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Fachinformation zu GONAL-f® PEN:Merck (Schweiz) AG
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Dosierung/Anwendung

Eine Behandlung mit gonadotropen Hormonen sollte nur von einem Facharzt/einer Fachärztin durchgeführt werden, der/die mit der Diagnose und Behandlung von Fertilitätsstörungen vertraut ist.
Eine Behandlung mit Gonal-f soll nur nach sorgfältigem Ausschluss aller anderen Ursachen einer Infertilität (mechanisch, immunologisch und andrologisch) begonnen werden und nur, wenn adäquate endokrinologische und klinische Kontrollen gewährleistet sind.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Art der Verabreichung
Gonal-f wird durch subkutane Injektion verabreicht.
Nach entsprechender Schulung kann die Verabreichung auch durch die Patientin selbst oder ihren Partner erfolgen, sofern die ärztlichen Anweisungen strikt eingehalten werden. Die erste Injektion von Gonal-f muss jedoch grundsätzlich unter direkter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Nur solche Patienten sollten sich Gonal-f selbst verabreichen, die motiviert und entsprechend ausgebildet sind und die jederzeit die Möglichkeit haben, ärztlichen Rat einzuholen.
Der Injektionsort sollte täglich gewechselt werden.
Dosierung bei der Frau
Tägliche Dosis, Anwendungsschema und Therapieüberwachung müssen individuell angepasst werden, um die Entwicklung der Follikel zu optimieren und das Risiko einer unerwünschten ovariellen Hyperstimulation zu minimieren. Die nachfolgend genannten empfohlenen Anfangsdosen sollten daher unbedingt eingehalten werden.
Die Anfangsdosis wird individuell anhand der Eigenschaften der Patientin wie Alter, Body-Mass-Index und Markern der ovariellen Reserve, sowie ggf. anhand des Ansprechens auf eine frühere ovarielle Stimulation festgelegt.
Das Ansprechen der Patientin (d.h. Anzahl und Grösse der Follikel) ist mittels Sonographie und/oder Bestimmung der Östrogenspiegel sorgfältig zu überwachen, bis eine adäquate Follikelreifung erreicht wurde. Die Behandlung muss der individuellen ovariellen Reaktion der Patientin angepasst werden. Dabei liefert nur die Sonographie zuverlässige Informationen über die Anzahl der reifenden Follikel sowie deren Grösse.
a.Oligo- oder Amenorrhoe aufgrund hypothalamisch-hypophysärer Dysfunktion (WHO-Gruppe II)
Das Ziel der Anwendung von Gonal-f zusammen mit luteinisierendem Hormon (LH) besteht in der Entwicklung eines einzelnen Graaf'schen Follikels mit anschliessender endgültiger Reifung durch Gabe von humanem Choriongonadotropin (hCG).
Gonal-f kann täglich injiziert werden.
Bei menstruierenden Frauen sollte die Behandlung innerhalb der ersten 7 Tage des Menstruationszyklus beginnen.
Im Allgemeinen wird die Therapie mit 75-150 IE Gonal-f täglich begonnen. Falls erforderlich, sollte die Dosis in Intervallen von 7-oder (vorzugsweise) 14 Tagen jeweils um 37.5 IE (bis 75 IE) r-FSH/Tag erhöht oder reduziert werden, um eine ausreichende ovarielle Reaktion zu erzielen und eine exzessive Reaktion zu vermeiden. Ziel sind dabei Serumestradiol-Spiegel von 1.1-2.9 nMol/L entsprechend 300-800 pg/ml mit einer Erhöhung von ≤100 % innerhalb von 2-3 Tagen sowie ein Durchmesser des dominierenden Follikels ≥18mm. Die maximale Tagesdosis soll 225 IE FSH nicht übersteigen.
Spricht eine Patientin nicht auf die Behandlung an, sollte der entsprechende Behandlungszyklus abgebrochen werden.
Bei erfolgreicher ovarieller Stimulation werden 24-48 Stunden nach der letzten Gonalf-Injektion einmalig 250 Mikrogramm rekombinantes Choriongonadotropin alfa (rhCG) oder 5 000-10'000 IE hCG injiziert. Der Patientin wird empfohlen, am Tag der hCG-Injektion und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu haben. Alternativ kann eine intrauterine Insemination durchgeführt werden.
Im Falle einer exzessiven ovariellen Reaktion ist die Behandlung abzubrechen und auf die hCG-Gabe zu verzichten (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Der nächste Behandlungszyklus sollte in diesem Fall mit einer niedrigeren Dosis begonnen werden.
b.Superovulation im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder anderen ärztlich assistierten Reproduktionsprogrammen
Die Behandlung beginnt am 2. oder 3. Zyklustag üblicherweise mit der Verabreichung von 150-225 IE Gonal-f täglich. Falls eine überschiessende ovarielle Reaktion erwartet wird, kann auch eine Anfangsdosis <150 IE gewählt werden.
