ZusammensetzungWirkstoffe:
Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Natriumacetat-Trihydrat, Natriumgluconat, Glucose wasserfrei (ut Glucose-Monohydrat)
Hilfsstoff:
Wasser für Injektionszwecke q.s. ad.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
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Infusionslösung zur Elektrolyt-, Energie- und Wasserzufuhr
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1000 ml enthalten:
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Natriumchlorid
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5,26 g
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Kaliumchlorid
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0,37 g
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Magnesiumchlorid-Hexahydrat
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0,30 g
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Natriumacetat-Trihydrat
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3,68 g
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Natriumgluconat
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5,02 g
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Glucose wasserfrei (ut Glucose-Monohydrat)
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50,00 g 55,00 g
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Wasser für Injektionszwecke q.s. ad
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1000 ml
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Energiegehalt
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ca. 220 kcal/l ca. 920 kJ/l
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Theor. Osmolarität
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572 mosmol/l
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pH
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4,0 – 6,0
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Daraus ergeben sich folgende Elektrolytkonzentrationen in mmol/l
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Na +
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K +
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Mg ++
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Cl -
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Acetat -
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Gluconat -
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140,10 mmol/l
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4,96 mmol/l
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1,48 mmol/l
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97,93 mmol/l
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27,05 mmol/l
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23,01 mmol/l
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Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenPlasma-Lyte A + Glucose 5% kann angewendet werden:
· zur Zufuhr von Elektrolyten, Wasser und Energie, auch intraoperativ
· als Flüssigkeitsersatz z.B. bei hypotoner und isotoner Dehydratation, bei Verbrennungen, Hypovolämie, Schock (unter Beachtung der Glucosetoleranz), Verlust von alkalisierenden Verdauungssäften bei Diarrhoe
· bei leichter metabolischer Acidose
Zusätzlich wird Plasma-Lyte A + Glucose 5% zur Zufuhr von leicht verwertbaren Kohlenhydraten eingesetzt.
Dosierung/AnwendungPlasma-Lyte A + Glucose 5% ist für die intravenöse Anwendung bestimmt.
Die Dosierung, Infusionsrate und Anwendungsdauer sind individuell an den Patienten anzupassen und richten sich nach der jeweiligen Indikation, dem Alter, dem Gewicht und dem klinischen Zustand des Patienten, seiner Begleitmedikation und den Laborergebnissen infolge der Therapie.
Die Infusionsrate darf die Oxidationskapazität des Patienten für Glucose nicht überschreiten, um eine Hyperglykämie zu vermeiden. Die maximale Infusionsgeschwindigkeit entspricht 5 mg/kg/min bei Erwachsenen und 5 – 18 mg/kg/min bei Säuglingen und Kindern, abhängig vom Alter und Körpergewicht. Die maximale Glucose-Tagesdosis pro kg Körpergewicht entspricht 4 – 6 g für Erwachsene, 18 g für Frühgeborene, 15 g für Neugeborene und 10 g für Schulkinder.
Anwendung bei Kindern
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Plasma-Lyte A + Glucose 5% bei Kindern wurde nicht durch ausreichende und gut kontrollierte Studien überprüft.
Die Zusammensetzung, die Infusionsgeschwindigkeit und das Volumen von glucosehaltigen Infusionslösungen sollte bei Kindern je nach Alter mit Vorsicht gewählt werden.
Anwendung bei älteren Patienten
Beachten Sie beim Auswählen der Art der Infusionslösung und des Volumens/der Infusionsrate für ältere Patienten stets, dass bei diesen generell eher Herz-, Nieren-, Leber- oder sonstige Erkrankungen vorliegen oder sie eine begleitende medikamentöse Therapie erhalten.
Die Lösung sollte vor Gebrauch auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden, sofern dies die Lösung und das Behältnis erlauben. Nur vollständig klare Lösungen mit intakter Verschlussvorrichtung verwenden.
Nicht mehrere flexible Kunststoffbeutel in Serie miteinander verbinden, um eine Luftembolie zu vermeiden, welche durch Lufteinschlüsse im ersten Beutel entstehen kann.
