Dosierung/AnwendungÜbliche Dosierung
Capecitabin Fresenius Filmtabletten sind mit Wasser innerhalb von 30 Minuten nach einer Mahlzeit einzunehmen.
Adjuvante Therapie bei Kolonkarzinom Dukes C
Monotherapie (6 Monate)
Die empfohlene Dosis von Capecitabin Fresenius in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich (morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause.
In Kombination mit Oxaliplatin (6 Monate)
Im Anschluss an Oxaliplatin, verabreicht als intravenöse Infusion zu 130 mg/m² während 2 Stunden, wird am gleichen Tag beginnend mit Capecitabin Fresenius 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei Wochen behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Oxaliplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation von Oxaliplatin zu entnehmen.
Therapie bei metastasierendem Kolorektalkarzinom
Monotherapie
Die empfohlene Dosis von Capecitabin Fresenius in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich (morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause.
In Kombination mit Oxaliplatin
Im Anschluss an Oxaliplatin, verabreicht als intravenöse Infusion zu 130 mg/m² während 2 Stunden, wird am gleichen Tag beginnend mit Capecitabin Fresenius 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei Wochen behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Oxaliplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation von Oxaliplatin zu entnehmen.
In Kombination mit Oxaliplatin und Bevacizumab
Bevacizumab wird als intravenöse Infusion zu 7,5 mg/kg am Tag 1 des dreiwöchentlichen Regimens während 30 bis 90 Minuten gegeben, gefolgt von Oxaliplatin und Capecitabin Fresenius gemäss Beschrieb in Sektion «in Kombination mit Oxaliplatin». Für detaillierte Angaben siehe Fachinformation von Avastin.
Therapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Mammakarzinom
Monotherapie
Die empfohlene Dosis von Capecitabin Fresenius in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich (morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause.
In Kombination mit Docetaxel
In der Kombinationstherapie mit Docetaxel beträgt die empfohlene Dosis von Capecitabin Fresenius 1250 mg/m² zweimal täglich über 14 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause, kombiniert mit Docetaxel 75 mg/m² als einstündige intravenöse Infusion alle 3 Wochen. Dieser 3-Wochenzyklus wird solange weitergeführt, bis eine Progredienz der Krebserkrankung dokumentiert wird oder nicht mehr tolerierbare Nebenwirkungen einen Abbruch der Behandlung erfordern. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Docetaxel wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation von Docetaxel zu entnehmen.
In Kombination mit Vinorelbin
Die empfohlene Dosis Capecitabin Fresenius beträgt 1000 mg/m² zweimal täglich während 14 Tagen, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Vinorelbin sind der Fachinformation von Vinorelbin zu entnehmen.
Therapie beim fortgeschrittenen oder metastatischen Magenkarzinom, Ösophaguskarzinom oder Karzinom des gastroösophagealen Übergangs
In Kombination mit Oxaliplatin und Epirubicin
Die empfohlene Dosis von Capecitabin Fresenius beträgt zweimal täglich 625 mg/m² ohne Einnahmepause über 24 Wochen in Kombination mit Oxaliplatin 130 mg/m² (alle 3 Wochen) und Epirubicin 50 mg/m² (alle 3 Wochen). Für detaillierte Angaben zur Prämedikation für die Aufrechterhaltung einer adäquaten Hydratation und Antiemese vor Gabe von Oxaliplatin siehe Fachinformation von Oxaliplatin.
Therapie beim HER2-positiven metastasierenden Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs
In Kombination mit Herceptin und Cisplatin
Im Anschluss an Herceptin und Cisplatin (80 mg/m²) Gabe als intravenöse Infusion während 2 Stunden, wird am gleichen Tag beginnend mit Capecitabin Fresenius 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei Wochen behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause; dies während 6 Zyklen. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Herceptin und Cisplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation sind den jeweiligen Fachinformationen zu entnehmen.
Die folgenden Tabellen zeigen die Berechnung der Standarddosis und der reduzierten Dosis von Capecitabin Fresenius (siehe «Dosisanpassung im Verlauf der Behandlung») für eine Capecitabin Fresenius-Anfangsdosis von 1250 mg/m² oder 1000 mg/m².
