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Fachinformation zu Apidra®:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Insulinum Glulisinum DCI 3Lys-29Glu-humanum insulinum analogum, GT), 100 Einheiten/ml.
Hilfsstoffe: Trometamolum, Natrii Chloridum Polysorbatum 20, Conserv.: Metacresolum 3,15 mg, Aqua q.s. ad solutionem pro 1 ml.
Insulin Glulisin ist ein Insulin-Analogon, das mittels gentechnischer Methoden unter Verwendung von Escherichia coli gewonnen wird.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Apidra ist eine klare, farblose wässerige Injektionslösung in Durchstechflaschen, Patronen, im SoloStar. 1 ml enthält 3,49 mg Insulinum Glulisinum entspr. 100 Einheiten.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren, sofern eine Insulinbehandlung erforderlich ist.

Dosierung/Anwendung

Apidra ist ein rekombinantes Insulin-Analogon, welches äquipotent zu löslichem Humaninsulin ist. Apidra hat einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer als lösliches Humaninsulin.

Übliche Dosierung
Apidra soll kurz (0–15 Min.) vor oder unmittelbar nach der Mahlzeit injiziert werden.
Apidra sollte in einem Therapieschema mit einem länger wirksamen Insulin oder basalem Insulin-Analogon gegeben werden, oder kann mit oralen Antidiabetika verwendet werden.
Die Dosierung von Apidra muss individuell festgelegt werden.

Anwendung
Apidra wird subkutan injiziert; oder mittels einer Pumpe kontinuierlich subkutan verabreicht.

Subkutane Injektion
Apidra soll subkutan in die Bauchwand, den Oberschenkel oder den Oberarm injiziert oder durch kontinuierliche Infusion in die Bauchwand verabreicht werden. Wie für alle Insuline ist die Verabreichungsstelle innerhalb des Injektionsbereiches jedesmal zu wechseln. Wie für alle Insuline kann die Resorption und folglich Wirkungsbeginn und -dauer beeinflusst werden durch den Injektionsbereich, körperliche Aktivität und andere Variablen.

Mischen mit anderen Insulinen
Falls Apidra mit NPH-Humaninsulin gemischt wird, soll Apidra zuerst in die Spritze aufgezogen werden. Die Injektion soll sofort nach dem Mischen erfolgen. Über die Mischbarkeit von Insulin Glulisin mit anderen Insulinzubereitungen als mit humanem NPH-Insulin sind keine Daten vorhanden. Apidra soll nicht mit anderen Insulinzubereitungen gemischt werden, ausser mit humanem NPH-Insulin.

Kontinuierliche subkutane Infusion mit einer Pumpe
Apidra kann zur kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion (CSII) in Pumpensystemen verwendet werden. Dafür geeignet sind Disetronic H-Tron, D-Tron und MiniMed Pumpen, sowie die Disetronic und MiniMed Katheter.
Bei Verwendung in Insulin Infusionspumpen darf Apidra weder verdünnt noch mit anderen Insulinen gemischt werden. Patienten, welche CSII verwenden, müssen umfassend über den Gebrauch des Pumpensystems instruiert werden. Infusionsset und Reservoir sollte alle 48 Stunden aseptisch gewechselt werden. Patienten, welche Apidra mit CSII verwenden, müssen Insulin zur alternativen Verabreichung im Falle eines Pumpenversagens verfügbar haben.

Intravenöse Verabreichung
Apidra kann auch intravenös verabreicht werden, allerdings nur durch eine medizinische Fachperson.
Apidra darf weder mit Glukose- oder Ringerlösung noch mit irgendeinem anderen Insulin gemischt werden.

Anwendung bei speziellen Patientengruppen
Nieren- oder Leberfunktionsstörungen können den Insulinbedarf des Patienten vermindern (siehe «Pharmakokinetik»).
Pädiatriehinweis: Es liegen nur wenige Daten bei Kindern unter 8 Jahren vor. Die Anwendung von Apidra bei Kindern unter 4 Jahren wurde nicht untersucht.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Apidra Patronen dürfen nur mit den wiederverwendbaren kompatiblen Pens OptiPen und ClikStar verwendet werden, da die Genauigkeit der Dosierung nur mit diesen Pens überprüft wurde.
Die Umstellung eines Patienten auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter strenger medizinischer Überwachung erfolgen. Änderungen des Präparates, des Insulintyps oder der Insulinart (tierisches Insulin, Humaninsulin oder Insulin-Analogon) und/oder der Herstellungsmethode können eine Dosisänderung erfordern. Eine Anpassung der gleichzeitig verabreichten oralen Antidiabetika kann ebenfalls notwendig werden.

