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Fachinformation zu Diclo-Acino Dispersible, Dispergierbare Tabletten:Acino Pharma AG
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Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.Packungen
Reg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoff
Diclofenacum.
Hilfsstoffe
Excipiensprocompresso.
 

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Diclo-AcinoDispersiblesinddispergierbareTabletten, die in Wasser rasch zerfallen, wobei eine zum Trinken bestimmte Suspension der freien Säure von Diclofenac entsteht. Eine Tablette enthält: 46,5 mgDiclofenacumals freie Säure (entspricht 50 mgDiclofenacumnatricum).
 

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Kurzzeitbehandlung (maximal 2 Wochen) folgender akuter Zustände:
Postoperative Entzündungen und Schmerzen, z.B. nach zahnärztlichen und orthopädischen Eingriffen.
Schmerzhafte posttraumatische entzündliche Zustände, z.B. infolge Distorsion.
Schmerzhafte und/oder entzündliche Zustände in der Gynäkologie, z.B. primäre Dysmenorrhö oderAdnexitis.
AlsAdjuvansbei schweren schmerzhaften, entzündlichen Infektionen von Hals, Nase oder Ohren, z.B.Pharyngotonsillitis, Otitis.
Gichtanfall.
Entsprechend den allgemeinen medizinischen Prinzipien sind zur Behandlung der Grundkrankheit geeignete therapeutische Massnahmen zu ergreifen.
Fieber allein ist keine Indikation.
 

Dosierung/Anwendung

Als allgemeine Empfehlung gilt, dass die Dosis individuell angepasst werden sollte und die niedrigste wirksame Dosis über die kürzest mögliche Zeitdauer verabreicht werden sollte.
Erwachsene
In der Regel liegt die Tagesdosis bei 2-3Diclo-AcinoDispersibleTabletten (100-150mg/Tag). In leichteren Fällen und für Kinder über 14 Jahren sind 2 TablettenDiclo-AcinoDispersiblepro Tag meist ausreichend. Die Tagesdosis ist im Allgemeinen in 2-3 Teildosen einzunehmen.
Bei primärer Dysmenorrhö ist die Tagesdosis individuell anzupassen und liegt in der Regel bei 1-3dispergierbarenTabletten. Als Anfangsdosis sollten 1-2 Tabletten verordnet werden. Im Laufe mehrerer Menstruationszyklen kann die Dosis gegebenenfalls auf maximal 4 Tabletten pro Tag erhöht werden. Die Behandlung sollte beim ersten Auftreten der Symptome begonnen und, abhängig von der Symptomatik, mehrere Tage lang fortgesetzt werden.
Kinder und Jugendliche
Aufgrund der Dosierungsstärke vonDiclo-AcinoDispersiblewird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht empfohlen. Für Jugendliche im Alter von 14 Jahren und älter sind 2dispergierbareTabletten in 2 Teildosen eingenommen üblicherweise ausreichend.
Die maximale Tagesdosis von 150 mg sollte nicht überschritten werden.
Zur Behandlung von Kindern, die älter sind als einjährig, stehenDiclo-Acino25 Filmtabletten zur Verfügung.
Verabreichung
Diclo-AcinoDispersibleist vorzugsweise vor den Mahlzeiten einzunehmen.
Man gibt diedispergierbarenTabletten in ein mit Wasser gefülltes Glas und rührt um, damit sich der Wirkstoff besser verteilt, bevor die Suspension getrunken wird. Ein Teil des Wirkstoffs bleibt unter Umständen im ausgetrunkenen Glas zurück. Es ist deshalb ratsam, das Glas mit etwas Wasser nachzuspülen und es nochmals auszutrinken. DiedispergierbarenTabletten dürfen nicht geteilt oder gekaut werden.
 

