koinfektion sollten die aktuellen HIV-Therapierichtlinien beachtet werden.
Beachten Sie bei einer gleichzeitigen antiviralen Therapie einer Hepatitis B oder C auch die jeweilige Fachinformation dieser Arzneimittel.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln bei der Therapie der chronischen HBV-Infektion wurde nicht untersucht. In pharmakodynamischen Studien zeigten Emtricitabin und Tenofovir einzeln und in Kombination eine Aktivität gegen HBV (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ). Limitierte klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil eine Aktivität gegen HBV aufweisen, wenn sie im Rahmen einer ART zur Kontrolle der HIV-Infektion angewendet werden. Das Absetzen der Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei Patienten mit einer HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitis assoziiert sein. Patienten mit einer HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion, die Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha absetzen, müssen auch noch mehrere Monate nach Beendigung der Behandlung engmaschig klinisch und durch Labortests überwacht werden. Eine erneute Hepatitis-B-Therapie kann erforderlich sein. Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird ein Absetzen der Behandlung nicht empfohlen, da eine Exazerbation der Hepatitis nach Behandlungsende zu einer Leberdekompensation führen kann.
Verlängerung des QTc-Intervalls
Bei der Anwendung von Efavirenz wurde eine Verlängerung des QTc-Intervalls beobachtet (siehe "Interaktionen" und "Eigenschaften/Wirkungen" ). Bei der Behandlung von Patienten mit einem erhöhten Torsade de Pointes-Risiko oder bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln mit einem bekannten Torsade de Pointes-Risiko sollten medikamentöse Alternativen zu Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha erwogen werden.
Psychiatrische Symptome
Bei Patienten unter Efavirenz wurde über psychiatrische unerwünschte Wirkungen berichtet. Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Anamnese scheinen ein grösseres Risiko für diese schweren psychiatrischen unerwünschten Wirkungen zu haben. Insbesondere schwere Depressionen waren häufiger bei Patienten mit Depressionen in der Anamnese. Es liegen auch Post-Marketing-Berichte über schwere Depressionen, Tod durch Selbstmord, Wahnvorstellungen, psychotische Reaktionen und Katatonie vor. Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden, dass sie beim Auftreten von Symptomen wie schwerer Depression, Psychose oder Selbstmordgedanken sofort ihren Arzt bzw. ihre Ärztin kontaktieren sollten, um abzuklären, ob diese Symptome möglicherweise auf die Anwendung von Efavirenz zurückzuführen sind, und wenn ja, ob das Risiko die Therapie fortzusetzen, den Nutzen überwiegt (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Nervensystem-bedingte Symptome
Bei Patienten, die in klinischen Studien 600 mg Efavirenz täglich erhielten, wurden häufig unter anderem Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen und abnormes Träumen berichtet. Schwindel trat auch in klinischen Studien mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auf. In Studien mit Emtricitabin wurde zudem über Kopfschmerzen berichtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Gewöhnlich treten Efavirenz-assoziierte nervensystem-bedingte Symptome innerhalb der ersten ein bis zwei Tage der Therapie auf und klingen im Allgemeinen nach den ersten zwei bis vier Wochen ab. Die Patienten sollten informiert werden, dass sich diese Symptome meist bei Fortsetzung der Therapie bessern und nicht auf das spätere Auftreten der weniger häufigen psychiatrischen Symptome schliessen lassen.
Eine später einsetzende Neurotoxizität, einschliesslich Ataxie und Enzephalopathie (gestörtes Bewusstsein, Verwirrtheit, verlangsamte Psychomotorik, Psychose, Delirium) kann auch zu einem späteren Zeitpunkt (Monate bis Jahre nach Beginn der Efavirenz-Therapie) auftreten.
Einige Ereignisse der spät auftretenden Neurotoxizität wurden bei Patienten mit genetischem CYP2B6-Polymorphismus berichtet. Hier kann es zu erhöhten Efavirenz-Spiegeln kommen, obwohl Efavirenz nach Standardanweisung dosiert wurde.
Patienten, die Anzeichen und Symptome von schwerwiegenden neurologischen unerwünschten Wirkungen zeigen, sollten sofort hinsichtlich der Möglichkeit überprüft werden, ob diese Ereignisse mit der Anwendung von Efavirenz zusammenhängen, und ob das Absetzen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha notwendig ist.
Konvulsionen
Bei Patienten unter Efavirenz wurden Konvulsionen beobachtet, im Allgemeinen bei Patienten mit bekannter Anfallsanamnese. Bei Patienten, die gleichzeitig ein hauptsächlich über die Leber metabolisiertes Antikonvulsivum wie z.B. Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital erhalten, kann eine periodische Überwachung der Plasmaspiegel erforderlich sein. In einer Interaktionsstudie wurden bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin mit Efavirenz die Plasmakonzentrationen von Carbamazepin gesenkt (siehe "Interaktionen" ). Vorsicht ist geboten bei allen Patienten mit Anfällen in der Anamnese.
Hautreaktionen
Bei Anwendung der einzelnen Wirkstoffe von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln wurden leichte bis mittelschwere Exantheme beobachtet. Efavirenz-assoziierte Exantheme klangen unter Fortsetzung der Therapie im Allgemeinen wieder ab. Geeignete Antihistaminika und/oder Kortikosteroide können die Verträglichkeit verbessern und das Abklingen des Exanthems beschleunigen. Ein schwerwiegendes Exanthem mit Blasenbildung, feuchter Desquamation oder Ulzeration wurde bei weniger als 1% der mit Efavirenz behandelten Patienten berichtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Die Inzidenz von Erythema multiforme oder Stevens-Johnson-Syndrom lag bei ca. 0,1%. Tritt ein schwerwiegendes Exanthem mit Blasenbildung, Desquamation, Beteiligung der Schleimhaut oder Fieber auf, ist die Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha abzusetzen. Die Erfahrungen mit Efavirenz bei Patienten, die andere antiretrovirale Wirkstoffe der NNRTI-Klasse (nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren) abgesetzt haben, sind begrenzt. Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird nicht für Patienten empfohlen, bei denen während der Einnahme von NNRTI eine lebensbedrohliche Hautreaktion (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom) auftrat.
Einfluss von Nahrung
Die Einnahme von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha mit Nahrung kann die Efavirenz-Exposition (siehe "Pharmakokinetik" ) und die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen erhöhen (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Es wird empfohlen, Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha auf nüchternen Magen, vorzugsweise vor dem Schlafengehen, einzunehmen.
Patienten mit HIV-1-Mutationen
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha soll nicht bei HIV-1-infizierten Patienten angewendet werden, deren Viren eine K65R-, M184V/I- oder K103N-Mutation aufweisen (siehe "Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten" und "Eigenschaften/Wirkungen" ).
HIV-Übertragung
Obwohl es sich gezeigt hat, dass die erfolgreiche Virussuppression durch eine antiretrovirale Therapie das Risiko einer sexuellen Übertragung erheblich reduziert, kann ein Restrisiko nicht ausgeschlossen werden. Vorsichtsmassnahmen zur Vermeidung der Übertragung sollten gemäss nationaler Richtlinien getroffen werden.
Opportunistische Infektionen
Patienten, die Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha oder eine andere antiretrovirale Therapie erhalten, können weiterhin opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist weiterhin eine kontinuierliche engmaschige klinische Überwachung durch Ärzte, die in der Behandlung von Patienten mit HIV-assoziierten Erkrankungen erfahren sind, erforderlich.
Immun-Reaktivierungs-Syndrom
Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Zuständen oder zur Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind unter anderem CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumonie verursacht durch Pneumocystis jiroveci. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten; falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten.
Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z.B. Morbus Basedow) vor, die im Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten.
Osteonekrose
Obwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.
Wirkung auf die Knochen
Knochenanomalien, wie z.B. eine Osteomalazie, die sich als persistierende oder verschlechternde Knochenschmerzen manifestieren und in seltenen Fällen zu Frakturen beitragen können, sind möglicherweise mit einer durch Tenofovirdisoproxil induzierten proximalen renalen Tubulopathie assoziiert (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
In randomisierten, kontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu 144 Wochen bei HIV- oder HBV infizierten Patienten wurde unter Tenofovirdisoproxil eine Verringerung der Knochenmineraldichte (bone mineral density, BDM) beobachtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Diese Abnahmen der BMD besserten sich im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung.
In anderen (prospektiven und Querschnitts-) Studien wurde das grösste Absinken der BMD bei Patienten beobachtet, die Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer Behandlung erhielten, die einen geboosteten Proteasehemmer beinhaltete. Angesichts der mit Tenofovirdisoproxil assoziierten Knochenanomalien und der begrenzten Langzeitdaten über die Auswirkungen von Tenofovirdisoproxil auf die Knochengesundheit und das Frakturrisiko, sollten bei Patienten mit Osteoporose oder mit einer Vorgeschichte von Knochenbrüchen alternative Behandlungen in Erwägung gezogen werden.
Bei vermuteten oder nachgewiesenen Knochenanomalien sollte eine entsprechende medizinische Beratung eingeholt werden.
Hilfsstoffe
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

Interaktionen

Da Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil enthält, können die für die einzelnen Wirkstoffe identifizierten Interaktionen auch unter Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha auftreten. Interaktionsstudien mit diesen Wirkstoffen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Efavirenz ist ein In-vivo-Induktor von CYP3A4, CYP2B6 und UGT1A1. Substanzen, die Substrate für diese Enzyme sind, können bei gleichzeitiger Anwendung mit Efavirenz verminderte Plasmakonzentrationen aufweisen. Efavirenz kann ein Induktor von CYP2C19 und CYP2C9 sein. Jedoch wurde in vitro auch eine Hemmung beobachtet, und der letztendliche Effekt einer gleichzeitigen Anwendung mit Substraten für diese Enzyme ist unklar (siehe "Pharmakokinetik" ).
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz mit Arzneimitteln (z.B. Ritonavir) oder Nahrungsmitteln (z.B. Grapefruitsaft), die die CYP3A4- oder CYP2B6-Aktivität hemmen, kann die Efavirenz-Exposition erhöhen. Substanzen oder Phytopharmaka (z.B. Ginkgo biloba-Extrakte und Johanniskraut), die diese Enzyme induzieren, können zu verminderten Efavirenz-Plasmakonzentrationen führen.
Die gleichzeitige Anwendung mit Johanniskraut ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ). Die gleichzeitige Anwendung mit Ginkgo biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
In-vitro-Studien und klinische, pharmakokinetische Interaktionsstudien haben gezeigt, dass das Risiko von CYP450-vermittelten Interaktionen zwischen Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil und anderen Arzneimitteln gering ist (siehe auch "Pharmakokinetik" ).
Kontraindikationen für die gleichzeitige Anwendung
(siehe auch "Kontraindikationen" )
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid, Bepridil oder Mutterkorn-Alkaloiden (z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin und Methylergometrin) angewendet werden, da eine Hemmung des Metabolismus dieser Wirkstoffe zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Ereignissen führen kann.
Elbasvir/Grazoprevir: Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha mit Elbasvir/Grazoprevir ist kontraindiziert, da es zu einem Verlust der virologischen Antwort auf Elbasvir/Grazoprevir kommen kann (siehe "Kontraindikationen" und Tabelle 1).
Glecaprevir/Pibrentasvir: Die gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir mit Efavirenz kann die Plasmakonzentrationen von Glecaprevir und Pibrentasvir signifikant verringern, was zu einer verminderten therapeutischen Wirkung führt. Die gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha ist kontraindiziert (siehe Tabelle 1). Weitere Informationen finden Sie in der Fachinformation für Maviret (Glecaprevir/Pibrentasvir).
Voriconazol: Die gleichzeitige Anwendung von Standarddosen von Efavirenz und Voriconazol ist kontraindiziert. Da Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha eine Fixkombination ist, kann die Efavirenz-Dosis nicht verändert werden; Voriconazol und Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha dürfen daher nicht gleichzeitig angewendet werden (siehe Tabelle 1).
Johanniskraut (Hypericum perforatum): Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Johanniskraut bzw. Phytopharmaka, die Johanniskraut enthalten, ist kontraindiziert.
QTc-Intervall verlängernde Arzneimittel: Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha mit folgenden Arzneimitteln (diese können das QTc-Intervall verlängern und Torsade de Pointes verursachen) ist kontraindiziert: Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Neuroleptika und Antidepressiva, bestimmte Antibiotika, darunter einige Vertreter der folgenden Klassen: Makrolide, Fluorochinolone, Imidazol und Triazol-Antimykotika, bestimmte nicht-sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol), Cisaprid, Flecainid, bestimmte Antimalariamittel und Methadon (siehe "Kontraindikationen" ).
Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
(siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil enthalten.
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist für eine Dosisanpassung erforderlich, z.B. mit Rifampicin (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin darf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha nicht gleichzeitig mit anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudin angewendet werden.
Atazanavir/Ritonavir: Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um eine Dosierungsempfehlung für Atazanavir/Ritonavir in Kombination mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln zu geben. Die gleichzeitige Anwendung von Atazanavir/Ritonavir und Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird daher nicht empfohlen (siehe Tabelle 1).
Didanosin: Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Didanosin wird nicht empfohlen (siehe Tabelle 1).
Sofosbuvir/Velpatasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir: Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Sofosbuvir/Velpatasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und Tabelle 1).
Renal ausgeschiedene Arzneimittel: Die Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha ist zu vermeiden bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2).
Ist die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und nephrotoxischen Wirkstoffen unvermeidbar, muss die Nierenfunktion wöchentlich kontrolliert werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Die gleichzeitige Anwendung mit Ginkgo biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Weitere Interaktionen
Interaktionen zwischen Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha oder den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha oder und Proteaseinhibitoren, anderen antiretroviralen Wirkstoffen als Proteaseinhibitoren sowie anderen nicht-antiretroviralen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt, wobei "↑" einen Anstieg bedeutet, "↓" eine Abnahme, "↔" keine Veränderung, "b.i.d." zweimal täglich, "q.d." einmal täglich und "q8h" alle 8 Stunden. Wenn verfügbar, sind die 90%-Konfidenzintervalle in Klammern angegeben.
Tabelle 1: Interaktionen zwischen Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha oder den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha oder und anderen Arzneimitteln