Hypoglykämie
Der Zeitpunkt des Auftretens einer Hypoglykämie hängt vom Wirkungsprofil des verwendeten Insulins ab und kann sich deshalb bei einem Wechsel des Therapieschemas ändern.
Eine Dosisanpassung kann auch notwendig werden, wenn Patienten vermehrt körperlich aktiv sind oder ihren üblichen Mahlzeitenplan ändern. Im Vergleich zu löslichem Humaninsulin kann nach Administration von Apidra eine Hypoglykämie früher auftreten.
Begleiterkrankungen können den Insulinbedarf verändern.
Beim insulinbehandelten Diabetiker besteht grundsätzlich das Risiko leichter oder schwerer Hypoglykämien. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, bei Präparatewechsel, unregelmässigen Insulininjektionen oder unregelmässiger Nahrungsaufnahme, sowie allgemein bei nicht optimaler Einstellung, wo es zu starken Blutzuckerschwankungen v.a. Hypoglykämien kommen kann. Der Diabetiker muss hierauf aufmerksam gemacht werden und auch darauf, dass Alkoholeinnahme die Gefahr zusätzlich erhöht.
Ebenso ist bei früher durchgemachten schweren Hypoglykämien das Risiko grösser, dass sich solche wiederholen.
Um einer Hypoglykämie frühzeitig begegnen zu können, ist der Patient zu instruieren, immer Traubenzucker, Würfelzucker o.ä. mit sich zu führen. Er soll auch seinen Diabetikerausweis mittragen.
In bestimmten Situationen, so u.a. auch nach Umstellung von tierischem auf humanes Insulin, können die Warnsymptome der Hypoglykämie abgeschwächt sein (siehe unter «Unerwünschte Wirkungen»).
Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat oder Änderungen des Dosierungsschemas sollen nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle und Instruktion erfolgen.
β-Blocker können die üblichen Hypoglykämie-Warnsymptome abschwächen bzw. maskieren.
Alkoholkonsum kann die Hypoglykämie-Gefahr erhöhen (Hemmung der hepatischen Glukoneogenese). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Kohlehydratgehalt alkoholischer Getränke auch einen Anstieg des Blutglukosespiegels verursachen könnte.
Marihuana-Konsum kann möglicherweise eine Verschlechterung der Glukosetoleranz bewirken (andere illegale Substanzen wurden nicht getestet; andere Interaktionen siehe «Interaktionen»!).

Hypokaliämie
Hypokaliämie gehört zu den potenziellen unerwünschten klinischen Wirkungen einer Insulintherapie, insbesondere bei intravenöser Verabreichung (z.B. zur Behandlung der diabetischen Ketoazidose). Indessen wurde Hypokaliämie weder in klinischen Studien noch im Rahmen der Postmarketing-Überwachung von Apidra als Sicherheitsrisiko identifiziert. Diese potenzielle unerwünschte klinische Wirkung kann bei Patienten zum Tragen kommen, die mit kaliumsenkenden Medikamenten therapiert werden, aus einem anderen Grund (z.B. Diarrhö) Kalium verlieren oder gegen eine diabetische Ketoazidose behandelt werden.
Zur Vermeidung einer möglichen Übertragung von Krankheiten darf jeder Fertigpen bzw. Insulinpen nur von einer einzigen Person benützt werden.

