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Fachinformation zu Nicorette® Microtab Original-Aroma/Lemon:Janssen-Cilag AG
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Pharmakokinetik

Die von einer Sublingualtablette absorbierte Nikotinmenge hängt von dem in die Mundhöhle freigesetzten Quantum und dem anschliessend geschluckten Nikotinanteil ab. Der Hauptteil der aus einer Sublingualtablette freigesetzten Nikotinmenge wird von der Mundschleimhaut absorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit von Nikotin nach sublingualer Verabreichung beträgt ca. 50%. Die systemische Bioverfügbarkeit geschluckten Nikotins ist wegen der First-Pass-Elimination geringer. Die hohen und schnell ansteigenden Nikotinkonzentrationen, die nach dem Rauchen gemessen werden, sind unter der Behandlung mit der Nikotin-Sublingualtablette selten. Die Steady-state-Konzentrationen von Nikotin im Plasma, welche nach stündlicher Dosis von 1 Tablette zu 2 mg während 10 Stunden erreicht werden, bewegen sich in der Grössenordnung von 10 ng/ml, was ungefähr 50% von dem normalerweise beim Rauchen erreichten Serumspiegel entspricht.
Man beobachtet eine leichte Abweichung von der Dosis-Linearität der AUCund der Cwenn Einzeldosen von 1, 2 und 3 Tabletten gegeben werden. Diese Abweichung ist dadurch erklärbar, dass ein grösserer Anteil der höheren Dosis verschluckt und dem First-Pass-Metabolismus unterworfen wird.

Verteilung
Das Verteilungsvolumen nach intravenöser Gabe von Nikotin beträgt 2–3 l/kg. Die Plasmaproteinbindung von Nikotin liegt bei weniger als 5%. Es ist daher nicht zu erwarten, dass Veränderungen der Nikotinbindung durch Gebrauch von Begleitmedikationen oder durch eine krankheitsbedingte Alteration der Plasmaproteine einen signifikanten Einfluss auf die Nikotinkinetik haben.
Nikotin passiert die Blut-Hirn- und die Plazentaschranke und tritt in die Muttermilch über.

Metabolismus und Elimination
Die Halbwertszeit beträgt 1–2 Stunden. Nikotin wird vor allem in der Leber metabolisiert. Die durchschnittliche Plasmaclearance beträgt 1,2 l/min. Auch in Lunge und Nieren findet Nikotinmetabolisierung statt. Es wurden über 20 verschiedene Abbauprodukte des Nikotins identifiziert, die wahrscheinlich alle weniger wirksam sind als die Ausgangssubstanz. Der Hauptmetabolit im Plasma, Kotinin, wird mit einer Halbwertszeit von etwa 16 Stunden eliminiert und erreicht zehn mal höhere Konzentrationen als Nikotin.
Normalerweise werden etwa 10% des Nikotins unverändert renal ausgeschieden. Jedoch können bei hohen Urin­flussraten und einer Ansäuerung des Harns auf einen pH-Wert unter 5 bis zu 30% ausgeschieden werden. Nur ein kleiner Teil des Kotinins (15% der Dosis) wird unverändert renal ausgeschieden. Kotinin wird zu polaren wasserlöslichen Substanzen weitermetabolisiert und ist besonders in hydroxilierter Form im Urin zu finden (45% der Dosis).
Zwischen Männern und Frauen besteht hinsichtlich der Pharmakokinetik kein Unterschied.

Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei schwerer Niereninsuffizienz ist mit einer Beeinträchtigung der Clearance von Nikotin und seinen Metaboliten zu rechnen.
Die Nikotinclearance ist bei Patienten mit Leberzirrhose und leichter Leberinsuffizienz (Child-Score 5) unbeein­trächtigt, während sie bei mässiger Leberinsuffizienz (Child-Score 7) herabgesetzt ist. Bei rauchenden Patienten mit Niereninsuffizienz wurden erhöhte Nikotinspiegel beobachtet.
Bei älteren Patienten wurde eine geringfügig reduzierte Gesamtclearance für Nikotin nachgewiesen, die jedoch keine Dosisanpassung rechtfertigt.

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