Arzneimittel nach     Auswirkungen auf die Wirkstoffkonzentr  Empfehlung zur gleichzeitigen
therapeutischer       ationMittlere prozentuale Veränderung   Anwendung mit Efavirenz-Emtricitabin-T
Klasse                der AUC, Cmax, Cmin mit                 enofovir-Mepha
                      90%-Konfidenzintervall, sofern          
                      verfügbar (Mechanismus)                 
Antiinfektiva
Antivirale Arzneimit
tel gegen HIV
Proteaseinhibitoren
Atazanavir/Ritonavir  Atazanavir:AUC: ↓ 25% (↓ 42 bis ↓       Die gleichzeitige Anwendung von
/Tenofovirdisoproxil  3)Cmax: ↓ 28% (↓ 50 bis ↑ 5)Cmin: ↓     Atazanavir/Ritonavir und
(300 mg q.d./100 mg   26% (↓ 46 bis ↑ 10)Die gleichzeitige    Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
q.d./300 mg q.d.)     Anwendung von Atazanavir/Ritonavir       wird nicht empfohlen. Wird
                      und Tenofovir führte zu einer           Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      erhöhten Tenofovir-Exposition. Höhere    dennoch mit Atazanavir/Ritonavir
                      Tenofovir-Konzentrationen könnten       angewendet, sollte die Nierenfunktion
                      Tenofovir-assoziierte unerwünschte      engmaschig überwacht werden (siehe
                      Wirkungen, darunter Nierenfunktionsstö  "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                      rungen, verstärken.                      ).
Atazanavir/Ritonavir  Atazanavir (abends eingenommen):AUC:
/Efavirenz(400 mg     ↔* (↓ 9% bis ↑ 10%)Cmax: ↑ 17%* (↑ 8
q.d./100 mg q.d./600  bis ↑ 27)Cmin: ↓ 42%* (↓ 31 bis ↓ 51)
 mg q.d., jeweils     
mit Nahrung eingenom  
men)                  
Atazanavir/Ritonavir  Atazanavir (abends eingenommen):AUC:
/Efavirenz(400 mg     ↔*/** (↓ 10% bis ↑ 26%)Cmax: ↔*/** (↓
q.d./200 mg q.d./600  5% bis ↑ 26%)Cmin: ↑ 12%*/** (↓ 16
 mg q.d., jeweils     bis ↑ 49)(Induktion von CYP3A4).* Im
mit Nahrung eingenom  Vergleich mit Atazanavir 300
men)                  mg/Ritonavir 100 mg q.d. am Abend
                      ohne Efavirenz. Diese Abnahme der
                      Atazanavir Cmin könnte einen
                      negativen Einfluss auf die
                      Wirksamkeit von Atazanavir haben.**
                      gestützt auf historische Daten.
Atazanavir/Ritonavir  Interaktionen wurden nicht untersucht.
/Emtricitabin         
Darunavir/Ritonavir/  Darunavir:AUC: ↓ 13%Cmin: ↓ 31%Cmax:    Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
Efavirenz(300 mg      ↓ 15%(Induktion von CYP3A4)Efavirenz:A   in Kombination mit Darunavir/Ritonavi
b.i.d.*/100 mg        UC: ↑ 21%Cmin: ↑ 17%Cmax: ↑             r 800/100 mg einmal täglich kann zu
b.i.d./600 mg         15%(Inhibition von CYP3A4)              suboptimalen Cmin-Werten von
q.d.)* niedriger                                              Darunavir führen. Wenn Efavirenz-Emtri
als die empfohlene                                            citabin-Tenofovir-Mepha in
Dosis; mit der                                                Kombination mit Darunavir/Ritonavir
empfohlenen Dosis                                             angewendet werden muss, sollte das
werden ähnliche                                               Therapieschema Darunavir/Ritonavir
Ergebnisse erwartet.                                          600/100 mg zweimal täglich angewendet
                                                              werden.Darunavir/Ritonavir sollten in
                                                              Kombination mit Efavirenz-Emtricitabin
                                                              -Tenofovir-Mepha mit Vorsicht
                                                              angewendet werden. Siehe
                                                              nachstehenden Abschnitt zu Ritonavir.
                                                              Eine Überwachung der Nierenfunktion
                                                              ist erforderlich, vor allem bei
                                                              Patienten mit einer zugrunde
                                                              liegenden systemischen oder renalen
                                                              Erkrankung oder bei Patienten, die
                                                              nephrotoxische Arzneimittel einnehmen.
Darunavir/Ritonavir/  Darunavir:AUC: ↔Cmin: ↔Tenofovir:AUC:
Tenofovirdisoproxil(  ↑ 22%Cmin: ↑ 37%
300 mg b.i.d.*/100    
mg b.i.d./300 mg      
q.d.)* niedriger      
als die empfohlene    
Dosis                 
Darunavir/Ritonavir/  Interaktionen wurden nicht
Emtricitabin          untersucht. Angesichts der
                      unterschiedlichen Eliminationswege
                      werden keine Interaktionen erwartet.
Fosamprenavir/Ritona  Keine klinisch signifikanten            Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
vir/Efavirenz(700     pharmakokinetischen Interaktionen.       und Fosamprenavir/Ritonavir können
mg b.i.d./100 mg                                              ohne Dosisanpassung gleichzeitig
b.i.d./600 mg q.d.)                                           angewendet werden. Siehe
                                                              nachstehenden Abschnitt zu Ritonavir.
Fosamprenavir/Ritona  Interaktionen wurden nicht untersucht.
vir/Emtricitabin      
Fosamprenavir/Ritona  Interaktionen wurden nicht untersucht.
vir/Tenofovirdisopro  
xil                   
Indinavir/Efavirenz(  Efavirenz:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:            Es liegen keine ausreichenden Daten
800 mg q8h/200 mg     ↔Indinavir:AUC: ↓ 31% (↓ 8 bis ↓        vor, um eine Dosierungsempfehlung für
q.d.)                 47)Cmin: ↓ 40%Eine ähnliche Reduktion   eine Anwendung von Indinavir in
                      der Indinavir-Exposition wurde          Kombination mit Efavirenz-Emtricitabin
                      beobachtet, wenn Indinavir 1000 mg      -Tenofovir-Mepha zu geben. Da die
                      q8h mit Efavirenz 600 mg q.d. gegeben   klinische Bedeutung von erniedrigten
                      wurde.(Induktion von CYP3A4)Für die     Indinavir-Konzentrationen nicht
                      gleichzeitige Anwendung von Efavirenz   bekannt ist, sollte das Ausmass
                      und niedrig dosiertem Ritonavir in      dieser beobachteten pharmakokinetische
                      Kombination mit einem Proteaseinhibito  n Interaktion berücksichtigt werden,
                      r: siehe nachstehenden Abschnitt zu     wenn ein Therapieschema gewählt wird,
                      Ritonavir.                              das sowohl Indinavir als auch den
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                              -Wirkstoff Efavirenz enthält.
Indinavir/Emtricitab  Indinavir:AUC: ↔Cmax: ↔Emtricitabin:AU
in (800 mg q8h/200    C: ↔Cmax: ↔
mg q.d.)              
Indinavir/Tenofovird  Indinavir:AUC: ↔Cmax: ↔Tenofovir:AUC:
isoproxil(800 mg      ↔Cmax: ↔
q8h/300 mg q.d.)      
Lopinavir/Ritonavir/  Lopinavir/Ritonavir:AUC: ↔Cmax:         Es liegen keine ausreichenden Daten
Tenofovirdisoproxil   ↔Cmin: ↔Tenofovir:AUC: ↑ 32% (↑ 25      vor, um eine Dosierungsempfehlung für
(400 mg b.i.d./100    bis ↑ 38)Cmax: ↔Cmin: ↑ 51% (↑ 37 bis   eine Anwendung von Lopinavir/Ritonavir
mg b.i.d./300 mg      ↑ 66)Höhere Tenofovir-Konzentrationen    in Kombination mit Efavirenz-Emtricit
q.d.)                 könnten Tenofovir-assoziierte           abin-Tenofovir-Mepha zu geben. Die
                      unerwünschte Wirkungen, darunter        gleichzeitige Anwendung von
                      Nierenfunktionsstörungen, verstärken.   Lopinavir/Ritonavir und
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               wird nicht empfohlen. Wird
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               dennoch mit Lopinavir/Ritonavir
                                                              angewendet, sollte die Nierenfunktion
                                                              engmaschig überwacht werden (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Lopinavir/Ritonavir   Erhebliche Abnahme der Lopinavir-Expos
Weichgelatinekapseln  ition, die eine Dosisanpassung von
/Efavirenz            Lopinavir/Ritonavir erforderlich
                      macht. Bei Kombination mit Efavirenz
                      und zwei NRTIs führte eine Dosis von
                      533/133 mg Lopinavir/Ritonavir
                      (Weichgelatinekapseln) zweimal
                      täglich zu vergleichbaren Lopinavir-
                      Plasmakonzentrationen wie
                      Lopinavir/Ritonavir (Weichgelatinekaps
                      eln) 400/100 mg zweimal täglich ohne
                      Efavirenz (historische Daten).
Lopinavir/Ritonavir   Lopinavir-Konzentration: ↓ 30-40%
Filmtabletten/Efavir  
enz (400/100 mg       
b.i.d./600 mg q.d.)   
(500/125 mg b.i.d./6  Lopinavir-Konzentrationen: ähnlich
00 mg q.d.)           wie Lopinavir/Ritonavir 400/100 mg
                      zweimal täglich ohne Efavirenz. In
                      Kombination mit Efavirenz ist eine
                      Dosisanpassung für Lopinavir/Ritonavir
                       erforderlich. Für die gleichzeitige
                      Anwendung von Efavirenz und niedrig
                      dosiertem Ritonavir in Kombination
                      mit einem Proteaseinhibitor: siehe
                      nachstehenden Abschnitt zu Ritonavir.
Lopinavir/Ritonavir/  Interaktionen wurden nicht untersucht.
Emtricitabin          
Ritonavir/Efavirenz(  Ritonavir:Morgen-AUC: ↑ 18% (↑ 6 bis    Die gleichzeitige Anwendung von
500 mg b.i.d./600     ↑ 33)Abend-AUC: ↔Morgen-Cmax: ↑ 24%     Ritonavir in einer Dosierung von 600
mg q.d.)              (↑ 12 bis ↑ 38)Abend-Cmax:              mg und Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovi
                      ↔Morgen-Cmin: ↑ 42% (↑ 9 bis ↑          r-Mepha wird nicht empfohlen. Bei der
                      86)Abend-Cmin: ↑ 24% (↑ 3 bis ↑         Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-T
                      50)Efavirenz:AUC: ↑ 21% (↑ 10 bis ↑     enofovir-Mepha in Kombination mit
                      34)Cmax: ↑ 14% (↑ 4 bis ↑ 26)Cmin: ↑    niedrig dosiertem Ritonavir sollte
                      25% (↑ 7 bis ↑ 46)(Hemmung der          bedacht werden, dass aufgrund der
                      CYP-vermittelten oxidativen             potenziellen pharmakodynamischen
                      Metabolisierung)Die Kombination von     Interaktion vermehrt Efavirenz-assozii
                      Efavirenz und Ritonavir 500 mg oder     erte unerwünschte Wirkungen auftreten
                      600 mg zweimal täglich wurde nicht      können.
                      gut vertragen (es traten unter          
                      anderem Schwindelgefühl, Übelkeit,      
                      Parästhesien und erhöhte                
                      Leberenzymwerte auf). Es liegen keine   
                      ausreichenden Daten zur                 
                      Verträglichkeit von Efavirenz in        
                      Kombination mit niedrig dosiertem       
                      Ritonavir (100 mg ein- oder zweimal     
                      täglich) vor.                           
Ritonavir/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Ritonavir/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.  
isoproxil                                                     
Saquinavir/Ritonavir  Interaktionen wurden nicht              Es liegen keine ausreichenden Daten
/Efavirenz            untersucht. Für die gleichzeitige       vor, um eine Dosierungsempfehlung für
                      Anwendung von Efavirenz und niedrig     eine Anwendung von Saquinavir/Ritonavi
                      dosiertem Ritonavir in Kombination      r in Kombination mit Efavirenz-Emtrici
                      mit einem Proteaseinhibitor: siehe      tabin-Tenofovir-Mepha zu geben. Die
                      Abschnitt oben zu Ritonavir.            gleichzeitige Anwendung von
                                                              Saquinavir/Ritonavir und
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               wird nicht empfohlen. Die Anwendung
                                                              von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-M
                                                              epha in Kombination mit Saquinavir
                                                              als einzigem Proteaseinhibitor wird
                                                              nicht empfohlen.
Saquinavir/Ritonavir  Die gleichzeitige Anwendung von
/Tenofovirdisoproxil  Tenofovirdisoproxil mit
                      Ritonavir-geboostetem Saquinavir
                      führte zu keinen klinisch
                      signifikanten pharmakokinetischen
                      Interaktionen.
Saquinavir/Ritonavir  Interaktionen wurden nicht untersucht.
/Emtricitabin         
Tipranavir/Ritonavir  Obwohl Efavirenz mit den Enzymen des    Bei Kombination von Tipranavir mit
/Efavirenz(750 mg     CYP450-Systems interagiert, ergaben     Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
b.i.d./200 mg         sich keine signifikanten Änderungen      ist keine Dosisanpassung notwendig.
b.i.d./600 mg q.d.)   der pharmakokinetischen Parameter.      
                      Bei Kombination von Efavirenz mit       
                      Tipranavir/Ritonavir 750 mg/200 mg      
                      ist keine Dosisanpassung notwendig.     
Tipranavir/Emtricita  Da Nukleosid-Analoga keinen
bin                   signifikanten Einfluss auf das
                      CYP450-Enzymsystem verursachen, wird
                      keine Dosisanpassung bei
                      gleichzeitiger Anwendung von
                      Tipranavir zusammen mit Emtricitabin
                      empfohlen.
Tipranavir/Tenofovir  Gleichzeitige Anwendung von
disoproxil            Tipranavir mit Tenofovirdisoproxil
                      rief keine Interaktionen hervor.
CCR5 Antagonist
Maraviroc/Efavirenz(  Maraviroc:AUC12h: ↓ 45% (↓ 38 bis ↓     Bei gleichzeitiger Gabe mit
100 mg b.i.d./600     51)Cmax: ↓ 51% (↓ 37 bis ↓ 62)Die       Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
mg q.d.)              Konzentration von Efavirenz wurde        und ohne einen starken CYP3A4-Hemmer
                      nicht gemessen, es wird kein Effekt     muss die Dosis von Maraviroc auf
                      erwartet.                               zweimal täglich 600 mg erhöht werden.
Maraviroc/Tenofovird  Maraviroc: AUC12h: ↔ Cmax: ↔ Die
isoproxil(300 mg      Konzentration von Tenofovir wurde
b.i.d./300 mg q.d.)   nicht gemessen, es wird kein Effekt
                      erwartet.
Maraviroc/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Integrase-Strangtran
sfer-Hemmer
Raltegravir/Efaviren  Raltegravir:AUC: ↓ 36%C12h: ↓           Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
z (400 mg Einzeldosi  21%Cmax: ↓ 36%(Induktion von UGT1A1)     und Raltegravir können ohne
s/-)                                                          Dosisanpassung gleichzeitig
                                                              angewendet werden.
Raltegravir/Tenofovi  Raltegravir:AUC: ↑ 49%C12h: ↑ 3%Cmax:   
rdisoproxil(400 mg    ↑ 64%(Mechanismus der Interaktion       
b.i.d/-)              unbekannt)Tenofovir:AUC: ↓ 10%C12h: ↓   
                      13%Cmax: ↓ 23%                          
Raltegravir/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
NRTIs und NNRTIs
NRTIs/Efavirenz       Spezifische Interaktionsstudien von     Aufgrund der Ähnlichkeit von
                      Efavirenz mit anderen NRTIs als         Lamivudin und Emtricitabin, einem
                      Lamivudin, Zidovudin und                Wirkstoff von Efavirenz-Emtricitabin-T
                      Tenofovirdisoproxil wurden nicht        enofovir-Mepha, darf Efavirenz-Emtrici
                      durchgeführt. Klinisch relevante        tabin-Tenofovir-Mepha nicht
                      Interaktionen sind nicht zu erwarten,   gleichzeitig mit Lamivudin angewendet
                      da NRTIs und Efavirenz über             werden (siehe "Warnhinweise und
                      unterschiedliche Wege metabolisiert     Vorsichtsmassnahmen" ).
                      werden und daher eine Kompetition um    
                      die gleichen metabolischen Enzyme und   
                      Ausscheidungswege unwahrscheinlich      
                      ist.                                    
NNRTIs/Efavirenz      Interaktionen wurden nicht untersucht.  Da die Anwendung von zwei NNRTIs sich
                                                              hinsichtlich der Wirksamkeit und
                                                              Sicherheit als nicht sinnvoll
                                                              erwiesen hat, wird die gleichzeitige
                                                              Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-T
                                                              enofovir-Mepha und einem weiteren
                                                              NNRTI nicht empfohlen.
Didanosin/Tenofovird  Die gleichzeitige Anwendung von         Die gleichzeitige Anwendung von
isoproxil             Tenofovirdisoproxil und Didanosin       Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      führt zu einem Anstieg der               und Didanosin wird nicht empfohlen
                      systemischen Exposition von Didanosin   (siehe "Warnhinweise und
                      um 40-60%, wodurch das Risiko für       Vorsichtsmassnahmen" ).
                      Didanosin-bedingte unerwünschte         
                      Wirkungen erhöht sein könnte. Seltene   
                      Fälle von Pankreatitis und              
                      Laktatazidose, mitunter tödlich,        
                      wurden berichtet. Die gleichzeitige     
                      Anwendung von Tenofovirdisoproxil und   
                      Didanosin 400 mg täglich war mit        
                      einer signifikanten Abnahme der         
                      CD4-Zellzahl assoziiert,                
                      möglicherweise durch eine               
                      intrazelluläre Interaktion              
                      verursacht, die zu einem Anstieg an     
                      phosphoryliertem (d.h. aktivem)         
                      Didanosin führte. Bei einer auf 250     
                      mg verringerten Dosis von Didanosin,    
                      gleichzeitig mit Tenofovirdisoproxil    
                      angewendet, wurde bei verschiedenen     
                      untersuchten Kombinationen zur          
                      Behandlung der HIV-1-Infektion eine     
                      hohe Rate an virologischem Versagen     
                      berichtet.                              
Didanosin/Efavirenz   Interaktionen wurden nicht untersucht.
Didanosin/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Antivirale Arzneimit
tel gegen HCV
Elbasvir/Efavirenz    Elbasvir: AUC: ↓ 54% Cmax: ↓ 45%        Die gleichzeitige Verabreichung von
(50 mg q.d./600 mg    C24h: ↓ 59% (CYP3A4- oder               Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
q.d.)                 P-gp-Induktion – Effekt auf Elbasvir)    mit Elbasvir/Grazoprevir ist
                      Efavirenz: AUC: ↔ Cmax: ↔ C24h: ↔       kontraindiziert, da es zu einem
                                                              Verlust der virologischen Antwort auf
                                                              Elbasvir/Grazoprevir kommen kann.
Grazoprevir/Efaviren  Grazoprevir: AUC: ↓ 83% Cmax: ↓ 87%
z (200 mg q.d./600    C24h: ↓ 69% (CYP3A4- oder
mg q.d.)              P-gp-Induktion – Effekt auf
                      Grazoprevir) Efavirenz: AUC: ↔ Cmax:
                      ↔ C24h: ↔
Boceprevir/Efavirenz  Boceprevir:AUC: ↔ 19%*Cmax: ↔ 8%Cmin:   Die Talspiegel von Boceprevir im
 (800 mg q8h/600 mg   ↓ 44%Efavirenz:AUC: ↔ 20%Cmax: ↔        Plasma waren bei Verabreichung mit
q.d.)                 11%(CYP3A-Induktion – Auswirkung auf    Efavirenz, einem Wirkstoff von
                      Boceprevir)* 0-8 Stunden                Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                              , vermindert. Das klinische Ergebnis
                                                              dieser beobachteten Senkung der
                                                              Talspiegel von Boceprevir wurde nicht
                                                              direkt untersucht.
Boceprevir/Tenofovir  Boceprevir:AUC: ↑ 8%*Cmax: ↑ 5%Cmin:    
disoproxil(800 mg     ↑ 8%Tenofovir:AUC: ↑ 5%Cmax: ↑ 32%*     
q8h/300 mg q.d.)      0-8 Stunden                             
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir:AUC: ↓ 34% (↓ 41 bis ↓       Eine Dosisanpassung wird nicht
r(90 mg/400 mg        25)Cmax: ↓ 34% (↓ 41 bis ↑ 25)Cmin: ↓   empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.) + Efavirenz/Em  34% (↓ 43 bis ↑ 24)Sofosbuvir:AUC:      ionen könnten Tenofovir-assoziierte
tricitabin/Tenofovir  ↔Cmax: ↔GS-3310071:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:   unerwünschte Wirkungen, darunter
disoproxil(600        ↔Efavirenz:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:           Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
mg/200 mg/300 mg      ↔Emtricitabin:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:        Die Nierenfunktion sollte engmaschig
q.d.)                 ↔Tenofovir:AUC: ↑ 98% (↑ 77 bis ↑       überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                      123)Cmax: ↑ 79% (↑ 56 bis ↑ 104)Cmin:   und Vorsichtsmassnahmen" ).
                      ↑ 163% (↑ 137 to ↑ 197)                 
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir:AUC: ↔Cmax: ↑ 38% (↑ 14      Bei gleichzeitiger Anwendung von
ir(400 mg/100 mg      bis ↑ 67)GS-3310071:AUC: ↔Cmax: ↔       Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisopr
q.d.) + Efavirenz/Em  Cmin: ↔ Velpatasvir: AUC: ↓ 53% (↓ 61   oxil und Sofosbuvir/Velpatasvir oder
tricitabin/Tenofovir  bis ↓ 43) Cmax: ↓ 47% (↓ 57 bis ↓ 36)   Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
disoproxil(600        Cmin: ↓ 57% (↓ 64 bis ↓                 ist davon auszugehen, dass die
mg/200 mg/300 mg      48)Efavirenz:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:         Plasmakonzentrationen von Velpatasvir
q.d.)                 ↔Emtricitabin:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:        und Voxilaprevir absinken. Die
                      ↔Tenofovir:AUC: ↑ 81% (↑ 68 bis ↑ 94)   gleichzeitige Anwendung von
                      Cmax: ↑ 77% (↑ 53 bis ↑ 104) Cmin: ↑    Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisopr
                      121% (↑ 100 bis ↑ 143)                  oxil und Sofosbuvir/Velpatasvir oder
                                                              Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
                                                              wird nicht empfohlen (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Interaktionen wurden nur mit            
ir/Voxilaprevir       Sofosbuvir/Velpatasvir untersucht.      
(400 mg/100 mg/100    Erwartet: Voxilaprevir: ↓               
mg q.d.) + Efavirenz                                          
/Emtricitabin/Tenofo                                          
virdisoproxil (600                                            
mg/200 mg/300 mg                                              
q.d.)                                                         
Sofosbuvir (400 mg    Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 19% (↓ 40    Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovirdisopr
q.d.) + Efavirenz/Em  bis ↑ 10) GS-3310071: AUC: ↔ Cmax: ↓    oxil und Sofosbuvir können ohne
tricitabin/Tenofovir  23% (↓ 30 bis ↑ 16) Efavirenz: AUC: ↔   Dosisanpassung gleichzeitig
disoproxil (600       Cmax: ↔ Cmin: ↔ Emtricitabin: AUC: ↔    angewendet werden.
mg/200 mg/300 mg      Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↔       
q.d.)                 Cmax: ↑ 25% (↑ 8 bis ↑ 45) Cmin: ↔      
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir:AUC: ↑ 96% (↑ 74 bis ↑       Erhöhte Plasmakonzentrationen von
r(90 mg/400 mg        121)Cmax: ↑ 68% (↑ 54 bis ↑ 84)Cmin:    Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.) + Atazanavir/R  ↑ 118% (↑ 91 bis ↑ 150)Sofosbuvir:AUC:  gleichzeitige Verabreichung von
itonavir(300 mg        ↔Cmax: ↔GS-3310071:AUC: ↔Cmax:         Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
q.d./100 mg q.d.) +   ↔Cmin: ↑ 42% (↑ 34 bis ↑                uvir und Atazanavir/Ritonavir können
Emtricitabin/Tenofov  49)Atazanavir:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin: ↑      verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
irdisoproxil(200      63% (↑ 45 bis ↑ 84)Ritonavir:AUC:       assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)2      ↔Cmax: ↔Cmin: ↑ 45% (↑ 27 bis ↑         führen, einschliesslich
                      64)Emtricitabin:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:      Nierenfunktionsstörungen. Die
                      ↔Tenofovir:AUC: ↔Cmax: ↑ 47% (↑ 37      Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                      bis ↑ 58)Cmin: ↑ 47% (↑ 38 bis ↑ 57)    bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
                                                              buvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht ausreichend
                                                              untersucht. Wenn keine Alternativen
                                                              zur Verfügung stehen, sollte diese
                                                              Kombination mit Vorsicht und unter
                                                              engmaschiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:           Erhöhte Plasmakonzentrationen von
r(90 mg/400 mg        ↔Sofosbuvir:AUC: ↓ 27% (↓ 35 bis ↓      Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.) + Darunavir/Ri  18)Cmax: ↓ 37% (↓ 48 bis ↓              gleichzeitige Verabreichung von
tonavir(800 mg        25)GS-3310071:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:        Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
q.d./100 mg q.d.) +   ↔Darunavir:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:           uvir und Darunavir/Ritonavir können
Emtricitabin/Tenofov  ↔Ritonavir: AUC: ↔Cmax: ↔Cmin: ↑ 48%    verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
irdisoproxil(200      (↑ 34 bis ↑ 63)Emtricitabin:AUC:        assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)2      ↔Cmax: ↔Cmin: ↔Tenofovir:AUC: ↑ 50%     führen, einschliesslich
                      (↑ 42 bis ↑ 59)Cmax: ↑ 64% (↑ 54 bis    Nierenfunktionsstörungen. Die
                      ↑ 74)Cmin: ↑ 59% (↑ 49 bis ↑ 70)        Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
                                                              buvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht ausreichend
                                                              untersucht. Wenn keine Alternativen
                                                              zur Verfügung stehen, sollte diese
                                                              Kombination mit Vorsicht und unter
                                                              engmaschiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Simeprevir/Efavirenz  Simeprevir:AUC: ↓ 71% (↓ 67 bis ↓       Die gleichzeitige Anwendung von
 (150 mg q.d./600     74)Cmax: ↓ 51% (↓ 46 bis ↓ 56)Cmin: ↓   Simeprevir mit Efavirenz, einem
mg q.d.)              91% (↓ 88 bis ↓ 92)Efavirenz:AUC:       Wirkstoff von Efavirenz-Emtricitabin-T
                      ↔Cmax: ↔Cmin: ↔ "Kein Effekt" (↔)       enofovir-Mepha, führte zu einer
                      entspricht einer Abnahme des            signifikanten Abnahme der
                      geschätzten mittleren Verhältnisses     Simeprevir-Plasmakonzentration
                      von ≤20% oder einer Erhöhung des        aufgrund einer Induktion von CYP3A
                      geschätzten mittleren Verhältnis von    durch Efavirenz. Dadurch kann die
                      ≤25%(Induktion von CYP3A4)              therapeutische Wirkung von Simeprevir
                                                              verloren gehen. Die gleichzeitige
                                                              Anwendung von Simeprevir mit
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               wird nicht empfohlen.
Glecaprevir/Pibrenta  Erwartet:Glecaprevir: ↓Pibrentasvir:    Die gleichzeitige Anwendung von
svir/Efavirenz        ↓(Induktion von CYP3A4 und P-gp) Die    Glecaprevir/Pibrentasvir mit