Interaktionen

1. Der Insulinbedarf kann vermindert sein in Gegenwart von Substanzen, welche die Insulinwirkung verbessern (Insulinsensitivität erhöhen), die Insulinsekretion steigern, die hepatische Glukoneogenese hemmen oder die intestinale Glukoseaufnahme beeinflussen. Bei gleichbleibender Insulinmenge besteht somit erhöhte Hypoglykämie-Gefahr durch gleichzeitige Einnahme von:
oralen Antidiabetika; Alkohol; ACE-Hemmern (z.B. Captopril und Enalapril); antiarrhythmischen Substanzen wie Disopyramid; α-Blockern und Clonidin; SSRI; Fenfluramine; MAO-Hemmern; trizyklischen Antidepressiva; Salicylaten und (selten) anderen NSAIDs; Fibraten; Tetracyclinen; Pentamidin (Hypoglykämie, gelegentlich mit nachfolgender Hyperglykämie); Anti-Malariamitteln (Chinin, Chloroquin, Mefloquin); Sulfonamiden (z.B. Cotrimoxazol); Cimetidin und Ranitidin.
2. Der Insulinbedarf kann erhöht sein bei gleichzeitiger Anwendung der folgenden Substanzen bzw. Substanzgruppen:
Orale Kontrazeptiva und andere Östrogen- oder Progestagen-Präparate; Kortikosteroide und ACTH; GH (Somato­tropin); Danazol; Schilddrüsenhormone; Sympathikomimetika (vor allem β-Sympathikomimetika wie Ritodrin, Salbutamol, Terbutalin, aber auch α-selektive Sympathikomimetika, sowie nicht selektive wie Epinephrin); Diazoxid; Nikotinsäure und -Derivate; Chlorpromazin (vor allem in hohen Dosen) und andere Phenothiazin-Derivate; Diuretika (z.B. Thiazid-Diuretika, Indapamid und Furosemid); antiretrovirale Substanzen; immunsuppressive Substanzen (Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus) sowie atypische Neuroleptika (Clozapin und Olanzapin).
3. Bei Anwendung der folgenden Substanzen kann die Insulinwirkung je nach Dosis verstärkt bzw. abgeschwächt werden:
Octreotid-, Salicylsäure-Derivate, Lithium-Salze (selten).
β-Blocker können zu einer Verstärkung der Insulinresistenz aber auch, in gewissen Fällen, zu einer Hypoglykämie führen. Ausserdem können die Hypoglykämie-Warn-Symptome abgeschwächt bzw. maskiert werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bisher liegen keine adäquaten Daten über die Verwendung von Apidra bei schwangeren Frauen vor. Tierstudien haben keinen Unterschied zwischen Apidra und Humaninsulin hinsichtlich Schwangerschaft, embryonaler/fötaler Entwicklung, Geburt und postnataler Entwicklung gezeigt (siehe «Präklinische Daten»).
Für Patientinnen mit vorbestehender Diabeteserkrankung oder einem Schwangerschaftsdiabetes ist eine gute Stoffwechselkontrolle während der gesamten Schwangerschaft besonders wichtig. Der Insulinbedarf kann während des ersten Trimesters abfallen und steigt in der Regel während des zweiten und dritten Trimesters wieder an. Unmittelbar nach der Entbindung fällt der Insulinbedarf rasch ab (erhöhtes Hypoglykämierisiko). Eine sorgfältige Überwachung des Blutzuckerspiegels ist daher besonders wichtig.
Es ist nicht bekannt, ob Apidra über die Muttermilch ausgeschieden wird. Bei stillenden Frauen kann eine Anpassung von Insulindosis und Diät notwendig werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund von Hypo- oder Hyperglykämien oder z.B. aufgrund von Sehstörungen kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten herabgesetzt sein. Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z.B. beim Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen) ein Risiko darstellen.
Die Patienten sollen angewiesen werden, Vorsichtsmassnahmen zu treffen um Hypoglykämien während des Fahrens zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig für Patienten mit abgeschwächten oder fehlenden Hypoglykämie-Warnsymptomen oder mit häufigen Hypoglykämien. Unter diesen Umständen ist die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeugs bzw. zum Bedienen von Maschinen zu überprüfen.

Unerwünschte Wirkungen

Es wurde über Medikationsfehler oder Verwechslungen mit anderen Insulinen berichtet. Insbesondere wurden versehentlich lang wirksame Insuline anstelle des Insulinanalogons Glulisin verabreicht.
In klinischen Studien wurden zwischen Insulin Glulisin und den Vergleichssubstanzen (kurzwirksame Insuline) keine klinisch relevanten Unterschiede in der Gesamthäufigkeit von unerwünschten Wirkungen gefunden. Die beobachteten Nebenwirkungen waren bekannt für diese Substanzklasse und sind demzufolge den Insulinen gemeinsam.
Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt angegeben: «sehr häufig» (≥10%), «häufig» (≥1%, <10%), «gelegentlich» (≥0,1%, <1%), «selten» (≥0,01%, <0,1%) und «sehr selten» (<0,01%).

