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Fachinformation zu Parlodel®:Novartis Pharma Schweiz AG
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Bromocriptinum ut Bromocriptini mesilas.
Hilfsstoffe
Laktose-Monohydrat (116 mg), Maisstärke, Maisquellstärke, Maleinsäure, Magnesiumstearat, Natriumedetat (entspricht 0.06 mg Natrium), hochdisperses Siliciumdioxid

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Akromegalie:
Als Zusatzbehandlung; in speziellen Fällen als Alternativbehandlung zur Chirurgie oder Strahlentherapie.
Hyperprolaktinämie beim Mann:
Prolaktinbedingter Hypogonadismus (Oligospermie, Verlust der Libido, Impotenz).
Prolaktinome: Konservative Behandlung prolaktinsezernierender Mikro- oder Makroadenome der Hypophyse; vor der Operation zur Verkleinerung der Tumore und zur Erleichterung der Exstirpation; nach der Operation bei noch erhöhtem Prolaktinspiegel.
Laktationshemmung aus medizinischen Gründen (z.B. intrapartaler Verlust, Totgeburt, HIV-Infektion der Mutter):
Verhinderung oder Unterdrückung der Laktation im Wochenbett; Verhinderung der Laktation nach Abort; Behandlung einer beginnenden Mastitis im Wochenbett.
Parlodel wird für die Routineprävention oder die Unterdrückung von Milchstaus im Wochenbett, welche mit einfachen Analgetika und Brustunterstützung genügend behandelt werden kann, nicht empfohlen.
Störungen des Menstruationszyklus und Infertilität bei der Frau
Prolaktinabhängige hyperprolaktinämische und scheinbar normoprolaktinämische Zustände: Amenorrhoe (mit oder ohne Galaktorrhoe), Oligomenorrhoe; gestörte Lutealphase; medikamentös bedingte hyperprolaktinämische Störungen (z.B. durch gewisse psychotrope oder blutdrucksenkende Pharmaka).
Prolaktinunabhängige Infertilität bei der Frau: Polyzystisches Ovarialsyndrom; anovulatorische Zyklen (als Ergänzung von Anti-Östrogenen, z.B. Clomiphen).
Parkinson-Syndrom:
Alle Stadien des idiopathischen und postenzephalitischen Parkinson Syndroms, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Parkinson-Therapeutika.