                      gleichzeitige Anwendung von             Efavirenz, einem Bestandteil von
                      Glecaprevir/Pibrentasvir mit            Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      Efavirenz, einem Bestandteil von        , ist kontraindiziert (siehe
                      Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha  "Kontraindikationen" ).
                      , kann deren Plasmakonzentrationen      
                      signifikant verringern, was zu einer    
                      verminderten therapeutischen Wirkung    
                      führt.                                  
Antibiotika
Clarithromycin/Efavi  Clarithromycin:AUC: ↓ 39% (↓ 30 bis ↓   Die klinische Relevanz dieser
renz (500 mg b.i.d./  46)Cmax: ↓ 26% (↓ 15 bis ↓              Plasmaspiegeländerungen von
400 mg q.d.)          35)Clarithromycin 14-hydroxymetabolit:  Clarithromycin ist nicht
                      AUC: ↑ 34% (↑ 18 bis ↑ 53)Cmax: ↑ 49%   bekannt.Alternativen zu
                      (↑ 32 bis ↑ 69)Efavirenz:AUC: ↔Cmax:    Clarithromycin (z.B. Azithromycin)
                      ↑ 11% (↑ 3 bis ↑ 19)(Induktion von      können in Erwägung gezogen werden.
                      CYP3A4)Exanthembildung bei 46% der      Andere Makrolidantibiotika wie
                      nicht-infizierten Probanden bei         Erythromycin wurden in Kombination
                      gleichzeitiger Anwendung von            mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-h
                      Efavirenz und Clarithromycin.           altigen Arzneimitteln nicht
                                                              untersucht.
Clarithromycin/Emtri  Interaktionen wurden nicht untersucht.
citabin               
Clarithromycin/Tenof  Interaktionen wurden nicht untersucht.
ovirdisoproxil-       
Antibiotika gegen
Mykobakterien
Rifabutin/Efavirenz(  Rifabutin:AUC: ↓ 38% (↓ 28 bis ↓        In Kombination mit Efavirenz-Emtricita
300 mg q.d./600 mg    47)Cmax: ↓ 32% (↓ 15 bis ↓ 46)Cmin: ↓   bin-Tenofovir-Mepha sollte die
q.d.)                 45% (↓ 31 bis ↓ 56)Efavirenz:AUC:       tägliche Dosis von Rifabutin um 50%
                      ↔Cmax: ↔Cmin: ↓ 12% (↓ 24 bis ↑         erhöht werden. Wird Rifabutin zwei-
                      1)(Induktion von CYP3A4)                oder dreimal wöchentlich in
                                                              Kombination mit Efavirenz-Emtricitabin
                                                              -Tenofovir-Mepha angewendet, ist eine
                                                              Verdoppelung der Rifabutin-Dosis in
                                                              Betracht zu ziehen. Diese
                                                              Dosisanpassung ist klinisch nicht
                                                              ausreichend untersucht worden.
                                                              Individuelle Verträglichkeit und
                                                              virologisches Ansprechen sollten bei
                                                              der gleichzeitigen Gabe von
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               mit Rifabutin überprüft werden.
Rifabutin/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Rifabutin/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Rifampicin/Efavirenz  Efavirenz:AUC: ↓ 26% (↓ 15 bis ↓        Bei Anwendung von Efavirenz-Emtricitab
(600 mg q.d./600 mg   36)Cmax: ↓ 20% (↓ 11 bis ↓ 28)Cmin: ↓   in-Tenofovir-Mepha mit Rifampicin bei
q.d.)                 32% (↓ 15 bis ↓ 46)(Induktion von       Patienten, die 50 kg oder mehr
                      CYP3A4 und CYP2B6)                      wiegen, kann die zusätzliche Gabe von
                                                              200 mg Efavirenz pro Tag (800 mg
                                                              insgesamt) zu einer ähnlichen
                                                              Efavirenz-Exposition führen wie die
                                                              Einnahme der täglichen Efavirenzdosis
                                                              von 600 mg ohne Rifampicin. Diese
                                                              Dosisanpassung ist klinisch nicht
                                                              ausreichend untersucht worden.
                                                              Individuelle Verträglichkeit und
                                                              virologisches Ansprechen sollten bei
                                                              Dosisanpassungen in Betracht gezogen
                                                              werden. Eine Anpassung der
                                                              Rifampicin-Dosis bei gleichzeitiger
                                                              Gabe mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofo
                                                              vir-Mepha wird nicht empfohlen.
Rifampicin/Tenofovir  Rifampicin:AUC: ↔Cmax: ↔Tenofovir:AUC:
disoproxil(600 mg      ↔Cmax: ↔
q.d./300 mg q.d.)     
Rifampicin/Emtricita  Interaktionen wurden nicht untersucht.
bin                   
Antimykotika
Itraconazol/Efaviren  Itraconazol:AUC: ↓ 39% (↓ 21 bis ↓      Da keine Dosisempfehlung für
z (200 mg b.i.d./600  53)Cmax: ↓ 37% (↓ 20 bis ↓ 51)Cmin: ↓   Itraconazol bei Anwendung mit
 mg q.d.)             44% (↓ 27 bis ↓ 58)(verminderte         Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      Itraconazol-Konzentrationen:             gemacht werden kann, sollte eine
                      Induktion von CYP3A4)Hydroxyitraconazo  alternative antimykotische Therapie
                      l:AUC: ↓ 37% (↓ 14 bis ↓ 55)Cmax: ↓     erwogen werden.
                      35% (↓ 12 bis ↓ 52)Cmin: ↓ 43% (↓ 18    
                      bis ↓ 60)Efavirenz:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:   
                      ↔                                       
Itraconazol/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
Itraconazol/Tenofovi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
rdisoproxil           
Posaconazol/Efaviren  Posaconazol:AUC: ↓ 50%Cmax: ↓           Die gleichzeitige Anwendung von
z (400 mg b.i.d./400  45%(Induktion von UDP-G)                Posaconazol und Efavirenz-Emtricitabin
 mg q.d.)                                                     -Tenofovir-Mepha sollte vermieden
                                                              werden, es sei denn, der Nutzen für
                                                              den Patienten überwiegt die Risiken.
Posaconazol/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
Posaconazol/Tenofovi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
rdisoproxil           
Voriconazol/Efaviren  Voriconazol:AUC: ↓ 77%Cmax: ↓           Da Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Me
z (200 mg b.i.d./400  61%Efavirenz:AUC: ↑ 44%Cmax: ↑          pha eine Fixkombination ist, kann die
 mg q.d.)             38%(kompetitive Hemmung der             Efavirenz-Dosis nicht verändert
                      oxidativen Metabolisierung)Die          werden; Voriconazol und
                      gleichzeitige Anwendung von             Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      Standarddosen von Efavirenz und          dürfen daher nicht gleichzeitig
                      Voriconazol ist kontraindiziert         angewendet werden.
                      (siehe "Kontraindikationen" ).          
Voriconazol/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
Voriconazol/Tenofovi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
rdisoproxil           
Antimalariamittel
Artemether/Lumefantr  Artemether:AUC: ↓ 51%Cmax: ↓            Da verringerte Konzentrationen von
in/Efavirenz(80/480   21%Dihydroartemisinin (aktiver          Artemether, Dihydroartemisinin oder
mg b.i.d./600 mg      Metabolit):AUC: ↓ 46%Cmax: ↓            Lumefantrin zu einer verringerten
q.d.)                 38%Lumefantrin:AUC: ↓ 21%Cmax:          Wirksamkeit der Antimalaria-Arzneimitt
                      ↔Efavirenz:AUC: ↓ 17%Cmax: ↔ (CYP-3A4   el führen können, ist Vorsicht
                      Induktion)                              geboten, wenn Efavirenz-Emtricitabin-T
                                                              enofovir-Mepha zusammen mit
                                                              Artemether/Lumefantrin Tabletten
                                                              verabreicht wird.
Artemether/Lumefantr  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in/Emtricitabin       
Artemether/Lumefantr  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in/Tenofovirdisoprox  
il                    
Atovaquon und         Atovaquon: AUC: ↓ 75% (↓ 62 bis ↓ 84)   Eine gleichzeitige Anwendung von
Proguanilhydrochlori  Cmax: ↓ 44% (↓ 20 bis ↓ 61)             Atovaquon/Proguanil und
d/Efavirenz (250/100  Proguanil: AUC: ↓ 43% (↓ 7 bis ↓ 65)    Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
 mg Einzeldosis/600   Cmax: ↔                                  sollte vermieden werden.
mg q.d.)                                                      
Atovaquon und         Interaktionen wurden nicht untersucht.
Proguanilhydrochlori  
d/ Emtricitabin       
Atovaquon und         Interaktionen wurden nicht untersucht.
Proguanilhydrochlori  
d/Tenofovirdisoproxi  
l                     
Antikonvulsiva
Carbamazepin/Efavire  Carbamazepin:AUC: ↓ 27% (↓ 20 bis ↓     Für die Anwendung von Efavirenz-Emtric
nz (400 mg q.d./600   33)Cmax: ↓ 20% (↓ 15 bis ↓ 24)Cmin: ↓   itabin-Tenofovir-Mepha mit
mg q.d.)              35% (↓ 24 bis ↓ 44)Efavirenz:AUC: ↓     Carbamazepin kann keine
                      36% (↓ 32 bis ↓ 40)Cmax: ↓ 21% (↓ 15    Dosierungsempfehlung gegeben werden.
                      bis ↓ 26)Cmin: ↓ 47% (↓ 41 bis ↓        Es sollte eine alternative
                      53)(verminderte Carbamazepin-Konzentra  antikonvulsive Therapie erwogen
                      tionen: CYP3A4-Induktion; verminderte   werden. Der Plasmaspiegel von
                      Efavirenz-Konzentrationen: Induktion    Carbamazepin sollte periodisch
                      von CYP3A4 und CYP2B6)Die               überwacht werden.
                      gleichzeitige Anwendung höherer Dosen   
                      von Efavirenz oder Carbamazepin wurde   
                      nicht untersucht.                       
Carbamazepin/Emtrici  Interaktionen wurden nicht untersucht.
tabin                 
Carbamazepin/Tenofov  Interaktionen wurden nicht untersucht.
irdisoproxil          
Phenytoin, Phenobarb  Interaktionen mit Efavirenz,            Bei gleichzeitiger Anwendung von
ital und andere       Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
Antikonvulsiva, die   wurden nicht untersucht. Es besteht      und einem Antikonvulsivum, das ein
Substrate der         die Möglichkeit einer Senkung oder      Substrat der CYP450-Isoenzyme ist,
CYP450-Isoenzyme      Erhöhung der Plasmakonzentrationen      sollte eine periodische Überwachung
sind                  von Phenytoin, Phenobarbital und        der Antikonvulsiva-Spiegel
                      anderen Antikonvulsiva, die Substrate   durchgeführt werden.
                      der CYP450-Isoenzyme sind, wenn sie     
                      gleichzeitig mit Efavirenz angewendet   
                      werden.                                 
Vigabatrin/Efavirenz  Interaktionen wurden nicht              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
Gabapentin/Efavirenz  untersucht. Klinisch relevante           und Vigabatrin oder Gabapentin
                      Interaktionen werden nicht erwartet,    können ohne Dosisanpassung
                      da Vigabatrin und Gabapentin            gleichzeitig angewendet werden.
                      ausschliesslich unverändert mit dem     
                      Urin ausgeschieden werden und es        
                      daher unwahrscheinlich ist, dass sie    
                      um dieselben metabolischen              
                      Enzymsysteme und Eliminationswege       
                      konkurrieren wie Efavirenz.             
Vigabatrin/Emtricita  Interaktionen wurden nicht untersucht.
bin Gabapentin/Emtri  
citabin               
Vigabatrin/Tenofovir  Interaktionen wurden nicht untersucht.
disoproxilGabapentin  
/Tenofovirdisoproxil  
Antikoagulantien
Warfarin/EfavirenzAc  Interaktionen wurden nicht              Bei gleichzeitiger Anwendung mit
enocoumarol/Efaviren  untersucht.Die Plasmakonzentrationen    Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
z                     und Wirkungen von Warfarin oder          können Dosisanpassungen von Warfarin
                      Acenocoumarol werden durch Efavirenz    oder Acenocoumarol notwendig werden.
                      möglicherweise erhöht oder vermindert   
                      bzw. verstärkt oder abgeschwächt.       
Antidepressiva
Selektive Serotonin-
Wiederaufnahme-Inhib
itoren (SSRIs)
Sertralin/Efavirenz(  Sertralin:AUC: ↓ 39% (↓ 27 bis ↓        Bei gleichzeitiger Anwendung mit
50 mg q.d./600 mg     50)Cmax: ↓ 29% (↓ 15 bis ↓ 40)Cmin: ↓   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
q.d.)                 46% (↓ 31 bis ↓ 58)Efavirenz:AUC:        sollten sich Erhöhungen der
                      ↔Cmax: ↑ 11% (↑ 6 bis ↑ 16)Cmin:        Sertralin-Dosierung nach dem
                      ↔(Induktion von CYP3A4)                 klinischen Ansprechen richten.
Sertralin/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Sertralin/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Paroxetin/Efavirenz(  Paroxetin:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:            Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
20 mg q.d./600 mg     ↔Efavirenz:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin: ↔          und Paroxetin können ohne
q.d.)                                                         Dosisanpassung gleichzeitig
                                                              angewendet werden.
Paroxetin/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Paroxetin/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Fluoxetin/Efavirenz   Interaktionen wurden nicht              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      untersucht. Da Fluoxetin ein mit         und Fluoxetin können ohne
                      Paroxetin vergleichbares                Dosisanpassung gleichzeitig
                      metabolisches Profil hat, d.h. einen    angewendet werden.
                      starken hemmenden Effekt auf CYP2D6,    
                      sind für Fluoxetin gleichfalls keine    
                      Interaktionen zu erwarten.              
Fluoxetin/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Fluoxetin/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Noradrenalin- und
Dopamin-Wiederaufnah
me-Inhibitor
Bupropion/Efavirenz[  Bupropion:AUC: ↓ 55% (↓ 48 bis ↓        Eine Erhöhung der Bupropion-Dosis
150 mg Einzeldosis    62)Cmax: ↓ 34% (↓ 21 bis ↓              sollte sich nach dem klinischen
(verzögerte Freisetz  47)Hydroxybupropion:AUC: ↔Cmax: ↑ 50%   Ansprechen richten, doch sollte die
ung)/600 mg q.d.]     (↑ 20 bis ↑ 80)(Induktion von CYP2B6)   empfohlene maximale Bupropion-Konzentr
                                                              ation nicht überschritten werden. Für
                                                              Efavirenz ist keine Dosisanpassung
                                                              notwendig
Bupropion/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Bupropion/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Kardiaka
Kalziumkanalblocker
Diltiazem/Efavirenz(  Diltiazem:AUC: ↓ 69% (↓ 55 bis ↓        Bei gleichzeitiger Anwendung mit
240 mg q.d./600 mg    79)Cmax: ↓ 60% (↓ 50 bis ↓ 68)Cmin: ↓   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
q.d.)                 63% (↓ 44 bis ↓ 75)Desacetyldiltiazem:   sollten sich Dosisanpassungen von
                      AUC: ↓ 75% (↓ 59 bis ↓ 84)Cmax: ↓ 64%   Diltiazem nach dem klinischen
                      (↓ 57 bis ↓ 69)Cmin: ↓ 62% (↓ 44 bis    Ansprechen richten (siehe die
                      ↓ 75)N-monodesmethyldiltiazem:AUC: ↓    Fachinformation von Diltiazem).
                      37% (↓ 17 bis ↓ 52)Cmax: ↓ 28% (↓ 7     
                      bis ↓ 44)Cmin: ↓ 37% (↓ 17 bis ↓        
                      52)Efavirenz:AUC: ↑ 11% (↑ 5 bis ↑      
                      18)Cmax: ↑ 16% (↑ 6 bis ↑ 26)Cmin: ↑    
                      13% (↑ 1 bis ↑ 26)(Induktion von        
                      CYP3A4)Der Anstieg der pharmakokinetis  
                      chen Parameter von Efavirenz wird       
                      nicht als klinisch signifikant          
                      erachtet.                               
Diltiazem/Emtricitab  Interaktionen wurden nicht untersucht.
in                    
Diltiazem/Tenofovird  Interaktionen wurden nicht untersucht.
isoproxil             
Verapamil, Felodipin  Interaktionen mit Efavirenz,            Bei gleichzeitiger Anwendung mit
, Nifedipin und       Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
Nicardipin            wurden nicht untersucht. Wenn            sollten sich Dosisanpassungen von
                      Efavirenz gleichzeitig mit einem        Kalziumkanalblockern nach dem
                      Kalziumkanalblocker angewendet wird,    klinischen Ansprechen richten (siehe
                      der ein Substrat des CYP3A4-Enzyms      die Fachinformation für den
                      ist, ist eine Abnahme der               Kalziumkanalblocker).
                      Konzentration des Kalziumkanalblockers  
                       im Plasma möglich.                     
Lipidsenker
HMG-CoA-Reduktase-He
mmer
Atorvastatin/Efavire  Atorvastatin:AUC: ↓ 43% (↓ 34 bis ↓     Die Cholesterinwerte sollten
nz (10 mg q.d./600    50)Cmax: ↓ 12% (↓ 1 bis ↓               periodisch überwacht werden. Bei
mg q.d.)              26)2-Hydroxyatorvastatin:AUC: ↓ 35%     gleichzeitiger Anwendung mit
                      (↓ 13 bis ↓ 40)Cmax: ↓ 13% (↓ 0 bis ↓   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      23)4-Hydroxyatorvastatin:AUC: ↓ 4% (↓    können Dosisanpassungen von
                      0 bis ↓ 31)Cmax: ↓ 47% (↓ 9 bis ↓       Atorvastatin notwendig werden (siehe
                      51)Aktive HMG-CoA-Reduktase-Hemmer      die Fachinformation für Atorvastatin).
                      insgesamt:AUC: ↓ 34% (↓ 21 bis ↓        
                      41)Cmax: ↓ 20% (↓ 2 bis ↓ 26)           
Atorvastatin/Emtrici  Interaktionen wurden nicht untersucht.
tabin                 
Atorvastatin/Tenofov  Interaktionen wurden nicht untersucht.
irdisoproxil          
Pravastatin/Efaviren  Pravastatin:AUC: ↓ 40% (↓ 26 bis ↓      Die Cholesterinwerte sollten
z (40 mg q.d./600     57)Cmax: ↓ 18% (↓ 59 bis ↑ 12)          periodisch überwacht werden. Bei
mg q.d.)                                                      gleichzeitiger Anwendung mit
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               können Dosisanpassungen von
                                                              Pravastatin notwendig werden (siehe
                                                              die Fachinformation für Pravastatin).
Pravastatin/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
Pravastatin/Tenofovi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
rdisoproxil           
Simvastatin/Efaviren  Simvastatin:AUC: ↓ 69% (↓ 62 bis ↓      Die Cholesterinwerte sollten
z (40 mg q.d./600     73)Cmax: ↓ 76% (↓ 63 bis ↓              periodisch überwacht werden. Bei
mg q.d.)              79)Simvastatinsäure:AUC: ↓ 58% (↓ 39    gleichzeitiger Anwendung mit
                      bis ↓ 68)Cmax: ↓ 51% (↓ 32 bis ↓        Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                      58)Aktive HMG-CoA-Reduktase-Hemmer       können Dosisanpassungen von
                      insgesamt:AUC: ↓ 60% (↓ 52 bis ↓        Simvastatin notwendig werden (siehe
                      68)Cmax: ↓ 62% (↓ 55 bis ↓              die Fachinformation für Simvastatin).
                      78)(Induktion von CYP3A4)Die            
                      gleichzeitige Anwendung von Efavirenz   
                      mit Atorvastatin, Pravastatin oder      
                      Simvastatin beeinflusste die AUC-       
                      oder die Cmax-Werte von Efavirenz       
                      nicht.                                  
Simvastatin/Emtricit  Interaktionen wurden nicht untersucht.
abin                  
Simvastatin/Tenofovi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
rdisoproxil           
Rosuvastatin/Efavire  Interaktionen wurden nicht              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
nz                    untersucht. Rosuvastatin wird            und Rosuvastatin können ohne
                      grösstenteils unverändert mit den       Dosisanpassung gleichzeitig
                      Fäzes ausgeschieden, daher ist eine     angewendet werden.
                      Interaktion mit Efavirenz nicht zu      
                      erwarten.                               
Rosuvastatin/Emtrici  Interaktionen wurden nicht untersucht.
tabin                 
Rosuvastatin/Tenofov  Interaktionen wurden nicht untersucht.
irdisoproxil          
Hormonelle Kontrazep
tiva
Oral:Ethinylestradio  Ethinylestradiol:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin: ↓   Zusätzlich zu hormonellen
l+Norgestimat/Efavir  8% (↑ 14 bis ↓ 25)Norelgestromin        Kontrazeptiva muss eine zuverlässige
enz(0,035 mg+0,25     (aktiver Metabolit):AUC: ↓ 64% (↓ 62    mechanische Methode zur Verhütung
mg q.d./600 mg q.d.)  bis ↓ 67)Cmax: ↓ 46% (↓ 39 bis ↓        angewendet werden (siehe
                      52)Cmin: ↓ 82% (↓ 79 bis ↓              "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
                      85)Levonorgestrel (aktiver              
                      Metabolit):AUC: ↓ 83% (↓ 79 bis ↓       
                      87)Cmax: ↓ 80% (↓ 77 bis ↓ 83)Cmin: ↓   
                      86% (↓ 80 bis ↓ 90)(Metabolismusindukt  
                      ion)Efavirenz: keine klinisch           
                      relevanten Interaktionen.Die            
                      klinische Signifikanz dieser            
                      Auswirkungen ist nicht bekannt.         
Ethinylestradiol/Ten  Ethinylestradiol:AUC: ↔Cmax:
ofovirdisoproxil      ↔Tenofovir:AUC: ↔Cmax: ↔
(-/300 mg q.d.)       
Norgestimat/Ethinyle  Interaktionen wurden nicht untersucht.
stradiol/Emtricitabi  
n                     
Injektion:Depomedrox  In einer dreimonatigen Interaktionsstu  Aufgrund der limitierten zur
yprogesteronacetat    die zeigten sich bei Patienten, die     Verfügung stehenden Daten muss
(DMPA)/Efavirenz(150  eine Efavirenz-haltige antiretrovirale  zusätzlich zu hormonellen
 mg i.m. Einzeldosis   Therapie erhielten, verglichen mit     Kontrazeptiva eine zuverlässige
 DMPA)                solchen, die keine antiretrovirale      mechanische Methode zur Verhütung
                      Therapie erhielten, keine               angewendet werden (siehe
                      signifikanten Unterschiede der          "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
                      pharmakokinetischen Parameter von       
                      MPA. Die Autoren einer anderen Studie   
                      kamen zu ähnlichen Resultaten, obwohl   
                      in dieser Studie die MPA-Plasmaspiegel  
                       eine höhere Variabilität aufwiesen.    
                      Entsprechend der Ovulationshemmung      
                      blieben in beiden Studien die           
                      Plasmaprogesteronspiegel für            
                      Patienten, die Efavirenz und DMPA       
                      erhielten, niedrig.                     
DMPA/Tenofovirdisopr  Interaktionen wurden nicht untersucht.
oxil                  
DMPA/Emtricitabin     Interaktionen wurden nicht untersucht.
Implantat:Etonogestr  Eine verminderte Exposition von         Zusätzlich zu hormonellen
el/Efavirenz          Etonogestrel kann erwartet werden       Kontrazeptiva muss eine zuverlässige
                      (Induktion von CYP3A4). Seit der        mechanische Methode zur Verhütung
                      Markteinführung gab es gelegentlich     angewendet werden (siehe
                      Meldungen über das Versagen von         "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
                      Kontrazeptiva, die Etonogestrel         
                      enthielten, bei mit Efavirenz           
                      behandelten Patienten.                  
Etonogestrel/Tenofov  Interaktionen wurden nicht untersucht.
irdisoproxil          
Etonogestrel/Emtrici  Interaktionen wurden nicht untersucht.
tabin                 
Immunsuppressiva
Durch CYP3A4 metabol  Interaktionen wurden nicht              Eine Dosisanpassung für das
isierte Immunsuppres  untersucht.↓ Exposition des             Immunsuppressivum kann nötig sein. Es
siva (z.B. Cyclospor  Immunsuppressivums kann erwartet        wird eine engmaschige Überwachung der
in, Tacrolimus,       werden (Induktion von CYP3A4).Diese     Konzentrationen des Immunsuppressivums
Sirolimus)/Efavirenz  Immunsuppressiva haben wahrscheinlich    über mindestens 2 Wochen (bis zum
                      keinen Einfluss auf die Exposition      Erreichen stabiler Konzentrationen)
                      von Efavirenz.                          empfohlen, wenn eine Behandlung mit
                                                              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
                                                               begonnen oder beendet wird.
Tacrolimus/Emtricita  Tacrolimus:AUC: ↔Cmax: ↔C24h:
bin/Tenofovirdisopro  ↔Emtricitabin:AUC: ↔Cmax: ↔C24h:
xil(0,1 mg/kg         ↔Tenofovirdisoproxil:AUC: ↔Cmax:
q.d./200 mg/300 mg    ↔C24h: ↔
q.d.)                 
Opioide
Methadon/Efavirenz    Methadon:AUC: ↓ 52% (↓ 33 bis ↓         Die gleichzeitige Anwendung mit
(35-100 mg q.d./600   66)Cmax: ↓ 45% (↓ 25 bis ↓              Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
mg q.d.)              59)(Induktion von CYP3A4)In einer        sollte aufgrund des Risikos des
                      Studie an HIV-Infizierten mit           Auftretens einer QTc-Verlängerung
                      intravenösem Drogenkonsum führte die    vermieden werden (siehe
                      gleichzeitige Anwendung von Efavirenz   "Kontraindikationen" ).
                      und Methadon zu einer Abnahme des       
                      Plasmaspiegels von Methadon sowie       
                      Opiat-Entzugserscheinungen. Die         
                      Methadondosis wurde im Mittel um 22%    
                      erhöht, um die Entzugssymptome zu       
                      lindern.                                
Methadon/Tenofovirdi  Methadon:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin:
soproxil(40-110 mg    ↔Tenofovir:AUC: ↔Cmax: ↔Cmin: ↔
q.d./300 mg q.d.)     
Methadon/Emtricitabi  Interaktionen wurden nicht untersucht.
n                     
Phytopharmaka
Johanniskraut         Der Plasmaspiegel von Efavirenz kann    Die gleichzeitige Anwendung von
(Hypericum perforatu  durch die gleichzeitige Anwendung von   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha
m)/Efavirenz          Johanniskraut verringert werden. Dies    und Johanniskraut ist kontraindiziert
                      beruht auf der Induktion von            . Wenn ein Patient bereits
                      Arzneimittel metabolisierenden          Johanniskraut einnimmt, muss das
                      Enzymen und/oder Transportproteinen     Johanniskraut abgesetzt, die
                      durch Johanniskraut.                    Viruslast überprüft und wenn möglich
                                                              der Plasmaspiegel von Efavirenz
                                                              bestimmt werden. Der Plasmaspiegel
                                                              von Efavirenz kann nach dem Absetzen
                                                              von Johanniskraut ansteigen. Die
                                                              induzierende Wirkung von
                                                              Johanniskraut kann nach Absetzen der
                                                              Behandlung über mindestens 2 Wochen
                                                              anhalten.
Johanniskraut         Interaktionen wurden nicht untersucht.
(Hypericum perforatu  
m)/Emtricitabin       
Johanniskraut         Interaktionen wurden nicht untersucht.
(Hypericum perforatu  
m)/Tenofovirdisoprox  
il                    