Hypoglykämie
Zu einer Hypoglykämie, einer häufigen (schwere Hypoglykämien) bis sehr häufigen Nebenwirkung der Insulintherapie, kann es kommen, wenn die Insulindosis den Insulinbedarf überschreitet. Schwere Hypoglykämien, insbesondere wenn sie wiederholt auftreten, können zu neurologischen Schäden führen. Anhaltende oder schwere Hypoglykämien können lebensbedrohlich sein. Die Symptome einer Hypoglykämie (Blutzuckerabfall unter 2–3 mmol/l) sind:
Neurovegetative Zeichen: Schwitzen, Hungergefühl, Zittern (neurovegetative Warnsymptome), Blässe, Herzklopfen, Kopfschmerzen.
Neuroglykopenische Zeichen: Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten (Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Verwirrtheit u.a.), Bewusstseinsstörungen , Koordinations-, Seh- und Sprachstörungen. Diese können über Benommenheit und Somnolenz bis zur Bewusstlosigkeit fortschreiten. Die Hypoglykämie kann auch zu epileptischen Anfällen führen oder sich wie ein zerebraler Insult, z.B. mit (meist vorübergehender) Hemiparese, Aphasie, positivem Babinskizeichen, manifestieren.
Abgeschwächte/veränderte Warnsymptome: Besonders bei Einstellung auf tiefe Blutzuckerwerte (z.B. bei Mehrfachinjektionen nach dem Basis-Bolus-Prinzip), aber auch bei lang bestehendem Diabetes (u.U. mit Neuropathie), bei Präparatewechsel u.a. können die Warnsymptome der Hypoglykämie verändert und die neurovegetativen Symptome abgeschwächt sein oder erst spät auftreten. Dies wurde von einigen Patienten auch nach Umstellung von tierischem auf humanes Insulin, aber auch sonst gelegentlich bei Präparatewechsel, beobachtet.
Der insulinbehandelte Diabetiker und seine Umgebung sind deshalb zu instruieren, dass sich eine Hypoglykämie auch überraschend und als erstes durch neuroglykopenische Zeichen wie Konzentrationsstörungen, Unruhe, Verhaltensauffälligkeiten und Bewusstseinsstörungen anzeigen kann, was dazu führen kann, dass er eventuell nicht früh genug mit Einnahme von Zucker reagiert.
Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle und nach genauer Instruktion erfolgen. Auch das Behandlungsschema soll nur nach Absprache mit dem Arzt oder auf seine Anweisung geändert werden.
Als Ursachen einer Hypoglykämie kommen in Frage: Auslassen einer Mahlzeit, Erbrechen, Durchfall, aussergewöhnliche körperliche Anstrengung, Insulinüberdosierung, endokrine Krankheiten wie Nebennierenrindeninsuffizienz, Hypothyreose u.a.
Therapie der Hypoglykämie: siehe unter «Überdosierung».
Nach jeder schweren Hypoglykämie ist die Diabeteseinstellung zu überprüfen; der Patient ist anzuweisen, den Arzt so bald als möglich über jede durchgemachte schwere Hypoglykämie zu orientieren.

Hyperglykämie
Ein Anstieg des Blutzuckerspiegels, Hyperglykämie, Ketoazidose und Hyperosmolarität können auftreten, wenn z.B. die Insulindosis im Hinblick auf die Kohlenhydratzufuhr zu niedrig ist, die Wirkung des Insulins nachgelassen hat (z.B. infolge falscher Lagerung), die körperliche Aktivität reduziert wird, die Insulinempfindlichkeit infolge emotionalen oder körperlichen Stresses (z.B. bei Verletzungen, Operationen, fieberhaften Infektionen oder anderen Erkrankungen) verringert ist oder gleichzeitig Arzneimittel mit blutzuckersteigernder Wirkung gegeben werden (siehe «Interaktionen»).
Zeichen einer hyperglykämischen Stoffwechselentgleisung sind: Durst, Polyurie, Glucosurie, Ketonurie, Müdigkeit, trockene Haut, Gesichtsrötung, Appetitlosigkeit, Hypotonie und Tachykardie. Insbesondere bei Symptomen wie Erbrechen, Bauchschmerzen, schnelle tiefe Atmung, Somnolenz oder Koma muss immer auch an eine begleitende Ketoazidose gedacht werden. Eine schwere Hyperglykämie und Ketoazidose kann lebensbedrohlich werden. Eine Ketoazidose kann sich in Abhängigkeit von der Insulinverfügbarkeit innerhalb von Stunden bis Tagen entwickeln. Sobald mögliche Anzeichen einer Hyperglykämie oder Ketoazidose bemerkt werden, müssen Blutglukose und Keton im Urin bestimmt und gegebenenfalls unverzüglich Gegenmassnahmen eingeleitet werden.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Wie bei anderen Insulintherapien können sich häufig lokale allergische Reaktionen in Form von Rötungen, Schwellungen und/oder Juckreiz an der Injektionsstelle manifestieren. Diese leichten Reaktionen bilden sich meist innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen zurück. Diese Reaktionen können mit anderen Faktoren als dem Insulin in Zusammenhang stehen, z.B. Irritationen durch Hautreinigungsmittel oder schlechte Injektionstechnik.
Weniger häufig, aber potentiell schwerwiegend sind systemische Allergien, wie generalisierte Allergien auf Insulin, welche mit Hautreaktionen (einschliesslich Pruritus) am ganzen Körper, Kurzatmigkeit, pfeifendem Atmen, Blutdruckabfall, raschem Puls oder Schwitzen einhergehen können. Schwere Fälle von generalisierter Allergie einschliesslich anaphylaktischen Reaktionen können lebensbedrohlich sein.

