Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von JERAYGO Vorsicht geboten?Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie vor dem Beginn der Behandlung an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder wenn während der Einnahme des Arzneimittels eines der folgenden Anzeichen bei Ihnen auftritt.
Leberprobleme
Wie bei anderen Arzneimitteln derselben Klasse, kann JERAYGO möglicherweise zu Leberschäden führen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte vor Beginn der Behandlung und möglicherweise auch während der Behandlung eine Blutuntersuchung durchführen, um zu prüfen, ob Ihre Leber ordnungsgemäß funktioniert. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen Symptome von Leberproblemen auftreten, darunter:
·Übelkeit oder Erbrechen;
·Fieber;
·Schmerzen im rechten Oberbauch (Abdomen);
·Gelbsucht (Gelbfärbung Ihrer Haut oder der weißen Bereiche Ihrer Augen);
·dunkler Urin;
·Juckreiz der Haut;
·ungewöhnliche Müdigkeit oder Erschöpfung;
·Appetitverlust.
Ödeme (Schwellung/Wassereinlagerung)
Wenn Sie während der Anwendung dieses Arzneimittels Anzeichen von Ödemen bemerken, wie z.B. eine ungewöhnliche Gewichtszunahme oder Schwellung der Knöchel, Füße oder Beine, insbesondere in den ersten Wochen der Behandlung, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie wird Ihnen helfen, diese Nebenwirkung zu bewältigen.
Herzkrankheiten
JERAYGO wird bei Patienten mit instabiler oder schwerer Herzerkrankung nicht empfohlen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt:
·Kurzatmigkeit;
·nächtliches Aufwachen mit Kurzatmigkeit;
·schnelle Ermüdung nach leichter körperlicher Aktivität wie Gehen;
·schnelle Gewichtszunahme;
·geschwollene Knöchel oder Füße;
·Schmerzen oder Engegefühl in der Brustregion.
Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen)
Bei diesem Arzneimittel und anderen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten ist es zu einem Abfall des Hämoglobins (des Eiweißes in den roten Blutkörperchen, das den Sauerstoff im Körper transportiert) und des Hämatokrits (des Blutanteils, der aus roten Blutkörperchen besteht), gekommen, was eine Anämie zur Folge haben kann. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen während der Behandlung Symptome einer Anämie auftreten, darunter:
·Schwindel;
·Abgeschlagenheit/Unwohlsein/Schwäche;
·schneller Herzschlag, Herzklopfen;
·Blässe.
Nierenprobleme
Bei Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung besteht während der Behandlung ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Ödemen und Anämie. Die Behandlung mit JERAYGO wird bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung nicht empfohlen.
Patienten ab 75 Jahren
Wenn Sie 75 Jahre oder älter sind, besteht während der Behandlung möglicherweise ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Ödemen, Anämie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihren Hämoglobinspiegel und alle Symptome von Ödemen oder Herzerkrankungen überwachen.
Kinder und Jugendliche
Dieses Arzneimittel darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden, da JERAYGO in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.
JERAYGO enthält Lactose und Natrium
Dieses Arzneimittel enthält einen Zucker namens Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein, wenn Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
JERAYGO kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder niedrigen Blutdruck (Hypotonie) (siehe Auflistung in Abschnitt «Welche Nebenwirkungen kann JERAYGO haben?») verursachen, die Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können.
Einnahme von JERAYGO zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie gleichzeitig Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, rheumatoider Arthritis oder Psoriasis) oder Tizanidin (Arzneimittel zu Behandlung von Muskelkrämpfen) einnehmen. JERAYGO kann die Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.
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