InteraktionenGleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die mit einem CYP3A4/5 Metabolismus verbunden sind
Antiepileptika, die Leberenzyme induzieren (CYP450) wie z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital und Primidon, beschleunigen den Metabolismus von Tiagabin.
Rifampicin (Cytochrom P450-Induktor) kann die Metabolisierung von Tiagabin ebenfalls steigern.
Im Falle einer Co-Medikation mit einem dieser Arzneimittel (Antiepileptika, Rifampicin), muss die Dosis von Tiagabin gegebenenfalls angepasst werden: Erhöhung der Tagesdosis und/oder mehrfache Gabe, um den therapeutischen Effekt zu erzielen.
Ketoconazol (CYP3A4/5-Inhibitor) kann die Metabolisierung von Tiagabin verzögern. Im Falle einer Co-Medikation mit diesem Arzneimittel muss die Dosis von Tiagabin entsprechend angepasst werden.
Gleichzeitige Anwendung mit nicht-Enzym-induzierenden Arzneimitteln
Bei Verabreichung von Tiagabin an Patienten, die keine Enzym-induzierenden Arzneimittel einnehmen, muss mit erheblich höheren Plasmakonzentrationen gerechnet werden. Solche Patienten benötigen daher niedrigere und weniger häufige Tiagabindosen als Patienten unter Enzym-induzierender Medikation, um eine ähnliche systemische Tiagabinexposition zu erreichen. Diese Patienten können im Vergleich zu Patienten unter Enzym-induzierender Medikation auch eine langsamere Tiagabin-Aufdosierung benötigen (vgl. «Dosierung/Anwendung»).
Gabitril bewirkt keine klinisch signifikante Veränderung der Plasmakonzentrationen von Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Valproinsäure, Warfarin, Digoxin, Theophyllin und der Hormone der oralen Kontrazeptiva.
Cimetidin als hepatischer Enzym-Inhibitor erhöht die Tiagabin-AUC um ca. 5%, was jedoch keinen klinisch signifikanten Einfluss auf die Wirkung von Tiagabin hat.
Paroxetin (CYP2D6-Inhibitor) bewirkt keine klinisch signifikante Veränderung der Plasmakonzentrationen von Gabitril.
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