 
1 Zirkulierender Hauptmetabolit von Sofosbuvir.
2 Die Daten wurden bei gleichzeitiger Dosierung mit Ledipasvir/Sofosbuvir generiert. Zeitversetzte Anwendung (12 Stunden Abstand) ergab ähnliche Resultate.
Studien mit weiteren Arzneimitteln
Efavirenz:
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz mit Azithromycin, Cetirizin, Fosamprenavir/Ritonavir, Lorazepam, Nelfinavir, Zidovudin, Aluminium-/Magnesiumhydroxid-Antazida, Famotidin oder Fluconazol führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen. Das Interaktionspotenzial von Efavirenz mit anderen Azol-Antimykotika wie Ketoconazol ist nicht untersucht worden.
Emtricitabin:
Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin mit Stavudin, Zidovudin oder Famciclovir führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
Tenofovirdisoproxil:
Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit Emtricitabin, Nelfinavir oder Ribavirin führte ebenfalls zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
Renal ausgeschiedene Arzneimittel: Da Emtricitabin und Tenofovir primär über die Nieren eliminiert werden, kann die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha und Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder die um die aktive tubuläre Sekretion konkurrieren (z.B. Cidofovir), zu einer Erhöhung der Serumkonzentrationen von Emtricitabin, Tenofovir und/oder den gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln führen. Auch die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und NSARs muss mit Vorsicht erfolgen.
Da Tacrolimus die Nierenfunktion beeinträchtigen kann, sollte diese engmaschig überwacht werden, wenn Tacrolimus gleichzeitig mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha angewendet wird.

