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Fachinformation zu Olysio®:Janssen-Cilag AG
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Interaktionen

Arzneimittel mit Auswirkungen auf die Simeprevir-Exposition
Das primär an der Biotransformation von Simeprevir beteiligte Enzym ist CYP3A (siehe «Pharmakokinetik»). Über CYP3A können klinisch relevante Wirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Simeprevir auftreten.
Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Substanzen, die CYP3A mässig oder stark induzieren ist kontraindiziert, da dies zu einer signifikant niedrigen Simeprevir-Exposition und zu einem Wirksamkeitsverlust führen kann (siehe «Kontraindikationen»).
Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und mässigen oder starken CYP3A-Inhibitoren kann die Plasmaexposition von Simeprevir signifikant erhöhen (siehe Tabelle 3). Deshalb wird die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Substanzen, die CYP3A mässig oder stark hemmen, nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die Aufnahme von Simeprevir in die Leberzelle wird durch OATP1B1/3 vermittelt. OATP1B1/3-Inhibitoren wie Eltrombopag oder Gemfibrozil können zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen. Ausserdem ist Simeprevir ein Substrat der P-gp, BCRP und MRP2 Transporter. Inhibitoren dieser Transporter (z.B. Cyclosporin) können die Bioverfügbarkeit und die Elimination von Simeprevir beeinflussen.
Arzneimittel, deren Wirkung durch die Verwendung von Simeprevir beeinflusst wird
Simeprevir hemmt leicht die CYP1A2-Aktivität und intestinale CYP3A4-Aktivität, wohingegen es im üblichen therapeutischen Expositionsbereich keine Auswirkungen auf die hepatische CYP3A4-Aktivität hat. Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Arzneimitteln, die primär durch CYP3A4 metabolisiert werden, kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel führen (siehe Tabelle 3).
Simeprevir hat in vivo keine Auswirkungen auf CYP2C9, CYP2C19 oder CYP2D6.
Simeprevir induziert in vitro kein CYP1A2 oder CYP3A4.
Simeprevir ist kein klinisch relevanter Inhibitor der Enzymaktivität von Kathepsin A.
Simeprevir hemmt die Transportproteine OATP1B1/3, MRP2, BSEP, NTCP und P-gp. Simeprevir kann OAT3 hemmen. Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Arzneimitteln, die Substrate für dieseTransporter sind, kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel führen (siehe Tabelle 3).
Mit Vitamin-K-Antagonisten behandelte Patienten
Da die Leberfunktion sich während der Behandlung mit Olysio verändern kann, wird eine engmaschige Überwachung der INR-Werte empfohlen.
Interaktionen – Tabelle
Untersuchte und theoretische Interaktionen zwischen Simeprevir und ausgewählten Arzneimitteln sind in Tabelle 3 aufgeführt. Es sind die Quotienten der geometrischen Mittelwerte der pharmakokinetischen Grössen bei Einnahme mit/ohne lnteraktionspartner mit 90% Konfidenzintervallen (KI) angegeben. Ein Anstieg des Quotienten ist dargestellt als «↑», eine Abnahme als «↓» und keine Veränderung als «↔»). Es wurden Interaktionsstudien bei gesunden Erwachsenen mit der empfohlenen Dosis von 150 mg Simeprevir einmal täglich, sofern nicht anders angegeben, durchgeführt.
Informationen zu den Interaktionen zwischen diesen Arzneimitteln und Peginterferon alfa und Ribavirin siehe jeweilige Fachinformation.
Tabelle 3: Interaktionen und Dosisempfehlungen mit anderen Arzneimitteln

Arzneimittel aus therapeutischen Bereichen

Quotient der geometrischen Mittelwerte bei Einnahme mit/ohne lnteraktionspartner (90% KI)

Empfehlung für die gleichzeitige Verabreichung

ANALEPTIKA

Coffein1,*
150 mg

Coffein AUC 1,26 (1,21–1,32) ↑
Coffein Cmax 1,12 (1,06–1,19) ↔
Coffein Cmin nicht untersucht
(Hemmung von CYP1A2 durch Simprevir)

Keine Dosisanpassung erforderlich.