Wird ein flexibler Kunststoffbeutel mit einer intravenösen Lösung zusammengedrückt, um die Flussrate zu erhöhen, besteht das Risiko einer Luftembolie, wenn der Beutel vor der Anwendung nicht vollständig entlüftet wurde.
Wird ein belüftetes Infusionsset mit offenem Ventil verwendet, könnte dies zu einer Luftembolie führen. Lösungen in flexiblen Kunststoffbeuteln nie mit belüfteten Infusionssets verwenden, deren Ventil sich in offener Position befindet.
KontraindikationenPlasma-Lyte A + Glucose 5% ist kontraindiziert bei:
· bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Präparates
· Hyperhydratationszuständen wie Wasserintoxikationen, ödemen
· hypertoner Dehydratation
· Hypernatriämie, Hyperkaliämie, Hyperchlorämie
· metabolischer oder respiratorischer Alkalose
· schwerer Niereninsuffizienz
· dekompensierter Herzinsuffizienz
· AV-Block
· Hypocalciämie oder Hypochlorhydrie
· Hyperglykämie
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
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Warnhinweise Plasma-Lyte A + Glucose 5% ist nicht indiziert sowohl für die primäre Behandlung von schwerer metabolischer Azidose als auch nicht für die Behandlung von Hypomagnesiämie. Anwendung bei Patienten mit Hypermagnesiämie oder Hypermagnesiämie- Risiko Magnesiumhaltige Lösungen sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit Myasthenia gravis. Die Patienten sind auf Anzeichen einer Hypermagnesiämie zu überwachen, insbesondere Patientinnen, welche aufgrund eklamptischer Anfälle behandelt werden (siehe „ Interaktionen “). Anwendung bei Patienten mit Hypokalzämie Plasma-Lyte A + Glucose 5% enthält kein Kalzium. Eine Erhöhung des Plasma pH’s infolge seiner alkalisierenden Wirkung könnte die Konzentration an ionisiertem (nicht Protein gebundenem) Kalzium vermindern. Plasma-Lyte A + Glucose 5% sollte nur mit besonderer Vorsicht an Patienten mit Hypokalzämie verabreicht werden. Anwendung bei Patienten mit Hyperkaliämie oder einem Hyperkaliämie- Risiko Lösungen, welche Kaliumsalze enthalten, sollten bei Patienten mit Herzkrankheiten oder hyperkaliämischer Prädisposition wie Nierenfunktionsbeeinträchtigung oder adrenocorticale Insuffizienz, akuter Dehydratation oder extensiver Gewebezerstörung (z.B. schwerwiegende Verbrennungen) vorsichtig angewendet werden. Die Plasma Kaliumwerte der Patienten mit Hyperkaliämie Risiko sind besonders engmaschig zu überwachen. Anwendung Bei Patienten mit Kaliummangel Obwohl Plasma-Lyte A + Glucose 5% eine Kaliumkonzentration ähnlich dem Plasma aufweist, zeigt die Lösung bei Patienten mit schwerem Kaliummangel keine ausreichende Wirkung und kann deshalb nicht zur Kompensation einer schweren Hypokaliämie eingesetzt werden. Risiko einer Flüssigkeitsüberladung und/oder Überladung mit gelösten Substanzen und Störung des Elektrolythaushaltes Der klinische Zustand und die Laborwerte des Patienten (Flüssigkeits haushalt, Elektrolyte im Blut- und Urin-Säure-Basen-Haushalt) müssen während der Anwendung dieser Lösung überwacht werden. Je nach Volumen und Infusionsrate kann die intravenöse Verabreichung von Plasma-Lyte A + Glucose 5% folgendes verursachen: · Überladung mit Flüssigkeit und/oder gelösten Substanzen, wodurch eine übermässige Hydration/Hypervolämie entstehen kann. Hohe Infusionsvolumina müssen deshalb spezifisch überwacht werden bei Patienten mit Herz-, Lungen- oder Nierenversagen. Anwendung bei Patienten mit Hypervolämie, übermässigen Hydration oder Zuständen, die zu einer Natriumretention oder Ödemen führen Plasma-Lyte A + Glucose 5% soll nur mit besonderer Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die an einer Hypervolämie oder übermässigen Hydration leiden. Plasma-Lyte A + Glucose 5% soll nur mit besonderer Vorsicht an Patienten mit Zuständen, welche eine Natriumretention, eine Flüssigkeitsüberladung und Ödeme auslösen