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Fachinformation zu Cosentyx®/- SensoReady®/- UnoReady®:Novartis Pharma Schweiz AG
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In verblindeten und offenen klinischen Studien wurden insgesamt über 18'000 Patienten mit verschiedenen Indikationen (Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis und anderen Autoimmunerkrankungen) mit Cosentyx behandelt, was einer Exposition von 30'565 Patientenjahren entspricht. Von diesen Patienten waren 11'500 mindestens ein Jahr lang Cosentyx exponiert.
Zur Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in erwachsenen Patienten mit Plaque Psoriasis im Vergleich zu Placebo während bis zu 12 Wochen nach Einleitung der Behandlung wurden vier placebokontrollierte Phase-III-Studien gepoolt. Insgesamt 2'076 Patienten wurden beurteilt (692 Patienten unter 150 mg, 690 Patienten unter 300 mg und 694 Patienten unter Placebo).
Die Sicherheit von Cosentyx wurde in zwei Phase-III-Studien bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis untersucht. Bei der ersten Studie handelte es sich um eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 162 Patienten im Alter von 6 bis <18 Jahren mit schwerer Plaque-Psoriasis. Bei der zweiten Studie handelt es sich um eine offene Studie mit 84 Patienten im Alter von 6 bis <18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Das in diesen beiden Studien in insgesamt 287.4 Patientenjahren berichtete Sicherheitsprofil entsprach dem bei erwachsenen Plaque-Psoriasis-Patienten berichteten Sicherheitsprofil.
Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in Patienten mit Psoriasis-Arthritis liegen fünf placebokontrollierte Studien mit 2'754 Patienten zugrunde (1'871 Patienten, die mit Cosentyx und 883 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen dauerte, dies bei einer gesamten Studienexposition von 4'478 Patientenjahren. Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.
Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in Patienten mit ankylosierender Spondylitis liegen zwei placebokontrollierte Studien mit 590 Patienten zugrunde (394 Patienten, die mit Cosentyx und 196 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen, dies bei einer gesamten Studienexposition von 755 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer für Patienten, die mit Secukinumab behandelt wurden: 469 Tage in der AS1-Studie und 460 Tage in der AS2-Studie).
Die Sicherheitsbewertung von Cosentyx bei Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis (nr-axSpA) basiert auf einer placebokontrollierten Studie mit 555 Patienten (369 mit Cosentyx behandelte Patienten und 186 mit Placebo behandelte Patienten). Der placebokontrollierte Zeitraum betrug bis zu 52 Wochen betrug und die Gesamtstudienexposition von 588 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer bei mit Secukinumab behandelten Patienten: 395 Tage).
Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis), die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.
Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege (am häufigsten Nasopharyngitis sowie Rhinitis). Die meisten dieser Ereignisse waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. In den placebokontrollierten Phasen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studien betrug der Anteil der Patienten, die die Behandlung aufgrund unerwünschter Ereignisse abbrachen, rund 1.5 % im Cosentyx -Arm und 2.4 % im Placebo-Arm.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind in der untenstehenden Tabelle nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach absteigender Häufigkeit angeordnet. In jeder Häufigkeitsgruppe sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000, «selten» (<1/1'000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege (17.7%).
Häufig: Oraler Herpes, Tinea pedis.
Gelegentlich: Orale Candidose, Candidose des Oesophagus, Infektionen der unteren Atemwege.
Erkrankungen des Blutes- und Lymphsystem
Gelegentlich: Neutropenie.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Bindehautentzündung.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Rhinorrhö.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Diarrhö, Übelkeit.
Gelegentlich: Entzündliche Darmerkrankungen (einschliesslich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa).
Leber und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Urtikaria.
Selten: Exfoliative Dermatitis (Fälle wurden bei Patienten mit diagnostizierter Psoriasis berichtet), Hypersensitivitätsvaskulitis, dyshidrotisches Ekzem.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Anaphylaktische Reaktionen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Ermüdung.