ANTIARRHYTHMIKA

Digoxin1
0.25 mg

Digoxin AUC 1.39 (1.16-1.67) ↑
Digoxin Cmax 1.31 (1.14-1.51) ↑
Digoxin Cmin nicht untersucht
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Digoxin führte zu erhöhten Konzentrationen von Digoxin aufgrund der Inhibition des Transportproteins Pgp durch Simeprevir.

Die Digoxin-Konzentrationen sollten überwacht und für die Titration der Digoxin-Dosis verwendet werden, um die gewünschte klinische Wirkung zu erzielen.

Amiodaron
Disopyramid*
Flecainid
Mexiletin*
Propafenon
Chinidin*

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit diesen oral verabreichten Antiarrhythmika kann aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu leichten Steigerungen der Konzentrationen dieser Antiarrhythmika führen.

Vorsicht ist geboten und eine therapeutische Arzneimittelüberwachung dieser Antiarrhythmika, sofern verfügbar, wird empfohlen, wenn sie auf oralem Weg zusammen mit Olysio verabreicht werden.

ANTIKOAGULANZIEN

Warfarin1,*
10 mg und andere Vitamin-K-Antagonisten

S-Warfarin AUC 1.04 (1.00-1.07) ↔
S-Warfarin Cmax 1.00 (0.94-1.06) ↔
S-Warfarin Cmin nicht untersucht

Obwohl keine Veränderungen in der Pharmakokinetik von Warfarin erwartet werden, wird eine engmaschige Überwachung des INR-Werts im Zusammenhang mit allen Vitamin-K-Antagonisten empfohlen. Diese Empfehlung basiert auf möglichen Veränderungen der Leberfunktionen während der Behandlung mit Olysio.

Coumarin-Derivate

Nicht untersucht.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich. Es wird allerdings empfohlen, den INR-Wert (International Normalised Ratio) zu überwachen.

ANTIKONVULSIVA

Carbamazepin
Oxcarbazepin
Phenobarbital
Phenytoin

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital oder Phenytoin kann aufgrund der starken Induktion der CYP3A-Aktivität durch diese Antikonvulsiva zu einer signifikanten Abnahme der Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Anwendung dieser Antikonvulsiva mit Olysio ist kontraindiziert.

ANTIDEPRESSIVA

Escitalopram
10 mg einmal täglich

Escitalopram AUC 1.00 (0.97-1.03) ↔
Escitalopram Cmax 1.03 (0.99-1.07) ↔
Escitalopram Cmin 1.00 (0.95-1.05) ↔
Simeprevir AUC 0.75 (0.68-0.83) ↓
Simeprevir Cmax 0.80 (0.71-0.89) ↓
Simeprevir Cmin 0.68 (0.59-0.79) ↓

Keine Dosisanpassung erforderlich.

ANTIHISTAMINIKA

Astemizol*
Terfenadin*

Nicht untersucht. Astemizol und Terfenadin können Herzarrhythmie hervorrufen.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Astemizol und Terfenadin kann aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu einem leichten Anstieg der Konzentrationen dieser Antihistaminika führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Astemizol oder Terfenadin wird nicht empfohlen.

ANTIINFEKTIVA

Antibiotika - Makroliden (systemische Einnahme)

Azithromycin

Nicht untersucht.

Eine Dosisanpassung ist wahrscheinlich nicht erforderlich, wenn Olysio zusammen mit Azithromycin verabreicht wird.

Erythromycin1
500 mg dreimal täglich

Erythromycin AUC 1.90 (1.53-2.36) ↑
Erythromycin Cmax 1.59 (1.23-2.05) ↑
Erythromycin Cmin 3.08 (2.54-3.73) ↑
Simeprevir AUC 7.47 (6.41-8.70) ↑
Simeprevir Cmax 4.53 (3.91-5.25) ↑
Simeprevir Cmin 12.74 (10.19-15.93) ↑
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Erythromycin führte zu signifikant erhöhten Plasmakonzentrationen von Erythromycin und Simeprevir aufgrund der Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität und des Transportproteins Pgp durch Erythromycin und Simeprevir.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und systemischem Erythromycin wird nicht empfohlen.