Dosierung/Anwendung

Parlodel soll immer mit dem Essen eingenommen werden.
Akromegalie: Einleitend 1.25 mg (½ Tablette) 2- oder 3×/d; je nach klinischem Ansprechen und Auftreten von unerwünschten Wirkungen allmählich auf 10-20 mg/d steigern.
Hyperprolaktinämie beim Mann: 1.25 mg (½ Tablette) 2- oder 3×/d allmählich auf 5-10 mg/d (2-4 Tabletten) steigern.
Laktationshemmung aus medizinischen Gründen: Am 1. Tag 1.25 mg (½ Tablette) jeweils morgens und abends zu den Mahlzeiten, gefolgt von 2×/d 2.5 mg (1 Tablette) während 14 Tagen. Zur Verhinderung des Milcheinschusses soll die Behandlung möglichst innerhalb weniger Stunden nach der Geburt oder dem Abort einsetzen, allerdings nicht vor Stabilisierung der Vitalzeichen. Gelegentlich tritt 2 oder 3 Tage nach Absetzen der Behandlung eine leichte Milchsekretion auf. Diese kann durch Wiederaufnahme der Behandlung behoben werden, wobei während einer weiteren Woche die gleiche Dosierung verabreicht wird.
Beginnende Mastitis im Wochenbett: Gleiche Dosierung wie für Laktationshemmung (s. oben); je nach Bedarf ist eine zusätzliche Behandlung mit einem Antibiotikum angezeigt.
Störungen des Menstruationszyklus, Infertilität bei der Frau: 1.25 mg (½ Tablette) 2- oder 3×/d; wenn diese Dosierung ungenügend ist, allmählich auf 2.5 mg (1 Tablette) 2- oder 3×/d steigern. Die Behandlung soll fortgesetzt werden, bis der normale Menstruationszyklus wieder hergestellt ist und/oder die Ovulation wieder eingesetzt hat. Wenn nötig, kann die Therapie über mehrere Zyklen fortgesetzt werden, um einen Rückfall zu vermeiden.
Prolaktinome: 1.25 mg (½ Tablette) 2- oder 3×/d; Dosierung allmählich je nach Bedarf auf mehrere Tabletten pro Tag erhöhen, um das Plasmaprolaktin genügend zu senken.
Parkinson-Syndrom: Um eine optimale Verträglichkeit zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Behandlung mit einer kleinen Dosis von 1.25 mg/d (½ Tablette Parlodel) einzuleiten. Die Verabreichung erfolgt während der 1. Woche vorzugsweise abends. Die Dosis soll langsam gesteigert werden, um für jeden Patienten die minimal wirksame Dosierung zu erzielen. Die Tagesdosis ist allmählich um 1.25 mg in Abständen von 1 Woche zu erhöhen; sie wird auf 2 oder 3 Einzelgaben verteilt. Eine ausreichende therapeutische Wirkung ist innerhalb von 6-8 Wochen zu erwarten. Andernfalls kann die Dosierung in Abständen von je 1 Woche weiter um jeweils 2.5 mg/d erhöht werden.
Sollten sich während der Aufbauphase unerwünschte Wirkungen zeigen, so ist die Tagesdosis vorübergehend zu reduzieren und über mindestens 1 Woche auf dieser niedrigen Stufe zu halten. Nach Abklingen der unerwünschten Wirkungen kann die Tagesdosis wieder angehoben werden.
Für Patienten, die unter Levodopa-Therapie motorische Störungen haben, wird empfohlen, die Levodopa-Dosierung vor Einleitung der Parlodel-Behandlung zu reduzieren. Wenn ein zufriedenstellendes Ansprechen auf Parlodel eingetreten ist, kann die Levodopa-Dosierung schrittweise weiter gesenkt werden. Bei gewissen Patienten kann die Levodopa-Behandlung ganz abgesetzt werden.
Die tägliche Gesamtdosis für Mono- und Kombinationstherapie soll 30 mg Bromocriptin nicht überschreiten. Bei einer Langzeitbehandlung mit hohen Dosen über 20 mg/d über 6 Monate wurden die unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» aufgeführten pleuropulmonalen Nebenwirkungen beobachtet.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Parlodel wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht. Da die Elimination von Bromocriptin bei eingeschränkter Leberfunktion verzögert sein kann, kann eine Dosisanpassung erforderlich sein. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child Pugh C) ist Parlodel kontraindiziert.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Parlodel wurde bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht untersucht. Da Bromocriptin und seine Metaboliten fast ausschliesslich hepatisch eliminiert werden, ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.
Ältere Patienten
In Anbetracht der höheren Häufigkeit verminderter Leber-, Nieren- oder Herzfunktion und von Begleiterkrankungen oder anderen medikamentösen Therapien sollte im allgemeinen bei älteren Patienten Parlodel mit Vorsicht dosiert und mit der kleinsten Dosierung in der entsprechenden Dosierungsskala begonnen werden.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder ab 7 Jahren sowie für Jugendliche gelten die folgenden Dosierungsempfehlungen:

Dosierung/Anwendung
bei Kindern über 7 Jahren

maximale empfohlene tägliche Dosis

7-12 Jahre

13-18 Jahre

Prolaktinome

1.25 mg (½ Tablette) zwei- oder dreimal täglich, gemäss Bedarf zur Kontrolle von Plasma-Prolaktin schrittweise auf mehrere Tabletten täglich erhöhen.

5 mg

10 mg

Akromegalie

Anfangs 1.25 mg (½ Tablette) zwei- oder dreimal täglich, abhängig vom klinischen Ansprechen und gewünschter Wirksamkeit schrittweise auf mehrere Tabletten täglich erhöhen.

