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Fachinformation zu Zepatier®:MSD Merck Sharp & Dohme AG
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Dosierung/Anwendung

Eine Behandlung mit Zepatier sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung mit der Betreuung von Patienten mit CHC verfügt.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis liegt bei einer Tablette 1× täglich mit oder ohne Nahrung (siehe «Pharmakokinetik»).
Empfohlene Dosierungsanweisungen und Behandlungsdauer sind in Tabelle 1 aufgeführt (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Bei Patienten mit HCV GT1a sollte eine Untersuchung zur Identifizierung eines Resistenz-assoziierten NS5A Polymorphismus im HCV Genom vor Beginn der Behandlung durchgeführt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Tabelle 1: Empfohlene Dosierungsanweisungen und Behandlungsdauer bei der Verabreichung von Zepatier zur Behandlung einer chronischen Hepatitis-C-Infektion bei Patienten mit oder ohne Zirrhose

BehandlungÞ

Dauer

Genotyp 1a* Patienten ohne Resistenz assoziiertem NS5A Polymorphismus im HCV Genom**

Zepatier

12 Wochen

Genotyp 1a* Patienten mit Resistenz assoziiertem NS5A Polymorphismus im HCV Genom**

Zepatier+Ribavirin¶,#

16 Wochen

Genotyp 1b* Patienten

Zepatier

12 Wochen
·Bei behandlungsnaiven Patienten ohne signifikante Fibrose oder Zirrhose‡ kann eine Behandlungsdauer von 8 Wochen erwogen werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Genotyp 4: Behandlungsnaive oder vorbehandelte Patienten mit Rezidiv (Relapser)

Zepatier

12 Wochen

Genotyp 4: Vorbehandelte Patienten mit virologischem Therapieversagen§ (ausser Patienten mit Rezidiv)