Haut
Wie bei jeder Insulintherapie kann es gelegentlich an der Injektionsstelle zu einer Lipodystrophie kommen, welche die Insulinresorption verzögert. Ein ständiger Wechsel der Einstichstelle im gegebenen Injektionsbereich kann helfen, diese Reaktionen zu reduzieren oder zu vermeiden.

Antikörper
In einer Studie mit Typ 1 Diabetikern (n= 333) blieb die Konzentration von kreuzreaktiven Insulinantikörpern (Antikörper, die sowohl mit humanem Insulin als auch mit Insulin Glulisin reagieren) nahe beim Baseline-Wert während den ersten 6 Monaten in den Patienten, die mit Insulin Glulisin behandelt wurden. Während den folgenden 6 Monaten wurde eine Erniedrigung der Antikörperkonzentration beobachtet. In einer Studie mit Typ 2 Diabetikern (n= 411) wurde eine vergleichbare Erhöhung der kreuzreaktiven Insulinantikörper Konzentration bei den Patienten, die mit Insulin Glulisin behandelt wurden und bei den Patienten, die mit humanem Insulin behandelt wurden, während den ersten 9 Monaten beobachtet. Danach erniedrigte sich die Antikörperkonzentration bei den Patienten mit Insulin Glulisin und blieb unverändert in den Patienten mit humanem Insulin. Es gab keine Korrelation zwischen der Konzentration von kreuzreaktiven Insulinantikörpern und Änderungen von HbA1c, Insulindosis oder Häufigkeit von Hypoglykämien.

Überdosierung

Insuline haben keine spezifische Überdosierungsdefinition, weil Serumglukosekonzentrationen das Ergebnis einer komplexen Interaktion zwischen Insulinspiegel, Glukoseverfügbarkeit und anderen metabolischen Prozessen sind. Hypoglykämien können auftreten, wenn die Insulinaktivität im Verhältnis zur Nahrungsaufnahme und zum Energieverbrauch zu gross ist.

Insulinüberdosierungen sind wie folgt zu behandeln
Leichte bis mittlere Hypoglykämieepisoden können normalerweise durch orale Gabe von Kohlehydraten ausgeglichen werden. Es kann eine Anpassung der Arzneimitteldosis, der Essgewohnheiten und der körperlichen Aktivität notwendig werden.
Schwerere Episoden mit Koma, Krampfanfällen oder neurologischen Ausfällen können mit intramuskulären/subkutanen Glukagongaben oder intravenöser Verabreichung von konzentrierter Glukoselösung behandelt werden. Wiederholte Kohlehydrataufnahme und eine Überwachung können erforderlich sein, weil eine Hypoglykämie nach scheinbarer klinischer Erholung wieder auftreten kann.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A10AB06
Die primäre Wirkung von Insulin und Insulin-Analoga, einschliesslich Insulin Glulisin, ist die Regulation des Blutzuckermetabolismus. Insuline senken den Blutzuckerspiegel durch eine Stimulierung der peripheren Glukoseaufnahme, insbesondere durch die Skelettmuskulatur und das Fettgewebe, sowie durch eine Hemmung der Glukoneogenese in der Leber. Insulin hemmt die Lipolyse in den Fettzellen, hemmt die Proteolyse und erhöht die Proteinsynthese.