Clarithromycin
Telithromycin*

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Clarithromycin oder Telithromycin kann aufgrund der Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch diese Antibiotika zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Clarithromycin oder Telithromycin wird nicht empfohlen.

Antimykotika (systemische Einnahme)

Itraconazol
Ketoconazol
Posaconazol

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Itraconazol, Ketoconazol oder Posaconazol kann aufgrund einer starken Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch diese Antimykotika zu signifikanten Anstiegen der Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und systemischem Itraconazol, Ketoconazol oder Posaconazol wird nicht empfohlen.

Fluconazol
Voriconazol

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit systemischem Fluconazol oder Voriconazol kann aufgrund einer leichten oder mässigen Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch diese Antimykotika zu signifikanten Anstiegen der Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und systemischem Fluconazol oder Voriconazol wird nicht empfohlen.

Antimykobakterielle Substanzen

Bedaquilin

Nicht untersucht.

Eine Dosisanpassung ist wahrscheinlich nicht erforderlich, wenn Olysio zusammen mit Bedaquilin verabreicht wird.

Rifampicin1,2
600 mg einmal täglich

Rifampicin AUC 1.00 (0.93-1.08) ↔
Rifampicin Cmax 0.92 (0.80-1.07) ↔
Rifampicin Cmin nicht untersucht
25-Desacetyl-Rifampicin AUC 1.24 (1.13-1.36) ↑
25-Desacetyl-Rifampicin Cmax 1.08 (0.98-1.19) ↔
25-Desacetyl-Rifampicin Cmin nicht untersucht.
Simeprevir AUC 0.52 (0.41-0.67) ↓
Simeprevir Cmax 1.31 (1.03-1.66) ↑
Simeprevir Cmin 0.08 (0.06-0.11) ↓
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Rifampicin führte aufgrund der Induktion der CYP3A4-Enzymaktivität durch Rifampicin zu signifikant verringerten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.

Gleichzeitige Verabreichung von Olysio mit Rifampicin ist kontraindiziert, da die gleichzeitige Anwendung zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.

Rifabutin
Rifapentin*

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Rifabutin oder Rifapentin kann aufgrund der Induktion der CYP3A4-Enzymaktivität durch diese antimykobakteriellen Substanzen zu signifikanten Abnahmen der Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Olysio mit Rifabutin oder Rifapentin ist kontraindiziert, da die gleichzeitige Anwendung zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.

ANTITUSSIVA

Dextromethorphan1 (DXM)
30 mg

DXM AUC 1.08 (0.87-1.35) ↑
DXM Cmax 1.21 (0.93-1.57) ↑
DXM Cmin nicht untersucht
Dextrorphan AUC 1.09 (1.03-1.15) ↔
Dextrorphan Cmax 1.03 (0.93-1.15) ↔
Dextrorphan Cmin nicht untersucht

Keine Dosisanpassung erforderlich.

KALZIUMKANALBLOCKER (Orale Anwendung)

Amlodipin
Bepridil*
Diltiazem
Felodipin
Nicardipin*
Nifedipin
Nisoldipin*
Verapamil

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit oral verabreichten Kalziumkanalblockern kann aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität und/oder des Transportproteins Pgp durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen der Kalziumkanalblocker führen.

Vorsicht ist geboten und es wird eine klinische Überwachung der Patienten empfohlen, wenn Olysio zusammen mit oralen Kalziumkanalblockern verabreicht wird.

GLUKOKORTICOIDE

Dexamethason (systemisch)

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit systemischem Dexamethason kann aufgrund einer mässigen Induktion der CYP3A4-Enzymaktivität durch Dexamethason zu verringerten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Anwendung von Olysio mit systemischem Dexamethason ist kontraindiziert, da eine gleichzeitige Anwendung zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.

Budesonid
Fluticason
Methylprednisolon
Prednison

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

GASTROINTESTINALE ARZNEIMITTEL

Antazida

Aluminium oder Magnesiumhydroxid, Calciumcarbonat

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

H2-Receptorantagonisten

Cimetidin, Nizatidin*, Ranitidin

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

Propulsiva

Cisaprid*

Nicht untersucht. Cisaprid kann Herzarrhythmie verursachen.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Cisaprid kann aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu erhöhten Konzentrationen von Cisaprid führen.

