ÜberdosierungIn einer Studie mitDiphenhydramin-Überdosierungen (Diphenhydraminist ein Bestandteil vonDimenhydrinat) kam es zu leichten aber signifikanten QT-Verlängerungen.
Eine Überdosierung mit DROPAReisedragéesist in erster Linie, abhängig von der aufgenommenen Dosis, durch die verschiedenen Stadien einer Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann. Daneben werden Zeichen des anticholinergen Syndroms beobachtet: Mydriasis, Sehstörungen, Tachykardie, Hyperthermie,heisse, gerötete Haut undtrockene Schleimhäute, Obstipation, zentral bedingte Unruhe, Angst- und Erregungszustände, geseigerte Muskelreflexe und Halluzinationen.
Darüber hinaus sind tonisch-klonische Krämpfe und Atemdepression möglich, die nach hohen Dosen bis hin zur Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann.
Bei erhaltenem Bewusstsein sollte möglichst frühzeitig Erbrechen ausgelöst werden. WeitereMassnahmenzur Verringerung der Resorption: Gegebenenfalls Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat). Die weitereTherapie orientiert sich an den jeweils vorliegenden Symptomen: Bei SpasmenDiazepamoderClonazepam, erforderlichenfalls temperatursenkendeMassnahmen, künstliche Beatmung bei drohender Atemlähmung. Als Gegenmittel bei anticholinergen Erscheinungen wird Physostigmin (nachPhysostigmintest) empfohlen (0,5-5 mg i.v. oderi.m.).
Auf Grund der hohenPlasmaeiweissbindungund desgrossenVerteilungsvolumens dürften forcierte Diurese oderHämodialysebei reinenDimenhydrinat-Vergiftungen nur von geringem Nutzen sein.
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