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Fachinformation zu Empressin®:OrPha Swiss GmbH
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Argipressin
Hilfsstoffe
Natriumchlorid, Essigsäure 99%, Wasser für Injektionszwecke q.s. pro 2 ml.
Natriumgehalt pro Ampulle: 7.1 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Empressin ist zur Behandlung der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände bei Patienten über 18 Jahre indiziert. Eine katecholaminrefraktäre Hypotonie besteht bei einem Patienten dann, wenn trotz adäquater Volumentherapie und Einsatz von Katecholaminen der mittlere arterielle Blutdruck nicht auf Werte von 65-75 mmHg stabilisiert werden kann.

Dosierung/Anwendung

Katecholaminrefraktäre Hypotonie bei septischen Schockzuständen
Empressin sollte nur als Zusatz zur konventionellen vasopressorischen Therapie mit Katecholaminen angewendet werden.
Zum Einschleichen der Therapie wird eine kontinuierliche intravenöse Infusion von 0.01 I.E. Empressin pro Minute über eine Perfusorspritze empfohlen. Die Dosis kann dann, abhängig vom klinischen Ansprechen, alle 15-20 Minuten bis zu einer Dosierung von 0.03 I.E. pro Minute gesteigert werden. Bei Intensivpatienten werden therapeutisch in der Regel Blutdruckwerte zwischen 65-75 mmHg angestrebt.
Dosen über 0.03 I.E. Empressin pro Minute sollten nur als Notfalltherapie eingesetzt werden, da sie Darm- und Hautnekrosen verursachen können (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die Dosisreduktion von Empressin ist nach klinischem Verlauf vorzunehmen. Ebenso ist die Therapiedauer individuell dem klinischen Bild anzupassen.
Zur Zubereitung der Dauerinfusion werden 40 I.E. Empressin mit physiologischer Kochsalzlösung (0.9% NaCl in Wasser) verdünnt. Das Gesamtvolumen nach Verdünnung sollte 50 ml betragen (entsprechend 0.8 I.E. Argipressin pro ml Infusionslösung).
Die Infusionsrate ist abhängig von der angestrebten Dosis. Für die empfohlenen Dosen ist sie untenstehender Tabelle zu entnehmen:

Dosis
Empressin/Min.

Dosis
Empressin/Std.

Infusionsrate

0.01 I.E.

0.6 I.E.

0.75 ml/Std.

0.02 I.E.

1.2 I.E.

1.50 ml/Std.

0.03 I.E.

1.8 I.E.

2.25 ml/Std.

Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder und Jugendliche
Empressin ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen. Studien bei pädiatrischen Patienten im Alter von 4-14 Jahren zeigten eine erhöhte Anzahl unerwünschter Arzneimittelwirkungen ohne Verbesserung der Überlebensraten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Ältere Patienten
Empressin wurde bei Patienten >65 Jahre nicht spezifisch untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
Empressin wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht spezifisch untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Dieses Arzneimittel ist in seiner Verwendung nicht austauschbar mit anderen Argipressin-haltigen Arzneimitteln mit anderen Stärkeangaben (beispielsweise Pressor-Einheiten [Pressor Units, P.U.]).
Empressin darf in der Therapie katecholaminrefraktärer Schockzustände nicht als Bolus verabreicht werden.
Eine Therapie mit Empressin darf nur begonnen werden, wenn trotz adäquater Volumensubstitution und Applikation katecholaminerger Vasopressoren kein ausreichender Perfusionsdruck hergestellt werden kann.
Empressin darf zur Behandlung einer katecholaminrefraktären Hypotonie nur auf Intensivstationen unter kontinuierlichem hämodynamischem Monitoring und engmaschiger Kontrolle organspezifischer Laborparameter angewendet werden.
Kardiovaskuläre Risiken
Bei Patienten mit Herz- und Gefässerkrankungen muss Empressin mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Vor allem bei Verabreichung hoher Dosen Argipressin im Rahmen anderer Indikationen wurde über Myokardischämie, Myokardinfarkt, Darmischämie, Darminfarkt sowie schwere Minderdurchblutungen bis hin zu Nekrosen im Bereich der Extremitäten berichtet.
Einfluss auf das QT-Intervall
Unter Anwendung von Vasopressin-Analoga wurden mehrere Fälle einer QT-Verlängerung und von ventrikulären Arrhythmien (einschliesslich Torsade de pointes) beschrieben. In den meisten Fällen wiesen die betroffenen Patienten prädisponierende Faktoren auf, wie vorbestehende Verlängerung des QT-Intervalls, Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) oder Komedikationen mit einem Arzneimittel, für welches ein Risiko für eine QT-Verlängerung bekannt ist (wie Antiarrhythmika der Klassen IA oder III, Azol-Antimykotika oder Erythromycin). Solche Fälle wurden insbesondere bei Patienten beobachtet, die aufgrund einer Ösophagusvarizenblutung mit Vasopressin behandelt wurden und eine Dosis erhielten, die um mehr als das Zehnfache höher lag als die empfohlene Dosis. Im für Empressin empfohlenen Dosisbereich bzw. bei Verabreichung als Dauerinfusion wurde hingegen keine Verlängerung des QT-Intervalls bzw. des korrigierten QT-Intervalls beschrieben. Dennoch sollte Argipressin bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Anamnese, Elektrolytstörungen oder entsprechenden Komedikationen nur unter besonderer Vorsicht und unter EKG-Überwachung angewendet werden.
Wasserintoxikation
Argipressin kann eine Wasserintoxikation hervorrufen. Frühe Anzeichen wie Benommenheit, Apathie und Kopfschmerzen müssen rechtzeitig erkannt werden, um letal verlaufende Krampfanfälle und Koma zu vermeiden. Allerdings wurde in mehreren Studien im Rahmen der Behandlung des katecholaminrefraktären septischen Schocks eine gesteigerte Diurese unter der Therapie mit Argipressin beobachtet.
Bei Patienten mit Epilepsie, Migräne, Asthma, Herzinsuffizienz oder anderen Erkrankungen, bei welchen eine rasche Zunahme des extrazellulären Wassers eine Gefahr für ein bereits überlastetes System darstellt, muss Empressin mit Vorsicht angewendet werden.
Pädiatrische Patienten
Empressin ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen. In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 69 Kindern (Alter 4-14 Jahre) mit vasodilatatorischem Schock, davon 54 mit septischem Schock, war die Mortalität in der mit Argipressin behandelten Gruppe (n=33), gegenüber der mit Placebo behandelten Kontrollgruppe (n=32) numerisch erhöht (10 [30.3%] versus 5 [15.6%]). Dabei zeigte Argipressin keinen Vorteil hinsichtlich des primären und sekundären Wirksamkeitsendpunktes, d.h. Zeitdauer bis zum Erreichen hämodynamischer Stabilität ohne vasoaktive Substanzen bzw. Tage ohne künstliche Beatmung.
Hilfsstoffe
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen
Furosemid steigert die osmotische Clearance und reduziert die renale Clearance von Argipressin. Da die Plasmaspiegel von Argipressin jedoch unverändert bleiben, ist die klinische Relevanz dieser Interaktion gering.
Pharmakodynamische Interaktionen
Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakodynamik von Argipressin
Die folgenden Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung die Effekte von Argipressin verstärken:
-Carbamazepin, Clofibrat, Fludrocortison oder trizyklische Antidepressiva können die antidiuretische Wirkung von Argipressin verstärken.
