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Fachinformation zu Tamsulix T-Mepha® retard:Mepha Pharma AG
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Pharmakokinetik

Absorption
TamsulixT-Mepharetardist eineRetardtablettemit einem Film aus einer nicht-ionischen Gel-Matrix. Die gleichmässige langsame Abgabe vonTamsulosinhydrochloridist über die ganze pH-Breite desGastrointestinaltraktesgewährleistet und resultiert in einer angemessenen Exposition mit nur geringen Schwankungen über 24 Stunden hinweg.
BeiNüchterneinnahmevonTamsulosinwerden ungefähr 57% der applizierten Dosis resorbiert.
Die Einnahme vonTamsulosinzusammen mit einer fettreichen Mahlzeit erhöhte die Plasma-Spitzenkonzentration (Cmax) vonTamsulosingegenüber derNüchterneinnahmeauf das 2,5fache, die Exposition (AUC) wurde um rund 65% erhöht. Durch die Einnahme fettarmer Nahrungwurdedie Geschwindigkeit und das Ausmass der Absorption hingegen nicht beeinflusst.
Die Plasmakonzentrationen vonTamsulosinerreichen (unabhängig von der Nahrungsaufnahme) ihr Maximum nach 4–6 Stunden. DerSteady-State wird nach 4 Tagen erreicht. Die Plasmaspitzenwerte erhöhen sich um ca. 6ng/ml nach der ersten Dosis auf 11ng/ml imSteady-State.
Aufgrund der langsamen Freisetzung vonTamsulosinerreichen die Plasma-Talspiegel (troughplasmaconcentrations) vonTamsulosin40% der Plasmaspitzenwerte, sowohl nüchtern als auch mit Nahrungsaufnahme.
Sowohl nach einer Einzeldosis als auch bei Mehrfachdosierung zeigen die Plasmakonzentrationen eine beträchtliche interindividuelle Variabilität.
Tamsulosinweist eine lineare Absorptionskinetik auf.
Distribution
Tamsulosinwird beim Menschen zu über 99% an Plasmaproteine gebunden (überwiegend an saures Alpha1-Glykoprotein). Das Verteilungsvolumen ist klein (ca. 0,2 l/ kg).
Metabolismus
Tamsulosinhydrochlorid, das einen geringen First-Pass Effekt aufweist, wird langsam in der Lebermetabolisiert. Der grösste Teil des im Plasma vorhandenen Wirkstoffes liegt als unveränderte Substanz vor. Keiner der Metaboliten ist aktiver als die Muttersubstanz.
In-vitro-Ergebnisse deuten darauf hin, dass CYP3A4 und auchCYP2D6 am Stoffwechsel vonTamsulosinbeteiligt sind. In einem geringen Ausmass sind möglicherweise auch andere CYP-Isoenzymebeteiligt.
Bei Ratten wurde durchTamsulosinkeine nennenswerte Induktion vonmikrosomalenLeberenzymen verursacht.
Elimination
Tamsulosinund seine Metaboliten werden hauptsächlich über den Urin ausgeschieden, wobei ca. 4–6% derTamsulosin-Dosis unverändert ausgeschieden werden.
Nach einer einzelnen Gabe vonTamsulosinwurden Eliminationshalbwertszeiten von ca. 19 Stunden, imSteady-State von ca. 15 Stunden gemessen.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei Patienten mit mässigen (Kreatinin-Clearance30–70 ml/min.) bis schweren (Kreatinin-Clearance10–29 ml/min.) Nierenfunktionsstörung sowie bei Patienten mit mässiger Leberfunktionsstörung (Child-PughA und B) wurden keine klinisch relevanten Veränderungen derPharmakokinetikvonTamsulosingegenüber Probanden mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearancegrösser als 90 ml/min.) bzw. normaler Leberfunktion festgestellt.
DiePharmakokinetikvonTamsulosinbei Patienten mit einerKreatinin-Clearancekleiner als 10 ml/min. oder bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-PughKlasse C) wurde nicht untersucht.

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