Cisaprid führt zu einem erhöhten Risiko von cardialen Arrhythmien.
Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Cisaprid wird nicht empfohlen.

Protonpumpeninhibitoren

Omeprazol1
40 mg

Omeprazole AUC 1.21 (1.00-1.46) ↑
Omeprazole Cmax 1.14 (0.93-1.39) ↑
Omeprazole Cmin nicht untersucht

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Andere Protonen-pumpenhemmer;
Dexlansoprazol
Esomeprazol
Lansoprazol
Pantoprazol
Rabeprazol

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

HCV PRODUCTS

Antiviral

Sofosbuvir3,
400 mg einmal täglich

Sofosbuvir AUC 3.16 (2.25-4.44) ↑
Sofosbuvir Cmax 1.91 (1.26-2.90) ↑
Sofosbuvir Cmin nicht untersucht
GS-331007(*) AUC 1.09 (0.87-1.37) ↔
GS-331007(*) Cmax 0.69 (0.52-0.93) ↓
GS-331007(*) Cmin nicht untersucht
Simeprevir AUC 0.94 (0.67-1.33) ↔
Simeprevir Cmax 0.96 (0.71-1.30) ↔
Simeprevir Cmin nicht untersucht
* ist ein Metabolit von Sofobuvir
Die Verabreichung von Simeprevir zusammen mit Sofosbuvir führte zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Sofosbuvir, mit unveränderter Exposition des Nukleotid-Metaboliten GS-331007 oder Simeprevir.

Die klinische Relevanz dieser Interaktion ist nicht vollständig bekannt.

Daclatasvir1*
60 mg einmal täglich

Daclatasvir AUC 1.96 (1.84-2.10) ↑
Daclatasvir Cmax 1.50 (1.39-1.62) ↑
Daclatasvir Cmin 2.68 (2.42-2.98) ↑
Simeprevir AUC 1.44 (1.32-1.56) ↑
Simeprevir Cmax 1.39 (1.27-1.52) ↑
Simeprevir Cmin 1.49 (1.33-1.67) ↑
Wahrscheinlicher Mechanismus:
Inhibition von CYP 3A4 und P-gp (geringfügig) durch Simeprevir und BCRP-Inhibition durch Daclatasvir; eine Inhibition von P-gp und OATP 1B1 durch Daclatasvir kann auch mitwirken.

Die klinische Relevanz dieser Interaktion ist nicht vollständig bekannt.
In derzeit laufenden Studien wird eine passende Dosis von Daclatasvir gesucht.
Bei Patienten mit chronischer HCV Infektion, welche Daklinza 30 mg einmal täglich mit Simeprevir erhielten, waren die Daclatasvir-Plasmakonzentrationen tiefer als bei denjenigen Patienten mit einer Dosis von 60 mg einmal täglich ohne Koadministration von Simeprevir.

Ledipasvir*-haltige Arzneimittel1
30 mg einmal täglich

Ledipasvir AUC 1.92 (1.77-2.07) ↑
Ledipasvir Cmax 1.81 (1.69-2.94) ↑
Ledipasvir Cmin nicht untersucht
Simeprevir AUC 2.69 (2.44-2.96) ↑
Simeprevir Cmax 2.61 (2.34-2.86) ↑
Simeprevir Cmin nicht untersucht
Die Konzentrationen von Ledipasvir und Simeprevir sind erhöht, wenn Simeprevir gleichzeitig mit Harvoni angewendet wird.

Eine gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.

PFLANZLICHE PRÄPARATE

Mariendistel (Silybum marianum)

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Mariendistel kann aufgrund der Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch Mariendistel zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Mariendistel wird nicht empfohlen.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Johanniskraut kann aufgrund der Induktion der CYP3A-Enzymaktivität durch Johanniskraut zu signifikant verringerten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Anwendung von Olysio mit Johanniskraut ist kontraindiziert, da eine gleichzeitige Anwendung zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.

HIV-ARZNEIMITTEL

Cobicistat*-haltige Arzneimittel

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit einem Arzneimittel, das Cobicistat enthält, kann aufgrund der starken Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch Cobicistat zu signifikant erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und einem Arzneimittel, das Cobicistat enthält, wird nicht empfohlen.