Pharmakodynamik
Insulin Glulisin hat bei subkutaner Verabreichung einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer als lösliches Humaninsulin. Die glukosesenkende Wirkung von Insulin Glulisin setzt 10–20 Min. nach subkutaner Injektion ein. Nach intravenöser Verabreichung wurden im Vergleich zur subkutanen Verabreichung ein rascherer Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer sowie ein intensiverer Wirkungspeak beobachtet. Bei intravenöser Verabreichung sind Insulin Glulisin und lösliches Humaninsulin äquipotent, d.h. 1 Einheit Insulin Glulisin hat den selben blutglukosesenkenden Effekt wie 1 internationale Einheit Humaninsulin.
Bei Typ 1 Diabetikern war das glukosesenkende Profil von Insulin Glulisin und löslichem Humaninsulin sehr ähnlich, wenn Insulin Glulisin 2 Min. und lösliches Humaninsulin 30 Min. vor der Mahlzeit in einer Dosis von 0,15 Einheiten/kg subkutan verabreicht wurden (s. Abb.).
Typ-1-Diabetes – Erwachsene: Im Rahmen einer 26-wöchigen klinischen Phase-III-Studie wurde Insulin Glulisin mit Insulin Lispro, die beide kurz (0–15 Minuten) vor einer Mahlzeit subkutan injiziert wurden, bei Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus, welche Insulin Glargin als Basalinsulin verwendeten, verglichen. Insulin Glulisin war hinsichtlich der glykämischen Kontrolle vergleichbar mit Insulin Lispro, was sich in der Veränderung von glykosyliertem Hämoglobin (gemessen als HbA1c-Wert) vom Baseline-Wert bis zum Endpunkt widerspiegelte. Es wurden vergleichbare, von den Patienten selbst kontrollierte Blutzuckerwerte beobachtet. Im Gegensatz zu Insulin Lispro war bei Insulin Glulisin keine Erhöhung der Basalinsulin-Dosis erforderlich.
Eine klinische Phase-III-Studie über 12 Wochen, die mit Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus durchgeführt wurde, die Insulin Glargin als basale Therapie erhielten, weist darauf hin, dass bei einer Gabe von Insulin Glulisin unmittelbar nach einer Mahlzeit eine Wirksamkeit erreicht wird, die mit der Gabe von Insulin Glulisin unmittelbar vor einer Mahlzeit (0–15 Minuten) vergleichbar ist oder mit löslichem Humaninsulin (30–45 Minuten) vor einer Mahlzeit.

Typ-1-Diabetes mellitus – Kinder
Im Rahmen einer 26-wöchigen klinischen Phase-III-Studie wurde Insulin Glulisin mit Insulin Lispro, die beide kurz (0–15 Minuten) vor einer Mahlzeit subkutan injiziert wurden, bei Kindern (4–5 Jahre: n= 9; 6–7 Jahre: n= 32; 8–11 Jahre: n= 149) und Jugendlichen (12–17 Jahre: n= 382) mit Typ-1-Diabetes mellitus, welche Insulin Glargin oder NPH-Insulin als Basalinsulin verwendeten, verglichen. Insulin Glulisin war hinsichtlich der glykämischen Kontrolle vergleichbar mit Insulin Lispro, was sich in der Änderung der Konzentration des glykosylierten Hämoglobins (gemessen als HbA1c-Wert) vom Baseline-Wert bis zum Endpunkt und in den selbst kontrollierten Blutzuckerwerten widerspiegelte.
Typ-2-Diabetes mellitus – Erwachsene: In einer klinischen Phase-III-Studie über 26 Wochen, an die sich eine Verlängerungsstudie zur Unbedenklichkeit über 26 Wochen anschloss, wurde subkutan injiziertes Insulin Glulisin (0–15 Minuten vor einer Mahlzeit) mit löslichem Humaninsulin (30–45 Minuten vor einer Mahlzeit) bei Patienten mit Typ 2-Diabetes mellitus verglichen, die zusätzlich NPH-Insulin als Basalinsulin anwendeten. Der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) der Patienten betrug 34,55 kg/m². In Bezug auf die Veränderung des HbA1c-Wertes zwischen Baseline-Wert und Endpunkt nach 6 Monaten (–0,46% für Insulin Glulisin und –0,3% für lösliches Humaninsulin, p= 0,0029) und zwischen Baseline-Wert und Endpunkt nach 12 Monaten (–0,23% für Insulin Glulisin und –0,13% für lösliches Humaninsulin, Unterschied nicht signifikant) waren Insulin Glulisin und lösliches Humaninsulin vergleichbar. Im Rahmen dieser Studie mischte die Mehrheit der Patienten (79%) ihr schnell wirksames Insulin unmittelbar vor der Injektion mit NPH-Insulin und 58% der Patienten verwendeten zum Zeitpunkt der Randomisierung orale blutzuckersenkende Arzneimittel. Sie wurden angewiesen, diese in der gleichen Dosierung beizubehalten.

Abstammung und Geschlecht
In klinischen Studien bei Erwachsenen zeigten Subgruppenanalysen hinsichtlich ethnischer Herkunft und Geschlecht keine Unterschiede in der Sicherheit und Wirksamkeit von Insulin Glulisin.

Pharmakokinetik

Bei Insulin Glulisin wird durch den Ersatz der Aminosäure Asparagin durch Lysine in Position B3 und von Lysin durch Glutaminsäure in Position B29 eine raschere Absorption erreicht.