Zepatier+Ribavirin¶,#

16 Wochen
·Bei Patienten ohne Zirrhose und mit einer basalen Viruslast <2'000'000 IE/ml kann eine Therapie mit Zepatier für 12 Wochen in Betracht gezogen werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Þ Für spezifische Dosierungsanweisungen siehe die jeweiligen Fachinformationen der Arzneimittel, die in Kombination mit Zepatier angewendet werden.
* Genotyp 1 behandlungsnaive oder vorbehandelte Patienten, bei denen eine Behandlung mit Peginterferon alfa+Ribavirin versagt hat oder bei denen eine Behandlung mit Peginterferon alfa+Ribavirin+Boceprevir, Simeprevir oder Telaprevir versagt hat.
** NS5A Polymorphismen M28T/A, Q30E/H/R/G/K/D, L31M/V/F, H58D und Y93C/H/N (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
† Schliesst Patienten mit bekannten Genotyp 1-Subtypen ein, bei denen es sich nicht um die Subtypen 1a oder 1b handelt.
‡ Patienten ohne klinisch signifikante Fibrose oder Zirrhose, beurteilt anhand von Leberbiopsie (d.h. METAVIR Score F0-F2) oder nicht-invasiver Leberdiagnostik.
√ Genotyp 4 vorbehandelte Patienten, bei denen eine Behandlung mit Peginterferon alfa+Ribavirin versagt hat.
§ Bei Patienten mit virologischem Therapieversagen handelt es sich um solche, bei denen es im Rahmen einer früheren Behandlung zu einem Nichtansprechen (Null-Response), zu einem Teilansprechen, zu einem virologischen Durchbruch bzw. einem Wiederanstieg der Viruslast (Rebound) oder zu Unverträglichkeit gekommen war.
¶ In klinischen Studien bei Erwachsenen orientierte sich die Ribavirin-Dosis am Körpergewicht der Patienten (<66 kg=800 mg/Tag, 66-80 kg=1000 mg/Tag, 81-105 kg=1200 mg/Tag, >105 kg=1400 mg/Tag) und wurde in zwei aufgeteilten Dosen zusammen mit Nahrung verabreicht.
# Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (estimated Glomerular Filtration Rate, eGFR) <30 ml/min/1,73 m2) oder mit terminaler Niereninsuffizienz (end stage renal disease, ESRD) sollten Zepatier ohne Ribavirin erhalten.
Vergessene Dosen
Falls der Patient eine Dosis Zepatier vergessen hat und der Zeitpunkt, zu dem Zepatier für gewöhnlich eingenommen wird, weniger als 16 Stunden zurück liegt, ist der Patient anzuweisen, Zepatier so bald wie möglich einzunehmen und die darauffolgende Dosis Zepatier wieder zum gewohnten Zeitpunkt einzunehmen. Sind mehr als 16 Stunden seit dem gewohnten Zeitpunkt zur Einnahme von Zepatier vergangen, ist der Patient anzuweisen, die vergessene Dosis NICHT einzunehmen und mit der nächsten Dosis gemäss dem üblichen Dosierungsschema fortzufahren. Der Patient ist anzuweisen, keine doppelte Dosis einzunehmen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
HIV-1-Koinfektion
Die Dosierungsempfehlungen in Tabelle 1 sind zu befolgen. Für Empfehlungen zur Dosierung antiviraler HIV-Wirkstoffe siehe «Interaktionen». Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zepatier wurde für Patienten mit HIV-1-Koinfektion nachgewiesen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten wird keine Dosisanpassung von Zepatier empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).
Geschlecht
Es wird keine Dosisanpassung für Zepatier aufgrund vom Geschlecht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).
Körpergewicht/BMI
Es wird keine Dosisanpassung für Zepatier aufgrund vom Körpergewicht/BMI empfohlen (siehe «Pharmakokinetik»).
Rasse/Ethnische Zugehörigkeit
Es wird keine Dosisanpassung für Zepatier aufgrund von Rasse/ethnischer Zugehörigkeit empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und terminaler Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit leichter, mässiger oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion wird keine Dosisanpassung von Zepatier empfohlen. Bei dialysepflichtigen Patienten (einschliesslich Hämodialyse und Peritonealdialyse) wird keine Dosisanpassung von Zepatier empfohlen (siehe «Pharmakokinetik»).
Bei Patienten mit den HCV Genotypen 1 oder 4 und schwer eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR <30 ml/min/1,73 m2) oder terminaler Niereninsuffizienz, einschliesslich dialysepflichtiger Patienten, ist Zepatier ohne Ribavirin gemäss der Behandlungsdauer in Tabelle 1 zu verabreichen. Bei Patienten mit den HCV Genotypen 1a oder 4 mit früherem virologischem Therapieversagen unter Behandlung mit Peginterferon alfa+Ribavirin oder Interferon alleine und schwer eingeschränkter Nierenfunktion oder terminaler Niereninsuffzienz kann eine Behandlung mit Zepatier über eine Dauer von 12 Wochen erwogen werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh A) wird keine Dosisanpassung für Zepatier empfohlen. Bei Patienten mit mässig und schwer eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh B und C) ist die Verabreichung von Zepatier kontraindiziert, aufgrund fehlender Erfahrungen zur klinischen Sicherheit und Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe und wegen des zu erwartenden signifikanten Anstiegs der Plasmakonzentration von Grazoprevir (siehe «Kontraindikationen», «Unerwünschte Wirkungen» und «Pharmakokinetik»).
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zepatier wurden bei Patienten, bei denen eine Lebertransplantation vorgesehen ist oder die eine Lebertransplantation erhalten haben, nicht untersucht. Die Plasmakonzentration von Grazoprevir ist erhöht, wenn Zepatier gleichzeitig mit Ciclosporin verabreicht wird. Die gleichzeitige Verabreichung mit Ciclosporin ist kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).
HCV-/HBV (Hepatitis-B-Virus)-Koinfektion
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zepatier wurden bei Patienten mit einer HCV-/HBV-Koinfektion nicht untersucht. Für Informationen zur empfohlenen Dosierung von Arzneimitteln gegen HBV-Infektionen siehe «Interaktionen».
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zepatier bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht bewiesen. Es liegen sehr limitierte Daten vor.
Dosierungsempfehlung für Begleitmedikation
Für Dosierungsempfehlungen für Begleitmedikationen siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen».

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