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
Anamnese vonBronchospasmus, Urtikaria, akuter Rhinitis, Nasenschleimhautpolypen oder allergieähnlichen Symptomen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalenAntirheumatika.
DrittesTrimenonder Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Aktive Magen- und/oderDuodenalulzeraoder gastrointestinale Blutungen oder Perforation.
Entzündliche Darmerkrankungen (wie M.Crohn,Colitisulcerosa).
Schwere Leberfunktionsstörungen (ChildPughKlasse C) (Leberzirrhose und Aszites).
Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance<30 ml/min).
Schwere Herzinsuffizienz (NYHA III-IV).
Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine).
Kinder unter 14 Jahren.
 

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemeiner Warnhinweis für die Anwendung von systemischen nichtsteroidalenAntirheumatika:
Gastrointestinale Ulzerationen, Blutungen oder Perforationen können während der Behandlung mit nichtsteroidalenAntirheumatika (NSAR), COX-2 selektiv oder nicht, jederzeit auch ohne Warnsymptome oder anamnestische Hinweise auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.
Für gewisse selektive COX-2-Hemmer wurde in Placebo-kontrollierten Studien ein erhöhtes Risiko für thrombotische kardio- undzerebrovaskuläreKomplikationen gezeigt. Es ist noch nicht bekannt, ob dieses Risiko direkt mit der COX-1/COX-2-Selektivität der einzelnen NSAR korreliert. Da für Diclofenac zurzeit keine vergleichbaren klinischen Studiendaten unter maximaler Dosierung und Langzeittherapie vorliegen, kann ein ähnlich erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Bis zum Vorliegen von entsprechenden Daten sollte Diclofenac bei klinisch gesicherter koronarer Herzkrankheit,zerebrovaskulärenErkrankungen, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder bei Patienten mit erheblichen Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck,Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Auch wegen diesem Risiko sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.
Die renalen Effekte der NSAR umfassen Flüssigkeitsretention mit Ödemen und/oder arterieller Hypertonie. Bei Patienten mit beeinträchtigter Herzfunktion und anderen Zuständen, die zur Flüssigkeitsretention prädisponieren, sollte Diclofenac deshalb nur mit Vorsicht angewendet werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen, sowie bei erhöhtem Risiko einerHypovolämie.
Bei älteren Personen sind die Folgen im Allgemeinen gravierender. Wenn es bei Patienten unterDiclo-Acino-Behandlung zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzerationen kommt, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.
Schwerwiegende, teilweise fatale Hautreaktionen wieexfoliativeDermatitis, Stevens-Johnson Syndrom und toxische epidermaleNekrolysewurden sehr selten im Zusammenhang mit der Verwendung von NSAR einschliesslichDiclo-Acinoberichtet (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Das Risiko für die Patienten scheint am Anfang der Behandlung am grössten, die Reaktion setzt meistens innerhalb des ersten Behandlungsmonats ein. Bei den ersten Anzeichen eines Hautausschlags, Schleimhautläsionen oder anderen Anzeichen einer Überempfindlichkeit sollteDiclo-Acinoabgesetzt werden.