Antiretrovirale Arzneimittel– CCR5-Antagonist

Maraviroc

Nicht untersucht.
Eine Zunahme der Exposition von Maraviroc ist aufgrund einer milden Inhibition von CYP3A4 und P-gp durch Simeprevir möglich.

Wird Olysio gleichzeitig mit Maraviroc verabreicht, ist Vorsicht geboten.

Antiretrovirale Arzneimittel – Integrase-Inhibitor

Raltegravir1
400 mg zweimal täglich

Raltegravir AUC 1.08 (0.85-1.38) ↑
Raltegravir Cmax 1.03 (0.78-1.36) ↔
Raltegravir Cmin 1.14 (0.97-1.36) ↑
Simeprevir AUC 0.89 (0.81-0.98) ↔
Simeprevir Cmax 0.93 (0.85-1.02) ↔
Simeprevir Cmin 0.86 (0.75-0.98) ↓

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Dolutegravir

Nicht untersucht.
Bei gleichzeitiger Verwendung von Olysio mit Dolutegravir wird keine klinisch relevante Interaktion erwartet.

Eine Dosisanpassung ist wahrscheinlich nicht erforderlich, wenn Olysio zusammen mit Dolutegravir verabreicht wird.

Antiretrovirale Arzneimittel – Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI)

Efavirenz1
600 mg einmal täglich

Efavirenz AUC 0.90 (0.85-0.95) ↔
Efavirenz Cmax 0.97 (0.89-1.06) ↔
Efavirenz Cmin 0.87 (0.81-0.93) ↔
Simeprevir AUC 0.29 (0.26-0.33) ↓
Simeprevir Cmax 0.49 (0.44-0.54) ↓
Simeprevir Cmin 0.09 (0.08-0.12) ↓
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Efavirenz führte aufgrund der Induktion der CYP3A-Enzymaktivität durch Efavirenz zu signifikant verringerten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio mit Efavirenz ist kontraindiziert, da eine gleichzeitige Anwendung zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.

Rilpivirin1
25 mg einmal täglich

Rilpivirine AUC 1.12 (1.05-1.19) ↔
Rilpivirine Cmax 1.04 (0.95-1.13) ↔
Rilpivirine Cmin 1.25 (1.16-1.35) ↑
Simeprevir AUC 1.06 (0.94-1.19) ↔
Simeprevir Cmax 1.10 (0.97-1.26) ↑
Simeprevir Cmin 0.96 (0.83-1.11) ↔

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Andere NNRTI
(Delavirdin*, Etravirin, Nevirapin)

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Delavirdin, Etravirin oder Nevirapin kann aufgrund der Induktion [Etravirin oder Nevirapin] oder Inhibition [Delavirdin] der CYP3A-Enzymaktivität durch diese Arzneimittel zu veränderten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Etravirin oder Nevirapin ist kontraindiziert, da diese zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung von Olysio führen kann.
Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio mit Delavirdin wird nicht empfohlen.

Antiretrovirale Arzneimittel – Nukleosidische oder Nukleotidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (N(t)RTIs)

Tenofovirdisoproxil fumarat1
300 mg einmal täglich

Tenofovir AUC 1.18 (1.13-1.24) ↔
Tenofovir Cmax 1.19 (1.10-1.30) ↑
Tenofovir Cmin 1.24 (1.15-1.33) ↑
Simeprevir AUC 0.86 (0.76-0.98) ↓
Simeprevir Cmax 0.85 (0.73-0.99) ↓
Simeprevir Cmin 0.93 (0.78-1.11) ↓

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Andere NRTI
(Abacavir, Didanosin, Emtricitabin, Lamivudin, Stavudin, Zidovudin)

Nicht untersucht. Aufgrund unterschiedlicher Eliminationswege dieser NRTIs und Simeprevir wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Wahrscheinlich keine Dosisanpassung erforderlich.

