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Fachinformation zu Treupel® Grippe ASS 250/PARACETAMOL 250/VITAMIN C 125:MEDA Pharma GmbH
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoffe:Acid. acetylosalicylicum, Paracetamolum, Acid. ascorbicum.
Hilfsstoffe:Cyclamas, Saccharinum, Aromatica.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Brausetablette enthält: Acetylsalicylsäure 250 mg, Paracetamol 250 mg, Ascorbinsäure 125 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von Fieber und/oder Schmerzen bei Erkältungskrankheiten. Kinder und Jugendliche nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg:Einzeldosis: 1 Brausetablette. Tagesdosis: Bis zu 3 Brausetabletten gelöst in 1–2 dl Wasser.
Treupel Grippe ASS 250/PARACETAMOL 250/VITAMIN C 125 ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Treupel Grippe ASS 250/PARACETAMOL 250/VITAMIN C 125 soll nicht nüchtern, sondern während oder nach den Mahlzeiten, in etwas Flüssigkeit verrührt, eingenommen werden. Reichlich Flüssigkeit nachtrinken.

Kontraindikationen

Gastroduodenalulcus, durchgemachte Gastrointestinalblutungen.
Schwere Niereninsuffizienz oder Hepatopathie. Ethylabusus, da die Hepatotoxizität von Paracetamol durch Alkohol verstärkt wird.
Krankhafte, erhöhte Blutungsneigung.
Überempfindlichkeit gegenüber ASS und/oder Paracetamol und/oder andere Entzündungshemmer (Antirheumatika).
Letztes Trimenon der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei:
Nieren- und/oder Leberinsuffizienz,
chronischen oder rezidivierenden Magen- oder Duodenalbeschwerden,
Asthma bronchiale oder allgemeiner Neigung zu Überempfindlichkeit,
Nasenschleimhautpolypen,
genetisch bedingtem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel,
gleichzeitigem Gebrauch von potentiell lebertoxischen oder leberenzyminduzierenden Medikamenten,
gleichzeitiger Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten,
Zuständen mit erhöhter Blutungsgefahr (z.B. Dysmenorrhö, Verletzungen),
Alkoholüberkonsum: Alkohol kann die Hepatotoxizität von Paracetamol steigern, dies insbesondere bei gleichzeitiger Nahrungskarenz. In solchen Fällen kann bereits eine therapeutische Paracetamoldosis zu Leberschädigung führen.
Der Patient muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Länger dauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Der Patient ist darauf hinzuweisen, dass bei chronischer Einnahme von Analgetika Kopfschmerzen auftreten können, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalt der Kopfschmerzen führen können (sogenanntes Analgetika-Kopfweh).
Kinder und Jugendliche dürfen bei Fieber und/oder viralen Erkrankungen Treupel Grippe ASS 250/PARACETAMOL 250/VITAMIN C 125 nur auf ärztliche Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl einnehmen (wegen des möglichen Auftretens des Reye-Syndroms, einer lebensbedrohlichen Encephalopathie mit den Leitsymptomen starkes Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Leberfunktionsstörungen).