Wie bei anderen NSAR kann es mit Diclofenac in seltenen Fällen auch ohne vorherige Exposition mit dem Arzneimittel zu allergischen Reaktionen, einschliesslich anaphylaktischen/anaphylaktoidenReaktionen, kommen.
Aufgrund derpharmakodynamischenEigenschaften kannDiclo-AcinoDispersible– wie auch andere NSAR – die Symptome einer Infektion verschleiern.
Vorsichtsmassnahmen
Allgemein
Die gleichzeitige Verwendung vonDiclo-AcinoDispersibleund systemischen NSAR wie Cyclooxygenase-2 selektiven Inhibitoren ist zu vermeiden, da keine Hinweise auf einen synergistischen Nutzen, hingegen ein Potential für additive unerwünschte Wirkungen bestehen.
Bei Patienten in hohem Alter ist aus grundsätzlichen medizinischen Überlegungen Vorsicht geboten. Vor allem wird empfohlen, bei gebrechlichen älteren Patienten oder solchen mit einem niedrigen Körpergewicht die niedrigste wirksame Dosierung zu verwenden.
Vorbestehendes Asthma
Bei Patienten mit Asthma, saisonaler allergischer Rhinitis, chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten oder chronischen Infektionen der Atemwege (besonders wenn diese mit allergischen Rhinitis-artigen Symptomen verbunden sind) sind Reaktionen auf NSAR wie Exazerbationen des Asthmas (so genannte Analgetika-Unverträglichkeit/Analgetika-Asthma),Quincke’sÖdem oderUrticariahäufiger als bei anderen Patienten. Daher ist bei diesen Patienten besondere Vorsicht geboten (Notfall-Bereitschaft). Dies gilt auch für Patienten, die beispielsweise mit Hautausschlag, Pruritus oderUrticariaallergisch auf andere Substanzen reagieren.
Gastrointestinale Wirkung
Wie bei allen NSAR, einschliesslich Diclofenac, ist eine enge medizinische Überwachung angezeigt und besondere Vorsicht gilt bei der Verschreibung vonDiclo-Acinoan Patienten mit Symptomen, die auf gastrointestinale (GI) Beschwerden deuten oder Patienten mit Hinweisen auf gastrische oder intestinale Ulzeration, Blutungen oder Perforation in der Anamnese (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Das Risiko für GI-Blutungen ist bei höherer Dosierung der NSAR grösser und auch bei Patienten mit einem anamnestischen Ulcus, besonders bei zusätzlichen Komplikationen von Blutungen oder Perforation sowie bei älteren Patienten.
Um das Risiko einer GI-Toxizität bei Patienten mit anamnestischem Ulcus, besonders bei zusätzlichen Komplikationen von Blutungen oder Perforation und bei älteren Patienten zu vermindern, sollte die Behandlung mit der niedrigsten wirksamen Dosis begonnen und beibehalten werden.
Die Kombinationsbehandlung mit protektiven Substanzen (z.B. Protonenpumpen-HemmernoderMisoprostol) sollte für diese Patienten in Betracht gezogen werden sowie auch für Patienten, die gleichzeitig Medikamente benötigen, welche niedrige Dosierungen von Acetylsalicylsäure (ASS)/Aspirin enthalten oder andere Medikamente, die das gastrointestinale Risiko möglicherweise erhöhen.
Patienten mit einer GI-Toxizität in der Vorgeschichte, besonders ältere Patienten, sollten alle ungewöhnlichen abdominalen Symptome (besonders GI-Blutungen) melden. Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig Medikamente erhalten, welche das Risiko einer Ulzeration oder einer Blutung erhöhen könnten, wie beispielsweise systemischeKortikosteroide,Antikoagulantien,Antithrombotikaoder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer(s. «Interaktionen»).