können, verabreicht werden, wie etwa Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus, sekundärem Hyperaldosteronismus (beispielsweise einhergehend mit Hypertonie, kongestivem Herzversagen, Stenose der Nierenarterie oder Nephrosklerose) oder Präeklampsie. Anwendung bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen Plasma-Lyte A + Glucose 5% soll nur mit besonderer Vorsicht an Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion verabreicht werden. Bei solchen Patienten kann die Verabreichung von Plasma-Lyte A + Glucose 5% zu einer Natrium- und/oder Kalium- oder Magnesium-Retention führen. Anwendung bei Patienten mit Alkalose-Risiko Plasma-Lyte A + Glucose 5% nur mit besonderer Vorsicht an Patienten verabreichen, bei denen ein Alkalose-Risiko besteht. Eine übermässige Verabreichung von Plasma-Lyte A + Glucose 5% kann, zu einer metabolischen Alkalose führen. Überempfindlichkeitsreaktionen Es wurde über Überempfindlichkeits/Infusions Reaktionen, einschliesslich anaphylactoiden Reaktionen mit Plasma-Lyte A + Glucose 5% berichtet. Die Infusion muss sofort unterbrochen werden, wenn Anzeichen oder Symptome einer vermuteten Überempflindlichkeitsreaktion auftreten. In diesem Fall unbedingt je nach klinischer Indikation geeignete Gegenmassnahmen ergreifen. Glucosehaltige Lösungen sollen bei Patienten mit bekannter Allergie gegen Mais oder Maisprodukte nur mit Vorsicht anwenden. Anwendung bei Patienten mit Diabetes Bei Patienten mit Diabetes mellitus ist der Blutzuckerspiegel zu überwachen und gegebenenfalls die Dosierung von Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Therapien anzupassen. Vorsichtsmassnahmen Anwendung bei Patienten mit Hyperglykämie-Risiko Glucose-haltige Lösungen sollen bei Patienten mit eingeschränkter Glucose-Toleranz oder mit Diabetes mellitius besonders vorsichtig eingesetzt werden. Da Plasma-Lyte A + Glucose 5% sowohl Glucose als auch Gluconat enthält (ein Teil davon könnte zu Glucose metabolisiert werden), kann die Verabreichung von Plasma-Lyte A + Glucose 5% in Mengen welche die metabolische Kapazität für Glucose überschreiten, zu einer Hyperglykämie führen. Um eine Hyperglyämie zu vermeiden, soll die Infusionsrate die Kapazität des Patienten Glucose zu verbrauchen nicht überschreiten. Es wird vermutet, dass eine Hyperglykämie eine durch mangelnde Durchblutung verursachte Gehirnschädigung fördert und die Genesung nach akuten Ischämie-bedingten Schlaganfällen beeinträchtigt. Deshalb ist Vorsicht angebracht, wenn bei diesen Patienten glucosehaltige Lösungen angewendet werden. Bei Patienten mit schweren Trauma-bedingten Gehirnverletzungen wurde ein Zusammenhang zwischen einer im Frühstadium nach dem Ereignis auftretenden Hperglykämie und schlechten Behandlungsresultaten festgestellt. Glucosehaltige Lösungen sollten deshalb bei Patienten mit Kopfverletzungen nur besonders vorsichtig eingesetzt werden, insbesondere im Zeitraum bis 24 Stunden nach dem Trauma. Bei Neugeborenen erhöht sich das Hyperglykämie-Risiko aufgrund einer Infusion glucosehaltiger Lösungen offenbar bei geringem Geburtsgewicht. Bei diesen Patienten wurde im Zusammenhang mit einer Hyperglykämie und einer erhöhten Serumosmolarität ein erhöhtes Risiko von intraventrikulären Gehirnblutungen festgestellt. Wenn eine Hyperglykämie auftritt, die Infusionsrate der Glucose-Lösung reduzieren und/oder Insulin verabreichen oder die Insulindosis anpassen, oder die Infusion unterbrechen. Osmolarität Plasma-Lyte A + Glucose 5% ist eine hypertone Lösung und besitzt eine Osmolarität von 572 mOsmol/l. Der normale Bereich der Serum-Osmolarität liegt zwischen 280 bis 310 mOsmol/l. Die Verabreichung von hypertonen Lösungen kann zu Venenirritation, einschliesslich Phlebitis, führen. Hyperosmolare Lösungen bei Patienten mit hyperosmolaren Zuständen – wenn überhaupt – nur mit Vorsicht verabreichen.