Interaktionen

ASS
Verstärkung der Wirkung von Antikoagulantien, oralen Antidiabetika, Barbituraten, Lithium, Sulfonamiden und Trijodthyronin.
Erhöhung der Plasmakonzentration von Phenytoin und Valproat.
Verstärkung der Wirkung und Nebenwirkungen von allen nicht-steroidalen Antirheumatika.
Erhöhung der Methotrexat-Plasmakonzentration (Verstärkung der Nebenwirkungen von Methotrexat).
Abschwächung der Wirkung von Aldosteronantagonisten (z.B. Spironolacton), Schleifendiuretika, Urikosurika (z.B. Probenecid, Sulfinpyrazon).
Verlängerung der Plasmahalbwertszeit von Penicillinen.
Zusammen mit Kortikosteroiden steigt das Risiko von Magen-Darm-Blutungen.
Paracetamol
Enzyminduktoren wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Isonicotinsäurehydrazid (INH) und Rifampicin steigern die Hepatotoxizität von Paracetamol.
Alkohol: Siehe unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Chloramphenicol: Die Eliminationshalbwertszeit von Chlor­amphenicol wird durch Paracetamol um das 5fache verlängert.
Salicylamid: Salicylamid verlängert die Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol und vermehrt den Anfall lebertoxischer Metabolite.
Chlorzoxazon: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chlorzoxazon steigt die Hepatotoxizität beider Substanzen.
Pethidin und andere Spasmolytika bewirken eine verminderte Resorption, eine reduzierte Wirkung und einen verzögerten Wirkungseintritt von Paracetamol.
Durch die gleichzeitige Anwendung von Zidovudin und Paracetamol wird die Neigung zu einer Neutropenie verstärkt.
Mittel, welche die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin), senken die Resorptionsgeschwindigkeit.
Mittel, welche die Magenentleerung beschleunigen (z.B. Metoclopramid), steigern die Resorptionsgeschwindigkeit.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind mit der Kombination von ASS und Paracetamol kontrollierte Studien weder bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar.
In Anbetracht der rein symptomatischen Indikationen soll Treupel Grippe ASS 250/PARACETAMOL 250/VITAMIN C 125 während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
ASS
Bei der Anwendung von Salicylaten ist im ersten und zweiten Trimenon der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Im letzten Trimenon der Schwangerschaft sollen Salicylate nicht angewendet werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich (z.B. wenn keine sicheren Alternativen zur Verfügung stehen).
Salicylate haben im Tierversuch unerwünschte Effekte (wie erhöhte Sterblichkeit, Wachstumsstörungen, Salicylat-Intoxikationen) auf den Föten gezeigt, es existieren jedoch keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Aufgrund bisheriger Erfahrungen scheint das Risiko bei normalen therapeutischen Dosen allerdings gering zu sein. Im letzten Trimenon der Schwangerschaft kann die Einnahme von Salicylaten zu Wehenhemmung und Blutungen, zu einer Verlängerung der Gestationsdauer und vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus führen.
Salicylate gehen in die Muttermilch über. Die Konzentration in der Muttermilch ist gleich oder sogar höher als die mütterliche Plasmakonzentration. Bei den üblichen kurzzeitig angewandten Dosen (für Analgesie und Antipyrese) sind keine nachteiligen Folgen für den Säugling zu erwarten.
Paracetamol
Aufgrund bisheriger Erfahrungen gilt eine Paracetamol-Anwendung in korrekter Dosierung während einer Schwangerschaft bezüglich des Risikos von Funktions- und Organschäden, Missbildungen und Adaptationsstörungen z.Zt. als wenig bedenklich.
Paracetamol tritt in die Muttermilch über. Die Konzentration in der Muttermilch ist ähnlich wie die momentane Konzentration im Plasma der Mutter. Es sind jedoch keine bleibenden nachteiligen Folgen für den Säugling bekannt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Langjährige Erfahrungen mit den einzelnen Wirkstoffen zeigen in der empfohlenen Dosierung keine negativen Einflüsse auf die Reaktionsfähigkeit.

Unerwünschte Wirkungen

Blut- und Lymphsystem
Verlängerte Blutungszeit.
Selten:Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Leukopenie, Neutropenie, aplastische Anämie.
Immunsystem
Gelegentlich:Auftreten von Asthma.
Selten:Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von erythematösen/ekzematösen Hauterscheinungen, Urtikaria, Rhinitis, Atemnot, Bronchospasmus, angioneurotischem Ödem, Schweissausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Schwere Hautreaktionen bis hin zum Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse.
Stoffwechselstörungen
Selten:Hypoglykämie, Eisenmangelanämie, Störungen des Säure-Basen-Haushalts.
Störungen des Nervensystems
Selten:Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Sehstörun­gen, Schwerhörigkeit, Verwirrtheitszustände.
Gastrointestinale Störungen
Häufig:Mikroblutungen (70 %), Magenbeschwerden.
Gelegentlich:Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen.
Selten:Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Ulzerationen.
Leber und Galle
Siehe unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Nieren und Harnwege
Selten:Nierenfunktionsstörungen.
Haut
Gelegentlich:Erythematöse, urtikarielle Hautreaktionen und Hautrötungen.
Sonstige
Sehr selten:Reye-Syndrom (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