Hepatische Wirkung
Enge medizinische Überwachung ist nötig, wennDiclo-AcinoDispersiblean Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verabreicht wird, da sich ihre Erkrankung verschlimmern könnte (s. «Unerwünschte Wirkungen»).
Wie bei allen NSAR, einschliesslich Diclofenac, können die Werte eines oder mehrerer Leberenzyme während der Behandlung mitDiclo-AcinoDispersibleansteigen. Dies wurde unter Diclofenac in klinischen Studien sehr häufig gesehen (bei etwa 15% der Patienten), ist aber selten von klinischen Symptomen begleitet. In der Mehrheit dieser Fälle handelt es sich um Erhöhungen im Grenzbereich. Häufig (bei 2,5%) wurden mässige Erhöhungen beobachtet (³3 - <8x die obere Normgrenze) während die Inzidenz deutlicher Erhöhungen (³8x die obere Normgrenze) im Bereich von ungefähr 1% blieben. In den oben genannten klinischen Studien kam es in 0,5% nebst Leberenzymerhöhungen zu klinisch manifesten Leberschädigungen. Die Enzymerhöhungen waren im Allgemeinen nach Absetzen des Präparates reversibel.
Es ist jedoch zu beachten, dassDiclo-AcinoDispersiblenur zur Kurzzeitbehandlung (maximal 2 Wochen) empfohlen wird.
Diclo-AcinoDispersiblesollte abgesetzt werden, falls abnorme Leberfunktionswerte bestehen oder sich verschlimmern, falls klinische Anzeichen oder Symptome, die auf eine Entwicklung einer Lebererkrankung hindeuten, oder wenn andere Manifestationen (z.B.Eosinophilie, Hautausschlag usw.) auftreten. Zusätzlich zu Leberenzymerhöhungen ist über seltene Fälle von schweren Leberreaktionen, inkl. Ikterus und sehr selten über fulminante Hepatitis, Lebernekrose und Leberversagen, die in Einzelfällen tödlich verliefen, berichtet worden.
Hepatitis kann unter der Anwendung von Diclofenac ohne Prodromalsymptome auftreten. Bei Patienten mit hepatischerPorphyrieistDiclo-AcinoDispersiblemit Vorsicht anzuwenden, da das Medikament eine Attacke auslösen kann.
Renale Wirkungen
Aufgrund der wichtigen Funktion der Prostaglandine für die Aufrechterhaltung der Nierendurchblutung kommt es unter länger dauernder Therapie mit hochdosierten NSAR, einschliesslich Diclofenac, häufig (1–10%) zu Ödemen und Hypertonie. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit beeinträchtigter Herz- oder Nierenfunktion, anamnestischer Hypertonie, bei älteren Patienten, bei Patienten, die gleichzeitig mit Diuretika oder Medikamenten behandelt werden, welche die Nierenfunktion wesentlich beeinflussen können sowie bei Patienten mit ausgeprägtem Flüssigkeitsmangel imExtrazellulärraumjeglicher Ursachen, z.B. vor oder nach einem grösseren chirurgischen Eingriff (s. «Kontraindikationen»). Als vorsorgliche Massnahme wird empfohlen, die Nierenfunktion zu überwachen, wenn in solchen FällenDiclo-AcinoDispersibleeingesetzt wird. Nach Absetzen der Therapie erholt sich der Patient üblicherweise auf den Zustand vor der Behandlung.
Hämatologische Wirkungen
Die Anwendung vonDiclo-AcinoDispersibleist nur für die Kurzzeitbehandlung empfohlen. FallsDiclo-AcinoDispersiblejedoch während einer längeren Zeitdauer angewendet wird, sind wie bei anderen NSAR empfohlen, regelmässige Blutbildkontrollen durchzuführen.
Wie andere NSAR kann auchDiclo-AcinoDispersiblevorübergehend dieThrombozytenaggregationhemmen. Patienten mit Defekten in der Gerinnung sollten sorgfältig überwacht werden.
 