Die Behandlung wird fortgesetzt, bis eine adäquate Follikelentwicklung erreicht ist, wobei die Dosis der individuellen Reaktion der Patientin angepasst wird. Im Falle einer geringen ovariellen Reaktion kann die Dosis schrittweise bis auf 450 IE pro Tag gesteigert werden. Die maximale Tagesdosis sollte jedoch 450 IE nicht überschreiten.
Bei erfolgreicher ovarieller Stimulation werden 24-48 Stunden nach der letzten Gonalf-Injektion einmalig 250 Mikrogramm rhCG oder 5 000-10'000 IE hCG injiziert.
Gonal-f kann sowohl in Agonisten-Protokollen als auch in Antagonisten-Protokollen angewendet werden.
c.schwerer LH- und FSH-Mangel
Bei Patientinnen mit schwerem LH- und FSH-Mangel besteht das Ziel der Anwendung von Gonal-f in Verbindung mit luteinisierendem Hormon (LH) in der Unterstützung der Follikelentwicklung mit anschliessender endgültiger Follikelreifung nach Verabreichung von humanem Choriongonadotropin (hCG). Gonal-f muss zusammen mit LH täglich durch subkutane Injektion verabreicht werden. Falls die Patientin unter einer Amenorrhoe leidet und ihre endogene Östrogensekretion niedrig ist, kann mit der Behandlung jederzeit begonnen werden. Bei Patientinnen mit erworbenem LH- und FSH-Mangel, die menstruieren, sollte die Behandlung am zweiten oder dritten Zyklustag begonnen werden.
Üblicherweise wird die Therapie mit 75 IE Lutropin alfa und 75-150 IE FSH täglich begonnen.
Die Sensitivität der Ovarien auf Gonal-f wird erhöht, wenn Gonal-f zusammen mit Lutropin alfa angewendet wird. Wenn eine Erhöhung der FSH-Dosis angezeigt ist, sollte diese vorzugsweise in 7-14tägigen Intervallen und vorzugsweise in Schritten von 37.5-75 IE erfolgen. Eine Dosisanpassung von Follitropin alfa sollte dabei vor einer Dosisanpassung von Lutropin alfa vorgenommen werden.
In klinischen Studien benötigten manche Patientinnen für eine optimale Follikelentwicklung bis zu 225 IE Lutropin alfa und 150 IE Follitropin alfa pro Tag.
Falls eine Patientin nach 3 Behandlungswochen nicht auf die Therapie anspricht, sollte der Zyklus abgebrochen und die Behandlung mit einer höheren Anfangsdosis Follitropin alfa und Lutropin alfa als im vorhergehenden Zyklus wieder begonnen werden.
Nach erfolgreicher Stimulation werden 24-48 Stunden nach der letzten Injektion von Gonal-f und Lutropin alfa einmalig 250 μg r-hCG oder 5'000-10'000 IE hCG injiziert. Der Patientin wird empfohlen, am Tag der hCG-Injektion und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu haben.
Alternativ kann auch ein assistiertes Reproduktionsverfahren (ART) zur Anwendung kommen.
Eine Lutealphasenunterstützung kann in Betracht gezogen werden, da ein Mangel an luteotropen Substanzen (LH/hCG) nach der Ovulation zu einer frühen Inaktivierung des Corpus luteum führen könnte.
Bei überschiessender Reaktion ist die Behandlung zu beenden und kein hCG zu verabreichen. Die Behandlung sollte dann im nächsten Zyklus mit einer niedrigeren FSH-Dosis wiederaufgenommen werden.
Dosierung beim Mann
Die Behandlung soll durch einen Arzt/eine Ärztin eingeleitet werden, der/die in Andrologie spezialisiert ist. Um eine zufriedenstellende Virilisierung zu erreichen, muss eine Behandlung mit hCG vorausgehen.
Gonal-f soll in einer Dosierung von 150 IE dreimal pro Woche zusammen mit hCG mindestens 4 Monate lang verabreicht werden. Wenn die Spermatogenese nach dieser Zeit noch nicht erreicht wurde, wird die Behandlung fortgesetzt. Die gegenwärtige klinische Erfahrung zeigt, dass eine Behandlung für bis zu 18 Monate erforderlich sein kann, um die Spermatogenese zu induzieren.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder und Jugendliche
Gonal-f besitzt in dieser Altersgruppe keine Indikation.
Ältere Patientinnen
Gonal-f besitzt in dieser Altersgruppe keine Indikation.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Follitropin alfa wurden bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht. Daher können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Follitropin alfa wurden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht untersucht. Daher können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

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