Schwangerschaft, Stillzeit

Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich (d.h. wenn keine anderen angemessenen Therapieoptionen verfügbar sind).
Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
Mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha behandelte Frauen sollten nicht schwanger werden. Während der Behandlung mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha sollte immer eine mechanische Methode in Kombination mit anderen empfängnisverhütenden Methoden (wie zum Beispiel oralen oder anderen hormonellen Kontrazeptiva) angewendet werden. Aufgrund der langen Halbwertzeit von Efavirenz sollten geeignete Massnahmen zur Empfängnisverhütung für einen Zeitraum von 12 Wochen nach Absetzen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha verwendet werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich einem Schwangerschaftstest unterziehen, bevor eine Therapie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha begonnen wird.
Schwangerschaft
Efavirenz: Retrospektiv wurden sieben Fälle mit Befunden, die denen von Neuralrohrdefekten einschliesslich Meningomyelocele entsprachen, berichtet. Dabei erhielten alle Mütter Efavirenz-haltige Therapien (davon ausgenommen Efavirenz-haltige Fixkombinationen) im ersten Trimenon. Zwei weitere Fälle (1 prospektiver und 1 retrospektiver) mit Neuralrohrdefekten entsprechenden Befunden wurden nach Einnahme von Fixkombinationen aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil berichtet. Ein kausaler Zusammenhang dieser Ereignisse mit der Anwendung von Efavirenz in Bezug auf die genannten Defekte wurde nicht nachgewiesen. Da Neuralrohrdefekte während der ersten 4 Wochen der fetalen Entwicklung auftreten (zu der Zeit, in der sich das Neuralrohr schliesst), betrifft dieses potenzielle Risiko Frauen, die während des ersten Trimenons der Schwangerschaft Efavirenz erhalten.
Seit Juli 2013 wurden dem Register zur antiretroviralen Therapie während der Schwangerschaft (APR [Antiretroviral Pregnancy Registry]) prospektive Berichte von 904 Schwangerschaften mit Exposition gegenüber Efavirenz-haltigen Therapien im ersten Trimenon, die zu 766 Lebendgeburten führten, gemeldet. Es wurde ein Neuralrohrdefekt bei einem Kind gemeldet. Die Häufigkeit und das Verteilungsmuster anderer Geburtsfehler ähnelte denen, die bei gegenüber nicht Efavirenz-haltigen Therapien exponierten Kindern und bei HIV-negativen Kontrollen beobachtet werden. Die Inzidenz eines Neuralrohrdefekts in der Allgemeinbevölkerung liegt bei 0,5-1 Fällen pro 1'000 Lebendgeburten.
Bei Feten von mit Efavirenz behandelten Affen wurden Fehlbildungen beobachtet (siehe "Präklinische Daten" ).
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil: Weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen (zwischen 300-1'000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil hin. Tierexperimentelle Studien mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilfumarat ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe "Präklinische Daten" ).
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.
Stillzeit
Es wurde gezeigt, dass Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir in die Muttermilch übergehen. Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir Auswirkungen auf Neugeborene/Säuglinge haben.
Aufgrund der Gefahr einer HIV-Übertragung und der Möglichkeit schwerer unerwünschter Wirkungen beim Säugling sollten Mütter angewiesen werden, nicht zu stillen, wenn sie Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha einnehmen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Wirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Sowohl im Zusammenhang mit Efavirenz als auch mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil wurde jedoch über Schwindelgefühle berichtet. Efavirenz kann auch Konzentrationsstörungen und/oder Schläfrigkeit hervorrufen. Der Patient ist anzuweisen, bei Auftreten dieser Symptome auf potenziell gefährliche Tätigkeiten wie Autofahren oder das Bedienen von Maschinen zu verzichten.

Unerwünschte Wirkungen

Die Beurteilung der unerwünschten Wirkungen für die Fixkombination Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha basiert auf:
einer klinischen Studie zu Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln über 48 Wochen
einer klinischen Studie in der Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil gleichzeitig angewendet wurden
klinischen Studien und Post-Marketing-Erfahrungen mit den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach Organklassen und Häufigkeit gegliedert. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), nicht bekannt (kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln
In einer offenen, randomisierten, klinischen Studie über 48 Wochen mit HIV-infizierten Patienten, wurden die Patienten entweder auf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel umgestellt (n = 203) oder erhielten weiterhin ihre bisherige antiretrovirale Therapie (n = 97). Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel wurden auf nüchternen Magen eingenommen (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Unerwünschte Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit der Studienmedikation in Zusammenhang stehen und bei Patienten auftraten, die Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel in Studie AI266073 erhielten, sind in der nachfolgenden Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2: Alle unerwünschten Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln in Zusammenhang stehen und in Studie AI266073 (über 48 Wochen) auftraten

                                 Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel (n = 203)
Stoffwechsel- und Ernährungsstö
rungen
Häufig                           Anorexie
Gelegentlich                     Fettumverteilung, Hypertriglyzeridämie, Gewichtsverlust,
                                 gesteigerter Appetit
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig                           Albträume, Depression, depressive Stimmung, Angst,
                                 Schlaflosigkeit, Stimmungsänderungen, abnorme Träume,
                                 Schlafstörungen
Gelegentlich                     Verwirrtheitszustand, Orientierungslosigkeit,
                                 Persönlichkeitsveränderungen, Stimmungsschwankungen, verminderte
                                 Libido
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig                      Schwindelgefühl (10,8%)
Häufig                           Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
Gelegentlich                     Zusammenhangloses Sprechen
Augenerkrankungen
Gelegentlich                     Verschwommenes Sehen, geänderte visuelle Tiefenwahrnehmung
Erkrankungen des Ohrs und des
Labyrinths
Gelegentlich                     Vertigo
Gefässerkrankungen
Häufig                           Flush
Erkrankungen des Gastrointestin
altrakts
Häufig                           Diarrhö, Übelkeit
Gelegentlich                     Akute Pankreatitis, Erbrechen, orale Parästhesie, orale
                                 Hypästhesie, Flatulenz, Mundtrockenheit
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich                     Akute Hepatitis
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautgewebes
Häufig                           Exantheme, nächtliches Schwitzen
Gelegentlich                     Pruritus
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und Knochenerkrank
ungen
Gelegentlich                     Myalgie
Erkrankungen der Nieren und
Harnwege
Häufig                           Erhöhtes Kreatinin
Erkrankungen der Geschlechtsorg
ane und der Brustdrüse
Gelegentlich                     Brustvergrösserung
Allgemeine Erkrankungen
Häufig                           Müdigkeit, vermehrte Energie
Gelegentlich                     Sich-nicht-normal-Fühlen, Überspanntheitsgefühl, Frösteln

 
Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien mit Efavirenz + Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil
In einer offenen, randomisierten, klinischen Studie (GS-01-934; siehe "Klinische Wirksamkeit" ) erhielten antiretroviral naive Patienten Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz über 144 Wochen (ab Woche 96 Anwendung der Fixkombination Truvada plus Efavirenz).
Das Sicherheitsprofil von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil stimmte mit früheren Erfahrungen mit den beiden Wirkstoffen überein, wenn diese jeweils mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen angewendet wurden.
Ausgewählte unerwünschte Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit der Studienmedikation dieser Studie in Zusammenhang stehen und bei Patienten nach 144 Wochen Behandlung auftraten, sind in Tabelle 3 nach Organklassen und Häufigkeit aufgeführt.
Tabelle 3: Ausgewählte, im Rahmen der klinischen Studie GS-01-934 über 144 Wochen aufgetretene unerwünschte Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit der Studienmedikation (Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) in Zusammenhang stehen

                               Efavirenz+Emtricitabin+Tenofovirdisoproxil(n = 257)
Erkrankungen des Blutes und
des Lymphsystems
Gelegentlich                   Neutropenie
Stoffwechsel- und Ernährungss
törungen
Häufig                         Verminderter Appetit, gesteigerter Appetit
Gelegentlich                   Hypertriglyzeridämie, Anorexie
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig                    Abnorme Träume (17%)
Häufig                         Albträume, Depression, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen,
                               euphorische Stimmung
Gelegentlich                   Paranoia, psychomotorische Agitation, Wahnvorstellungen,
                               Verwirrtheitszustand, Angst, Aggression, Nervosität,
                               Orientierungslosigkeit
Erkrankungen des Nervensystem
s
Sehr häufig                    Schwindelgefühl (25%)
Häufig                         Schläfrigkeit, Benommenheit, Lethargie, Kopfschmerzen,
                               Konzentrationsstörung
Gelegentlich                   Amnesie, Ataxie, Gleichgewichtsstörungen, Geschmacksstörungen
Augenerkrankungen
Gelegentlich                   Verschwommenes Sehen
Erkrankungen des Ohrs und
des Labyrinths
Häufig                         Vertigo
Gefässerkrankungen
Häufig                         Flush
Erkrankungen der Atemwege,
des Brustraums und
Mediastinums
Gelegentlich                   Dyspnoe
Erkrankungen des Gastrointest
inaltrakts
Sehr häufig                    Übelkeit (18%)
Häufig                         Diarrhö, Erbrechen, Bauchschmerzen, Flatulenz, Bauchaufblähung,
                               Mundtrockenheit
Gelegentlich                   Dyspepsie
Erkrankungen der Haut und
des Unterhautgewebes
Sehr häufig                    Exantheme (11%)
Häufig                         Pruritus, Hyperpigmentierung der Haut, Dermatitis
Gelegentlich                   Urtikaria, Hauttrockenheit, Ekzem
Allgemeine Erkrankungen
Häufig                         Müdigkeit, Fieber
Gelegentlich                   Asthenie, Trunkenheitsgefühl

 
Leberenzyme: In der klinischen Studie GS-01-934 wurden Erhöhungen der Aspartat-Aminotransferase (AST >5-mal ULN (= Obergrenze des Normbereichs)) bei 3% und der Alanin-Aminotransferase (ALT >5-mal ULN) bei 2% der mit Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil behandelten Patienten (n = 257) sowie jeweils bei 3% der mit Efavirenz und der Fixkombination Zidovudin/Lamivudin behandelten Patienten (n = 254) beobachtet.
Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln
Die bedeutendsten unerwünschten Wirkungen, die in klinischen Studien mit Efavirenz auftraten, sind Exantheme sowie nervensystem-bedingte Symptome. Die Einnahme von Efavirenz mit Nahrung kann die Efavirenz-Exposition und damit die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen erhöhen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Es liegen Post-Marketing-Berichte vor, die im Zusammenhang mit Tenofovirdisoproxil von Erkrankungen der Nieren und Harnwege wie Nierenversagen, proximaler renaler Tubulopathie (einschliesslich Fanconi-Syndrom), akuter Tubulusnekrose und nephrogenem Diabetes insipidus berichten.
Leberversagen unter Efavirenz: Leberversagen, einschliesslich Fälle bei Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung oder erkennbare Risikofaktoren, über die Post-Marketing-Berichte vorliegen, war mitunter durch einen fulminanten Verlauf gekennzeichnet, der in einigen Fällen zur Transplantation oder zum Tod führte.
Die in klinischen Studien und in der Post-Marketing-Erfahrung beobachteten unerwünschten Wirkungen, die während antiretroviraler Kombinationstherapien mit den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln aufgetreten sind, sind in der nachfolgenden Tabelle 4 aufgeführt.
Tabelle 4: Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit den einzelnen Wirkstoffen von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln auf Basis klinischer Studien und der Post-Marketing-Erfahrung