10 mg

10 mg

Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 18 Jahren,
wird die Anwendung von Parlodel bei Störungen des Menstruationszyklus, Infertilität bei der Frau, Hyperprolaktinämie beim Mann, beginnender Mastitis im Wochenbett, Laktationshemmung aus medizinischen Gründen und Parkinson Syndrom sofern benötigt nicht empfohlen.
Kinder unter 7 Jahren
Die Anwendung und Sicherheit von Parlodel ist bisher nicht geprüft worden.
Zur Sicherheit und Wirksamkeit von Parlodel bei Kindern unter 7 Jahren liegen keine ausreichenden Daten vor. Eine Anwendung in dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.

Kontraindikationen

·Bestehende oder vorausgegangene schwere psychische Störungen.
·Ungenügend kontrollierte arterielle Hypertonie, hypertonische Störungen während der Schwangerschaft (wie Eklampsie, Präeklampsie oder schwangerschaftsbedingter Hypertonie). Hypertonie nach der Geburt und im Wochenbett.
·Koronare Herzkrankheit und andere schwere kardiovaskuläre Zustände.
·Zerebrovaskuläre Ereignisse in der Anamnese.
·arterielle Verschlusskrankheit.
·Raynaud-Syndrom.
·Arteriitis temporalis.
·Ulcera ventriculi und Ulcera duodeni sowie gastrointestinale Blutungen.
·Schwere Leberfunktionsstörungen.
·Sepsis.
·Therapie mit Methylergometrin oder anderen Ergotalkaloiden.
·gleichzeitige Behandlung mit potenten oder moderaten Cytochrom-P450-Inhibitoren (wie Itraconazol, Voriconazol, Clarithromycin; s. «Interaktionen»).
·Nikotinabusus.
·Überempfindlichkeit gegenüber Bromocriptin, einem der Hilfsstoffe (s. «Zusammensetzung») oder gegenüber anderen Ergotalkaloiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Unter Behandlung mit Parlodel sollte der Blutdruck insbesondere zu Beginn der Behandlung vorsichtig kontrolliert werden und danach in regelmässigen Abständen.
Bei Hypertonie, vasospastischen oder thrombotischen Symptomen, schweren, zunehmenden oder nicht nachlassenden Kopfschmerzen (mit oder ohne Sehstörungen) oder sonstigen Anzeichen einer toxischen Wirkung auf das ZNS ist die Behandlung sofort abzubrechen und der Patient entsprechend zu überwachen.
Über Fälle von gastrointestinalen Blutungen bzw. Magenulzera wurde berichtet. In solchen Fällen ist Parlodel abzusetzen. Patienten mit aktiven oder in der Vorgeschichte aufgetretenen Ulzera sollten sorgfältig überwacht werden, wenn sie mit Parlodel behandelt werden.
Unter Behandlung mit Dopamin-Agonisten wie Parlodel wurde über Impulskontrollstörungen wie Spielsucht/pathologisches Spielen, zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufen, Libidosteigerung, Hypersexualität, Binge-Eating und zwanghaftes Essen berichtet. Patienten und Betreuungspersonen sollten auf das mögliche Auftreten solcher Symptome aufmerksam gemacht werden. Bei Patienten, die solche Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion oder ein Ausschleichen der Therapie erwogen werden.
Während der ersten Behandlungstage können infolge eines erniedrigten Blutdruckes gelegentlich hypotone Beschwerden auftreten, die zu verringerter Aufmerksamkeit führen.
Anwendung nach der Geburt und im Wochenbett