Interaktionen

Die folgenden Interaktionen konnten unterDiclo-AcinoDispersibleund/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac beobachtet werden.
Lithium
Bei gleichzeitiger Verabreichung kann Diclofenac die Plasmakonzentration von Lithium erhöhen. Eine Kontrolle der Lithiumspiegel im Serum wird empfohlen.
Digoxin
Bei gleichzeitiger Verabreichung kann Diclofenac die Plasmakonzentration vonDigoxinerhöhen. Eine Kontrolle derDigoxinspiegelim Serum wird empfohlen.
Diuretika und Antihypertonika
Wie mit anderen NSAR kann die gleichzeitige Verwendung von Diclofenac mit Diuretika oder Antihypertonika (z.B. Betablocker,AngiotensinConvertingEnzyme [ACE]-Hemmer) zu einer Abnahme ihrer antihypertonischen Wirkungen führen. Daher sollte eine Kombination mit Vorsicht angewendet werden und bei Patienten, besonders bei älteren, sollte der Blutdruck regelmässig kontrolliert werden. Die Patienten sollten angemessen hydriert werden und auf die Kontrolle der Nierenfunktion ist nach Beginn der Kombinationsbehandlung und danach regelmässig zu achten, besonders bei Diuretika und ACE-Hemmern, denn hier besteht einerhöhtes Risiko einerNephrotoxizität. Die gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden Medikamenten kann zu erhöhten Kaliumspiegeln im Serum führen, welche daher häufig kontrolliert werden sollten (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Andere NSAR undKortikosteroide
Die gleichzeitige Verabreichung von Diclofenac mit anderen systemischen NSAR oderKortikosteroidenkann die Häufigkeit unerwünschter gastrointestinaler Wirkungen erhöhen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
AntikoagulantienundAntithrombotika
Vorsicht ist geboten, da die gleichzeitige Verabreichung das Blutungsrisiko erhöhen könnte (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Obwohl klinische Prüfungen keine Anhaltspunkte dafür zu geben scheinen, dass Diclofenac die Wirkung vonAntikoagulantienbeeinflusst, liegen vereinzelte Berichte über ein erhöhtes Blutungsrisiko bei gleichzeitiger Anwendung vonDiclofenacundAntikoagulantienvor. Deshalb wird in diesen Fällen eine sorgfältige Überwachung empfohlen.
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer(SSRIs)
Die gleichzeitige Verabreichung von systemischen NSAR, einschliesslich Diclofenac, und SSRI kann das Risiko für gastrointestinale Blutungen erhöhen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Antidiabetika
Klinische Prüfungen haben gezeigt, dass Diclofenac zusammen mit oralen Antidiabetika gegeben werden kann, ohne deren klinische Wirkung zu beeinflussen. Vereinzelt wurde jedoch überhypoglykämischeundhyperglykämischeReaktionen nach Verabreichung von Diclofenac berichtet, die eine Anpassung derAntidiabetikadosierungerforderlich machten. Aus diesem Grund wird als Vorsichtsmassnahme die Kontrolle des Blutzuckerspiegels während der Kombinationstherapie empfohlen.
Methotrexat
Vorsicht ist geboten, wenn NSAR, einschliesslich Diclofenac, weniger als 24 h vor oder nach einer Behandlung mitMethotrexatverabreicht werden, da derMethotrexat-Blutspiegel ansteigen und die Toxizität vonMethotrexaterhöht werden kann.
Ciclosporin
Diclofenac kann wie andere NSAR dieNephrotoxizitätvonCiclosporinaufgrund seiner Wirkungen auf die renalen Prostaglandine verstärken. Daher sollte es in niedrigeren Dosierungen verabreicht werden als bei Patienten, die keinCiclosporinerhalten.
Chinolon-Antibiotika
Vereinzelt wurde über Konvulsionen berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung vonChinolonenund NSAR zurückzuführen waren.
Potente CYP2C9-Inhibitoren
Vorsicht ist angebracht, wenn Diclofenac zusammen mit potenten CYP2C9-Inhibitoren (z.B.SulfinpyrazonoderVoriconazol) angewendet wird. Es kann zu signifikantem Ansteigen der Plasma-Peak-Konzentration von Diclofenac und insgesamt zu einer erhöhten Gesamt-Exposition durch Diclofenac nach Inhibition des Diclofenac-Metabolismus kommen.
Phenytoin
WirdPhenytoinzusammen mitDiclofenacangewendet, ist die Überwachung derPhenytoin-Plasmakonzentration empfohlen, da ein Anstieg derPhenytoin-Exposition zu erwarten ist.
 

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft
Eine Hemmung derProstaglandinsynthesekann die Schwangerschaft und/oder die embryofetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen undGastroschisisnach der Anwendung einesProstaglandinsynthesehemmersin der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe einesProstaglandinsynthesehemmerszu erhöhtem prä- und postimplantäremVerlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einenProstaglandinsynthesehemmererhielten.
Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Diclofenac nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Diclofenac von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Während des dritten Schwangerschaftstrimesters ist Diclofenac kontraindiziert. AlleProstaglandinsynthesehemmerkönnen:
den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
• kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductusarteriosusund pulmonaler Hypertonie);
• Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mitOligohydramniosefortschreiten kann.
die Mutter und das Kind folgenden Risiken aussetzen:
• mögliche Verlängerung der Blutungszeit, einthrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
• Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.
Stillzeit
Wie andere NSAR geht Diclofenac in geringen Mengen in die Muttermilch über. Vorsichtshalber soll Diclofenac deshalb von stillenden Frauen nicht verwendet werden. Ist die Behandlung unerlässlich, ist der Säugling auf Flaschennahrung umzustellen.
Fertilität
Die Anwendung von Diclofenac kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden möchten nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Diclofenac in Betracht gezogen werden.
 