ASS
Schwere Vergiftungserscheinungen können sich langsam, d.h. innert 12–24 Stunden nach Einnahme entwickeln. Nach oraler Einnahme einer Dosis bis 150 mg ASS/kg KG ist mit leichten, bei Dosen >300 mg/kg KG mit schweren Intoxikationen zu rechnen.
Symptome
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Ohrensausen, Hörstörungen, Tremor, Verwirrtheitszustände, Hyperthermie, Hyperventilation, Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts und der Elektrolyte, Exsikkose, Koma, Ateminsuffizienz.
Therapie
Angesichts der lebensbedrohenden Situation bei einer schweren Vergiftung müssen unverzüglich die notwendigen Massnahmen ergriffen werden: Verhinderung resp. Verminderung der Resorption, Magenspülung in Frühfällen (bis eine Stunde nach Einnahme), Aktivkohle repetitiv. Elektrolyte kontrollieren und korrigieren. Glukosezufuhr. Natriumbikarbonat zur Azidosekorrektur und zur Förderung der Ausscheidung (Urin-pH >8). Glycin: Initial 8 g oral, dann alle 2 Stunden 4 g während 16 Stunden. Eventuell Hämoperfusion oder Hämodialyse (Indikationen können im Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum erfragt werden).
Paracetamol
Nach oraler Einnahme von 7,5–10 g Paracetamol bei Erwachsenen und von 150–200 mg/kg beim Kind (bei prädisponierten Patienten wie z.B. solchen mit erhöhtem Alkoholkonsum oder verminderter Glutathionreserve bei Nahrungskarenz schon in geringeren Dosen) kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen. Plasmakonzentrationen von >200 µg/ml nach 4 h, von >100 µg/ml nach 8 h, von >50 µg/ml nach 12 h und von >30 µg/ml nach 15 h führen zu Leberschäden mit tödlichem Verlauf im Coma hepaticum. Die Hepatotoxizität steht in direkter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.
Symptome
1. Phase (= 1. Tag):Übelkeit, Erbrechen, abdominale Schmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl.
2. Phase (= 2. Tag):Subjektive Besserung, Lebervergrösserung, erhöhte Transaminasewerte, erhöhte Bilirubinwerte, Thromboplastinzeit verlängert.
3. Phase (= 3. Tag):Transaminasewerte stark erhöht, Ikterus, Hypoglykämie, Leberkoma.
Therapie
Eine wirksame Therapie sollte bereits bei Verdacht auf eine Intoxikation unverzüglich eingeleitet werden und folgende Massnahmen umfassen:
Magenspülung (ist nur innerhalb der ersten 1[–2] h sinnvoll), nachfolgend Verabreichung von Aktivkohle. Orale Gabe von N-Acetylcystein. In Situationen, wo die orale Applikation des Antidots nicht oder nicht gut möglich ist (z.B. durch heftiges Erbrechen, Bewusstseinstrübung), kann dieses intravenös verabreicht werden. Paracetamolkonzentration im Plasma messen (nicht früher als 4 h nach Einnahme).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02BE51
Wirkungsmechanismus
Acetylsalicylsäure (ASS) ist der Essig-Ester der Salicylsäure und gehört als Vertreter der Salicylate zur Arzneistoffgruppe der sauren nichtsteroidalen Analgetika/Antiphlogistika (NSAR).
Die periphere analgetische Wirkung kommt durch die Hemmung der Cyclooxygenase zustande. Dadurch wird die Bildung der Prostaglandine gehemmt, die an der Entstehung von Schmerzen beteiligt sind.
Die antipyretische Wirkung beruht auf einer zentralen Wirkung auf das hypothalamische temperaturregulierende Zentrum, wodurch eine periphere Dilatation der Hautgefässe mit Schwitzen und Wärmeverlust resultiert.
Die zentrale Wirkung beinhaltet wahrscheinlich auch eine Hemmung der Synthese der Prostaglandine, die den Effekt endogener Pyrogene im Hypothalamus übertragen.
Paracetamol ist ein Aminophenolderivat. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt. Für die analgetische Wirkung ist nachgewiesen, dass die Hemmung der Prostaglandinsynthese zentral stärker ist als peripher. Die Hemmung der peripheren Prostaglandinsynthese ist dagegen nur schwach ausgeprägt.
Die antipyretische Wirkung beruht auf einer Hemmung des Effekts endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturregulationszentrum.
Paracetamol verfügt über keine ausgeprägte antiphlogistische Wirkung und hat keinen Einfluss auf die Hämostase oder die Magenschleimhaut.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach oraler Gabe wird Paracetamol rasch und vollständig resorbiert. Die Resorption erfolgt vorwiegend aus dem Dünndarm. Die Plasmaproteinbindung ist bei therapeutischer Dosierung gering. Die Bioverfügbarkeit ist dosisabhängig und beträgt in der Regel 70–90%.
Distribution
Die freie Salicylsäure verteilt sich rasch auf alle Gewebe und Flüssigkeitsräume. Das Verteilungsvolumen ist Dosis- und pH-abhängig und beträgt 0,1–0,2 l/kg. Salicylsäure ist bei klinisch üblicher Dosierung zu 60–90% an Plasmaproteine, vorwiegend Albumin, gebunden; die Bioverfügbarkeit beträgt 80–100%.
Analgetische und antipyretische Eigenschaften entfaltet die ASS bei Gesamt-Salicylat-Plasmaspiegeln von 20–100 mg/l. Nach der Gabe von 650 mg ASS werden maximale Plasmaspiegel von rund 50 mg/l gemessen.
Das Verteilungsvolumen von Paracetamol beträgt ca. 1 l/kg KG. Nach der Resorption wird Paracetamol nahezu gleichmässig in die meisten Körperflüssigkeiten verteilt. Bei therapeutischer Dosierung ist die Plasmaproteinbindung gering (<20%), bei Überdosierung bis 50%.
Metabolismus
Bereits in der Darmwand und bei der ersten Leberpassage wird ASS kurz nach der Resorption esterolytisch gespalten und besitzt damit eine relativ kurze Halbwertszeit von ca. 20 Minuten. Die Biotransformation der Salicylsäure (Plasmahalbwertszeit 3–4 Std.) erfolgt vor allem in der Leber. Durch die Bindung der Salicylsäure an Glycin entsteht Salicylursäure, die durch Konjugation mit Glukuronsäure oder Schwefelsäure weiter umgesetzt wird.
Die Metabolisierung von Paracetamol erfolgt hauptsächlich in der Leber. Die Metaboliten, vor allem Konjugate der Glucuron- (60–80%) und Schwefelsäure (20–40%), sind unwirksam und werden renal ausgeschieden. Eine kleine Menge (<4%) wird durch Cytochrom P 450 oxidiert und in einen Metaboliten umgewandelt, der hepatotoxisch sein könnte. Er wird normalerweise durch Konjugation mit Glutathion eliminiert.
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt praktisch vollständig renal als Salicylsäure (ca. 10%), als Salicylursäure (ca. 75%) und als Konjugate der Salicylursäure (ca. 10%).
Für den relativen Anteil der renal ausgeschiedenen Metaboliten spielt neben der Dosis besonders auch der pH-Wert des Urins eine bedeutende Rolle. Im basischen Bereich liegt die Salicylsäure in dissoziierter Form als Salicylat vor und wird tubulär nicht rückresorbiert; dadurch werden im Vergleich zur Ausscheidung im sauren Harn erheblich höhere Anteile der eingenommenen ASS als freies Salicylat ausgeschieden.
Die Elimination von Paracetamol erfolgt vorwiegend renal. Ungefähr 3–5% des Paracetamols werden unverändert ausgeschieden. Innerhalb von 24 Stunden werden 98% der Paracetamol-Dosis im Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt beim gesunden Erwachsenen 1–3 Stunden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Leberinsuffizienz
Da die Metabolisierung von ASS und Salicylsäure überwiegend in der Leber erfolgt, muss mit einem verlangsamten Abbau von Salicylaten gerechnet werden (Kumulierung).
Die Plasmahalbwertszeit von Paracetamol ist bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz weitgehend unverändert. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist sie jedoch erheblich verlängert.
Niereninsuffizienz
Bei Niereninsuffizienz wird die Abbaugeschwindigkeit für die Salicylsäure im Blutplasma nicht beeinträchtigt; dagegen nimmt der Gehalt an inaktiven Salicylsäure-Metaboliten, vor allem an konjungierter Salicylsäure zu.
Bei niereninsuffizienten Patienten liegen für Paracetamol nur wenige Daten vor, wobei keine Hinweise auf eine verlängerte Halbwertszeit bestehen. Trotzdem wird eine Dosisanpassung empfohlen.
Bei Hämodialyse-Patienten kann die Halbwertszeit nach Gabe therapeutischer Paracetamol-Dosen um 40–50% vermindert sein.
Alte Leute
Die Halbwertszeit kann bei alten Personen verlängert sein und mit einer Verminderung der Medikamenten-Clearance einhergehen.

