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Information for professionals for Itovebi®:Roche Pharma (Schweiz) AG
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Das allgemeine Sicherheitsprofil von Itovebi basiert auf gepoolten Daten von 335 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die in der randomisierten Phase-III-Studie INAVO120 und in der nicht randomisierten Phase-I-Studie GO39374 Itovebi 9 mg einmal täglich als Mono- oder Kombinationstherapie erhielten.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (mit einer Häufigkeit von ≥20 %) waren Hyperglykämie (63,3 %), Diarrhö (57,6 %), Stomatitis (52,5 %), Übelkeit (44,2 %), Müdigkeit (42,4 %), Anämie (33,7 %), Thrombozytopenie (33,7 %), verminderter Appetit (29,9 %), Erbrechen (29 %), Ausschlag (27,2 %), Kopfschmerzen (26,9 %), Abdominalschmerzen (21,5 %) und Alopezie (20,3 %).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen Grad 3 oder 4 (mit einer Häufigkeit von ≥2 %) waren Hyperglykämie (15,8 %), Thrombozytopenie (9,3 %), Anämie (6,6 %), Stomatitis (4,2 %), erhöhte Alaninaminotransferase (3,9 %), Hypokaliämie (3,9 %), Müdigkeit (3,3 %), Diarrhö (3,3 %) und Gewichtsabnahme (2,7 %). Zu den schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen, die bei > 1 % der Patienten unter Behandlung mit Inavolisib plus Palbociclib plus Fulvestrant auftraten, zählten Harnwegsinfektionen (1,5 %).
Unabhängig vom kausalen Zusammenhang wurden unerwünschte Wirkungen Grad 5 im kombinierten Kollektiv bei 9 Patienten (2,7 %) berichtet. Diese umfassten akutes Koronarsyndrom, hypertrophe Kardiomyopathie, gastrointestinale Blutung, Tod, Covid-19, Peritonitis, Hirnblutung, Schlaganfall und Pleuraerguss. Keine der unerwünschten Wirkungen Grad 5 wurde bei mehr als 1 Patienten gemeldet.
Im selben kombinierten Kollektiv wurden bei 51 Patienten (15,2 %) Reduktionen der Itovebi-Dosis aufgrund von unerwünschten Wirkungen gemeldet. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (mit einer Häufigkeit von ≥2 %), die zu einer Reduktion der Inavolisib Dosis führten, waren Hyperglykämie (5,4 %) und Stomatitis (3,9 %).
Bei 17 Patienten (5,1 %) kam es zu einem Behandlungsabbruch aufgrund von unerwünschten Wirkungen. Die häufigste unerwünschte Wirkung (bei > 1 Patienten gemeldet), die zum Abbruch der Behandlung führte, war Hyperglykämie (0,6 %).
Liste unerwünschter Wirkungen
Die bei der Anwendung von Itovebi beobachteten unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und den üblichen Häufigkeiten wie folgt geordnet: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, < 1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, < 1/100), «selten» (≥1/10'000, < 1/1000), «sehr selten» (< 1/10'000), «nicht bekannt» (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden), siehe Tabelle 4:
Tabelle 4: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Systemorganklasse
Unerwünschte Wirkung

Mono- oder Kombinationstherapie mit Itovebi
N = 335

Placebo + Palbociclib + Fulvestrant
N = 162

Häufigkeitskategorie (alle Grade)

Alle Grade (%)

Grad 3-4 (%)

Alle Grade (%)