In seltenen Fällen wurde bei Frauen, die nach der Geburt zur Laktationshemmung mit Parlodel behandelt wurden, über schwere unerwünschte Wirkungen wie Hypertonie, Myokardinfarkt, Krampfanfälle, Schlaganfall oder psychische Störungen berichtet. Bei einigen Patientinnen gingen den Krampfanfällen oder dem Schlaganfall starke Kopfschmerzen und/oder vorübergehende Sehstörungen voraus. Obwohl ein Kausalzusammenhang zwischen diesen Erscheinungen und Parlodel nicht erwiesen ist, ist der Blutdruck regelmässig zu kontrollieren.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patientinnen, die kürzlich mit blutdruckwirksamen Arzneimitteln, z.B. Vasokonstriktoren wie Sympathomimetika oder Ergotalkaloiden (wie Ergometrin oder Methylergometrin) behandelt wurden oder solche Mittel gleichzeitig mit Parlodel einnehmen. Deren gleichzeitige Einnahme im Wochenbett wird nicht empfohlen.
Bei langandauernder Behandlung von Parkinson-Patienten mit hohen Parlodel-Dosen wurden in einigen Fällen Pleuraergüsse, Pleura-, Lungen- und retroperitoneale Fibrosen sowie eine konstriktive Perikarditis beobachtet. Auch bei der Gabe von Parlodel in anderen Indikationen als Morbus Parkinson sind fibrotische Veränderungen nicht auszuschliessen. Parkinson-Patienten mit solchen Erkrankungen in der Vorgeschichte sollten nicht mit Parlodel behandelt werden.
Patienten mit ätiologisch unklaren pleuropulmonalen Störungen sollten diesbezüglich untersucht und ein Abbruch der Parlodel-Therapie sollte erwogen werden. Zur Früherkennung der retroperitonealen Fibrose im reversiblen Stadium empfiehlt es sich, bei solchen Patienten auf die entsprechenden Krankheitsmanifestationen (z.B. Rückenschmerzen, Ödeme der unteren Extremitäten, Nierenfunktionsstörungen) zu achten. Bei Diagnose von oder Verdacht auf fibrotische Veränderungen im Retroperitonealraum ist die Behandlung mit Parlodel abzubrechen. Die beobachteten fibrotischen Veränderungen von Lunge und Pleura sind möglicherweise verwandt mit den fibrotischen Verdickungen der Herzklappen, wie sie bei Therapie mit anderen Ergotalkaloidderivaten auftraten.
Parlodel wurde insbesondere bei Patienten, die unter einem Parkinson-Syndrom leiden, mit Schläfrigkeit und plötzlichen Schlafattacken in Verbindung gebracht. Sehr selten wurde über plötzliche Schlafattacken während alltäglichen Aktivitäten berichtet, die ohne vorgängige Warnsymptome auftraten. Die Patienten müssen darüber informiert werden. Bei Auftreten von Schläfrigkeit oder Schlafattacken muss eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden.
Besondere Warnhinweise für die Anwendung von Parlodel bei Makro- und Mikroadenomen der Hypophyse
Da Patienten mit Makroadenomen der Hypophyse als Folge einer Kompression oder Zerstörung von Hypophysengewebe gleichzeitig an Hypopituitarismus leiden können, sollte eine komplette Überprüfung der Hypophysenfunktion vorgenommen und vor der Verabreichung von Parlodel eine zweckmässige Substitutionsbehandlung eingeleitet werden. Bei Patienten mit sekundärer Nebennierenrindeninsuffizienz ist eine Substitution mit Kortikosteroiden absolut unerlässlich.
Das Tumorwachstum ist bei Patienten mit Makroadenomen der Hypophyse sorgfältig zu überwachen. Ergeben sich Anzeichen eines Tumorwachstums, ist ein chirurgischer Eingriff in Betracht zu ziehen.