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Interferenz mit Labortests für gluconathaltige Lösungen Es gab bei Patienten, die gluconathaltige Plasma-Lyte A + Glucose 5% Lösungen von Baxter erhielten, Berichte über falsch-positive Ergebnisse mit dem Platelia-Aspergillustest (ELISA) von Bio-Rad Laboratorien. Bei diesen Patienten wurde anschliessend keine Aspergillus-Infektion festgestellt. Aus diesem Grund sollten positive Testergebnisse von Patienten, die mit gluconathaltigen Plasma-Lyte A + Glucose 5% Lösungen von Baxter behandelt werden, bei dieser Art von Test unbedingt mit Vorsicht interpretiert und durch andere diagnostische Verfahren abgesichert werden.
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InteraktionenCorticosteroide und ACTH können eine Natrium- und Flussigkeitsretention mit kardialer Dekompensation, Hypervolämie, Ö demen und/oder Hypernatriämie begünstigen.
Wird Plasma-Lyte A + Glucose 5% an Patienten verabreicht, die mit Präparaten behandelt werden, deren Ausscheidung über die Nieren pH-abhängig ist, so ist Vorsicht geboten. Wegen der alkalisierenden Wirkung (Bildung von Bicarbonat), kann Plasma-Lyte A + Glucose 5% eine Auswirkung auf die Elimination solcher Arzneimittel haben.
· Die renale Clearance von säurehaltigen Arzneimitteln wie Salicylaten, Barbituraten und Lithium kann wegen der Alkalisierung des Urins durch Bicarbonat-Vorläufer wie Natrium-Acetat und Natrium-Gluconat erhöht werden.
· Die renale Clearance von alkalischen Arzneimitteln wie Sympathomimetika (z.B. Ephedrin, Pseudoephedrin), Quinidinen oder Dextroamphetaminsulfat (Dexamphetamin) kann reduziert sein.
Wegen seines Kaliumgehalts sollte Plasma-Lyte A + Glucose 5% mit besonderer Vorsicht verabreicht werden, bei Patienten die mit Wirkstoffen oder Präparaten behandelt werden, welche eine Hyperkaliämie auslösen oder das Risiko einer Hyperkaliämie erhöhen können, wie kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren), ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Immunosuppresiva wie Tacrolimus und Cyclosporin.
Parenteral verabreichte Magnesiumsalze können die Wirkung von Nifedipin, neuromuskulär blockierenden Stoffen und Aminoglykosiden verstärken.
Gewisse Medikamente (Schleifen-Diuretika, Thiazide) können die Glucosetoleranz vermindern.
Schwangerschaft, StillzeitEs sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen noch während der Stillzeit verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Medikament nur verabreicht werden, wenn der potentielle Nutzen das fötale Risiko übersteigt.
Unerwünschte WirkungenDie folgenden Nebenwirkungen stützen sich auf Post-Marketing-Erfahrung mit nicht spezifizierten Plasma-Lyte Präparaten und Plasma-Lyte mit Glucose 5% und basieren auf der MedDRA-Klassifizierung (System Organ Class, SOC).
