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Fachinformation zu Brinavess:OrPha Swiss GmbH
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Interaktionen

Es wurden keine formalen Interaktionssstudien mit Vernakalant zur Injektion durchgeführt.
Brinavess darf bei Patienten, die innerhalb von 4 Stunden vor der Anwendung von Vernakalant intravenös Antiarrhythmika zur Rhythmuskontrolle (Klasse I und III) erhielten, nicht angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).
Im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms wurde die orale Erhaltungstherapie mit Antiarrhythmika für mindestens 2 Stunden nach der Verabreichung von Brinavess unterbrochen. Eine Wiederaufnahme oder Einleitung der oralen Erhaltungstherapie mit Antiarrhythmika kann nach dieser Zeitspanne in Erwägung gezogen werden.
Obwohl Vernakalant ein Substrat für CYP2D6 darstellt, waren in Populationspharmakokinetikstudien bei Patienten, die innerhalb von 1 Tag vor der Vernakalant-Infusion schwache oder starke CYP2D6-Inhibitoren erhalten hatten, im Vergleich zu Patienten ohne gleichzeitige Gabe von CYP2D6-Inhibitoren keine wesentlichen Unterschiede in der akuten Exposition gegenüber Vernakalant (Cmax und AUC0-90min) zu beobachten. Darüber hinaus unterscheidet sich die akute Exposition gegenüber Vernakalant bei schwachen CYP2D6-Metabolisierern nur geringfügig von derjenigen bei extensiven CYP2D6-Metabolisierern. Eine Dosisanpassung von Vernakalant auf Grundlage des CYP2D6-Metabolisierungsstatus oder bei gleichzeitiger Gabe von 2D6-Hemmern ist nicht erforderlich.
In vitro wurde eine moderate, kompetitive CYP2D6-Hemmung durch Vernakalant beobachtet. Allerdings dürfte die akute Gabe von Vernakalant aufgrund der kurzen Halbwertszeit von Vernakalant und der entsprechenden vorübergehenden Natur der 2D6-Hemmung keinen ausgeprägten Einfluss auf die Pharmakokinetik von chronisch angewendeten 2D6-Substraten haben. Vernakalant ist kein reversibler Hemmer von anderen getesteten CYP-P450-Enzymen (CYP3A4, 1A2, 2C9, 2C19 oder 2E1). Vernakalant induziert keine signifikante Hemmung des Digoxin-Transports in vitro, was darauf hinweist, dass die Substanz keine Hemmwirkung auf P-Glycoprotein besitzt.
Vernakalant wird nicht in starkem Mass (<50%) an Serumproteine gebunden, und die Invitro-Evidenz deutet auf ein geringes Potential für Arzneimittelwechselwirkungen aufgrund der Proteinbindung hin.

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