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen umfassen solche, die mitDiclo-AcinoDispersibleund/oder anderen Diclofenac-Darreichungsformen unter Kurzzeit- oder Langzeitbehandlung berichtet wurden.
Häufigkeitsangaben
Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 <1/10), gelegentlich (≥1/1000 <1/100), selten (≥1/10’000 <1/1000), sehr selten (<1/10’000).
Blut- und Lymphsystem
Sehr selten:Thrombozytopenie,Leukopenie,  Anämie (einschliesslichhämolytischeundaplastischeAnämie), Agranulozytose.
Immunsystem
Selten: Überempfindlichkeit, anaphylaktische undanaphylaktoideReaktionen (einschliesslich Hypotonie und Schock).
Sehr selten:AngioneurotischesÖdem (einschliesslich Gesichtsödem).
Psychiatrische Störungen
Sehr selten: Desorientiertheit, Depression, Schlaflosigkeit, Alpträume, Reizbarkeit, psychotische Störung.
Nervensystem
Häufig: Kopfschmerzen, Benommenheit.
Selten: Somnolenz.
Sehr selten: Parästhesie, Gedächtnisstörung, Konvulsion, Angstgefühle, Zittern, aseptische Meningitis, Geschmackstörungen,cerebrovaskulärerVorfall.
Augen
Sehr selten: Sehstörung, verschwommenes Sehen, Diplopie.
Ohr und Innenohr
Häufig:Vertigo.
Sehr selten: Tinnitus, vermindertes Hörvermögen.
Herz
Sehr selten:Palpitationen, Brustschmerz, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Hypertonie.
Gefässe
Sehr selten:Vaskulitis.
Atmungsorgane
Selten: Asthma (einschliesslich Dyspnoe).
Sehr selten:Pneumonitis.
Gastrointestinale Störungen
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Dyspepsie, Bauchschmerzen, Blähung, Anorexie.
Selten: Gastritis, gastrointestinale BlutungHämatemesis, hämorrhagischer Durchfall,Melaena, Magen-Darmulkus (mit oder ohne Blutung oder Perforation).
Sehr selten:Colitis(einschliesslich hämorrhagischeColitisund Exazerbation derulcerativenColitisoder MorbusCrohn), Obstipation, Stomatitis,Glossitis,ösophagaleStörungen,diaphragmaartigeintestinale Strikturen, Pankreatitis.
Leber und Galle
Häufig: Transaminasen erhöht.
Selten: Hepatitis, Gelbsucht, Leberfunktionsstörung.
Sehr selten: FulminanteHepatits, Lebernekrose, Leberversagen.
Haut
Häufig: Hautausschlag.
Selten: Urtikaria.
Sehr selten:BullöseAusschläge, Ekzeme, Erythem, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom (Epidermolysisacutatoxica), Dermatitisexfoliativa, Haarausfall, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Purpura, allergischer Purpura, Pruritus.
Nieren und Harnwege
Häufig: Flüssigkeitsretention, Ödem, Hypertonie.
Sehr selten: Akute Niereninsuffizienz, Hämaturie,Proteinurie, interstitielle Nephritis,nephrotischesSyndrom, renalePapillennekrose.
Allgemeine Störungen
Selten: Ödem.
Klinische Studien und epidemiologische Daten weisen darauf hin, dass die Anwendung von Diclofenac, insbesondere in hohen Dosen (150 mg täglich) und bei Langzeitanwendung in Zusammenhang stehen kann mit einem erhöhten Risiko für arteriellethromboembolischeEreignisse (z.B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
 

