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Fachinformation zu Rapilysin®:Actavis Switzerland AG
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B01AD07
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Reteplase ist ein rekombinanter Plasminogenaktivator, der die Bildung von Plasmin durch Spaltung von endogenem Plasminogen katalysiert. Zu dieser Plasminogenolyse kommt es vor allem durch Interaktion mit Fibrin, die über die Kringel 2-Domäne von Reteplase vermittelt wird. Plasmin wiederum führt zum Abbau des Fibringerüsts im Thrombus und entfaltet so seine thrombolytische Aktivität.
Reteplase (10 U + 10 U) führt dosisabhängig zum Abfall der Plasma-Fibrinogenspiegel um etwa 60 bis 80%. Der Fibrinogenspiegel normalisiert sich innerhalb von 2 Tagen wieder. Wie bei anderen Plasminogenaktivatoren auch, kommt es danach zu einem Rebound-Phänomen, in dessen Verlauf die Fibrinogenspiegel innerhalb von 9 Tagen maximale Werte erreichen und bis zu 18 Tage erhöht bleiben.
Erniedrigte Plasmaspiegel von hämostaseologischen Parametern (z.B. Plasminogen, α2-Antiplasmin und α2-Makroglobulin) normalisierten sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen.
Die kombinierte Gabe von Acetylsalicylsäure und Reteplase kann zur Hemmung der Plättchenaggregation führen. Daher sollte beim Vorliegen niedriger Plasma-Fibrinogenspiegel diese Wirkung in Betracht gezogen werden.
In vitro-Untersuchungen mit Gerinnseln aus Humanplasma zeigten eine konzentrationsabhängige Auflösung der Gerinnsel unter Reteplase. In tierexperimentellen Untersuchungen war eine dosisabhängige thrombolytische Wirkung festzustellen.
Verglichen mit anderen zugelassenen Thrombolytika waren in klinischen Studien bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt nach Gabe von Reteplase früher einsetzende und höhere Offenheitsraten zu beobachten.
In einer grossangelegten Vergleichsstudie der Phase III konnte gezeigt werden, dass Reteplase die Inzidenz von Herzinsuffizienz und der mit akutem Myokardinfarkt assoziierten Mortalität (primärer Endpunkt) senkt.
Es gibt keine Hinweise für eine antigene Wirkung von Reteplase.

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