Antiretrovirale Arzneimittel – Proteaseinhibitoren (PI)

Darunavir/Ritonavir1,4
800/100 mg einmal täglich

Darunavir AUC 1,18 (1,11–1,25) ↑
Darunavir Cmax 1,04 (0,99–1,10) ↔
Darunavir Cmin 1,31 (1,13–1,52) ↑
Simeprevir AUC 2,59 (2,15–3,11)* ↑
Simeprevir Cmax 1,79 (1,55–2,06)* ↑
Simeprevir Cmin 4,58 (3,54–5,92)* ↑
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Darunavir/Ritonavir führte aufgrund der Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch Darunavir/Ritonavir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.
* Darunavir/Ritonavir + 50 mg Simeprevir im Vergleich mit 150 mg Simeprevir allein.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Darunavir/Ritonavir wird nicht empfohlen.

Ritonavir1,2
100 mg zweimal täglich

Simeprevir AUC 7.18 (5.63-9.15) ↑
Simeprevir Cmax 4.70 (3.84-5.76) ↑
Simeprevir Cmin 14.35 (10.29-20.01) ↑
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Ritonavir führte aufgrund der starken Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch Ritonavir zu signifikant erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und Ritonavir wird nicht empfohlen.

Andere durch Ritonavir verstärkte oder nicht verstärkte HIV-PI [ritonavir-boosted or unboosted HIV-PIs] (Atazanavir, (Fos) Amprenavir, Lopinavir, Indinavir, Nelfinavir, Saquinavir, Tipranavir)

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit durch Ritonavir verstärkten oder nicht verstärkten HIV-PI kann aufgrund der Induktion oder Inhibition der CYP3A-Enzymaktivität durch diese HIV-PI zu veränderten Plasmakonzentrationen von Simeprevir führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio und HIV-PIs mit oder ohne Ritonavir wird nicht empfohlen.

HMG-CO-A-REDUKTASE-INHIBITOREN

Rosuvastatin1
10 mg

Rosuvastatin AUC 2.81 (2.34-3.37) ↑
Rosuvastatin Cmax 3.17 (2.57-3.91) ↑
Rosuvastatin Cmin nicht untersucht
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Rosuvastatin führte aufgrund der Inhibition des Transportproteins OATP1B1/3 durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Rosuvastatin.

Eine begleitende Therapie mit Rosuvastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Rosuvastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen und eine maximale Dosis von 10 mg/Tag Rosuvastatin nicht überschritten werden.

Pitavastatin
Pravastatin

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Pitavastatin oder Pravastatin führte aufgrund der Inhibition des Transportproteins OATP1B1/3 durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Pitavastatin und Pravastatin.

Eine begleitende Therapie mit Pitavastatin oder Pravastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Pitavastatin- und Pravastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen.

Atorvastatin1
40 mg

Atorvastatin AUC 2.12 (1.72-2.62) ↑
Atorvastatin Cmax 1.70 (1.42-2.04) ↑
Atorvastatin Cmin nicht untersucht
2-OH-Atorvastatin AUC 2.29 (2.08-2.52) ↑
2-OH-Atorvastatin Cmax 1.98 (1.70-2.31) ↑
2-OH-Atorvastatin Cmin nicht untersucht
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Atorvastatin führte aufgrund der Inhibition des Transportproteins OATP1B1/3 und/oder der CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Atorvastatin.

Eine begleitende Therapie mit Atorvastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Atorvastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen und eine maximale Dosis von 40 mg/Tag nicht überschritten werden.

Simvastatin1
40 mg

Simvastatin AUC 1.51 (1.32-1.73) ↑
Simvastatin Cmax 1.46 (1.17-1.82) ↑
Simvastatin Cmin nicht untersucht
Simvastatin acid AUC 1.88 (1.63-2.17) ↑
Simvastatin acid Cmax 3.03 (2.49-3.69) ↑
Simvastatin acid Cmin nicht untersucht
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Simvastatin führte aufgrund der Inhibition des Transportproteins OATP1B1 und/oder der CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simvastatin.

Eine begleitende Therapie mit Simvastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Simvastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen.

Lovastatin*

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Lovastatin kann aufgrund der Inhibition des Transportproteins OATP1B1 und/oder der CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Lovastatin führen.

Eine begleitende Therapie mit Lovastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Lovastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen.

