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Fachinformation zu Velphoro®:Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd.
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V03AE05
Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung von Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie.
Pharmakodynamik
Wirkmechanismus
Der Velphoro-Wirkstoff ist eine Mischung aus polynuklearem Eisen(III)-Oxihydroxid (pn-FeOOH), Saccharose und Stärke. Im wässrigen Milieu des GI-Trakts erfolgt die Phosphatbindung durch Ligandenaustausch zwischen Hydroxygruppen und/oder Wasser und den Phosphationen durch den physiologischen pH-Wert des GI-Trakts.
Sowohl der Serumphosphatspiegel als auch das Kalziumphosphatprodukt werden aufgrund der verringerten Phosphatabsorption aus der Nahrung gesenkt.
Klinische Wirksamkeit
N = 835 Patienten wurden in klinischen Studien mit Velphoro mit einer Dosis von bis zu 3'000 mg Eisen/Tag behandelt.
Velphoro wurde in zwei Pivotalstudien untersucht: in einer 6-wöchige Open-Label, randomisierten, aktiv kontrollierten (Sevelamerhydrochlorid) Parallelgruppen-Dosisfindungsstudie; und einer 55-wöchigen Open-Label, randomisierten, aktiv kontrollierten (Sevelamercarbonat) Sicherheits- und Wirksamkeitsstudie.
6-wöchige Open-Label, randomisierte, aktiv kontrollierte Dosisfindungsstudie bei Hämodialyse-Patienten mit Hyperphosphatämie
Eine 6-wöchige randomisierte, Open-Label, aktiv kontrollierte Phase II-Studie zur Dosisfindung wurde mit 154 Hämodialyse-Patienten durchgeführt. Von diesen erhielten 128 Patienten Velphoro in einer festen Dosis, während 26 Patienten das Vergleichspräparat (Sevelamerhydrochlorid) erhielten. Velphoro zeigte eine gegenüber der Baseline signifikante Absenkung des Serumphosphatspiegels bei Dosierungen von 1'000 mg Eisen/Tag bis 2'500 mg Eisen/Tag. Insgesamt schien die Absenkung des Serumphosphats in diesem Dosierungsberich mit jenem unter Sevelamerhydrochlorid (4'800 mg/Tag) vergleichbar zu sein.
27-wöchige, Open-Label, randomisierte, aktiv kontrollierte Sicherheits- und Wirksamkeitsstudie (PA-CL-05A) gefolgt von einer 28-wöchigen verlängerten Sicherheitsstudie (PA-CL-05B) bei Dialysepatienten mit Hyperphosphatämie
In Studie PA-CL-05A wurden 1'055 Patienten (968 Hämodialyse und 87 Peritonealdialyse) mit Hyperphosphatämie untersucht. Sie erhielten Velphoro (Startdosis 1'000 mg Eisen/Tag, 707 Patienten) oder das Vergleichspräparat Sevelamercarbonat (Startdosis 2.4 g, 348 Patienten).
Dosistitrationen war in 2-wöchentlichen Abständen aus Efficacy- oder Safety-Gründen während 8 Wochen möglich. Die Tagesdosis konnte um je 500 mg Eisen (Velphoro) bzw. 2.4 g (Sevelamer) erhöht werden. Als Phosphat-Zielbereich wurde 0.81-1.78 mmol/L (2.5-5.5 mg%) definiert. Bei Werten ausserhalb des Zielbereichs oder Tolerabilitätsproblemen wurde die Dosis angepasst. Nach Woche 8 wurde die Dosis bis Woche 12 konstant gehalten. Aus Tolerabilitätsgründen konnte die Dosis auch während dieser Wochen reduziert werden.
Ab Woche 12 waren erneut Titrierungen aus Efficacy- und Safety-Gründen möglich. Die Anpassungen erfolgten alle 4 Wochen.
Nach 24 Wochen wurden 94 Hämodialyse Patienten, die mit Velphoro behandelt wurden, nochmals randomisiert und erhielten Velphoro für weitere 3 Wochen entweder in ihrer Erhaltungsdosis (45 Patienten) oder in einer nicht wirksamen niedrigen Dosierung (250 mg Eisen/Tag, 49 Patienten). Am Ende dieser 3-wöchigen Periode (Woche 27) wurde eine primäre Wirksamkeitsanalyse hinsichtlich der Veränderung des Serumphosphors im Vergleich zu Woche 24 durchgeführt. Hier zeigte sich eine signifikante Überlegenheit der Velphoro-Erhaltungsdosis (1'000 bis 3'000 mg Eisen/Tag) im Vergleich zur Velphoro-Kontrolldosis (250 mg Eisen/Tag) bei der Erhaltung des phosphatsenkenden Effektes.
Die maximale Velphoro-Dosis betrug 3'000 mg Eisen/Tag und die minimale Dosis 1'000 mg Eisen/Tag.
Die Studie erfüllte auch den vorab definierten sekundären Endpunkt, der darin bestand, die Nicht-Unterlegenheit von Velphoro zu dem aktiven Vergleichspräparat (Sevelamercarbonat) nach 12 Behandlungswochen nachzuweisen. Die durchschnittliche Veränderung des Serumphosphats zum Zeitpunkt Woche 12 gegenüber Baseline betrug -0,71 mmol/l in der Velphoro-Gruppe und -0,79 mmol/l in der Sevelamer-Gruppe.
Nach Abschluss von PA-CL-05A wurden 658 Patienten (597 Hämodialyse- und 61 Peritonealdialyse-Patienten) im Rahmen der 28-wöchigen Sicherheits-Verlängerungsstudie (PA-CL-05B) entweder mit Velphoro (n=391) oder Sevelamercarbonat (n=267) wie ursprünglich randomisiert weiterbehandelt.
Die Wirksamkeit von Velphoro hinsichtlich der Senkung des Serumphosphats blieb über den Beobachtungszeitraum erhalten. Die durchschnittliche Anzahl der einzunehmenden Tabletten lag in diesem Studienteil bei den mit Velphoro behandelten Patienten bei rund 4 Tabletten pro Tag versus rund 10 Tabletten/Tag unter Sevelamer.

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