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Fachinformation zu Pollivita®:Permamed AG
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Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: CO 2 -Extrakt (Ze 339) aus den Blättern von Petasites hybridus L. (Petasinchemovarietät) entsprechend 8 mg Petasinen.
Hilfsstoffe: Excip. ad compr. obd.
Pollivita Filmtabletten sind für DiabetikerInnen geeignet und enthalten keine Lactose und keine glutenhaltigen Stoffe.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtablette.
20–40 mg CO 2 -Extrakt (Ze 339) aus den Blättern von Petasites hybridus L. entsprechend 8 mg Petasinen (DEV 50–100:1).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Behandlung von Symptomen der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) sowie deren Beschwerden an Augen, Nase und im Rachenraum.

Dosierung/Anwendung

Die übliche Dosierung für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren ist 2 Filmtabletten verteilt über den Tag. Bei starker Pollenexposition kann die Dosierung bedarfsweise auf 3 mal täglich 1 Filmtablette erhöht werden. Die Filmtablette sollte mit etwas Wasser unzerkaut geschluckt werden. Die Tabletteneinnahme kann unabhängig von Tageszeit oder Mahlzeiten erfolgen.
Es bestehen keine gesonderten klinischen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion. Deshalb sollte das Präparat von diesen Patienten mit Vorsicht und unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Kontraindikationen

Pollivita darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe nicht eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Sehr seltene, aber teils schwerwiegende Leberschädigungen wurden in Verbindung mit Präparaten, welche einen CO 2 -Extrakt aus den Wurzeln der Pestwurz enthielten, beobachtet. Eine leberschädigende Wirkung kann aber auch für den in Pollivita enthaltenen CO 2 -Extrakt aus den Blättern der Pestwurz (Ze 339) nicht ausgeschlossen werden. Bei vorbestehender Leberschädigung wird deshalb von der Einnahme von pestwurzhaltigen Arzneimitteln abgeraten.

Interaktionen

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, aber auch mit Nahrungs- und Genussmittel sind nicht bekannt. Pharmakologische in-vitro Studien an intestinalen Modellen (CaCo-2 Zellen) zeigten, dass der eingesetzte Extrakt aus den Blättern von Petasites (Ze 339) keine Genexpression von MDR1 und CYP3A4 induziert. Die Leberenzyme werden durch den Extrakt Ze 339 in ihrer Aktivität ebenfalls nicht verändert, d.h. weder induziert noch inhibiert. Folgende Enzyme wurden bisher getestet: CYP2E1, CYP1A2, CYP2D6, CYP2C19, CYP3A4 und CYP2C9. Nach den aus diesen Studien vorliegenden Ergebnissen sind Interaktionen mit anderen Arzneimitteln nicht zu erwarten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren und Stillenden vor.
Tierexperimentelle Studien zeigten bis zu einer 30fachen Menge der üblichen Dosierung keine direkten oder indirekten Auswirkungen auf Schwangerschaft und Embryonalentwicklung.
Bei der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien zeigten sich keine Unterschiede in der Häufigkeit unerwünschter Wirkungen zwischen Pollivita und Plazebo.
Gastrointestinaltrakt: Es können gelegentlich (ca. 2%) Beschwerden im Gastrointestinaltrakt auftreten, z.B. Aufstossen oder leichte Übelkeit.
Haut: In Einzelfällen Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautreaktionen, Ödeme).
Leber: Sehr seltene, aber teils schwerwiegende Leberschädigungen wurden in Verbindung mit Präparaten, welche einen CO 2 -Extrakt aus den Wurzeln der Pestwurz enthielten, beobachtet. Eine leberschädigende Wirkung kann aber auch für den in Pollivita verwendeten CO 2 -Extrakt aus den Blättern der Pestwurz nicht ausgeschlossen werden. Siehe hierzu unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Nervensystem: In einer randomisierten doppelblinden klinischen Studie wurden bei 3,6% (n= 4 von 110) der mit Ze 339, 3,5% (n= 4 von 113) der mit Fexofenadin und 2,8% (n= 3 von 107) der mit Plazebo behandelten Patienten Müdigkeit als Nebenwirkung beobachtet. In einer randomisierten doppelblinden klinischen Studie wurden bei 4,6% (n= 3 von 65) der mit Ze 339 und 7,5% (n= 5 von 66) der mit Cetirizin behandelten Patienten Müdigkeit beobachtet. Im Rahmen der Post Marketing Surveillance wurde in sehr seltenen Fällen Müdigkeit beobachtet.

Überdosierung

Akute Intoxikationen mit Pollivita sind nicht bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R07AX
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von Pollivita bei allergischer Rhinitis ist bisher in 3 klinischen Studien untersucht worden.
In einer 3-armigen Studie wurde die Überlegenheit von 2 bzw. 3 Filmtabletten Pollivita gegenüber Plazebo sowohl im TSS (Total Sum Score) als auch in der Verbesserung der Einzelsymptome Niesen, juckende Nase und Augen, Rhinorrhoe und nasale Obstruktion gezeigt. Mit 3 Filmtabletten Pollivita wurden 91% Responder (≥25% Verbesserung des TSS) und mit 2 Filmtabletten 71% Responder gefunden.
In einer weiteren Studie wurden Pollivita und Fexofenadin in ihrer Wirksamkeit gegenüber Plazebo geprüft. Beide Wirkstoffe verbesserten signifikant sowohl den TSS wie auch die Einzelsymptome Niesen, juckende Nase, juckende/gerötete Augen und Rhinorrhoe.
In einer dritten Studie wurden die Auswirkungen von Pollivita und Cetirizin auf die Lebensqualität der Patienten bestimmt. Es ergab sich eine äquivalente Wirksamkeit (non-inferiority), und es zeigte sich, dass Pollivita weniger sedierend wirkt als Cetirizin.

Pharmakokinetik

Für die galenische Formulierung, wie sie in Pollivita vorliegt, wurden bisher keine pharmakokinetischen Untersuchungen durchgeführt.

Präklinische Daten

Präklinische Daten zeigen aufgrund konventioneller Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei akuter und bei wiederholter oraler Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Mutagenität keine spezielle Gefährdung für den Menschen. Die Karzinogenität wurde nicht untersucht.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Nicht bekannt.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
In der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Zulassungsnummer

55979 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

SM

Rückerstattungskat.

POLLIVITA Filmtabl

20 Stk

19.55

B

SL

60 Stk

45.45

B

SL

Zulassungsinhaberin

Permamed AG, 4143 Dornach.

Stand der Information

Oktober 2005.

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