Unerwünschte WirkungenIn klinischen Studien wurden mehr als 484 Patienten mit Taptiqom behandelt. Die am häufigsten berichtete behandlungsbedingte Nebenwirkung war eine Hyperämie des Auges und der Bindehaut. Sie trat bei ca. 7% der Patienten auf, die an den klinischen Studien in Europa teilnahmen, war in den meisten Fällen mild und führte bei 1,2% der Patienten zum Abbruch der Behandlung.
Die in klinischen Studien mit Taptiqom berichteten Nebenwirkungen beschränkten sich auf die bereits für die einzelnen Wirkstoffe Tafluprost und Timolol berichteten Nebenwirkungen. In den klinischen Studien wurden keine neuen, für Taptiqom spezifischen Nebenwirkungen beobachtet. Die meisten Nebenwirkungen betrafen die Augen und waren leichter oder mittelschwerer Ausprägung, keine Nebenwirkung war schwerwiegend.
Wie andere topisch applizierte Ophthalmika werden Tafluprost und Timolol systemisch resorbiert. Dabei können ähnliche Nebenwirkungen wie bei systemischen Betablockern auftreten. Die Häufigkeit des Auftretens von systemischen Nebenwirkungen ist nach der topischen Anwendung am Auge geringer als nach der systemischen Anwendung. Die aufgeführten Nebenwirkungen schliessen alle Reaktionen innerhalb der Klasse der ophthalmologischen Betablocker ein.
Im Rahmen der klinischen Prüfungen mit Taptiqom wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet (wobei innerhalb der jeweiligen Häufigkeitsgruppe die Nebenwirkungen in abnehmender Häufigkeit aufgeführt sind). Sie sind nach Systemorganklasse aufgeführt und nach der folgenden Konvention unterteilt: "sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10)„gelegentlich“ (≥1/1'000, <1/100), "selten" ( ≥1/10'000, <1/1'000), "sehr selten" (<1/10'000), „Einzelfälle" (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Taptiqom (Tafluprost/Timolol-Kombination)
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Erkrankungen des Gelegentlich Kopfschmerzen
Nervensystems
Augenerkrankungen Häufig Bindehaut-/okuläre Hyperämie, Augenjucken,
Augenschmerzen, Veränderungen der Wimpern (länger,
dicker und zunehmende Anzahl der Wimpern),
Wimpernverfärbung, Augenreizung, Fremdkörpergefühl in
den Augen, verschwommenes Sehen, Photophobie
Gelegentlich Abnormes Gefühl im Auge, trockene Augen,
Augenbeschwerden, Bindehautentzündung, Rötung der
Augenlider, Augenallergie, Augenlid-Ödem, Keratitis
superficialis punctata, vermehrter Tränenfluss,
Entzündung der vorderen Augenkammer, Asthenopie,
Blepharitis
Weitere Nebenwirkungen, die bei einem der beiden Wirkstoffe (Tafluprost und Timolol) beobachtet wurden und die möglicherweise auch unter Taptiqom auftreten können, werden im Folgenden aufgeführt:
Tafluprost
Systemorganklasse Nebenwirkung
Augenerkrankungen Reduzierte Sehschärfe, verstärkte Irispigmentierung, Pigmentierung der
Augenlider, Bindehautödeme, Augenausfluss, Zellen in der Vorderkammer,
Tyndall-Phänomen in der Vorderkammer, allergische Bindehautentzündung,
Bindehautpigmentierung, Bindehautfollikel, Vertiefung der Augenlid-Furche,
Iritis/Uveitis, Makulaödem/cystoides Makulaödem.
Erkrankungen der Verschlimmerung von Asthma, Dyspnoe
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen der Hypertrichose des Augenlids
Haut und des Unterha
utzellgewebes
Timolol
Systemorganklasse Nebenwirkung
Erkrankungen des Anzeichen und Symptome von allergischen Reaktionen einschliesslich Angioödem,
Immunsystems Urtikaria, lokalisierter und generalisierter Hautausschlag, Anaphylaxie,
Pruritus
Stoffwechsel- und Hypoglykämie
Ernährungsstörungen
Psychiatrische Depression, Schlaflosigkeit, Albträume, Gedächtnisverlust, Nervosität,
Erkrankungen Halluzination
Erkrankungen des Schwindel, Synkopen, Parästhesien, Verstärkung der Anzeichen und Symptome
Nervensystems einer Myasthenia gravis, Apoplexie, zerebrale Ischämie
Augenerkrankungen Keratitis, verminderte Empfindlichkeit der Hornhaut, Sehstörungen
einschliesslich Refraktionsänderungen (in manchen Fällen infolge Absetzens
einer miotischen Therapie), Ptosis, Diplopie, Ablösung der Choroidea nach
einer filtrierenden Operation (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen),
Augentränen, Hornhauterosion
Erkrankungen des Tinnitus
Ohrs und des Labyrin
ths
Herzerkrankungen Bradykardie, Schmerzen in der Brust, Palpitationen, Ödeme,
Herzrhythmusstörungen, dekompensierte Herzinsuffizienz, Herzstillstand,
Herzblock, AV-Block, Herzinsuffizienz
Gefässerkrankungen Hypotonie, Claudicatio, Raynaud-Syndrom, kalte Hände und Füsse
Erkrankungen der Dyspnoe, Bronchospasmus (vor allem bei Patienten mit vorbestehendem
Atemwege, des bronchospastischem Leiden) Ateminsuffizienz, Husten
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Übelkeit, Dyspepsie, Durchfall, trockener Mund, Dysgeusie, Bauchschmerzen,
Gastrointestinaltrak Erbrechen
ts
Erkrankungen der Alopezie, psoriasisartiger Ausschlag oder Exazerbation einer Psoriasis,
Haut und des Unterha Hautausschlag
utzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Systemischer Lupus erythematodes, Myalgie, Arthropathie
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Induratio Penis plastica, verminderte Libido, sexuelle Dysfunktion
Geschlechtsorgane
und der Brustdrüse
Allgemeine Erkrankun Asthenie/Müdigkeit, Durst
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
In sehr seltenen Fällen wurden bei einigen Patienten mit stark geschädigter Hornhaut im Zusammenhang mit der Anwendung von phosphathaltigen Augentropfen Fälle von Kalkablagerungen in der Hornhaut berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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