Fluvastatin

Nicht untersucht. Eine Erhöhung der Fluvastatin Exposition kann nicht ausgeschlossen werden.

Eine begleitende Therapie mit Fluvastatin sollte abgesetzt werden. Es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall sollte eine vorsichtige Titration der Fluvastatin-Dosis und Verwendung der geringsten benötigten Dosis bei gleichzeitiger Überwachung der Sicherheit im Fall einer gleichzeitigen Verabreichung mit Olysio erfolgen.

HORMONELLE KONTRAZEPTIVA

Ethinylestradiol1 und Norethindron1
0.035 mg einmal täglich/
1 mg einmal täglich

Ethinylestradiol AUC 1.12 (1.05-1.20) ↔
Ethinylestradiol Cmax 1.18 (1.09-1.27) ↑
Ethinylestradiol Cmin 1.00 (0.89-1.13) ↔
Norethindron AUC 1.15 (1.08-1.22) ↔
Norethindron Cmax 1.06 (0.99-1.14) ↔
Norethindron Cmin 1.24 (1.13-1.35) ↑

Keine Dosisanpassung erforderlich.
Aufgrund signifikanter teratogener und/oder embryozider Wirkungen von Ribavirin müssen während der Behandlung mit Ribavirin zwei wirksame Verhütungsmethoden angewandt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

IMMUNSUPPRESSIVA

Cyclosporin1,*
100 mg
Patientenindividuelle Dosis5

Cyclosporin AUC 1.19 (1.13-1.26) ↑
Cyclosporin Cmax 1.16 (1.07-1.26) ↑
Cyclosporin Cmin nicht untersucht.
Simeprevir AUC 5.81 (3.56-9.48) ↑6
Simeprevir Cmax 4.74 (3.12-7.18) ↑6
Simeprevir Cmin nicht untersucht6
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Cyclosporin führte aufgrund einer Hemmung der Transportproteine OATP1B1, P-gp und CYP3A durch Cyclosporin zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.

Die gleichzeitige Verabreichung von Olysio mit Cyclosporin wird nicht empfohlen.

Tacrolimus1
2 mg
Patientenindividuelle Dosis 5

Tacrolimus AUC 0.83 (0.59-1.16) ↓
Tacrolimus Cmax 0.76 (0.65-0.90) ↓
Tacrolimus Cmin nicht untersucht
Simeprevir AUC 1.85 (1.18-2.91) ↑7
Simeprevir Cmax 1.79 (1.22-2.62) ↑7
Simeprevir Cmin nicht untersucht7.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Tacrolimus führte aufgrund der Inhibition von Transportprotein OATP1B1 zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simeprevir.

Keine Dosisanpassung für beide Arzneimittel erforderlich, wenn Olysio zusammen mit Tacrolimus verabreicht wird. Eine Überwachung der Blutkonzentrationen von Tacrolimus wird empfohlen.

Sirolimus

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit Sirolimus kann zu leicht erhöhten oder verringerten Plasmakonzentrationen von Sirolimus führen.

Es wird eine Überwachung der Sirolimus-Konzentration im Blut empfohlen.

NARKOANALGETIKA

Methadon8
30-150 mg einmal täglich, individuell angepasste Dosis

R(-) Methadon AUC 0.99 (0.91-1.09) ↔
R(-) Methadon Cmax 1.03 (0.97-1.09) ↔
R(-) Methadon Cmin 1.02 (0.93-1.12) ↔

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Buprenorphin
Naloxon*

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

PHOSPHODIESTERASE-TYP-5-(PDE-5)-INHIBITOREN

Sildenafil
Tadalafil
Vardenafil

Nicht untersucht.
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit PDE-5-Inhibitoren kann aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu leicht erhöhten Konzentrationen der PDE-5-Inhibitoren führen.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Olysio und Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil in Dosen wie sie, zur Behandlung von Erektionsstörungen indiziert sind, ist vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.
Eine Dosisanpassung des PDE5-Inhibitors kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Olysio und Sildenafil oder Tadalafil erforderlich sein, wenn diese anhaltend in Dosierungen verabreicht werden, die zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie verwendet werden. Erwägen Sie den Beginn der Behandlung mit der niedrigsten PDE5-Inhibitor-Dosis, erhöhen Sie diese je nach Bedarf und führen Sie gegebenenfalls ein klinisches Monitoring durch.