Unerwünschte Wirkungen nach Markteinführung
Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen traten nach der Markteinführung von Cosentyx auf und sind in spontanen Fallberichten und in der Fachliteratur beschrieben. Weil es sich dabei um freiwillige Angaben aus einer Population unbekannter Grösse handelt, ist es nicht möglich, eine verlässliche Schätzung ihrer Häufigkeit abzugeben, deshalb werden sie der Kategorie «nicht bekannt» zugeordnet. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach absteigender Schwere geordnet.
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Mukosale und kutane Candidose.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Infektionen
In den placebokontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Plaque Psoriasis (in welchen insgesamt 1'382 Patienten mit Cosentyx und 694 Patienten mit Placebo während bis zu 12 Wochen behandelt wurden) wurden bei 28.7% der mit Cosentyx behandelten Patienten im Vergleich zu 18.9% der mit Placebo behandelten Patienten Infektionen berichtet. Die meisten dieser Infektionen waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. Candida-Infektionen traten bei 1.2% der mit 300 mg Cosentyx, bei 0.4% der mit 150 mg Cosentyx, und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf. Schwerwiegende Infektionen traten bei 0.14% der mit Cosentyx und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Über die gesamte Behandlungsphase (insgesamt 3'430 Patienten, die mehrheitlich während bis zu 52 Wochen mit Cosentyx behandelt wurden) wurden Infektionen bei 47.5% der mit Cosentyx behandelten Patienten (0.9 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung) berichtet. Schwerwiegende Infektionen wurden bei 1.2% der mit Cosentyx behandelten Patienten berichtet (0.015 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung).
Die Infektionsraten, die in klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) beobachtet wurden, waren ähnlich wie jene, die bei Studien zu Psoriasis beobachtet wurden.
Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht
Während der Placebo-kontrollierten Phase in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis entwickelten 14.5% bzw. 5% der Patienten unter Cosentyx gegenüber 11.6% bzw. 2.5% unter Placebo isolierte und transiente Erhöhungen der Lebertransaminasen bzw. von Bilirubin bis zum 3-fachen des oberen Normwertes. Die Häufigkeiten unter Secukinumab und Etanercept waren vergleichbar.
Neutropenie
Neutropenie wurde häufiger mit Secukinumab als mit Placebo beobachtet. Die meisten Fälle waren mild, transient und reversibel. Neutropenie <1.0-0.5x109/l (CTCAE-Grad 3) wurde bei 18 von 3430 (0.5%) Patienten unter Secukinumab berichtet, mit keiner Dosisabhängigkeit und keinem zeitlichen Zusammenhang mit Infektionen in 15 von 18 Fällen. Es gab keine berichteten Fälle von schwerwiegenderer Neutropenie. In den übrigen 3 Fällen wurden nicht schwerwiegende Infektionen, die erfolgreich auf Standard-Therapie ansprachen und kein Absetzen von Cosentyx erforderten, berichtet.
Die Häufigkeit von Neutropenie bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) war ähnlich wie bei Psoriasis.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Über alle klinischen Studien wurden Urtikaria und seltene Fälle anaphylaktischer Reaktionen auf Cosentyx beobachtet.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Über alle klinischen Studien wurden unter Secukinumab einzelne Fälle von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Risikopatienten beobachtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Ein kausaler Zusammenhang mit Secukinumab kann bei der gegenwärtigen Datenlage nicht ausgeschlossen werden.
Immunogenität
In klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) entwickelten während einer Behandlung von bis zu 52 Wochen weniger als 1% der mit Cosentyx behandelten Patienten Antikörper gegen Secukinumab. Bei etwa der Hälfte der während der Behandlung aufgetretenen gegen das Arzneimittel gerichteten Antikörper handelte es sich um neutralisierende Antikörper; dies war jedoch nicht mit einem Wirkungsverlust oder mit Abweichungen der pharmakokinetischen Parameter verbunden.
Pädiatrische Population
Die Sicherheit von Cosentyx wurde auch in einer Phase-III-Studie an 86 pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit JIA der Kategorien EAA und JPsA untersucht. Das Sicherheitsprofil dieser Studie stimmte mit dem Sicherheitsprofil bei erwachsenen Patienten überein.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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