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Fachinformation zu Emend®:MSD Merck Sharp & Dohme AG
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Unerwünschte Wirkungen

Das Sicherheitsprofil von Aprepitant wurde an ca. 6'500 Personen untersucht.
Hoch-emetogene Chemotherapie (HEC)
In 2 kontrollierten klinischen Studien mit Krebspatienten, die eine hoch emetogene Chemotherapie (HEC) erhielten, wurden 544 Patienten während des 1. Zyklus der Chemotherapie und 413 dieser Patienten während der Verlängerung bis zu 6 Chemotherapiezyklen mit Aprepitant behandelt. Das orale 3-Tages-Regime von Emend wurde zusammen mit Ondansetron und Dexamethason angewendet. Die meisten in diesen Studien berichteten unerwünschten Ereignisse wurden als leicht bis mässig in ihrer Intensität beschrieben.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die bei Patienten unter dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant mit einer höheren Inzidenz als mit der Standardtherapie berichtet wurden, zählen: Schluckauf (4,6%), erhöhte Werte von ALT (2,8%), Dyspepsie (2,6%), Obstipation (2,4%), Kopfschmerzen (2,0%) und verminderter Appetit (2,0%).
In einer weiteren aktiv kontrollierten klinischen Studie bei 1169 Patienten, die das orale 3-Tages-Regime von Aprepitant bei HEC erhielten, war das Nebenwirkungsprofil im Allgemeinen vergleichbar mit demjenigen anderer Studien mit HEC und dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant.
Mässig-emetogene Chemotherapie (MEC)
In zwei kontrollierten klinischen Studien bei Patienten mit mässig emetogener Chemotherapie (MEC) wurden 868 Patienten während des ersten Chemotherapiezyklus und 686 dieser Patienten in bis zu 4 Chemotherapiezyklen mit dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant behandelt. Das orale 3-Tages-Regime von Emend wurde in beiden Studien in Kombination mit Ondansetron und Dexamethason gegeben. Die Intensität der meisten in diesen Studien berichteten unerwünschten Wirkungen wurde als leicht bis mässig beschrieben.
In der kombinierten Analyse der Daten des ersten Zyklus beider Studien wurde bei 14% der Patienten mit dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant verglichen mit 15% der Patienten mit Standardtherapie über unerwünschte Ereignisse berichtet, bei denen die Untersucher einen kausalen Zusammenhang mit der antiemetischen Behandlung annahmen. Die Behandlung wurde bei 0,7% der Patienten unter dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant wegen solchen Nebenwirkungen abgesetzt, verglichen mit 0,2% der Patienten unter Standardtherapie.
Das häufigste durch die antiemetische Therapie verursachte unerwünschte Ereignis, welches mit höherer Inzidenz bei Patienten mit dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant als unter Standardtherapie beobachtet wurde, war Müdigkeit (1,4%).
Hoch- und mässig-emetogene Chemotherapie
In einer gepoolten Analyse von Studien mit HEC und MEC, wurden folgende Nebenwirkungen bei Patienten unter dem oralen 3-Tages-Regime von Aprepitant häufiger beobachtet als bei Patienten unter Standardtherapie:
[Häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000)]
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Selten: Candidiasis, Staphylokokkeninfektion.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Anämie, febrile Neutropenie.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Verminderter Appetit.
Selten: Polydipsie.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Angst.
Selten: Desorientierung, euphorische Stimmung.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Schwindel, Somnolenz.
Selten: Kognitive Störungen, Lethargie, Dysgeusie.
Augenerkrankungen
Selten: Konjunktivitis.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten: Tinnitus.
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Palpitationen.
Selten: Bradykardie, kardiovaskuläre Erkrankung.
Gefässerkrankungen
Gelegentlich: Hitzewallung.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Singultus.
Selten: Oropharyngeale Schmerzen, Niesen, Husten, nasotracheales Sekret («postnasal drip»), Halsirritation.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Dyspepsie.
Gelegentlich: Aufstossen, Übelkeit, gastroösophageale Refluxkrankheit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Flatulenz.
Selten: Harter Stuhl, Perforation eines Duodenalulkus, neutropenische Kolitis, Stomatitis, abdominale Blähungen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Ausschlag, Akne.
Selten: Photosensibilität, Hyperhidrose, Seborrhö, Hautläsion, juckender Ausschlag.
Über 1 Fall von einem Stevens-Johnson-Syndrom wurde bei einem Patienten unter Aprepitant in einer anderen Studie bei CINE berichtet.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Muskelspasmen, Muskelschwäche.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Dysurie.
Selten: Pollakisurie.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Müdigkeit.
Gelegentlich: Asthenie, Malaise.
Selten: Ödem, Unwohlsein im Brustbereich, Gangstörungen.
Untersuchungen
Häufig: ALT erhöht.
Gelegentlich: AST erhöht, alkalische Phosphatase im Blut erhöht.
Selten: Erhöhte Urinausscheidung, Mikrohämaturie, vermindertes Natrium im Blut, Gewichtsabnahme, Glukosurie, Abnahme der Neutrophilen.
Die Nebenwirkungsprofile waren in den Folgezyklen (bis zu 6 Chemotherapiezyklen) der Studien mit hoch-emetogener und mässig-emetogener Chemotherapie vergleichbar mit denjenigen des 1. Therapiezyklus.
Andere Studien
Zusätzliche unerwünschte Wirkungen wurden bei Patienten beobachtet, welche mit Aprepitant (40 mg) zur Prävention von postoperativer Nausea und Erbrechen (PONE) behandelt wurden: abnormale Darmgeräusche, Sprachstörungen, Dyspnö, Störung der Sinneswahrnehmung, Miosis, verminderte Sensibilität, Magenbeschwerden, verminderte Sehschärfe, pfeifendes Atemgeräusch.
Zusätzlich wurde in klinischen Studien (PONE) über zwei schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei Patienten berichtet, die höhere Dosierungen von Aprepitant erhielten: Ein Fall von Obstipation und ein Fall eines Subileus.
Angioödem und Urtikaria wurden als schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei einem Patienten beobachtet, der Aprepitant ausserhalb der CINE- und PONE- Studien erhielt.
Meldungen nach Markteinführung
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden nach Markteinführung von Emend gemeldet. Da diese Meldungen auf freiwilliger Basis und von einer Population nicht genau bekannter Grösse stammen, ist es im Allgemeinen nicht möglich, deren Häufigkeit zuverlässig einzuschätzen oder eine Kausalbeziehung mit dem Medikament herzustellen.
Störungen des Immunsystems
Überempfindlichkeitsreaktionen inkl. anaphylaktische Reaktionen.
Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria, selten Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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