Absorption
Das pharmakokinetische Profil bei Gesunden und Diabetikern (Typ 1 und Typ 2) zeigte, dass nach Verabreichung von 0,15 Einheiten/kg die Absorption von Insulin Glulisin doppelt so schnell und die Maximalkonzentration doppelt so hoch ist wie bei löslichem Humaninsulin. Tbetrug 55 resp. 82 Min, Cbetrug 82 µEinheiten/ml resp. 46 µEinheiten/ml (s. Abb.).
Nach subkutaner Verabreichung von Insulin Glulisin in verschiedene Körperbereiche waren die Pharmakokinetikprofile ähnlich, mit einer leicht rascheren Absorption in der Bauchwand als im Oberarm oder Oberschenkel.
Die absolute Bioverfügbarkeit von Insulin Glulisin nach subkutaner Injektion beträgt etwa 70%, unabhängig vom Injektionsbereich (Bauchwand 73%, Oberarm 71%, Oberschenkel 69%).
Durch die intravenöse Bolus-Infusion von Insulin Glulisin kommt es zu einer stärkeren systemischen Exposition als nach einer subkutanen Injektion, mit einer ca. 40-mal höheren C.

Distribution und Elimination
Die Verteilung und Elimination von Insulin Glulisin und löslichem Humaninsulin sind nach intravenöser Verabreichung ähnlich; die Verteilungsvolumina betragen 13 l resp. 22 l und die Halbwertszeiten 13 Min. resp. 18 Min.
Nach subkutaner Verabreichung wird Insulin Glulisin rascher eliminiert als lösliches Humaninsulin und die Halbwertszeiten betragen 42 Min. resp. 86 Min.

Kinetik spezieller Patientengruppen
In einer klinischen Studie, die mit nicht-diabetischen Patienten durchgeführt wurde und einen breiten Bereich der Nierenfunktion abdeckte (CrCl >80 ml/Min., 30–50 ml/Min., <30 ml/Min.), blieben die schnell wirkenden Eigenschaften von Insulin Glulisin im Allgemeinen erhalten. Patienten mit moderater und schwerer Niereninsuffizienz zeigten eine reduzierte Clearance von Insulin Glulisin verglichen mit gesunden Probanden. Der Insulinbedarf kann bei eingeschränkter Nierenfunktion vermindert sein.

Leberinsuffizienz
Es wurden keine klinischen Studien bei Patienten mit Leberinsuffizienz durchgeführt. Aufgrund der verringerten Glukoneogenese-Kapazität und des verminderten Insulinstoffwechsels kann der Insulinbedarf bei Patienten mit einer Einschränkung der Leberfunktion herabgesetzt sein.

Fettleibigkeit
Der raschere Wirkungseintritt und die kürzere Wirkungsdauer von Insulin Glulisin und Insulin Lispro im Vergleich zu löslichem Humaninsulin waren auch bei fettleibigen Nichtdiabetikern erhalten. Der rasche Wirkungseintritt war mit Insulin Glulisin besser erhalten als mit Insulin Lispro.

Kinder und Jugendliche
Die pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von Insulin Glulisin im Vergleich zu löslichem Humaninsulin, 2 Min. vor der Mahlzeit sc. verabreicht, wurde bei 10 Kindern (7–11 Jahre) und 10 Jugendlichen (12–16 Jahre) untersucht. In beiden pädiatrischen Subgruppen zeigte Insulin Glulisin eine raschere Absorption, eine kürzere Verweildauer im Zirkulationssystem und eine bessere Glukosesenkung als lösliches Humaninsulin.

Präklinische Daten

Die präklinischen Daten zeigten keine Toxizitätsbefunde ausser jenen, die mit der blutzuckersenkenden pharmakodynamischen Aktivität (Hypoglykämie) verbunden sind und waren nicht von löslichem Humaninsulin verschieden.

Sonstige Hinweise

Es sind keine Daten über die Mischbarkeit von Insulin Glulisin mit anderen Insulinzubereitungen verfügbar, ausser mit NPH-Insulin.
Falls Apidra mit einer Insulinpumpe verabreicht wird, darf es nicht in Kombination mit einem anderen Produkt infundiert werden.

Intravenöse Verabreichung
Apidra ist mit 5%iger Glukose- und Ringerlösung nicht kompatibel und darf demzufolge nicht mit derartigen Lösungen verwendet werden. Die Verwendung anderer Lösungen wurde nicht untersucht.

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Nach Anbruch der Durchstechflasche, der Patrone bzw. des vorgefüllten Injektors ist das Präparat nach 4 Wochen zu verwerfen. Deshalb wird empfohlen, das Anbruchsdatum auf der Etikette der Durchstechflasche, der Patrone bzw. des vorgefüllten Injektors zu notieren.