Tabelle 1: Berechnung der Standarddosis und der reduzierten Dosis in Abhängigkeit von der Körperoberfläche für eine Capecitabin Fresenius-Anfangsdosis von 1250 mg/m²
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Dosierung 1250 mg/m2 (2× tgl.)
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Volle Dosis 1250 mg/m2
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Anzahl Tabletten zu 150 mg und/oder 500 mg pro Gabe (jede Verabreichung hat morgens und abends zu erfolgen)
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Reduzierte Dosis (75%) 950 mg/m2
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Reduzierte Dosis (50%) 625 mg/m2
| |
Körperoberfläche (m2)
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Dosis pro Gabe (mg)
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150 mg
|
500 mg
|
Dosis pro Gabe (mg)
|
Dosis pro Gabe (mg)
| |
≤1,26
|
1500
|
-
|
3
|
1150
|
800
| |
1,27–1,38
|
1650
|
1
|
3
|
1300
|
800
| |
1,39–1,52
|
1800
|
2
|
3
|
1450
|
950
| |
1,53–1,66
|
2000
|
-
|
4
|
1500
|
1000
| |
1,67–1,78
|
2150
|
1
|
4
|
1650
|
1000
| |
1,79–1,92
|
2300
|
2
|
4
|
1800
|
1150
| |
1,93–2,06
|
2500
|
-
|
5
|
1950
|
1300
| |
2,07–2,18
|
2650
|
1
|
5
|
2000
|
1300
| |
≥2,19
|
2800
|
2
|
5
|
2150
|
1450
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Tabelle 2: Berechnung der Standarddosis und reduzierten Dosis in Abhängigkeit von der Körperoberfläche für eine Capecitabin Fresenius-Anfangsdosis von 1000 mg/m²
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Dosierung 1000 mg/m2 (2× tgl.)
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Volle Dosis 1000 mg/m2
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Anzahl Tabletten zu 150 mg und/oder 500 mg pro Gabe (jede Verabreichung hat morgens und abends zu erfolgen)
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Reduzierte Dosis (75%) 750 mg/m2
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Reduzierte Dosis (50%) 500 mg/m2
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Körperoberfläche (m2)
|
Dosis pro Gabe (mg)
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150 mg
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500 mg
|
Dosis pro Gabe (mg)
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Dosis pro Gabe (mg)
| |
≤1,26
|
1150
|
1
|
2
|
800
|
600
| |
1,27–1,38
|
1300
|
2
|
2
|
1000
|
600
| |
1,39–1,52
|
1450
|
3
|
2
|
1100
|
750
| |
1,53–1,66
|
1600
|
4
|
2
|
1200
|
800
| |
1,67–1,78
|
1750
|
5
|
2
|
1300
|
800
| |
1,79–1,92
|
1800
|
2
|
3
|
1400
|
900
| |
1,93–2,06
|
2000
|
-
|
4
|
1500
|
1000
| |
2,07–2,18
|
2150
|
1
|
4
|
1600
|
1050
| |
≥2,19
|
2300
|
2
|
4
|
1750
|
1100
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Dosisanpassung im Verlauf der Behandlung
Mögliche Nebenwirkungen von Capecitabin Fresenius können durch symptomatische Behandlung und/oder Veränderung der Dosis von Capecitabin Fresenius beherrscht werden (Unterbrechung der Behandlung und/oder Dosisreduktion). Nachdem die Dosis angepasst wurde, sollte sie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr erhöht werden.
