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Fachinformation zu Apligraf:Organogenesis Switzerland GmbH
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Präklinische Daten

Toxikologische Studien
Zusammenfassung einer in-vivo Studie in einem Wundmodell
Eine Studie, welche die Toxizität nach einer Apligraf Anwendung analysiert hatte, wurde bei SCID Mäusen mit einer Wunde durchgeführt. Es wurden 22 weibliche und 22 männliche, immunkompromittierte Mäuse in eine der zwei Gruppen aufgeteilt. Die Kontrollgruppe (nur Wunde) zählte pro Geschlecht 7 Tiere, und die „aktive“ Gruppe (mit Apligraf) bestand aus 15 Tieren. Beide Gruppen wurden auch mit einer Standard Wundbehandlung (Verband) versorgt. Allen Testmäusen wurde eine chirurgische Wunde zugefügt und danach entweder mit Apligraf und Standard Wundbehandlung oder nur Standard Wundbehandlung versorgt. Während der Studie wurden folgende Parameter untersucht: Mortalität/Morbidität, klinische Beobachtungen, Nahrungsaufnahme, Gewicht, Hämatologie und chemische Reaktionen. Nach 28 Tagen wurden Gewebeproben genommen, gewogen und analysiert.
Das Studienresultat zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den zwei Gruppen. Es gab keine klinisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich Gewicht und absolutes oder relatives Organgewicht.
Es gab einen Trend in der aktiven Gruppe für reduzierte rote Blutkörperchen und reduzierten Hämatokrit, welche in beiden Geschlechtergruppen Signifikanz erreicht hatte. Auch ein Trend von erhöhten MCH und MCHC Werten wurde in der aktiven Gruppe festgestellt. Diese Unterschiede erreichten einen statistischen Unterschied bei den weiblichen Mäusen. Diese Resultate, auch unter dem Aspekt fehlender Knochenmarkabnormalitäten, sind vergleichbar mit Hämolyse. Es wurden auch statistisch signifikante Erhöhungen bei der relativen Anzahl der Neutrophilen bei männlichen Mäusen und Lymphozyten bei weiblichen Mäusen gemessen, dabei hat sich aber die absolute Anzahl entsprechender Zellen und der weissen Blutkörperchen nicht erhöht, und diese isolierten Resultate sind biologisch irrelevant.
Bei den Gewebeproben (Histopathology) wurden zu erwartende Unterschiede in der aktiven Gruppe gesehen, nicht ungewöhnlich als Reaktion auf ein Xenotransplantat. Mit Apligraf wurde keine spezifische Studie bezüglich Tumorigenität durchgeführt. In der oben beschriebenen Studie wurden keine Neoplasien in den Wunden oder Organen der Versuchstiere festgestellt. Es gab unterschiedliche kleinere Gewebeunterschiede, welche aber nicht ungewöhnlich sind bei diesen Versuchstieren. Inzidenz und Schweregrad zeigen keine Korrelation mit den Versuchstieren.
Immunologische Studien
Präklinische Studien haben gezeigt, dass die zellulären Komponenten von Apligraf keine immunologischen Reaktionen bei allogenen T-Zellen hervorrufen. Darüber hinaus gab es bei Mäusen mit schwerem kombiniertem Immundefekt (SCID), die humane periphäre Lymphozyten erhielten, keine akuten Abstossungsreaktionen gegen Apligraf. Demgegenüber stiessen die gleichen Mäuse allogene humane Spalthaut-Transplantate ab.
Mikrobiologische Sicherheit
Eine Übertragung von Infektionserregern ist sehr unwahrscheinlich, kann aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden.
Da bei der Herstellung von Apligraf Rinderhypophysenextrakt verwendet wird, kann eine Übertragung von BSE auf den Menschen nicht ganz ausgeschlossen werden.
Die Masterzellbänke (MCBs) für HDF und HEP werden intensiven mikrobiologischen Untersuchungen unterzogen. Dazu gehören: Sterilität, Mycoplasmen, in vitro und in vivo Kontaminationen mit Viren, Transmissionselektronenmikroskopie von Virus-ähnlichen Partikeln ("virus-like particles"), Reverse-Transkriptase-Aktivität, HIV-1 und 2, HTLV-I und II, HAV, HBsAg, HCV, CMV, EBV, humaner Papilloma-Virus, humaner Herpes-Virus Typ 6 (HHV-6) und humaner Herpes-Virus Typ 7 (HHV-7). Zur Herstellung der MCBs wird zurzeit ein Serum der Hypophyse des Rindes (aus einem Kategorie B Land) verwendet. Nur die MCBs, die allen Sicherheitsanforderungen entsprechen, werden für die Generierung von Arbeitszellbänken (working cell banks = WCB) verwendet. Die WCBs für HDF und HEP werden einem reduzierten Untersuchungsprogramm bezüglich Sterilität, Mycoplasmen sowie in vitro und in vivo Kontaminationen mit Viren unterzogen.
Typ I Kollagen, eine Strukturkomponente von Apligraf, wird aus Kälbersehnen gewonnen. Die Kälber sind US-amerikanischen Ursprungs. Die mikrobiologischen Freigabetests für das gereinigte Rinderkollagen beinhalten: Sterilität (Bakterien/Pilze), Endotoxine, Mycoplasmen, boviner Polyomavirus, boviner Papilloma-Virus und ein intensiver Test auf bovine Viren mittels Indikatorzellen, die sensitiv auf den bovinen Diarrhoe-Virus (BDV), den bovinen Herpes-Virus (BHV-1), den Parainfluenza Typ 3-Virus (PI3), den bovinen Adenovirus (BAV), den bovinen Parvovirus (BPV), den Reovirus und den bovinen Rotavirus (BRV) reagieren. Alle Materialien tierischen Ursprungs, die in der Produktion der Ausgangsstoffe und der Herstellung des Endprodukts verwendet werden, werden auf potentielle Kontaminationen mit infektiösen Agenzien ausser denen der übertragbaren spongiformen Enzephalopathie, untersucht. Die Tests werden vom Lieferanten und/oder dem Hersteller von Apligraf durchgeführt und müssen negative Befunde ergeben, bevor der Einsatz in der Herstellung von Apligraf erfolgt.

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