Haltbarkeit bei intravenöser Verabreichung
Insulin Glulisin zur intravenösen Verabreichung in einer Konzentration von 1 Einheit/ml ist bei Raumtemperatur 48 Stunden lang stabil.

Besondere Lagerungshinweise
Apidra Durchstechflaschen, Patronen bzw. vorgefüllter Injektoren bis zum Anbruch im Kühlschrank (2–8 °C) lagern und sicherstellen, dass der Behälter keinen direkten Kontakt mit dem Gefrierfach oder Kühlelementen hat. Nicht einfrieren! In der Originalverpackung aubewahren, um den Inhalt vor Licht schützen.
Angebrochene und/oder in Gebrauch befindliche Behälter können bei Raumtemperatur (15–25 °C) von nicht über 25 °C maximal 4 Wochen lang aufbewahrt werden. Danach sind sie zu verwerfen. Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht mehr im Kühlschrank lagern, nicht einfrieren!

Hinweise für die Handhabung
Apidra ist vor der Verwendung zu prüfen. Apidra darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar und farblos ist und keine sichtbaren Partikel enthält. Da Apidra eine Lösung ist, ist ein Resuspendieren vor Gebrauch nicht erforderlich.
Vor der Anwendung des SoloStars (vorgefüllten Injektors) oder von Insulinpens muss die Gebrauchsanweisung am Ende der Packungsbeilage bzw. die beigepackte Bedienungsanleitung sorgfältig gelesen werden. Die Injektionsgeräte müssen wie in diesen Hinweisen zur Handhabung beschrieben angewendet werden.
Mit Apidra SoloStar kann Insulin in Schritten von 1 Einheit bis zu einer maximalen Einzeldosis von 80 Einheiten dosiert werden.
Der SoloStar muss vor dem ersten Gebrauch 1–2 Stunden bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahrt werden. Luftblasen in der Kartusche sind vor der Injektion zu entfernen. Die Bedienungsanleitung des OptiSet oder des SoloStar ist gewissenhaft zu befolgen. Leere vorgefüllte Injektoren dürfen nicht wiederverwendet werden und müssen vorschriftsgemäss entsorgt werden.
Apidra Patronen sind für den Gebrauch in wiederverwendbaren Insulininjektoren bestimmt (OptiPen und ClikSTAR). Apidra Patronen für den OptiClik® können nur in Verbindung mit dem OptiClik verwendet werden. Vor Einsetzen der Patronen in einen wiederverwendbaren Pen müssen die Patronen 1–2 Stunden bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahrt werden. Luftblasen müssen vor der Injektion aus den Patronen entfernt werden (siehe Bedienungsanleitung des Pens). Die Bedienungsanleitung des Pens ist gewissenhaft zu befolgen. Wenn der Pen beschädigt ist oder nicht einwandfrei funktioniert (infolge mechanischem Defekt), muss er entsorgt und ein neuer Pen verwendet werden. Leere Patronen dürfen nicht wieder aufgefüllt werden. Bei einer Funktionsstörung des Pens kann die Lösung aus der Patrone in eine Spritze (Insulinspritze 100 Einheiten/ml) aufgenommen und injiziert werden.
Apidra Durchstechflaschen sind für die Verabreichung mit Insulinspritzen 100 Einheiten/ml oder Insulinpumpen (siehe «Dosierung/Anwendung») vorgesehen.

Intravenöse Verabreichung
Zur intravenösen Infusion muss Apidra in einer Konzentration von 1 Einheit/ml Insulin Glulisin in einer 0,9%igen Natriumchlorid-Infusionslösung (9 mg/ml) mit oder ohne 40 mmol/l Kaliumchlorid in einem Kunststoff-Infusionsbeutel aus koextrudiertem Polyolefin/ Polyamid mit Infusionsschlauch verwendet werden. Insulin Glulisin zur intravenösen Verabreichung in einer Konzentration von 1 Einheit/ml ist bei Raumtemperatur 48 Stunden lang stabil.
Nach der Verdünnung zur intravenösen Verabreichung ist die Lösung vor der Infusion optisch daraufhin zu prüfen, dass sie keinerlei Schwebeteilchen enthält. Trübe gewordene bzw. Schwebeteilchen enthaltende Lösung auf keinen Fall verwenden. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar und farblos ist.
Apidra ist mit 5%iger Glukose- und Ringerlösung nicht kompatibel und darf demzufolge nicht mit derartigen Lösungen verwendet werden. Die Verwendung anderer Lösungen wurde nicht untersucht.

Zulassungsnummer

57013, 57462, 58056 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1217 Meyrin/GE.

Stand der Information

Mai 2011.

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