Überdosierung

Symptome
Es gibt kein typisches Erscheinungsbild nach einer Überdosierung von Diclofenac. Eine Überdosis kann Symptome wie Erbrechen, gastrointestinale Blutungen, Diarrhö, Benommenheit, Tinnitus oder Konvulsionen auslösen. Im Falle einer schweren Vergiftung kann es zu akutem Nierenversagen und Leberschaden kommen.
Therapeutische Massnahmen
Die Behandlung einer akuten Vergiftung mit NSAR, einschliesslich Diclofenac, besteht im Wesentlichen aussupportivenMassnahmen und einer symptomatischen Behandlung.
SupportiveMassnahmen und eine symptomatische Behandlung sollten bei Komplikationen wie Hypotonie, Nierenversagen, Konvulsionen, gastrointestinalen Beschwerden und Atemdepression erfolgen.
Spezifische Massnahmen wie forcierte Diurese, Dialyse oderHämoperfusionsind vermutlich für die Elimination von NSAR, einschliesslich Diclofenac, wegen ihrer hohen Proteinbindung und ihrer extensivenVerstoffwechselungnicht hilfreich.
Aktivkohle kann nach Einnahme von potentiell toxischen Überdosen in Betracht gezogen werden, und gastrische Dekontamination (z.B. Erbrechen, Magenspülung) nach Einnahme einer potentiell lebensgefährlichen Überdosis.
 

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M01AB05
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Diclofenac, der Wirkstoff vonDiclo-AcinoDispersible, ist einenichtsteroidaleVerbindung mit analgetischen, entzündungshemmenden undantipyretischenEigenschaften.
Als wesentlich für den Wirkungsmechanismus wird die Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese angesehen, die experimentell nachgewiesen wurde. Prostaglandine sind in erheblichem Umfang an der Entstehung von Entzündungen, Schmerzen und Fieber beteiligt.
In Konzentrationen, die den beim Menschen erreichten Werten entsprechen, verursacht Diclofenac in vitro keine Unterdrückung der Biosynthese vonProteoglykanenim Knorpel.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirkung derDiclo-AcinoDispersibleTabletten setzt rasch ein, weshalb sie zur Behandlung akuter schmerzhafter und entzündlicher Prozesse und für Patienten, die mit dem Schlucken herkömmlicher Tabletten Schwierigkeiten haben, besonders geeignet sind.
Bei posttraumatischen und postoperativen Entzündungen bewirkt Diclofenac eine rasche Abnahme von Spontan- und Bewegungsschmerzen und vermindert die entzündliche Schwellung und dasWundödem.
Ausserdem kann der Wirkstoff bei primärer Dysmenorrhö den Schmerz mindern und das Ausmass der Blutung reduzieren. Auch bei anderen Schmerzzuständen mittleren und schweren Grades wurde die analgetische Wirkung von Diclofenac nachgewiesen.
 