Störungen des Immunsystems :
Überempfindlichkeits-/Infusionsreaktionen, einschliesslich anaphylaktoider Reaktionen sowie folgender klinischer Manifestationen: Hypotonie, Brustkorbbeschwerden, Dyspnoe, Giemen, Hitzegefühl, Hyperämie, Asthenie, Urtikaria, kalter Schweiss, Fieber, Schüttelfrost
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Hyperkaliämie, Hyperglykämie
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Reaktionen an der Infusionsstelle (z.B. Brennen an der Infusionsstelle)
Untersuchungen
Falsch-positive Ergebnisse mit dem Platelia-Aspergillustest (ELISA) von Bio-Rad Laboratorien.
Klasseneffekte
Andere Nebenwirkungen, die mit Plasma-Lyte Präparaten ohne Glucose berichtet wurden:
Andere klinische Manifestationen von Überempfindlichkeits-/Infusionsreaktionen: Tachykardie, Palpitationen, Brustschmerz, Atemfrequenz erhöht, Gefühl anomal, Piloerektion, peripheres Ödem,
Schmerz an der Infusionsstelle
ÜberdosierungÜbermässige Verabreichung von Plasma-Lyte A + Glucose 5% kann zu metabolischer Alkalose führen. Eine metbolische Alkalose kann sowohl von einer Hypokaliämie als auch einem Abfall von ionisierten Kalzium und Magnesium im Serum begleitet sein.
Ein zu grosses Volumen von Plasma-Lyte A + Glucose 5% kann zu einer Überladung mit Flüssigkeit und Natrium führen und ein Ödemrisiko mit sich bringen (peripheres und/oder Lungen-Ödem), insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter renaler Natriumausscheidung.
Übermässige Anwendung von Kalium kann, insbesondere bei Patienten mit stark beeinträchtigter Nierenfunktion, zur Entwicklung einer Hyperkaliämie führen.
Übermässige Verabreichung von Magnesium kann zu Hypermagnesiämie führen.
Übermässige Verabreichung einer glucosehaltigen Lösung kann zu Hyperglykämie, Hyperosmolarität, osmotischer Diurese und Dehydrierung führen.
Steht die Überdosierung im Zusammenhang mit Arzneimitteln, welche der infundierten Lösung zugefügt wurden, hängen die Anzeichen und Symptome einer Überinfusion von der Art des zugefügten Arzneimittels ab.
Therapeutische Massnahmen
Bei Auftreten von Symptomen der überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die physiologischen Parameter des Patienten sind zu bestimmen und therapeutische Massnahmen einzuleiten.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code: B05BB02
Plasma-Lyte A + Glucose 5% ist eine sterile und endotoxinfreie hypertone Elektrolytlösung zur intravenösen Anwendung, deren Ionengehalt dem des Plasmas angenähert ist.
Acetat und Gluconat werden zu Bicarbonat abgebaut und haben durch Erhöhung der Bicarbonatkonzentration im Blut einen alkalisierenden Effekt.
Die Zufuhr von Glucose vermindert bei einer bestehenden Kohlenhydratmangelsituation den Stickstoffverlust und reduziert den Abbau des Leberglycogens. Zusätzlich wird leicht verwertbare Energie zugeführt.
PharmakokinetikNach intravenöser Zufuhr erfolgt die Äquilibrierung mit dem Extrazellulärraum innerhalb 20-30 Minuten. Nach einer Stunde befinden sich beim Gesunden noch 25% des Infusates im Intravasalraum, beim kritisch kranken oder traumatisierten Patienten beträgt dieser Anteil nur 20% oder weniger.
Acetat kann auch in den Muskeln und im peripheren Gewebe unter Umgehung der Leber zu Bicarbonat metabolisiert werden.
Glucose wird über den Zitronensäurezyklus abgebaut und kann pro Mol Glucose bis zu 48 Mol Adenosin-Triphosphat ergeben (Brennwert: ca. 4 kcal/g, Oxidationswasser: 0,6 ml/g).