Gesichtsfeldeinschränkungen sind bekannte Komplikationen von Makroprolaktinomen. Eine wirksame Behandlung mit Parlodel führt zu einer Reduktion der Hyperprolaktinämie und oft auch zu einer Verbesserung des Gesichtsfeldes. Indessen kann bei einigen Patienten trotz normalisierter Prolaktinwerte und Verringerung der Tumorgrösse eine sekundäre Gesichtsfeldeinschränkung auftreten; diese ist auf eine mechanische Belastung der Sehnervenkreuzung zurückzuführen, da diese beim Schrumpfen des Tumors in den nun wieder teilweise leeren Türkensattel gezogen wird. In solchen Fällen kann eine Dosisreduktion von Parlodel auf Grund der wieder ansteigenden Prolaktinwerte und einer gewissen erneuten Vergrösserung des Tumors zu einer Verbesserung des Gesichtsfeldes führen. Regelmässige Gesichtsfeldkontrollen sind daher bei Patienten mit Makroprolaktinomen angezeigt, um eine solche sekundäre Gesichtsfeldeinschränkung frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine Dosisanpassung von Parlodel vorzunehmen.
Eine sorgfältige Überwachung ist notwendig, wenn bei Adenom-Patientinnen nach Verabreichung von Parlodel eine Schwangerschaft eintritt. Prolaktin-sezernierende Adenome können während der Schwangerschaft an Grösse zunehmen. Bei Patientinnen, die Symptome einer ausgeprägten Grössenzunahme eines Prolaktinoms aufweisen, z.B. Kopfschmerzen oder Gesichtsfeldeinschränkungen, darf die Parlodel-Behandlung wieder aufgenommen werden. In diesem Fall führt die Parlodel-Behandlung häufig zu einer Tumorschrumpfung und einer raschen Besserung der Gesichtsfeldeinschränkungen. In schweren Fällen kann infolge Kompression des Sehnervs oder anderer Hirnnerven ein Notfalleingriff an der Hypophyse unumgänglich werden.
Bei einigen Patienten mit Prolactin-sezernierendem Adenom, die mit Parlodel behandelt wurden, wurde eine Cerebrospinalflüssigkeits-Rhinorrhoe beobachtet. Die vorhandenen Daten suggerieren, dass dies von der Verkleinerung invasiver Tumore herrührt.
Bei Frauen im gebärfähigen Alter, welche aufgrund von Erkrankungen ohne Hyperprolaktinämie mit Parlodel behandelt werden, ist die niedrigste therapeutisch wirksame Dosis zur Behebung der Symptome angezeigt. Dadurch soll ein mögliches Absinken des Prolaktin-Spiegels auf subnormale Werte mit der Folge einer Störung der lutealen Funktion vermieden werden.
Die Behandlung des prämenstruellen Symptoms oder gutartiger Brusterkrankungen mit Bromocriptin ist nicht genügend belegt. Die Anwendung von Parlodel zur Behandlung von Patientinnen mit diesen Erkrankungen wird nicht empfohlen.
Bei der Anwendung von Parlodel bei schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten.
Unter Parlodel-Behandlung kann eine bestehende Sterilität behoben werden. Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Schwangerschaft wünschen, sollte daher eine zuverlässige Kontrazeptionsmethode empfohlen werden.
Bei einigen Patienten wurde unter der Behandlung mit Parlodel ein Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine Suchterkrankung, die zu einer übermässigen Anwendung dieses oder anderer dopaminerger Arzneimittel führt. Vor Behandlungsbeginn müssen Patienten und Betreuer vor dem potenziellen Risiko der Entwicklung eines DDS gewarnt werden (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»).
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen
Bromocriptin ist sowohl Substrat wie auch Inhibitor von Cytochrom P450 (CYP3A).
Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Bromocriptin
Die Kombination mit potenten oder moderaten CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol, Clarithromycin, Erythromycin, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Grapefruitsaft) kann zu einer Erhöhung der Bromocriptin-Plasmaspiegel führen (siehe «Kontraindikationen»). Zur Kombination mit schwachen CYP3A4-Inhibitoren liegen keine Daten vor.
