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Fachinformation zu Provokations-Test:Allergopharma AG
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Dosierung/Anwendung

• Bronchialer Provokations-Test
Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren.
Je nach Gerätetyp werden 1 bis 2 ml Testlösung in den Vernebler eingebracht, wobei jeweils Teilmengen inhaliert werden. Die jeweilige Konzentration hängt sowohl vom verwendeten Allergen ab als auch vom Sensibilisierungsgrad und der bronchialen Hyperreagibilität.
Die inhalative Provokation wird mit der stärksten Verdünnung (niedrigsten Konzentration) begonnen. Die Konzentration der Provokations-Testlösung kann dann bis zum Eintritt einer positiven Reaktion gesteigert werden.
Als Anhaltspunkt zur Dosierung kann folgende Verdünnungsreihe gelten:
Verdünnungsstufen der Provokations-Testlösung mit physiologischer Kochsalzlösung
1. Provokation: 1:10.000 (bei besonders hochsensibilisierten Patienten ggf. mit einer noch niedrigeren Konzentration beginnen!)
2. Provokation: 1:1.000
3. Provokation: 1:100
4. Provokation: 1:10
5. Provokation: unverdünnte Provokations-Testlösung.
• Nasaler Provokations-Test
Für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren.
– Pumpdosierspray-Methode:
0,04 bis 0,05 ml Testlösung, entsprechend einem Hub des Pumpdosiersprays, in ein Nasenloch versprühen.
– Tuberkulinspritzen-Methode:
0,05 ml (etwa 2 Tropfen) Testlösung werden mit Hilfe einer Tuberkulinspritze auf den Kopf der unteren Nasenmuschel aufgeträufelt.
Art und Dauer der Anwendung
Zur Herstellung der Testlösung werden 5 ml Lösungsmittel mit einer sterilen Kanüle und Spritze aufgenommen und in die Flasche mit dem Allergenlyophilisat überführt.
Das Lyophilisat wird durch Schütteln vollständig aufgelöst. Die so erhaltene Testlösung ist gebrauchsfertig. Das Datum der Rekonstituierung ist auf dem Flaschenetikett zu vermerken.
Verdünnungen werden aus der aufgelösten Provokations-Testlösung durch Zusatz von physiologischer Kochsalzlösung hergestellt.
Zur nasalen Provokation mittels Pumpdosierspray werden Schraubkappe und Stopfen entfernt und die Dosierpumpe mit der Schutzkappe (durchsichtige Plastikkappe) aufgeschraubt.
Allergenmischungen dienen nur als Übersichtstestungen. Bei positiven Testreaktionen sollen die Einzelallergene ausgetestet werden. (Die Einzelallergene der Gramineen-Mischungen Gräser und Gräser/Getreide werden nicht ausgetestet.)
Bronchialer Provokations-Test
Es darf täglich nur ein Allergen getestet werden. Es ist jedoch vertretbar, mit dem gleichen Allergen in etwa zwei- bis dreistündigen Abständen mit verschiedenen (ansteigenden) Konzentrationen bis zum positiven Testausfall zu provozieren. Wegen der physiologischen Tagesrhythmik sollte der Test möglichst morgens durchgeführt werden.
Vor dem eigentlichen inhalativen Provokations-Test lässt man zunächst physiologische Kochsalzlösung mit Phenol (Negativkontrolle) inhalieren zwecks Ermittlung der Ausgangswerte und zur Erkennung einer unspezifischen Reaktion auf den Aerosolreiz. Danach wird die Provokations-Testlösung vernebelt.
Die Inhalation wird sofort abgebrochen, sobald die erste, leichte klinische Symptomatik auftritt.
Die Lungenfunktionsparameter werden in der Regel unmittelbar nach Inhalationsende, nach 10 und 20 Minuten gemessen, ggf. öfter.
Verzögerte Reaktionen können bis zu 24 Stunden nach Inhalation der Provokations-Testlösung auftreten, mit einem Maximum nach ca. 4 bis 12 Stunden. Während dieser Zeitspanne soll eine Überwachung und Nachuntersuchung des Patienten vorgesehen werden.
Nasaler Provokations-Test
Pro Tag sollen höchstens 2 Allergene getestet werden, wobei jedoch innerhalb eines Tests unterschiedliche Konzentrationen des gleichen Allergenextraktes appliziert werden können. Die Testung des zweiten Allergens darf nur dann erfolgen, wenn sich auf das erste getestete Allergen keine Reaktion eingestellt hat, die stärker ist als die Reaktion auf die Negativkontrolle.
Jeder Testung muss ein Kontrolltest mit physiologischer Kochsalzlösung mit Phenol (Negativkontrolle) vorgeschaltet werden, um unspezifische Reaktionen zu erkennen und um einen Vergleichswert zu erhalten.
Nach Feststellung der besseren Durchgängigkeit der rechten oder linken Nasenseite wird die Negativkontrolle an der besser durchgängigen Nasenseite durchgeführt. Nach 10 Minuten erfolgt eine Kontrollmessung dieser Nasenseite.
Falls der Messwert der Kontrollmessung nur gering verändert ist, erfolgt die Allergenprovokation an dieser Nasenseite. Nach 10 Minuten erfolgt die Messung bzw. die Aufzeichnung der Reaktion (Registrierung des Provokationseffekts). Bei negativem Reaktionsverlauf wird die Messung nach 10 Minuten wiederholt.
Der nasale Provokations-Test wird sowohl nach dem Ausmass der Symptome der Obstruktion, Sekretion, Irritation und der Fernsymptome als auch rhinomanometrisch (Nachweis der Obstruktion durch Nasenwiderstandsmessung) beurteilt:

Bewertungskriterien für Symptom-Scores:

 

Sekretion

Kein Sekret

Wenig Sekret

Viel Sekret

0 Punkte

1 Punkt

2 Punkte

Irritation

0-2 Mal Niesen

3-5 Mal Niesen

>5 Mal Niesen

0 Punkte

1 Punkt

2 Punkte

Fernsymptome

Keine Fernsymptome

Tränenfluss und/oder Gaumenjucken und/oder Ohrenjucken  

Konjunktivitis und/oder Chemosis und/oder   Urtikaria und/oder   Husten und/oder Luftnot

0 Punkte

1 Punkt

 

2 Punkte

Die nasale Provokation ist positiv, wenn sich der Flow (Atemvolumenstrom) nach Allergenprovokation um mindestens 40 % gegenüber der Kontrollmessung verringert oder einen Symptomscore >3 aufweist oder der Flow sich um 20 % verringert und der Symptomscore bei >2 liegt. Bei negativem Testausfall sollte in Zweifelsfällen die nasale Provokation mit dem gleichen Allergen wiederholt werden.
Pumpdosierspray-Methode
Die Schutzkappe (durchsichtige Plastikkappe) der Dosierpumpe wird entfernt und ein Nasenadapter aufgesteckt. Da der Nasenadapter auswechselbar ist, sollte für jeden Patienten und jedes Allergen ein neuer Adapter verwendet werden. Einige Leerdruckbewegungen sind bei Beginn der Testung notwendig, bis die Flüssigkeit durch die Hubmechanik vollständig angesaugt und versprüht wird.
Der Patient ist aufzufordern, zu schneuzen, anschliessend den Kopf nach hinten zu beugen, einzuatmen und den Atem anzuhalten. Sodann wird die Kontroll- bzw. die Testlösung durch einen (einzigen) Druck auf den Rand des Nasenadapters auf den Kopf der unteren Nasenmuschel gesprüht. Danach sollte sofort durch die Nase ausgeatmet werden.
Nach Beendigung der Testung muss der Nasenadapter entfernt und die Schutzkappe wieder auf die Flasche gesetzt werden.
Tuberkulinspritzen-Methode
Unter Sicht mit Hilfe eines Nasenspekulums wird die Provokations-Testlösung bzw. Kontrolllösung mit einer Tuberkulinspritze auf den Kopf der unteren Nasenmuschel aufgeträufelt.

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