SEDATIVA/ANXIOLYTIKA

Midazolam1
Oral
: 0.075 mg/kg
Intravenös
: 0.025 mg/kg

Oral:
Midazolam AUC 1.45 (1.35-1.57) ↑
Midazolam Cmax 1.31 (1.19-1.45) ↑
Midazolam Cmin nicht untersucht
Intravenös:

Midazolam AUC 1.10 (0.95-1.26) ↑
Midazolam Cmax 0.78 (0.52-1.17) ↓
Midazolam Cmin nicht untersucht
Die Verabreichung von Olysio zusammen mit oral eingenommenem Midazolam führte aufgrund der leichten Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Midazolam.

Vorsicht ist geboten, wenn dieses Arzneimittel mit engem therapeutischem Index in oraler Darreichungsform gleichzeitig mit Olysio verabreicht wird.
Da Simeprevir bei der üblichen therapeutischen Exposition das intestinale aber nicht das hepatische CYP3A4 inhibiert, hat Simeprevir keine Auswirkungen auf die Plasmakonzentration von intravenös verabreichtem Midazolam.

Triazolam (oral)

Nicht untersucht.
Aufgrund der Inhibition der intestinalen CYP3A4-Enzymaktivität durch Simeprevir kann ein leichter Anstieg der Konzentration von Triazolam erwartet werden.

Vorsicht ist geboten, wenn dieses Arzneimittel mit engem therapeutischem Index in oraler Darreichungsform gleichzeitig mit Olysio verabreicht wird.

STIMULANTIEN

Methylphenidat

Nicht untersucht. Es wird keine klinisch relevante Arzneimittelinteraktion erwartet.

Vermutlich keine Dosisanpassung erforderlich.

Die Pfeilrichtung (↑ = Anstieg, ↓ = Abnahme, ↔ = keine Veränderung) für jeden pharmakokinetischen Parameter basiert auf dem 90% Konfidenzintervall des Verhältnisses des geometrischen Mittels, das innerhalb (↔), unterhalb (↓) oder oberhalb (↑) des Bereichs von 0,80 bis 1,25 liegt.
1 Diese Interaktion zwischen Olysio und anderen Arzneimittel wurde in einer Pharmakokinetikstudie bei gesunden Probanden evaluiert. Andere Arzneimittelinteraktionen wurden vorausberechnet.
2 Diese Interaktionsstudie wurde mit einer höheren Dosis als der empfohlenen Dosis für Olysio durchgeführt und bewertete die maximale Wirkung des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels. Die Dosierungsempfehlung ist anwendbar auf die empfohlene Dosis Olysio 150 mg einmal täglich.
3 Vergleich basierend auf historischen Kontrollen. Die Interaktion zwischen Simeprevir und dem Arzneimittel wurde in einer pharmakokinetischen Substudie im Rahmen einer Phase-2-Studie mit 22 Patienten mit HCV-Infektion beurteilt. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Olysio in Kombination mit Sofosbuvir wurden bisher nicht untersucht.
4 In dieser Interaktionsstudie betrug die Olysio-Dosis 50 mg bei gleichzeitiger Verabreichung in Kombination mit Darunavir/Ritonavir, im Vergleich zu 150 mg in der Behandlungsgruppe mit Olysio allein.
5 Patientenindividuelle Dosis im Ermessen des Arztes nach lokaler klinischen Praxis.
6 Vergleich auf Basis von historischen Kontrollen. Zwischendaten aus einer Phase 2 Studie in 9 HCV infizierten Post-Lebertransplantierten Patienten.
7 Vergleich auf Basis von historischen Kontrollen. Zwischendaten aus einer Phase 2 Studie in 11 HCV infizierten Post-Lebertransplantierten Patienten.
8 Die Interaktion zwischen Olysio und dem Arzneimittel wurde in einer pharmakokinetischen Studie mit opioidabhängigen Erwachsenen mit stabiler Methadon-Erhaltungstherapie beurteilt.
* in der Schweiz nicht zugelassen

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