Die gleichzeitige Anwendung von Bromocriptin und Octreotid bei Akromegalie-Patienten führte zu erhöhten Bromocriptin-Plasmaspiegeln, und es muss mit einem vermehrten Auftreten unerwünschter Wirkungen gerechnet werden.
Einfluss von Bromocriptin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
Die Plasmaspiegel gleichzeitig verabreichter Arzneimittel, welche durch CYP3A4 metabolisiert werden, können durch Bromocriptin erhöht werden. Vorsicht ist daher geboten bei gleichzeitiger Gabe von Substanzen mit engem therapeutischem Fenster, insbesondere bei Arzneimitteln, welche zu einer Verlängerung des QT-Intervalles führen können (z.B. Amiodaron, Imipramin, Terbinafin).
Pharmakodynamische Interaktionen
Ergotalkaloide: Die gleichzeitige Verabreichung von Methylergometrin oder anderen Ergotalkaloiden kann die stimulierende Wirkung auf Dopamin-Rezeptoren verstärken und dopaminerge Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hervorrufen (s. «Kontraindikationen»).
Sympathomimetika: Die gleichzeitige Gabe von Sympathomimetika und Bromocriptin kann Hypertonie und schwere Kopfschmerzen verursachen (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Sumatriptan: Die gleichzeitige Gabe von Sumatriptan kann aufgrund additiver pharmakologischer Wirkungen das Risiko für vasospastische Reaktionen verstärken.
Dopaminrezeptor-Antagonisten: Da Parlodel seinen therapeutischen Effekt über die Stimulation der zentralen Dopamin-Rezeptoren ausübt, können Dopamin-Antagonisten wie z.B. Antipsychotika (Phenothiazine, Butyrophenone oder Thioxanthene), aber auch Metoclopramid und Domperidon dessen Aktivität vermindern.
Alkohol: Die Verträglichkeit von Parlodel kann durch die Einnahme von Alkohol herabgesetzt werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Klinische Erfahrungen bei exponierten Schwangeren zeigten keine unerwünschten Wirkungen von Bromocriptin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Foeten oder Neugeborenen.
Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung (s. «Präklinische Daten»).
Parlodel ist abzusetzen, sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird. Ausgenommen sind Fälle, in denen eine Fortsetzung der Therapie medizinisch indiziert ist; dabei wurde nach Absetzen von Parlodel keine erhöhte Häufigkeit von Aborten beobachtet.
Wenn eine Schwangerschaft in Gegenwart eines Hypophysen-Adenoms eintritt und die Parlodel-Behandlung abgesetzt wurde, ist eine sorgfältige Überwachung während der ganzen Schwangerschaft unerlässlich (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Stillzeit
Bromocriptin hemmt die Laktation. Parlodel sollte daher ausserhalb seiner spezifischen postpartalen Indikationen (Laktationshemmung aus medizinischen Gründen, (s. «Indikationen/ Anwendungsmöglichkeiten») stillenden Frauen nicht verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Da während der ersten Behandlungstage infolge eines erniedrigten Blutdruckes gelegentlich hypotone Beschwerden auftreten, welche zu verringerter Aufmerksamkeit führen können, ist im Strassenverkehr und bei Maschinenbedienung besondere Vorsicht geboten.
Patienten, die unter der Behandlung von Parlodel schläfrig wurden und/oder plötzliche Schlafattacken hatten, ist von der Führung von Motorfahrzeugen und dem Bedienen von Maschinen abzuraten, da sie sich und andere Personen gefährden könnten. Die Patienten sind über diese Problematik zu informieren und sollten von solchen Tätigkeiten Abstand nehmen, bis ausreichende Erfahrungen über ihre Beeinträchtigungen vorliegen.