Die Elektrolyte werden über die normalen Ausscheidungswege (renal) eliminiert.
Präklinische DatenEs liegen keine relevanten Daten vor.
Sonstige HinweiseInkompatibilitäten
Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen. Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen, chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.
Wie bei allen parenteralen Lösungen muss vor der Verwendung von Zusätzen deren Kompatibilität mit der Lösung geprüft werden. Vor dem Hinzufügen einer Substanz oder eines Arzneimittels sicherstellen, dass diese(s) in Wasser löslich und/oder stabil ist und der pH-Bereich der Lösung mit dem von Plasma-Lyte A + Glucose 5% übereinstimmt.
Nach dem Zusatz, soll die Lösung auf mögliche Farbveränderung und/oder Ausfällung, unlösliche Komplexe oder Kristallisierung überprüft werden.
Unbedingt die Fachinformation des Arzneimittelzusatzes und sonstige relevante Fachliteratur konsultieren. Keine Zusätze verwenden, bei denen eine Inkompatibilität bekannt ist oder festgestellt wurde.
Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.
Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden.
Auf die Kompatibilität muss auch geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche Infusionsbesteck wie Plasma-Lyte A + Glucose 5% verabreicht werden.
Plasma-Lyte A + Glucose 5% darf nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut oder Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer Pseudoagglutination besteht.
Nach dem Öffnen des Beutels dessen Inhalt unverzüglich verwenden. Angebrochene Beutel unter keinen Umständen für eine spätere Infusion aufbewahren. Angebrochene Beutel nicht wieder anschliessen.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Aspergillustest: Siehe „ Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen “
Haltbarkeit
Plasma-Lyte A + Glucose 5% Infusionslösungen dürfen nur bis zu dem auf dem Beutel mit “Exp“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Unter 25 °C aufbewahren. Nicht einfrieren.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Art der Anwendung
Plasma-Lyte A + Glucose 5% Infusionslösung wird intravenös appliziert.
Es dürfen nur klare Lösungen und unbeschädigte Beutel verwendet werden.
Nicht oder teilweise verwendete Lösungen müssen verworfen werden und dürfen nicht für eine spätere Verwendung aufbewahrt werden.
Die Beutel eignen sich nicht für den Anschluss in Serie, da Gefahr einer Luftembolie besteht.
Anwendungshinweise / Verabreichung
· Schutzhülle aufreissen und vom Beutel entfernen.
· Durch Drücken auf den Beutel sich von dessen Unversehrtheit überzeugen.
· Undichte Beutel müssen verworfen werden. Es dürfen nur klare, einwandfreie Lösungen verwendet werden.
· Den Beutel aufhängen und den Schutz am Ausflussstutzen entfernen.
· Den Durchflussregler des Infusionsbestecks schliessen und dessen Anstechdorn mit einer leichten Drehbewegung in den Ausflussstutzen des Beutels einführen (Gebrauchsanweisung des Infusionsbestecks beachten).
Hinweis : Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden.
Zugabe von Medikamenten
· Kompatible Medikamente nur durch den Injektionsstutzen einspritzen.
· Den Beutel aufrecht halten (Stutzen nach oben) und den Injektionsstutzen desinfizieren.
· Zusatzmedikation mit einer Nadel (19 – 22 Ga) einspritzen. Nadel vorsichtig zurück-ziehen. Stutzen durch sanftes Klopfen entleeren und den Inhalt des Beutels gründlich mischen.
Hinweis : Um zusätzliche Arzneimittel während der Infusion beizufügen, muss der Durchflussregler geschlossen sein und der Beutel abgehängt und/oder der Stutzen nach oben gehalten werden. Erst nach der Zugabe der Medikamente und gründlicher Mischung Beutel wieder aufhängen und mit der Infusion fortfahren.
Zulassungsnummer56'083 (Swissmedic)
PackungenPlasma-Lyte A + Glucose 5%, Infusionslösung
Viaflo Beutel: 500 ml und 1000 ml. (B)
ZulassungsinhaberinBaxter AG
CH-8604 Volketswil
Stand der InformationMai 2012
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