Pharmakokinetik

Absorption
Die Resorption von Diclofenac beginnt sofort nach Verabreichung derdispergierbarenTabletten. Durchschnittlich eine Stunde nach Einnahme einer DosisDiclo-AcinoDispersibleauf nüchternen Magen wird eine mittlere Plasmaspitzenkonzentration von etwa 1 µg/ml (3 µmol/l) erreicht.
Die Einnahme derdispergierbarenTabletten zusammen mit oder kurz nach einer Mahlzeit verzögert den Beginn der Resorption nicht, vermindert jedoch die resorbierte Menge im Durchschnitt um etwa 16% und die maximale Konzentration um etwa 50%.
Die Fläche unter der Konzentrationskurve (AUC) ist bei gleicher Dosierung nach oraler oder rektaler Gabe etwa halb so gross wie nach parenteraler Verabreichung, weil der Wirkstoff während der ersten Leberpassage («firstpass») etwa zur Hälftemetabolisiertwird.
Zwischen der resorbierten und der verabreichten Menge besteht eine lineare Beziehung. Bei wiederholter Verabreichung ändert sich die Kinetik nicht. Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierungsintervalle kommt es zu keiner Kumulation.
Distribution
Diclofenac wird zu 99,7% an die Serumproteine, hauptsächlich an Albumin (99,4%) gebunden. DasapparenteVerteilungsvolumen lässt sich berechnen und beträgt demnach 0,12-0,17 l/kg.
Diclofenac tritt in dieSynovialflüssigkeitein. Dort werden die Höchstkonzentrationen 2-4 h nach Erreichen der maximalen Plasmawerte gemessen. DieapparenteEliminationshalbwertszeit aus derSynovialflüssigkeitbeträgt 3-6 h. Bereits 2 h nach Erreichen der maximalen Plasmakonzentration liegt die Konzentration des Wirkstoffs in derSynovialflüssigkeithöher als im Plasma und bleibt bis zu 12 h lang höher.
Metabolismus
Die Biotransformation von Diclofenac erfolgt teilweise durchGlucuronidierungdes intakten Moleküls aber vorwiegend durch einfache und mehrfacheHydroxylierungundMethoxylierung. Dadurch entstehen mehrerephenolischeMetaboliten (3'-Hydroxy-, 4'-Hydroxy-, 5-Hydroxy-, 4',5-Dihydroxy- und 3'-Hydroxy-4'-methoxy-diclofenac), die dann weitgehend mitGlucuronsäurekonjugiert werden. Zwei dieserphenolischenMetaboliten sind, wenn auch wesentlich weniger als Diclofenac, pharmakologisch wirksam.
Elimination
Die Elimination von Diclofenac aus dem Plasma erfolgt mit einer systemischenClearancevon 263 ± 56 ml/min (Mittelwert ± SD). Die terminale Halbwertszeit beträgt 1-2 h. Auch vier der Metaboliten, darunter die beiden aktiven Metaboliten, haben eine kurze Halbwertszeit von 1-3 h. Eine wesentlich längere Halbwertszeit hat der praktisch inaktive Metabolit 3'-Hydroxy-4'-methoxy-diclofenac.
Ungefähr 60% der applizierten Dosis werden renal in Form von Metaboliten ausgeschieden, weniger als 1% als unveränderte Substanz. Der Rest der Dosis wird als Metaboliten mit der Galle in den Fäzes eliminiert.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Relevante Unterschiede von Resorption, Metabolismus und Ausscheidung, bedingt durch das Alter der Patienten, sind nicht beobachtet worden.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann aus der Kinetik einer Einzeldosis für das übliche Dosierungsschema keine Akkumulation von unveränderter Wirksubstanz abgeleitet werden. Bei einerKreatinin-Clearancevon weniger als 10 ml/min ist der theoretischeSteadystate-Plasmaspiegel der Metaboliten ungefähr viermal höher als bei gesunden Menschen. Dennoch werden die Metaboliten schliesslich über die Galle ausgeschieden.
Bei eingeschränkter Leberfunktion (chronische Hepatitis, kompensierte Leberzirrhose) verlaufen die Kinetik und der Metabolismus von Diclofenac wie bei Patienten mit gesunder Leber.
 

Präklinische Daten

Präklinische Daten aus Studien zur akuten Toxizität und Toxizität nach Mehrfachdosierung sowie zurGenotoxizität,MutagenitätundKarzinogenitätvon Diclofenac ergaben bei den vorgesehenen therapeutischen Dosierungen keine Hinweise auf eine besondere Gefahr für Menschen. Es gibt bei Mäusen, Ratten oder Kaninchen keine Hinweise auf ein teratogenes Potential von Diclofenac.
Diclofenac hatte bei Ratten keinen Einfluss auf die Fertilität der Elterntiere. Die pränatale, perinatale und postnatale Entwicklung der Nachkommen wurde nicht beeinträchtigt.
 

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Diclo-AcinoDispersibleTabletten sind trocken, in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25°C) zu lagern.
 

Zulassungsnummer

62’733 (Swissmedic)
 

Packungen

Diclo-AcinoDispersible, Tabletten: 10 (B)
 

Zulassungsinhaberin

AcinoPharmaAG,Liesberg
 

Stand der Information

November 2010.
 

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