Unerwünschte Wirkungen

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit aufgelistet, welche in klinischen Studien mit Parlodel und/oder nach der Markteinführung beobachtet wurden. Die Häufigkeitskategorien der unerwünschten Wirkungen basieren auf folgender Konvention (CIOMS III): sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000) und nicht bekannt (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden).
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: depressive Verstimmung, Verwirrtheit, Psychomotorische Erregung, Halluzinationen.
Selten: Psychosen.
Nicht bekannt: Impulskontrollstörungen wie z.B. Spielsucht (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS).
Das Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, die bei einigen mit Parlodel behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten zeigen einen zwanghaften Missbrauch dopaminerger Arzneimittel bei Verwendung höherer Dosen als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit erforderlich. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien führen (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit.
Gelegentlich: Dyskinesie.
Selten: Schlafstörungen, Parästhesien.
Sehr selten: starke Tagesmüdigkeit, plötzliche Schlafattacken (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Augenerkrankungen
Selten: Sehstörungen, Verschwommensehen.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten: Tinnitus.
Herzerkrankungen
Selten: Tachykardie, Bradykardie, Arrhythmien, Perikarderguss, konstriktive Perikarditis.
Sehr selten: Herzklappenfibrose.
Nicht bekannt: Verschlechterung einer Angina pectoris.
Gefässerkrankungen
Gelegentlich: Hypotonie, orthostatische Hypotonie (sehr selten zu Synkopen führend).
Sehr selten: Blässe von Fingern und Zehen bei Kälte (besonders bei Patienten mit Raynaud-Phänomen in der Anamnese).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: verstopfte Nase.
Selten: Dyspnoe, Pleuritis, Pleuraerguss, Pleurafibrose, Lungenfibrose.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Obstipation.
Gelegentlich: Mundtrockenheit.
Selten: Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Magen-Darm-Ulzera, gastrointestinale Blutungen, retroperitoneale Fibrose.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Allergische Dermatitis, Alopezie.
Muskelskelettsystem
Gelegentlich: Muskelspasmen.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Harninkontinenz.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten: Periphere Oedeme.
Sehr selten: bei abruptem Absetzen von Parlodel Auftreten eines Syndroms, welches an das Maligne Neuroleptische Syndrom erinnert.
In seltenen Fällen (bei postpartaler Anwendung von Parlodel zur Verhinderung der Laktation) wurde über Bluthochdruck, Myokardinfarkt, Krampfanfälle, Schlaganfall oder psychische Störungen berichtet (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome
Symptome einer Überdosierung können sein: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Hypotonie, orthostatische Hypotonie, Tachykardie, Benommenheit, Schläfrigkeit, Lethargie, Halluzinationen.
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung wird die Gabe von Aktivkohle empfohlen. Liegt die orale Einnahme erst sehr kurz zurück, kann eine Magenentleerung in Betracht gezogen werden. Die Behandlung einer akuten Intoxikation erfolgt symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
Dopamin-Agonist ATC-Code: N04BC01
Prolaktin-Inhibitor: ATC-Code: G02CB01
Wirkungsmechanismus
Wirkung auf den Hypophysenvorderlappen
Im Wochenbett ist Prolaktin für das Einsetzen und die Aufrechterhaltung der puerperalen Laktation notwendig. Andererseits führt eine erhöhte Prolaktinsekretion zu einer pathologischen Milchsekretion (Galaktorrhoe) und/oder Ovulations- und Menstruationsstörungen.
Parlodel hemmt die Sekretion des Hypophysenvorderlappen-Hormons Prolaktin, hat aber keinen Einfluss auf die Sekretion anderer Hypophysenhormone. Parlodel vermag jedoch erhöhte Wachstumshormon-Spiegel bei Patienten mit Akromegalie zu senken. Diese Wirkungen sind eine Folge der Stimulation der Dopaminrezeptoren.
Die prolaktinsenkende Wirkung tritt 1-2 h nach Einnahme ein, erreicht nach 5-10 h ihr Maximum (d.h. eine Prolaktinsenkung im Plasma von über 80%) und hält 8-12 h an.
Als spezifischer Hemmer der Prolaktinsekretion kann Parlodel zur Verhinderung oder Unterdrückung der physiologischen Laktation wie auch zur Behandlung prolaktinbedingter pathologischer Zustände verwendet werden. Bei Amenorrhoe und/oder Anovulation (mit oder ohne Galaktorrhoe) ist Parlodel zur Wiederherstellung der Menstruationszyklen und der Ovulation geeignet.
Die beim Abstillen üblichen Massnahmen wie Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme sind bei Anwendung von Parlodel nicht erforderlich. Ausserdem wird die puerperale Uterusinvolution durch Parlodel nicht beeinträchtigt, und das Thromboembolie-Risiko wird nicht erhöht.