Grad 3-4 (%)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Harnwegsinfekt

Sehr häufig

14,6

1,5*

7,4

0

Covid-19

Sehr häufig

14,9

0,9

10

0,6

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Thrombozytopeniea

Sehr häufig

33,7

9,3*

45,1

4,3

Anämieb

Sehr häufig

33,7

6,6*

36,4

1,9*

Neutrophile (gesamt, absolut) verringert**

Sehr häufig

95,1

82

97

78,8

Hämoglobin verringert**

Sehr häufig

87,5

7,5

85,1

2,5*

Thrombozyten verringert**

Sehr häufig

83,8

15,6

71,4

3,7

Lymphozyten (absolut) verringert**

Sehr häufig

72,1

9

68,2

14,4

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hyperglykämiec

Sehr häufig

63,3

15,8*

9,9

0

Verminderter Appetit

Sehr häufig

29,9

0,9

8,6

0

Hypokaliämie

Sehr häufig

14,6

3,9*

6,2

0

Hypokalzämie

Häufig

7,5

1,2*

2,5

0,6*

Glukose (nüchtern) erhöht**i

Sehr häufig

85,4

12,1

42,9

0

Kalzium verringert**

Sehr häufig

41,9

3,1

31,7

3,7

Kalium verringert**

Sehr häufig

37,5

6,2

20,5

0,6*

Natrium verringert**

Sehr häufig

27,5

2,5

18,6

2,5

Magnesium verringert**

Sehr häufig

26,9

0,6

20,5

0

Albumin verringert**

Sehr häufig

25

0,6

18,1

0

Gewicht verringert

Sehr häufig

18,2

2,7

0,6

0

Lipase (nüchtern) erhöht**

Sehr häufig

16

1,4

6,9

0

Glukose (nüchtern) verringert**i

Häufig

6,4

0

3,2

0

Kreatinin erhöht**

Sehr häufig

37,5

1,9

29,8

1,2*

Insulin im Blut erhöht

Häufig

2,7

0

0,6

0

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen

Sehr häufig

26,9

0,6

13,6

0

Augenerkrankungen

Trockenes Auge

Häufig

8,4

0

3,1

0

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Stomatitisd

Sehr häufig

52,5

4,2*

26,5

0

Diarrhö

Sehr häufig

57,6

3,3*

16

0

Übelkeit

Sehr häufig

44,2

2,1*

16,7

0

Abdominalschmerzen e

Sehr häufig

21,5

1,2

0

0

Erbrechen

Sehr häufig

29

1,2*

4,9

1,2*

Dysgeusief

Sehr häufig

19,1

0

0

0

Dyspepsie

Sehr häufig

10,1

0

2,5

0

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Hautausschlagg

Sehr häufig

27,2

0,3

17,3

0

Alopezie

Sehr häufig

20,3

0

5,6

0

Trockene Hauth

Sehr häufig

14,3

0

4,3

0

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Ermüdung

Sehr häufig

42,4

3,3*

25,3

1,2*

Leber- und Gallenerkrankungen

Alaninaminotransferase erhöht

Sehr häufig

17,3

3,9*

13

1,2*

Kombinierter Datensatz umfasst INAVO120 (N = 162, Einstufung basierend auf CTCAE Version 5.0) und GO39374 (N = 173, Einstufung basierend auf CTCAE Version 4.0).
* Es wurden Ereignisse von Grad 4 beobachtet.
** Nur basierend auf der INAVO120-Studie; der zur Berechnung der Rate im Itovebi-Arm verwendete Nenner variierte zwischen 122 und 160 auf der Grundlage der Anzahl der Patienten mit einem Baselinewert und mindestens einem Wert nach der Behandlung, während der zur Berechnung der Rate im Placebo-Arm verwendete Nenner zwischen 131 und 161 auf der Grundlage der Anzahl der Patienten mit einem Baselinewert und mindestens einem Wert nach der Behandlung variierte.
a Umfasst verminderte Thrombozytenzahl und Thrombozytopenie.
b Umfasst Anämie und vermindertes Hämoglobin.
c Umfasst Hyperglykämie, erhöhten Blutzucker, hyperglykämische Krise, erhöhtes glykiertes Serumprotein, beeinträchtigte Glukosetoleranz, Diabetes mellitus, Typ 2 Diabetes mellitus und erhöhtes glykosyliertes Hämoglobin.
d Umfasst aphthöses Ulkus, Glossitis, Glossodynie, Lippengeschwür, Mundgeschwür, Schleimhautentzündung und Stomatitis.
e Umfasst Abdominalschmerzen, Schmerzen im Oberbauch und Schmerzen im Unterbauch.
f Umfasst Dysgeusie, Ageusie und Hypogeusie.
g Umfasst Dermatitis, akneiforme Dermatitis, bullöse Dermatitis, Erythem, Follikulitis, Ausschlag, erythematösen Ausschlag, makulopapulösen Ausschlag, papulösen Ausschlag, juckenden Ausschlag und pustulösen Ausschlag.
h Umfasst trockene Haut, Hautrisse, Xerose und Xerodermie.

Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Hyperglykämie
In der Studie INAVO120 wurde bei 59,9 % der Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, eine Hyperglykämie jeglichen Grades berichtet; Ereignisse Grad 2 oder Grad 3 wurde bei 38,3 % bzw. 5,6 % der Patienten berichtet, und es wurden keine Ereignisse Grad 4 berichtet (basierend auf CTCAE Version 5.0). Bei den Patienten, bei denen eine Hyperglykämie auftrat, war die Rate neuer Hyperglykämie-Ereignisse in den ersten beiden Behandlungsmonaten am höchsten (Bereich: 1 bis 32 Monate), mit einer medianen Zeit bis zum ersten Auftreten von 7 Tagen (Bereich: 2 bis 955 Tage).
Bei den Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, wurden 43,8 % mit Antihyperglykämika behandelt, einschliesslich Metformin als Einzelwirkstoff oder in Kombination mit anderen Antihyperglykämika (d.h. Insulin, DPP-4-Inhibitoren und Sulfonylharnstoffen), SGLT2-Inhibitoren, Thiazolidindionen und DPP-4-Inhibitoren. Bei Patienten mit Nüchternglukosewerten > 160 mg/dl (> 8,9 mmol/l) mit einer Verbesserung des Nüchternglukosewertes um mindestens eine Stufe (siehe Tabelle 2) (n = 52) betrug die mediane Zeit bis zur Verbesserung ab dem ersten Ereignis 8 Tage (Bereich: 2 bis 43 Tage).
Bei 27,8 % der Patienten führte eine Hyperglykämie zur Unterbrechung, bei 2,5 % der Patienten zu einer Reduzierung der Dosis und bei 1,2 % der Patienten zur Beendigung der Anwendung von Itovebi.
Stomatitis und orale Mukositis
Bei 51,2 % Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, wurde über Stomatitis berichtet, wobei bei 32,1 % der Patienten über Ereignisse Grad 1, bei 13,6 % der Patienten über Ereignisse Grad 2 und bei 5,6 % der Patienten über Ereignisse Grad 3 berichtet wurden. Es wurden keine Stomatitis-Ereignisse Grad 4 berichtet. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 13 Tage (Bereich: 1 bis 610 Tage).
Bei 9,9 % der Patienten führte Stomatitis zur Unterbrechung, bei 3,7 % der Patienten zu einer Reduzierung der Dosis und bei 0,6 % der Patienten zur Beendigung der Anwendung von Itovebi.
Von den Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, verwendeten 24,1 % eine Mundspülung mit Dexamethason zur Behandlung von Stomatitis.
In der Studie INAVO120 wurde Kortikosteroid-Mundspülung zur Stomatitis-Prophylaxe empfohlen. Von den Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, verwendeten 19,1 % eine Dexamethason- und 1,2 % eine Triamcinolon-haltige Prophylaxe.
Diarrhö
Bei 48,1 % der Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, wurde über Diarrhö berichtet, wobei bei 27,8 % der Patienten über Ereignisse Grad 1, bei 16,7 % der Patienten über Ereignisse Grad 2 und bei 3,7 % der Patienten über Ereignisse Grad 3 berichtet wurde. Es wurden keine Diarrhö-Ereignisse Grad 4 berichtet. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 15 Tage (Bereich: 2 bis 602 Tage).
Bei 6,8 % der Patienten führte Diarrhö zur Unterbrechung und bei 1,2 % der Patienten zu einer Reduzierung der Dosis von Itovebi; bei keinem Patienten führte Diarrhö zur Beendigung der Anwendung von Itovebi.
Bei 28,4 % der Patienten, die mit Itovebi in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant behandelt wurden, wurden Antidiarrhoika (z.B. Loperamid) zur Behandlung der Beschwerden eingesetzt.
Unerwünschte Wirkungen aus der Postmarketingphase
Nicht zutreffend.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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