Wann ist bei der Anwendung von Flammazine Vorsicht geboten?In folgenden Situationen ist Vorsicht geboten, wenden Sie Flammazine nur auf ärztliche Verschreibung an:
wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide sind;
wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden;
wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung oder an einer akuten Leberentzündung leiden;
wenn Sie an einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene erblich bedingte Stoffwechselstörung, die zur Schädigung der roten Blutkörperchen durch verschieden Arzneimittel führen kann) leiden;
wenn Sie an Hämoglobin-Anomalien (z.B. Hb Köln oder Hb Zürich) oder akuter Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes) leiden.
-Wenn Sie an einer entzündlichen Hauterkrankung mit Blasenbildung (Erythema multiforme) leiden oder einmal gelitten haben
-Wenn bei Ihnen eine krankhafte Blutbildveränderung mit Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) festgestellt wurde
Unter dem Einfluss von Sonnenlicht kann bedingt durch die Einlagerung von Silber (= Argyrose) eine Graufärbung der Haut auftreten. Die mit Flammazine behandelten Körperpartien sind deshalb vor Sonnenbestrahlung und sonstigem UV Licht (Sonnenbaden, Sonnenstudio) zu schützen. Die mit Flammazine behandelten Körperstellen sollten zum Beispiel durch Abdecken mit einem sterilen, luftdurchlässigen Verband oder geeigneter Kleidung geschützt werden.
Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN), die möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Flammazine berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen.
Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Geschwüre) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet.
Das höchste Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN besteht in den ersten Behandlungswochen. Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Flammazine aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit Flammazine behandelt werden.
Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, setzen Sie die Anwendung von Flammazine ab und suchen Sie sofort einen Arzt oder eine Ärztin auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Eine langandauernde oder großflächige Anwendung von Flammazine kann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen.
Anwendung von Flammazine mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Da ein geringer Teil des in Flammazine Creme enthaltenen Wirkstoffes vom Körper aufgenommen werden kann, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln möglich, z.B. mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Behandlung der Zuckerkrankheit und der Epilepsie.
Die Anwendung von Flammazine sollte drei Tage vor und drei Tage nach einer Typhusimpfung vermieden werden.
Beim gleichzeitigen Auftragen anderer Cremen, die eiweissspaltende Enzyme enthalten, kann die Silberkomponente von Flammazine die Wirkung der Enzyme vermindern.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Flammazine hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.
Flammazine enthält Cetylalkohol und Propylenglykol.
Diese Bestandteile können örtlich begrenzte Hautreizungen und Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) verursachen.
Wenden Sie dieses Arzneimittel auf grossflächigen Hautverletzungen oder -schäden nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin an.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
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