Parlodel bessert bei polyzystischem Ovarialsyndrom die klinischen Symptome durch Normalisierung der Sekretion des lutenisierenden Hormons.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Parlodel das Wachstum prolaktinsezernierender Hypophysenadenome (Prolaktinome) hemmt oder deren Volumen verkleinert.
Bei Patienten mit Akromegalie werden - abgesehen von der Senkung des Wachstumshormon- oder Prolaktinplasmaspiegels - die klinischen Symptome sowie die Glukosetoleranz günstig beeinflusst.
Dopaminerge Wirkung
Wegen seiner dopaminergen Aktivität eignet sich Parlodel in Dosen, die in der Regel höher als die unter den endokrinologischen Indikationen angegebenen liegen, zur wirksamen Behandlung des Morbus Parkinson; dieser ist durch ein spezifisches Dopamindefizit im Nigrostriatum gekennzeichnet. Bei dieser Erkrankung kann die Stimulation der Dopaminrezeptoren durch Parlodel das neurochemische Gleichgewicht im Striatum wieder herstellen.
Klinisch verbessert Parlodel während allen Phasen der Erkrankung Tremor, Rigidität, Bradykinesie und andere Symptome (wie z.B. depressive Symptome) des Morbus Parkinson. In der Regel hält die therapeutische Wirkung über Jahre an (es wurden gute Resultate bei Patienten berichtet, die bis zu 8 Jahren behandelt wurden). Parlodel kann in der Anfangs- und späteren Phase der Erkrankung allein oder in Kombination mit anderen Parkinson-Therapeutika verabreicht werden. Die Kombination mit Levodopa ergibt eine verstärkte Antiparkinson-Wirkung, die oft eine Verminderung der Levodopa-Dosierung gestattet. Parlodel zeigt bei Patienten mit Abnahme der therapeutischen Wirkung der Levodopa-Behandlung oder mit Komplikationen wie Bewegungsstörungen (choreoathetosische Dyskinesie und/oder schmerzhafte Dystonie), «end-of-dose failure»- und «on-off»-Phänomen besonders günstige Effekte.
Pharmakodynamik
Keine Angaben.
Klinische Wirksamkeit
Keine Angaben.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach oraler Verabreichung wird Bromocriptin rasch und gut resorbiert. Maximale Plasmaspiegel werden nach 1-3 h erreicht. Die Resorptionshalbwertszeit bei gesunden Freiwilligen beträgt 0.2-0.5. Eine orale Dosis von 5 mg Bromocriptin resultiert in einer Cmax von 0.465 ng/ml.
Gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen relevanten Einfluss auf die Bromocriptin-Exposition. Aus Gründen der gastrointestinalen Verträglichkeit wird jedoch empfohlen, Parlodel immer zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen.
Distribution
Die Bindung an Plasmaproteine beträgt 96%.
Metabolismus
Bromocriptin wird in der Leber nahezu vollständig zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Das Metaboliten-Profil ist komplex. Bromocriptin zeigt eine hohe Affinität zu CYP3A4, und die Hydroxylierung am Prolinring stellt einen Hauptabbauweg dar.
Elimination
Bromocriptin wird in Form von Muttersubstanz und Metaboliten über die Galle eliminiert; nur 6% der Substanz werden über die Nieren ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 3-4 h für die Muttersubstanz und 50 h für die Metaboliten.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Bromocriptin wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht. Bei eingeschränkter Leberfunktion kann die Elimination von Bromocriptin verzögert und die Plasmaspiegel erhöht sein (siehe «Dosierung / Anwendung»).
Nierenfunktionsstörungen
Der Einfluss der Nierenfunktion auf die Pharmakokinetik von Bromocriptin wurde nicht untersucht (siehe «Dosierung / Anwendung»).
Ältere Patienten
Der Einfluss des Alters auf die Pharmakokinetik von Bromocriptin und dessen Metaboliten wurde nicht untersucht.
Kinder und Jugendliche
Die Pharmakokinetik von Bromocriptin wurde ausschliesslich bei Erwachsenen untersucht.

Präklinische Daten

Basierend auf üblichen Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität nach einmaliger und nach wiederholter Gabe, zur Genotoxizität, zur Mutagenität, zum karzinogenen Potential und zur Reproduktionstoxizität ergaben die präklinischen Daten mit Parlodel (Bromocriptin) keine Hinweise auf besondere Risiken für den Menschen
Effekte wurden in präklinischen Studien nur unter Expositionen beobachtet, die etwa dem x-fachen der maximalen empfohlenen klinischen Dosis entspricht, so dass auf eine geringe Relevanz für die klinische Anwendung geschlossen werden kann.
Karzinogenität
Uteruskarzinome wurden in präklinischen Studien an Ratten nur unter hohen Dosierungen beobachtet. Die Spezies-spezifische Empfindlichkeit der Testtiere gegenüber der pharmakologischen Aktivität von Bromocriptin wird als ursächlich für die Karzinome erachtet.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.
Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

39'001 (Swissmedic)

Packungen

Tabletten zu 2.5 mg: 30 und 100 [B]

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz

Stand der Information

Mai 2020

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