                      Efavirenz               Emtricitabin            Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des
Blutes und des
Lymphsystems
Häufig                                        Neutropenie             
Gelegentlich                                  Anämie                  
Erkrankungen des
Immunsystems
Gelegentlich          Überempfindlichkeit                             
Nicht bekannt*                                                        Angioödem
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Sehr häufig                                                           Hypophosphatämie (12%)
Häufig                Hypertriglyzeridämie    Hyperglykämie,          
                                              Hypertriglyzeridämie    
Gelegentlich          Hypercholesterinämie                            
Nicht bekannt*                                                        Laktatazidose, Hypokaliämie
Psychiatrische
Erkrankungen
Häufig                Depression (bei 1,6%    Abnorme Träume,         
                      in schwerer Form),      Schlaflosigkeit         
                      Angst, abnorme                                  
                      Träume, Schlaflosigkei                          
                      t                                               
Gelegentlich          Selbstmordversuch,                              
                      Selbstmordgedanken,                             
                      Manie, Paranoia,                                
                      Halluzination,                                  
                      euphorische Stimmung,                           
                      Affektlabilität,                                
                      Verwirrtheitszustand,                           
                      Aggression, Katatonie                           
Nicht bekannt*        Vollzogener Suizid,                             
                      Psychose, Wahnvorstell                          
                      ungen, Neurose                                  
Erkrankungen des
Nervensystems
Sehr häufig                                   Kopfschmerzen (10,2%)   Schwindelgefühl (28%)
Häufig                Schläfrigkeit,          Schwindelgefühl         
                      Kopfschmerzen,                                  
                      Konzentrationsstörung,                          
                       Schwindelgefühl                                
Gelegentlich          Krämpfe, Amnesie,                               
                      abnormes Denken,                                
                      Ataxie, Koordinationss                          
                      törungen, Agitation                             
Nicht bekannt*        Kleinhirn-bedingte                              
                      Koordinations- und                              
                      Gleichgewichtsstörunge                          
                      n, Tremor, Enzephalopa                          
                      thie                                            
Augenerkrankungen
Gelegentlich          Verschwommenes Sehen                            
Erkrankungen des
Ohrs und des Labyrin
ths
Gelegentlich          Vertigo                                         
Nicht bekannt*        Tinnitus                                        
Gefässerkrankungen
Nicht bekannt*        Plötzliches Erröten                             
                      (Flushing)                                      
Erkrankungen der
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Nicht bekannt*                                                        Dyspnoe
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrak
ts
Sehr häufig                                   Diarrhö (14,0%),        Diarrhö (22%), Erbrechen
                                              Übelkeit (10,0%)        (12%), Übelkeit (20%)
Häufig                Diarrhö, Erbrechen,     Erhöhte Amylasen        Flatulenz
                      Bauchschmerzen,         einschliesslich         
                      Übelkeit                erhöhter Pankreas-Amyl  
                                              ase, erhöhte Serum-Lip  
                                              ase, Erbrechen,         
                                              Bauchschmerzen,         
                                              Dyspepsie               
Gelegentlich          Akute Pankreatitis                              
Nicht bekannt*                                                        Pankreatitis, erhöhte
                                                                      Serum-Amylase, Bauchschmerzen
Leber- und Gallenerk
rankungen
Häufig                Erhöhte Aspartat-Amino  Erhöhte Serum-AST       
                      transferase (AST),      und/oder erhöhte        
                      erhöhte Alanin-Aminotr  Serum-ALT, Hyperbiliru  
                      ansferase (ALT),        binämie                 
                      erhöhte Gammaglutamylt                          
                      ransferase (GGT)                                
Gelegentlich          Akute Hepatitis                                 
Nicht bekannt*        Leberversagen                                   Hepatitis, erhöhte Transaminas
                                                                      ewerte, Hepatosteatose
Erkrankungen der
Haut und des Unterha
utgewebes
Sehr häufig           Exantheme (11,6%,                               
                      alle Schweregrade 18%)                          
Häufig                Pruritus                Allergische Reaktion,   
                                              vesikulobullöses        
                                              Exanthem, pustulöses    
                                              Exanthem, makulopapulö  
                                              ses Exanthem, Exanthem  
                                              e, Pruritus, Urtikaria  
                                              , Hyperpigmentierung    
                                              der Haut                
Gelegentlich          Stevens-Johnson-Syndro                          
                      m, Erythema multiforme                          
                      , schweres Exanthem                             
                      (<1%)                                           
Nicht bekannt*        photoallergische                                Exantheme
                      Dermatitis                                      
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Sehr häufig                                   Erhöhte Kreatinkinase   
                                              (10,2%)                 
Häufig                                                                Abnahme der Knochenmineraldich
                                                                      te**
Nicht bekannt*                                                        Rhabdomyolyse, Osteomalazie
                                                                      (manifestiert als Knochenschme
                                                                      rzen und selten Mitursache
                                                                      bei Frakturen), Muskelschwäche
                                                                      , Myopathie
Erkrankungen der
Nieren und Harnwege
Nicht bekannt*                                                        Akutes Nierenversagen,
                                                                      Nierenversagen, akute
                                                                      Tubulusnekrose, proximale
                                                                      renale Tubulopathie
                                                                      einschliesslich Fanconi-Syndro
                                                                      m, Nephritis (einschliesslich
                                                                      akuter interstitieller
                                                                      Nephritis), nephrogener
                                                                      Diabetes insipidus,
                                                                      Niereninsuffizienz, erhöhtes
                                                                      Kreatinin, Proteinurie,
                                                                      Polyurie
Erkrankungen der
Geschlechtsorgane
und der Brustdrüse
Gelegentlich          Gynäkomastie                                    
Allgemeine Erkrankun
gen
Häufig                Müdigkeit               Schmerzen, Asthenie     
Nicht bekannt*                                                        Asthenie

 
* Diese unerwünschten Wirkungen wurden im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung der Sicherheit beobachtet; die Häufigkeit ist nicht bekannt.
** Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung wurde auf der Grundlage von Sicherheitsdaten aus verschiedenen klinischen Studien mit Tenofovirdisproxil bei HBV-infizierten Patienten geschätzt. Siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Immun-Reaktivierungs-Syndrom: Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z.B. Morbus Basedow) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Metabolische Parameter: Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglucosewerte auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Psychiatrische Symptome unter Efavirenz: Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Anamnese scheinen ein grösseres Risiko für schwere psychiatrische unerwünschte Wirkungen zu haben; mit einer Häufigkeit, die von 0,3% für manische Reaktionen bis zu 2,0% für schwere Depressionen und Selbstmordgedanken reicht.
Nervensystem-bedingte Symptome unter Efavirenz: In kontrollierten, klinischen Studien traten bei 19,4% der Patienten im Vergleich zu 9,0% der Patienten in der Kontrollgruppe nervensystem-bedingte Symptome von mittelschwerer bis schwerer Intensität auf. Diese Symptome waren bei 2,0% der Patienten unter einmal täglich 600 mg Efavirenz und bei 1,3% der Patienten in der Kontrollgruppe schwerwiegend. In klinischen Studien brachen 2,1% der mit 600 mg Efavirenz behandelten Patienten die Therapie aufgrund von nervensystem-bedingten Symptomen ab.
Nervensystem-bedingte Symptome treten im Allgemeinen innerhalb der ersten beiden Therapietage auf und klingen in der Regel nach den ersten zwei bis vier Wochen ab. Nervensystem-bedingte Symptome können häufiger auftreten, wenn Efavirenz zu den Mahlzeiten eingenommen wird, wohl aufgrund von erhöhten Efavirenz-Plasmaspiegeln (siehe "Pharmakokinetik" ). Die Einnahme vor dem Schlafengehen scheint die Toleranz gegenüber diesen Symptomen zu verbessern (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Analysen der Langzeitdaten aus einer klinischen Studie (mediane Nachbeobachtung 180 Wochen, 102 Wochen bzw. 76 Wochen für Patienten, die mit Efavirenz + Zidovudin + Lamivudin, Efavirenz + Indinavir oder Indinavir + Zidovudin + Lamivudin behandelt wurden) zeigten, dass bei einer Therapie über 24 Wochen hinaus die Inzidenzen von erstmalig auftretenden nervensystem-bedingten Symptomen bei mit Efavirenz behandelten Patienten generell denen in der Kontrollgruppe ähnlich waren.
Patienten mit HIV/HBV- oder HCV-Koinfektion: Nur eine limitierte Anzahl von Patienten in Studie GS-01-934 war mit HBV (n = 13) oder HCV (n = 26) koinfiziert. Das Sicherheitsprofil von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei diesen koinfizierten Patienten ähnelte dem von HIV-infizierten Patienten ohne Koinfektion. Wie jedoch bei dieser Patienten-Population zu erwarten, kamen erhöhte AST- und ALT-Werte häufiger vor als bei Patienten mit alleiniger HIV-Infektion.
Exazerbation der Hepatitis nach Absetzen der Behandlung: Bei HIV-infizierten Patienten mit HBV-Koinfektion können nach Absetzen der Behandlung klinische und laborchemische Hinweise von Exazerbationen der Hepatitis auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Hautausschlag unter Efavirenz: Bei den Exanthemen handelt es sich in der Regel um leichte bis mittelschwere makulopapulöse Exantheme, die innerhalb der ersten beiden Wochen der Therapie mit Efavirenz auftreten. Bei den meisten Patienten klingen diese Exantheme bei fortgesetzter Therapie mit Efavirenz innerhalb eines Monats ab. In klinischen Studien brachen 1,7% der mit Efavirenz behandelten Patienten die Therapie aufgrund des Exanthems ab. Die Behandlung mit Efavirenz kann bei Patienten, die wegen Auftreten eines Exanthems die Therapie mit Efavirenz abgesetzt hatten, wieder aufgenommen werden. Wird die Behandlung mit Efavirenz wieder aufgenommen, ist der Einsatz geeigneter Antihistaminika und/oder Kortikosteroide zu empfehlen.
Die Erfahrungen mit Efavirenz bei Patienten, die andere antiretrovirale Wirkstoffe der NNRTI-Klasse abgesetzt haben, sind limitiert. 19 Patienten, die Nevirapin aufgrund eines Exanthems abgesetzt hatten, wurden mit Efavirenz behandelt. Bei neun dieser Patienten trat während der Therapie mit Efavirenz ein leichtes bis mittelschweres Exanthem auf, zwei brachen die Therapie wegen eines Exanthems ab.
Generalisierte motorische Schwäche: Sehr selten wurde unter der Behandlung mit Nukleosid-Analoga eine generalisierte motorische Schwäche beobachtet, welche klinisch einem Krankheitsbild wie dem Guillain-Barré-Syndrom ähnelte. Eine solche motorische Schwäche kann mit und ohne Hyperlaktatämie einschliesslich respiratorischer Insuffizienz auftreten (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Osteonekrose: Fälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des Auftretens ist unbekannt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Proximale renale Tubulopathie unter Tenofovirdisoproxil: Folgende unerwünschte Wirkungen, die in den oben erwähnten Organklassen aufgeführt sind, können als Folge einer proximalen renalen Tubulopathie auftreten: Rhabdomyolyse, Osteomalazie (manifestiert als Knochenschmerzen und selten Mitursache bei Frakturen), Hypokaliämie, Muskelschwäche, Myopathie und Hypophosphatämie. Liegt keine proximale renale Tubulopathie vor, wird kein kausaler Zusammenhang dieser Ereignisse mit der Therapie mit Tenofovirdisoproxil angenommen. In der Regel klang eine proximale renale Tubulopathie nach dem Absetzen von Tenofovirdisoproxil ab oder verbesserte sich. Allerdings verbesserte sich bei einigen Patienten trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil die verringerte Kreatinin-Clearance nicht wieder vollständig. Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung (beispielsweise Patienten mit schon bestehenden Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Patienten, die gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel erhalten) besteht ein erhöhtes Risiko, dass es bei ihnen trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil zu einer unvollständigen Erholung der Nierenfunktion kommt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Laktatazidose: Fälle von Laktatazidose wurden bei der Einnahme von Tenofovirdisoproxil allein oder in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln berichtet. Patienten mit prädisponierenden Faktoren wie einer dekompensierten Lebererkrankung oder Patienten, die Begleitmedikamente erhalten, von denen bekannt ist, dass sie eine Laktatazidose auslösen, haben ein erhöhtes Risiko, während der Tenofovirdisoproxilbehandlung eine schwere Laktatazidose zu bekommen, einschliesslich tödlicher Verläufe.
Laborwertabweichungen
Amylase unter Efavirenz: In klinischen Studien wurde bei 10% der mit Efavirenz und 6% der mit einer Kontrolltherapie behandelten Patienten ein asymptomatischer Anstieg des Amylasespiegels im Serum auf >1,5-mal ULN (= Obergrenze des Normbereichs) festgestellt. Die klinische Signifikanz des asymptomatischen Anstieges des Amylasespiegels im Serum ist unbekannt.
Interaktion mit dem Cannabinoid-Test: Efavirenz bindet nicht an Cannabinoid-Rezeptoren. Bei nicht-infizierten Probanden und HIV-infizierten Patienten, die Efavirenz erhielten, wurden basierend auf einigen Screening Assays falsch-positive Ergebnisse des Cannabinoid-Tests im Urin berichtet. In solchen Fällen werden Bestätigungtests durch spezifischere Methoden wie z.B. Gaschromatographie/Massenspektrometrie empfohlen.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Einige Patienten, die versehentlich zweimal täglich 600 mg Efavirenz einnahmen, berichteten über verstärkte nervensystem-bedingte Symptome. Bei einem Patienten wurden unwillkürliche Muskelkontraktionen beobachtet.
Bei einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen einer Toxizität (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ) zu beobachten und falls erforderlich, müssen entsprechende unterstützende Standardtherapiemassnahmen eingeleitet werden.
Aktivkohle kann zur Entfernung von nicht absorbiertem Efavirenz verabreicht werden. Es gibt kein spezifisches Antidot für überdosiertes Efavirenz. Aufgrund der starken Proteinbindung von Efavirenz ist es unwahrscheinlich, dass durch Dialyse signifikante Mengen aus dem Blut entfernt werden können.
Bis zu 30% der Emtricitabin-Dosis und ungefähr 10% der Tenofovir-Dosis können durch Hämodialyse eliminiert werden. Es ist nicht bekannt, ob Emtricitabin oder Tenofovir auch durch Peritonealdialyse eliminiert werden können.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
J05AR06
Wirkungsmechanismus
Efavirenz ist ein HIV-1 spezifischer nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) und ein nicht-kompetitiver Inhibitor der Reversen Transkriptase von HIV-1 ohne signifikanten hemmenden Effekt gegenüber der HIV-2-Reversen Transkriptase oder den zellulären DNA-Polymerasen α, β, γ oder δ. Emtricitabin ist ein Nukleosid-Analogon von Cytidin. Tenofovirdisoproxilsalz wird in vivo in Tenofovir umgewandelt, ein Nukleosidmonophosphat-(Nukleotid-)Analogon von Adenosinmonophosphat.
Emtricitabin und Tenofovir werden durch zelluläre Enzyme zu Emtricitabin-Triphosphat bzw. Tenofovir-Diphosphat phosphoryliert. In-vitro-Studien belegen, dass sowohl Emtricitabin als auch Tenofovir vollständig phosphoryliert werden können, wenn sie in Zellkulturen kombiniert werden. Emtricitabin-Triphosphat und Tenofovir-Diphosphat hemmen die HIV-1-Reverse Transkriptase kompetitiv und bewirken auf diese Weise einen DNA-Kettenabbruch.
Sowohl Emtricitabin-Triphosphat als auch Tenofovir-Diphosphat hemmen die DNA-Polymerasen von Säugetieren nur geringfügig. Es liegen keine Hinweise auf eine mitochondriale Toxizität in vitro oder in vivo vor.
Kardiale Elektrophysiologie
Der Effekt von Efavirenz auf das QTc-Intervall wurde in einer positiv- und placebokontrollierten Open-label QTc-Studie evaluiert. Bei dieser Studie mit einer fixen Einzelsequenz, 3-Perioden und einem 3-fach Cross-over Design wurden 58 gesunde Probanden, die reich waren an CYP2B6 Polymorphismen, untersucht. Nach Gabe einer Tagesdosis von 600 mg Efavirenz über eine Behandlungszeit von 14 Tagen betrug der mittlere Cmax-Wert bei Probanden mit CYP2B6 *6/*6 Genotyp das 2,25-fache des mittleren Cmax-Wertes bei Probanden mit CYP2B6 *1/*1 Genotyp. Eine positive Korrelation zwischen der Efavirenz-Konzentration und der Verlängerung des QTc-Intervalls wurde beobachtet. Infolge dieser Korrelation betrugen bei Probanden mit CYP2B6 *6/*6 Genotyp nach Gabe einer Tagesdosis von 600 mg über eine Behandlungszeit von 14 Tagen die mittlere Verlängerung des QTc-Intervalls 8,7 ms und die dazugehörige obere Grenze des 90%- Konfidenzintervalls 11,3 ms (siehe "Interaktionen" ). 
Pharmakodynamik
Antivirale Aktivität in vitro: Efavirenz zeigte antivirale Aktivität gegen die meisten non-B-Isolate (Subtypen A, AE, AG, C, D, F, G, J und N), hatte aber eine verringerte antivirale Aktivität gegen Viren der Gruppe O. Emtricitabin zeigte antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F und G. Tenofovir zeigte antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F, G und O. Sowohl Emtricitabin als auch Tenofovir zeigten stammspezifische Aktivität gegen HIV-2 und antivirale Aktivität gegen HBV.
In Kombinationsstudien zur antiviralen Aktivität von Efavirenz und Emtricitabin, Efavirenz und Tenofovir und von Emtricitabin und Tenofovir wurden in vitro additive bis synergistische antivirale Effekte beobachtet.
Resistenz: Resistenz gegenüber Efavirenz lässt sich in vitro selektieren und führte zu einzelnen oder multiplen Aminosäuresubstitutionen in der HIV-1-Reversen Transkriptase, einschliesslich L100I, V108I, V179D und Y181C. In klinischen Studien mit Efavirenz war K103N die am häufigsten beobachtete Mutation an der Reversen Transkriptase in Virusisolaten von Patienten mit einem Wiederanstieg der Viruslast. Mutationen an den Reverse-Transkriptase-Positionen 98, 100, 101, 108, 138, 188, 190 oder 225 wurden ebenfalls beobachtet, aber mit geringerer Häufigkeit und oft nur zusammen mit K103N. Kreuzresistenzprofile für Efavirenz, Nevirapin und Delavirdin in vitro zeigten, dass die K103N-Mutation bei allen drei NNRTIs zu einem Empfindlichkeitsverlust führt.
Das Potenzial für eine Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und NRTIs ist aufgrund der unterschiedlichen Bindungsorte am Zielenzym und der unterschiedlichen Wirkungsmechanismen gering. Das Potenzial für eine Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und Proteaseinhibitoren ist aufgrund der verschiedenen beteiligten Zielenzyme gering.
Resistenz gegenüber Emtricitabin oder Tenofovir ist in vitro und bei einigen HIV-1-infizierten Patienten beschrieben worden – bei Emtricitabin aufgrund der Entwicklung einer M184V- oder M184I-Mutation an der Reversen Transkriptase und bei Tenofovir aufgrund der Entwicklung einer K65R-Mutation an der Reversen Trankriptase. Emtricitabin-resistente Viren mit der M184V/I-Mutation waren kreuzresistent gegenüber Lamivudin, blieben aber empfindlich gegenüber Didanosin, Stavudin, Tenofovir und Zidovudin. Die K65R-Mutation kann auch durch Abacavir oder Didanosin selektiert werden und vermindert die Empfindlichkeit gegenüber diesen Wirkstoffen sowie gegenüber Lamivudin, Emtricitabin und Tenofovir. Die Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha bei Patienten, deren HIV-1 eine K65R-Mutation zeigt, ist zu vermeiden. Sowohl bei der K65R- als auch bei der M184V/I-Mutation bleibt die Empfindlichkeit gegenüber Efavirenz unbeeinträchtigt. Darüber hinaus wurde durch Tenofovir eine K70E-Substitution in der HIV-1-RT (Reverse Transkriptase) selektiert, was eine geringfügig verminderte Empfindlichkeit gegenüber Abacavir, Emtricitabin, Lamivudin und Tenofovir zur Folge hatte.
Patienten, bei denen HIV-1 drei oder mehr Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen (TAMs) einschliesslich einer M41L- oder einer L210W-Mutation an der Reversen Transkriptase aufwies, zeigten eine reduzierte Empfindlichkeit gegenüber Tenofovirdisoproxil.
Resistenzentwicklung in vivo (antiretroviral naive Patienten): In einer offenen, randomisierten klinischen Studie über 144 Wochen (GS-01-934) bei antiretroviral naiven Patienten, die Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil als Monopräparate (oder ab Woche 96 bis Woche 144 Efavirenz und die Fixkombination Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (Truvada)) erhielten, wurde bei allen Patienten mit einem bestätigten HIV-RNA-Wert >400 Kopien/ml in Woche 144 oder bei vorzeitigem Studienabbruch eine Genotypisierung der Plasma-HIV-1-Isolate durchgeführt (siehe "Klinische Wirksamkeit" ). Die Ergebnisse in Woche 144:
-Die M184V/I-Mutation wurde bei 2 von 19 (10,5%) analysierten Virusisolaten von Patienten aus der mit Efavirenz + Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil behandelten Gruppe und bei 10 von 29 (34,5%) analysierten Virusisolaten aus der mit Efavirenz + Lamivudin/Zidovudin behandelten Gruppe nachgewiesen (p-Wert <0,05, Exakter Test nach Fisher zum Vergleich aller Patienten der Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil-Gruppe mit denen der Lamivudin/Zidovudin-Gruppe).
-Keines der untersuchten Viren zeigte die K65R- oder die K70E-Mutation.
-Eine genotypische Resistenz gegenüber Efavirenz, hauptsächlich die K103N-Mutation, entwickelte sich bei Viren von 13 von 19 (68%) Patienten der Efavirenz + Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil-Gruppe und bei Viren von 21 von 29 (72%) Patienten der Vergleichsgruppe. Eine Zusammenfassung der Entwicklung von Resistenzmutationen zeigt Tabelle 5.
Tabelle 5: Resistenzentwicklung bis Woche 144 der Studie GS-01-934