Patienten, die Capecitabin Fresenius einnehmen, müssen darauf hingewiesen werden, dass sie die Behandlung unverzüglich unterbrechen müssen, falls mittelschwere oder schwere Nebenwirkungen auftreten. Wenn eine Einnahme von Capecitabin Fresenius aufgrund von Nebenwirkungen ausgelassen wurde, sollte sie nicht nachgeholt werden, sondern der Patient sollte den ursprünglich geplanten Behandlungszyklus wieder aufnehmen. Je nach Schweregrad der Nebenwirkungen werden folgende Dosisanpassungen empfohlen:
Tabelle 3: Übersicht zur Dosisanpassung von Capecitabin Fresenius
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Toxizität NCIC Grad
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Massnahmen bei Auftreten von Nebenwirkungen
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Dosisanpassung für den nächsten Zyklus (% der Startdosis)
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Grad 2
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Erstmaliges Auftreten
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Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf Grad 0–1 erreicht wurde
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100%
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Zweites Auftreten
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75%
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Drittes Auftreten
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50%
| |
Viertes Auftreten
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Behandlung endgültig abbrechen
|
-
| |
Grad 3
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Erstmaliges Auftreten
|
Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf Grad 0–1 erreicht wurde
|
75%
| |
Zweites Auftreten
|
|
50%
| |
Drittes Auftreten
|
Behandlung endgültig abbrechen
|
-
| |
Grad 4
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Erstmaliges Auftreten
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Behandlung endgültig abbrechen oder, falls der Arzt eine Weiterführung der Behandlung für den Patienten für sinnvoll erachtet, Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf Grad 0–1 erreicht wurde
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-/50%
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Zweites Auftreten
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Behandlung endgültig abbrechen
|
-
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Hämatologie: Patienten mit Ausgangswerten einer Neutrophilenzahl von <1,5× 109/l und/oder einer Thrombozytenzahl von <100× 109/l sollten nicht mit Capecitabin Fresenius behandelt werden. Wenn Laboruntersuchungen während eines Behandlungszyklus eine hämatologische Toxizität von Grad 3 oder 4 zeigen, so sollte die Behandlung mit Capecitabin Fresenius unterbrochen werden bis eine Rückbildung der Toxizität auf Grad 0–1 erreicht wird.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Leberinsuffizienz
Die Pharmakokinetik von Capecitabin wurde bei Patienten mit leichten bis mässigen durch Metastasen bedingten Erhöhungen von Bilirubin, Transaminasen und alkalischer Phosphatase geprüft. Bei diesen Patienten ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Die Gabe von Capecitabin Fresenius sollte unterbrochen werden, wenn behandlungsbedingte Erhöhungen des Bilirubinwertes auf mehr als das 3,0fache der oberen Grenze des Normalbereiches oder behandlungsbedingte Erhöhungen der hepatischen Aminotransferasen (ALAT, ASAT) auf mehr als das 2,5fache der oberen Grenze des Normalbereiches auftreten. Die Behandlung mit Capecitabin Fresenius kann wieder aufgenommen werden, wenn der Bilirubinwert auf unterhalb des 3,0fachen der oberen Grenze des Normalbereiches oder die hepatischen Aminotransferasen (ALAT, ASAT) auf unterhalb des 2,5fachen der oberen Grenze des Normalbereiches absinken.
Bei Leberinsuffizienz liegen keine Erfahrungen vor; bei Patienten mit leichter bis mässiger Leberinsuffizienz sollte die Anwendung von Capecitabin sorgfältig überwacht werden; bei schwerer Leberinsuffizienz (Child Pugh C) ist Capecitabin Fresenius kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).
Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 51–80 ml/min) ist eine Anpassung der Anfangsdosis nicht notwendig. Bei Patienten, die zu Beginn der Behandlung eine mässige Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 30–50 ml/min) aufweisen, sollte Capecitabin Fresenius auf 75% der empfohlenen Anfangsdosis reduziert werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance <30 ml/min) ist Capecitabin Fresenius kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»). Falls die errechnete Kreatininclearance während der Behandlung auf einen Wert <30 ml/min absinkt, sollte Capecitabin Fresenius abgesetzt werden.
Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
Zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Capecitabin Fresenius bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Untersuchungen vor.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten (>60 Jahre) waren behandlungsbedingte Nebenwirkungen Grad 3/4 häufiger als bei jüngeren Patienten.
Bei Capecitabin Fresenius Monotherapie und in Kombination mit Oxaliplatin sind keine Anpassungen der Anfangsdosis vorgesehen; eine sorgfältige Überwachung ist aber empfohlen.
In Kombination mit Docetaxel wird eine Reduktion der Anfangsdosis von Capecitabin Fresenius auf 75% empfohlen.
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