Präklinische Daten

ASS
Es sind keine für die Anwendung von Salicylaten relevanten präklinischen Daten vorhanden.
Paracetamol
Toxikologische Studien zeigten keine Effekte auf die Reproduktion und keine teratogene Wirkung bei den mit Paracetamol behandelten Tieren.
In verschiedenen Untersuchungen wurde ein genotoxisches Potential festgestellt. Auf Grund der mutmasslichen Mechanismen, welche diese Effekte auslösen, kann aber davon ausgegangen werden, dass bei Dosen unterhalb bestimmter Grenzwerte keine genotoxischen Wirkungen auftreten, wobei aber bei verminderter Glutathionreserve tiefere Schwellenwerte möglich sind.
Die Schwellenwerte, ab denen im Tierversuch eine genotoxische Wirkung gezeigt werden konnte, liegen jedoch klar im toxischen Dosisbereich, welcher Leber- und Knochenmarkschädigungen verursacht. Zudem sind nicht-hepatotoxische Dosen (bis zu 300 mg/kg bei der Ratte und 1000 mg/kg bei der Maus) nicht karzinogen. Es kann deshalb praktisch ausgeschlossen werden, das therapeutische Dosen eine genotoxische oder karzinogenene Wirkung haben.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.
Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

47254 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

Abgabekat.

Rückerstattungskat.

TREUPEL Grippe Brausetabl

10 Stk

D

20 Stk

D

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Stand der Information

März 2009.

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