                      Efavirenz+Emtricitab  Efavirenz+ Lamivudin
                      in+Tenofovirdisoprox  /Zidovudin(n = 243)
                      il(n = 244)           
Resistenzanalyse      19                    31
bis Woche 144                               
Genotypisierungen     19                    (100%)                29                    (100%)
während der Therapie                                                                    
Efavirenz-Resistenz1  13                    (68%)                 21                    (72%)
K103N                 8                     (42%)                 18*                   (62%)
K101E                 3                     (16%)                 3                     (10%)
G190A/S               2                     (10,5%)               4                     (14%)
Y188C/H               1                     (5%)                  2                     (7%)
V108I                 1                     (5%)                  1                     (3%)
P225H                 0                                           2                     (7%)
M184V/I               2                     (10,5%)               10*                   (34,5%)
K65R                  0                                           0                     
K70E                  0                                           0                     
TAMs2                 0                                           2                     (7%)
* p < 0,05, Exakter
Test nach Fisher
zum Vergleich aller
Patienten der
Efavirenz + Emtricit
abin + Tenofovirdiso
proxilfumarat-Gruppe
 mit denen der
Efavirenz + Lamivudi
n/ Zidovudin-Gruppe
1 Weitere Efavirenz-
Resistenz-Mutationen
: A98G (n = 1),
K103E (n = 1),
V179D (n = 1),
M230L (n = 1) 2
Thymidin-Analoga-ass
oziierte Mutationen,
 z.B. D67N (n = 1)
und K70R (n = 1)

 
Weitere Informationen zur Resistenzentwicklung in vivo bei diesen Arzneimitteln entnehmen Sie bitte den Fachinformationen zu den einzelnen Wirkstoffen.
Klinische Wirksamkeit
In einer offenen, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934) über 144 Wochen erhielten antiretroviral naive HIV-1-infizierte Patienten entweder einmal täglich eine Therapie mit Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil oder zweimal täglich eine Fixkombination aus Lamivudin und Zidovudin (Combivir) plus einmal täglich Efavirenz. Patienten, die die 144-wöchige Behandlung in einer der Behandlungsgruppen der Studie GS-01-934 abgeschlossen hatten, konnten optional in eine offene Verlängerungsphase der Studie mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln, auf nüchternen Magen eingenommen, wechseln. Es liegen vorläufige 24-Wochen-Daten von insgesamt 286 auf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln umgestellten Patienten vor. 160 von ihnen hatten Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil erhalten, die anderen 126 Combivir plus Efavirenz. Bei der Mehrzahl der Patienten aus beiden Behandlungsgruppen blieb die Virussuppression nach der Umstellung auf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel erhalten. Bei 91% der Patienten blieb die Plasmakonzentration der HIV-1-RNA nach 24 Wochen Behandlung mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln bei <50 Kopien/ml; bei 97% blieb sie bei <400 Kopien/ml (Intent-To-Treat-Analyse; Fehlende Daten= Versagen).
Studie AI266073 war eine offene, randomisierte Studie über 48 Wochen mit HIV-infizierten Patienten, in der die Wirksamkeit von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln mit der Wirksamkeit einer antiretroviralen Therapie aus zwei Nukleosid- oder Nukleotid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs) und einem Proteaseinhibitor oder einem nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor verglichen wurde. Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel wurde auf nüchternen Magen eingenommen (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Bei den Patienten hatte zuvor noch keine andere antiretrovirale Therapie virologisch versagt, es waren keine HIV-1-Mutationen bekannt, die zu einer Resistenz gegen einen der drei Wirkstoffe von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln führen, und sie waren seit mindestens drei Monaten vor Studienbeginn virussupprimiert. Die Patienten wurden entweder auf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel umgestellt (N = 203) oder behielten ihre bisherige antiretrovirale Therapie (N = 97) bei. Die 48-Wochen-Daten zeigten, dass bei den Patienten, die nach der Randomisierung auf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel umgestellt wurden, hohe Raten an Virussuppression, vergleichbar mit denjenigen bei der bisherigen Therapie, aufrechterhalten blieben (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: 48-Wochen-Daten zur Wirksamkeit aus Studie AI266073, in der Patienten mit Virussuppression unter ART Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel erhielten

                      Behandlungsgruppe         
Endpunkt              Efavirenz-Emtricitabin-T  Fortführung der       Unterschied zwischen
                      enofovir-haltige          bisherigen Therapie   Efavirenz-Emtricitabin-Tenofov
                      Arzneimittel(N = 203)     (N = 97) n/N (%)      ir-haltigen Arzneimitteln und
                      n/N (%)                                         der bisherigen Therapie
                                                                      (95%-KI)
Patienten mit
HIV-1-RNA <50
Kopien/ml
Responder (TLOVR)     87,2%                     84,5%                 2,6% (-5,9% bis 11,1%)
PVR (KM)              94,5%                     85,5%                 8,9% (-7,7% bis 25,6%)
F=Ausgeschlossen      179/181 (98,9%)           85/87 (97,7%)         1,2% (-2,3% bis 6,7%)
F=Versagen            179/203 (88,2%)           85/97 (87,6%)         0,5% (-7,0% bis 9,3%)
Patienten mit
HIV-1-RNA <200
Kopien/ml
Responder (TLOVR)     89,2%                     87,6%                 1,1% (-6,7% bis 8,8%)
PVR (KM)              98,4%                     98,9%                 -0,5% (-3,2% bis 2,2%)
F=Ausgeschlossen      181/181 (100%)            87/87 (100%)          0% (-2,4% bis 4,2%)
F=Versagen            181/203 (89,2%)           87/97 (89,7%)         -0,5% (-7,6% bis 7,9%)

 
Responder (TLOVR): Responder-Analyse nach dem Time to Loss Of Virologic Response-Algorithmus (TLOVR, Zeit bis zum Verlust der virologischen Wirksamkeit)
PVR (KM): Pure Virologic Response (reine virologische Wirksamkeit), nach der Kaplan-Meier-Methode (KM) ermittelt
F: Fehlende Daten
Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion: Limitierte klinische Erfahrungen bei Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion weisen darauf hin, dass die Therapie mit Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer ART zur Kontrolle der HIV-Infektion auch zu einer Senkung des HBV-DNA-Titers führt (Senkung um 3 log10 bzw. Senkung um 4 bis 5 log10) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten Patienten wurde mit den Monopräparaten bestimmt. Die Bioäquivalenz von 600 mg Efavirenz, 200 mg Emtricitabin und 245 mg Tenofovirdisoproxil bei einmaliger Verabreichung einer Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Filmtablette im Vergleich zur gleichzeitigen Verabreichung der Monopräparate bei nüchternen gesunden Probanden wurde in der Studie GS-US-177-0105 untersucht (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7: Zusammenfassung der pharmakokinetischen Daten aus Studie GS-US-177-0105

                      Efavirenz(n = 45)     Emtricitabin(n = 45)  Tenofovirdisoproxil(
                                                                  n = 45)
Parameter             Test                  Referenz              GMR (%)(90%-KI)       Test                  Referenz              GMR (%)(90%-KI)       Test                  Referenz              GMR (%)(90%-KI)
Cmax (ng/ml)          2'264,3(26,8)         2'308,6(30,3)         98,79(92,28, 105,76)  2'130,6(25,3)         2'384,4(20,4)         88,84(84,02, 93,94)   325,1(34,2)           352,9(29,6)           91,46(84,64, 98,83)
AUC0-last (ng•h/ml)   125'623,6(25,7)       132'795,7(27,0)       95,84(90,73, 101,23)  10'682,6(18,1)        10'874,4(14,9)        97,98(94,90, 101,16)  1'948,8(32,9)         1'969,0(32,8)         99,29(91,02, 108,32)
AUCinf (ng•h/ml)      146'074,9(33,1)       155'518,6(34,6)       95,87(89,63, 102,55)  10'854,9(17,9)        11'054,3(14,9)        97,96(94,86, 101,16)  2'314,0(29,2)         2'319,4(30,3)         100,45(93,22,
                                                                                                                                                                                                      108,23)
T½(h)                 180,6(45,3)           182,5(38,3)                                 14,5(53,8)            14,6(47,8)                                  18,9(20,8)            17,8(22,6)            

 
Test: Eine Fixkombinationstablette, nüchtern eingenommen
Referenz: Einzeldosis mit einer 600-mg-Efavirenz-Tablette, einer 200-mg-Emtricitabin-Kapsel und einer 300-mg-Tenofovirdisoproxil-Tablette, nüchtern eingenommen
Die Angaben für Test und Referenz sind Mittelwerte (% Variationskoeffizient)
GMR=geometrisch mittlere Ratio auf Grundlage der adjustierten Mittelwerte; KI=Konfidenzintervall
Absorption
Bei HIV-infizierten Patienten wurde die maximale Efavirenz-Plasmakonzentration nach fünf Stunden erreicht und die Steady-state-Plasmakonzentration innerhalb von 6 bis 7 Tagen. Bei 35 Patienten, die einmal täglich 600 mg Efavirenz erhielten, lag die maximale Plasmakonzentration im Steady-state (Cmax) bei 12,9 ± 3,7 µM (29%) (Mittelwert ± Standardabweichung SD [Variationskoeffizient CV in %]), der Mittelwert von Cmin im Steady-state bei 5,6 ± 3,2 µM (57%) und der AUC-Wert bei 184 ± 73 µM•h (40%).
Emtricitabin wird rasch absorbiert; die maximale Plasmakonzentration wird 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme erreicht. Nach wiederholter oraler Gabe von Emtricitabin an 20 HIV-infizierte Patienten lag bei einem Dosierungsintervall von 24 Stunden die Cmax im Steady-state bei 1,8 ± 0,7 µg/ml (Mittelwert ± SD) (39% CV), die Cmin bei 0,09 ± 0,07 µg/ml (80%) und die AUC bei 10,0 ± 3,1 µg•h/ml (31%).
Nach oraler Verabreichung einer 300 mg-Einzeldosis Tenofovirdisoproxil an HIV-1-infizierte Patienten im Nüchternzustand wurde die maximale Tenofovir-Konzentration innerhalb einer Stunde erreicht, die Cmax und die AUC (Mittelwert ± SD) (% CV) betrugen 296 ± 90 ng/ml (30%) und 2'287 ± 685 ng•h/ml (30%). Die orale Bioverfügbarkeit von Tenofovir aus Tenofovirdisoproxil betrug bei nüchternen Patienten rund 25%.
Einfluss von Nahrung:
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltige Arzneimittel wurden nicht mit gleichzeitiger Nahrungsaufnahme untersucht. Nach Verabreichung von Efavirenz-Kapseln mit einer fettreichen Mahlzeit stiegen die mittleren AUC- und Cmax-Werte von Efavirenz um 28% bzw. 79% im Vergleich zur Einnahme im Nüchternzustand an. Im Vergleich zur Einnahme im Nüchternzustand führte die Einnahme von Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin zusammen mit einer fettreichen oder einer leichten Mahlzeit zu einem Anstieg der mittleren AUC- und Cmax-Werte von Tenofovir um 35% bzw. 15%; wobei die Emtricitabin-Exposition unverändert blieb.
Es wird empfohlen, Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha auf nüchternen Magen einzunehmen, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Efavirenz-Konzentrationen und damit die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen erhöhen kann (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
Distribution
Efavirenz wird stark (>99%) an humane Plasmaproteine, vorwiegend Albumin, gebunden.
Die In-vitro-Bindung von Emtricitabin an humane Plasmaproteine lag bei weniger als 4% und ist im Bereich von 0,02 bis 200 µg/ml konzentrationsunabhängig. Nach intravenöser Verabreichung betrug das Verteilungsvolumen von Emtricitabin ungefähr 1,4 l/kg. Nach oraler Gabe wird Emtricitabin breit im gesamten Körper verteilt. Die mittlere Ratio von Plasma- zu Blutkonzentration betrug rund 1,0; die mittlere Ratio von Sperma- zu Plasmakonzentration ungefähr 4,0.
Die In-vitro-Bindung von Tenofovir an humanes Plasma- oder Serumprotein betrug in einem Konzentrationsbereich zwischen 0,01 und 25 µg/ml weniger als 0,7% (Plasmaproteine) bzw. 7,2% (Serumproteine). Nach intravenöser Verabreichung betrug das Verteilungsvolumen von Tenofovir ungefähr 800 ml/kg. Nach oraler Gabe wird Tenofovir breit im gesamten Körper verteilt.
Metabolismus
Humanstudien und In-vitro-Studien mit humanen Lebermikrosomen haben gezeigt, dass Efavirenz vorwiegend durch das Cytochrom-P450-System zu hydroxylierten Metaboliten metabolisiert wird, mit anschliessender Glukuronidierung dieser hydroxylierten Metaboliten. Diese Metaboliten sind gegen HIV-1 praktisch inaktiv. Die In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass CYP3A4 und CYP2B6 die wichtigsten für den Abbau von Efavirenz verantwortlichen Isoenzyme sind und dass Efavirenz die P450-Isoenzyme 2C9, 2C19 und 3A4 hemmt. In In-vitro-Studien hemmte Efavirenz CYP2E1 nicht. CYP2D6 und CYP1A2 hemmte es nur bei Konzentrationen, die weit über den erreichten klinischen Werten lagen.
Bei Patienten mit homozygoter G516T-Variante des Isoenzyms CYP2B6 kann die Efavirenz-Konzentration im Plasma erhöht sein. Die klinische Bedeutung dieser Assoziation ist nicht bekannt, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Häufigkeit und Schwere Efavirenz-assoziierter unerwünschter Wirkungen zunimmt.
Es konnte gezeigt werden, dass Efavirenz durch Induktion von CYP3A4 und CYP2B6 seinen eigenen Metabolismus induziert, was bei einigen Patienten klinisch relevant sein kann. Bei nicht-infizierten Probanden führten Mehrfachdosen von 200 bis 400 mg/Tag über 10 Tage zu einer geringeren Akkumulation als erwartet (um 22% bis 42% niedriger) und zu einer kürzeren terminalen Halbwertzeit von 40 bis 55 Stunden (Halbwertzeit der Einzeldosis 52 bis 76 Stunden). Es wurde auch gezeigt, dass Efavirenz UGT1A1 induziert. Die Raltegravir-Exposition (Raltegravir ist ein Substrat für UGT1A1) ist in Gegenwart von Efavirenz vermindert (siehe "Interaktionen" , Tabelle 1). Obwohl In-vitro-Daten auf eine Hemmung von CYP2C9 und CYP2C19 durch Efavirenz hindeuten, liegen widersprüchliche Berichte über sowohl erhöhte als auch verminderte Expositionen von Substraten für diese Enzyme bei gleichzeitiger Anwendung mit Efavirenz in vivo vor. Der letztendliche Effekt einer gleichzeitigen Anwendung ist unklar. Efavirenz induziert ebenfalls P-Gp.
Emtricitabin wird nur in geringem Umfang metabolisiert. Die Biotransformation von Emtricitabin umfasst die Oxidation des Thiol-Anteils zu 3'-Sulfoxid-Diastereomeren (ca. 9% der Dosis) sowie die Konjugation mit Glukuronsäure zum 2'-O-Glukuronid (ca. 4% der Dosis). In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass weder Tenofovirdisoproxil noch Tenofovir Substrate für CYP450-Enzyme sind. Weder Emtricitabin noch Tenofovir hemmten in vitro die Metabolisierung von Arzneimitteln, die von einem der wichtigeren humanen, an der Biotransformation von Arzneimitteln beteiligten CYP450-Isoenzyme vermittelt wird. Emtricitabin hemmte auch nicht das für die Glukuronidierung verantwortliche Enzym Uridin-5'-Diphosphoglukuronyl-Transferase.
Elimination
Efavirenz besitzt eine relativ lange terminale Halbwertzeit von mindestens 52 Stunden nach Einzeldosen (siehe auch die oben dargestellten Ergebnisse der Bioäquivalenzstudie) und 40 bis 55 Stunden nach Mehrfachdosen. Ungefähr 14 bis 34% der radioaktiv markierten Efavirenz-Dosis wurden im Harn wieder gefunden, und weniger als 1% der Dosis wurde im Harn als unverändertes Efavirenz ausgeschieden.
Nach oraler Gabe liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Emtricitabin bei ca. 10 Stunden. Emtricitabin wird primär über die Nieren eliminiert, wobei die Dosis vollständig mit dem Urin (ca. 86%) und den Fäzes (ca. 14%) ausgeschieden wird. Dabei lagen 13% der Emtricitabin-Dosis im Urin in Form von drei Metaboliten vor. Die systemische Clearance von Emtricitabin betrug im Durchschnitt 307 ml/min.
Nach oraler Gabe liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Tenofovir bei etwa 12 bis 18 Stunden. Tenofovir wird primär über die Nieren eliminiert, sowohl durch Filtration als auch durch ein aktives tubuläres Transportsystem, wobei nach intravenöser Verabreichung etwa 70 bis 80% der Dosis unverändert über den Urin ausgeschieden werden. Die scheinbare Clearance von Tenofovir betrug im Durchschnitt 307 ml/min. Die renale Clearance wurde auf ungefähr 210 ml/min geschätzt, was die glomeruläre Filtrationsrate übersteigt. Dies deutet darauf hin, dass die aktive tubuläre Sekretion bei der Ausscheidung von Tenofovir eine wichtige Rolle spielt.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit
Es wurden keine pharmakokinetischen Studien mit Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln bei Säuglingen und Kindern durchgeführt (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Es wurden keine pharmakokinetischen Studien mit Efavirenz, Emtricitabin oder Tenofovir bei älteren Patienten (über 65 Jahre) durchgeführt (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Die Pharmakokinetik von Emtricitabin und Tenofovir bei männlichen und weiblichen Patienten ist vergleichbar. Obwohl limitierte Daten darauf hinweisen, dass Frauen sowie asiatische und von den pazifischen Inseln stammende Patienten gegebenenfalls eine höhere Efavirenz-Exposition aufweisen können, scheinen sie nicht eine geringere Toleranz gegenüber Efavirenz zu haben.
Leberfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln wurde bei HIV-infizierten Patienten mit einer Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha mit Vorsicht anzuwenden (siehe "Dosierung/Anwendung" , "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha nicht angewendet werden (siehe "Kontraindikationen" ). Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha wird nicht empfohlen bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung.
In einer Einzeldosis-Studie mit Efavirenz war die Halbwertszeit bei dem einzigen Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung (Klasse C nach Child-Pugh-Turcotte) verdoppelt, was auf ein viel grösseres Anreicherungspotenzial hinweist. In einer Mehrfachdosis-Studie mit Efavirenz zeigte sich bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Klasse A nach Child-Pugh-Turcotte) gegenüber den Kontrollen keine signifikante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Efavirenz. Es lagen keine ausreichenden Daten vor, um beurteilen zu können, ob eine mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung (Klasse B oder C nach Child-Pugh-Turcotte) die Pharmakokinetik von Efavirenz beeinflusst.
Die Pharmakokinetik von Emtricitabin wurde bei nicht-HBV-infizierten Patienten mit unterschiedlich schwerer Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Im Allgemeinen entsprach die Pharmakokinetik von Emtricitabin bei HBV-infizierten Patienten der bei gesunden Probanden und bei HIV-infizierten Patienten.
Tenofovirdisoproxil wurde als Einzeldosis von 300 mg bei nicht-HIV-infizierten Patienten mit unterschiedlich stark ausgeprägten Leberfunktionsstörungen (Definition gemäss der CPT-Klassifikation) angewendet. Die Pharmakokinetik von Tenofovir war bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung nicht wesentlich verändert. Daher ist bei diesen Patienten keine Dosisanpassung für Tenofovirdisoproxil erforderlich.
Nierenfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil nach gleichzeitiger Gabe der Monopräparate oder nach Einnahme von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-haltigen Arzneimitteln wurde bei HIV-infizierten Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung nicht untersucht.
Die pharmakokinetischen Parameter von Emtricitabin 200 mg oder Tenofovirdisoproxil 245 mg wurden hauptsächlich nach einmaliger Gabe der Monopräparate bei nicht HIV-infizierten Patienten mit unterschiedlich schweren Nierenfunktionsstörungen bestimmt. Der Schweregrad der Nierenfunktionsstörung wurde anhand des Ausgangswerts der Kreatinin-Clearance (ClCr) bestimmt (normale Nierenfunktion bei ClCr >80 ml/min, leichte Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 50-79 ml/min, mittelschwere Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 30-49 ml/min und schwere Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 10-29 ml/min).
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Emtricitabin stieg von 12 µg•h/ml (25%) bei Patienten mit normaler Nierenfunktion auf 20 µg•h/ml (6%) bei Patienten mit einer leichten Nierenfunktionsstörung, auf 25 µg•h/ml (23%) bei Patienten mit einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung und auf 34 µg•h/ml (6%) bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Tenofovir stieg von 2'185 ng•h/ml (12%) bei Patienten mit normaler Nierenfunktion auf 3'064 ng•h/ml (30%) bei Patienten mit einer leichten Nierenfunktionsstörung, auf 6'009 ng•h/ml (42%) bei Patienten mit einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung und auf 15'985 ng•h/ml (45%) bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
Bei dialysepflichtigen Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD [end stage renal disease]) (ClCr <10 ml/min) kam es zwischen zwei Hämodialysebehandlungen zu einem ausgeprägten Anstieg der Emtricitabin-Exposition über 72 Stunden auf 53 µg•h/ml (19%) und der Tenofovir-Exposition über 48 Stunden auf 42'857 ng•h/ml (29%).
Die Pharmakokinetik von Efavirenz wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung nicht untersucht. Es wird jedoch weniger als 1% der Efavirenz-Dosis unverändert im Urin ausgeschieden. Die Auswirkung einer Nierenfunktionsstörung auf die Efavirenz-Exposition ist daher wahrscheinlich sehr gering.
Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <50 ml/min) wird die Anwendung von Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha nicht empfohlen, da bei dieser Patientengruppe das Dosisintervall von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil angepasst werden muss, was mit der Kombinationstablette nicht möglich ist (siehe "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).

Präklinische Daten

Präklinische Untersuchungen zu Tenofovirdisoproxilfumarat an Ratten, Hunden und Affen zeigten eine Zielorgantoxizität bezüglich des Gastrointestinaltrakts, der Niere, der Knochen und eine Abnahme der Serumphosphat-Konzentration. Eine Knochentoxizität wurde in Form von Osteomalazie (Affen) und verringerter Knochenmineraldichte (Ratten und Hunde) diagnostiziert. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen an Ratten und Affen deuteten auf eine wirkstoffbedingte Verringerung der intestinalen Phosphatabsorption mit potenzieller sekundärer Verringerung der Knochenmineraldichte hin. Die diesen Toxizitäten zu Grunde liegenden Mechanismen sind nicht vollständig bekannt.
Cynomolgus-Affen erhielten ein Jahr lang oder länger Efavirenz in einer Dosis, die zu mittleren AUC-Werten führte, die etwa um das Zweifache über den Werten lagen, die beim Menschen unter der empfohlenen Dosis erreicht werden. Es wurden Gallengangshyperplasien beobachtet, die sich nach Beendigung der Behandlung zurückbildeten. Bei Ratten wurde eine Gallengangsfibrose beobachtet. Kurzfristige Krampfanfälle wurden bei einigen Affen beobachtet, die Efavirenz für mindestens 1 Jahr in einer Dosierung erhielten, die zu 4- bis 13-fach höheren Plasma-AUC-Werten führte, verglichen mit Menschen, die die empfohlene Dosis erhielten.
Genotoxizität und Kanzerogenität
In den konventionellen Gentoxizitätstests waren Efavirenz und Emtricitabin negativ. Zwei von drei In-vitro-Studien zur Genotoxizität von Tenofovirdisoproxilfumarat waren positiv. Der In-vivo-Mikronukleus-Test war jedoch negativ. Die Kombination von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilfumarat zeigte positive Ergebnisse im In-vitro-Maus-Lymphom-Test, mit vergleichbaren Resultaten wie unter Tenofovirdisoproxilfumarat allein. Im bakteriellen Rückmutationstest (Ames-Test) waren Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilfumarat in Kombination negativ.
Studien zum kanzerogenen Potenzial von Efavirenz zeigten eine höhere Inzidenz von Leber- und Lungentumoren bei weiblichen Mäusen, jedoch nicht bei männlichen Mäusen. Der Mechanismus der Tumorbildung und die potenzielle Bedeutung für den Menschen sind nicht bekannt. Studien zum kanzerogenen Potenzial von Efavirenz bei männlichen Mäusen und männlichen und weiblichen Ratten waren negativ. Während das karzinogene Potenzial beim Menschen unbekannt ist, deuten diese Daten darauf hin, dass der klinische Nutzen von Efavirenz das potenzielle Kanzerogenitätsrisiko beim Menschen aufwiegt.
Tenofovirdisoproxilfumarat zeigte im Rahmen einer Langzeit-Kanzerogenitätsstudie an Ratten bei oraler Anwendung kein kanzerogenes Potenzial. Eine Langzeit-Kanzerogenitätsstudie an Mäusen ergab bei oraler Anwendung eine geringe Inzidenz von Duodenal-Karzinomen, die wahrscheinlich mit der hohen lokalen Konzentration von Tenofovirdisoproxilfumarat im Gastrointestinaltrakt bei Dosierungen von 600 mg/kg/Tag zusammenhängt. Zwar ist der Entstehungsmechanismus der Tumore unklar, doch ist es unwahrscheinlich, dass diese Studienergebnisse für die Anwendung beim Menschen relevant sind.
Emtricitabin zeigte im Rahmen von Langzeit-Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen bei oraler Anwendung kein kanzerogenes Potenzial.
Reproduktionstoxizität
Bei 3 von 20 Feten/Neugeborenen von mit Efavirenz behandelten Cynomolgus-Affen wurden nach Dosen, die zu ähnlichen Efavirenz-Plasmakonzentrationen wie beim Menschen führten, Fehlbildungen beobachtet. Anenzephalie und unilaterale Anophthalmie mit sekundärer Vergrösserung der Zunge (Makroglossie) wurden bei einem Fetus, Mikroophthalmie bei einem anderen und eine Gaumenspalte bei einem dritten Fetus beobachtet. Bei Ratten induzierte Efavirenz fetale Resorptionen. Bei Feten von mit Efavirenz behandelten Ratten und Kaninchen wurden keine Fehlbildungen beobachtet.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Reproduktionstoxizität/entwicklungsspezifischen Toxizität liessen die präklinischen Daten zu Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
In der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und nicht über 25°C lagern.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die Flasche fest verschlossen halten.
Die Flasche ist mit einem kindergesicherten Verschluss versehen und enthält ein Silicagel-Trocknungsmittel.

Zulassungsnummer

66217 (Swissmedic).

Packungen

Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha, Filmtabletten: 1x 30 [A]
Efavirenz-Emtricitabin-Tenofovir-Mepha, Filmtabletten: 3x 30 [A]

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

August 2024
Interne Versionsnummer: 10.1

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