-Blutdrucksteigernde Arzneimittel können die durch Argipressin herbeigeführte Blutdrucksteigerung verstärken.
-Ganglienblocker können eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem blutdrucksteigernden Effekt von Argipressin verursachen.
Die folgenden Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung die Effekte von Argipressin reduzieren:
-Noradrenalin, Lithium oder Heparin sowie Alkohol können die antidiuretische Wirkung von Argipressin reduzieren.
-Blutdrucksenkende Arzneimittel können die durch Argipressin herbeigeführte Blutdrucksteigerung reduzieren.
Wechselseitige Interaktionen
Bei gleichzeitiger Anwendung von Argipressin und Tolvaptan kann jeweilige diuretische bzw. antidiuretische Wirkung gegenseitig reduziert werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es gibt klare Hinweise auf Risiken für den menschlichen Fetus. Argipressin darf daher bei schwangeren Frauen ausschliesslich bei vitaler Indikation und nur nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Argipressin kann Gebärmutterkontraktionen auslösen. Insbesondere während des ersten Trimenons sollte daher die Indikation wegen des Risikos eines Abortes sehr streng gestellt werden. Ausserdem kann es durch eine Erhöhung des intrauterinen Druckes und eine Reduktion der uterinen Durchblutung zu irreversiblen Schäden beim Fetus kommen.
Es wurden keine Reproduktionsstudien mit Argipressin an Tieren durchgeführt.
Stillzeit
Ein möglicher Übertritt von Empressin in die Muttermilch wurde weder beim Menschen noch beim Tier untersucht. Da ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann, sollte Empressin während der Stillzeit ausschliesslich bei vitaler Indikation und nur nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten zu möglichen Auswirkungen von Empressin auf die Fertilität beim Menschen vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Das Sicherheitsprofil von Argipressin in der Indikation der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände basiert auf den Daten von insgesamt n=1555 Patienten aus publizierten Studien.
Zu den am häufigsten beobachteten schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen: gehörten dabei Ischämien der distalen Extremitäten (3.8%), akute Myokardischämie (2.0%), Mesenterialischämie (1.8%) und Arrhythmien (1.4%, teilweise lebensbedrohlich).
Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen, die in diesen Studien unter Anwendung von Argipressin beobachtet wurden, nach Systemorganklasse (MedDRA) und Häufigkeit genannt. Die Häufigkeiten sind dabei wie folgt definiert:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100, <1/10)
Gelegentlich (≥1/1’000, <1/100)
Selten (≥1/10’000, <1/1’000)
Sehr selten (<1/10’000)
Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Hyponatriämie.
Nicht bekannt: Wasserintoxikation, Diabetes insipidus nach Absetzen.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Tremor, Schwindel, Kopfschmerzen.
Herzerkrankungen
Häufig: Arrhythmien, Angina pectoris, Myocardischämie, Herzstillstand.
Gelegentlich: verminderte Herzleistung, lebensbedrohliche Arrhythmie.
Gefässerkrankungen
Häufig: periphere Vasokonstriktion, Ischämie der distalen Extremitäten (welche eine chirurgische Intervention erforderlich machen kann), Nekrosen, periorale Blässe.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich: Bronchokonstriktion.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: abdominale Krämpfe, intestinale Ischämie.
Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Flatulenz, Darmnekrose.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Häufig: Hautnekrose.
Gelegentlich: Hyperhidrosis, Urtikaria.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten: Anaphylaxie (Herzstillstand und/oder Schock) konnte kurz nach der Injektion von Empressin beobachtet werden.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen
In drei Studien, in welche Patienten mit septischem Schock oder mit vasodilatatorischem Schock nach herzchirurgischen Eingriffen eingeschlossen waren, wurde unter der Therapie mit Argipressin ein Anstieg von Bilirubin und Transaminasen sowie ein Abfall der Thrombozytenzahl beobachtet. Bei Dosierungen oberhalb der empfohlenen Dosis lag die Inzidenz einer Abnahme der Thrombozytenzahl bei 10.3%.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle einer Überdosierung berichtet.
Falls es zu einer Wasserintoxikation kommt, sollte die Anwendung von Argipressin unterbrochen werden. Bei schwerer Wasserintoxikation kann die Induktion einer osmotischen Diurese mittels Mannitol oder hypertoner Dextrose mit oder ohne Furosemid erforderlich sein.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
H01BA01
Wirkungsmechanismus
Argipressin (Arginin-Vasopressin) ist ein endogenes Hormon mit osmoregulatorischer, vasopressorischer, hämostatischer und zentralnervöser Wirkungsweise. Die periphere Wirkung von Arginin-Vasopressin wird von verschiedenen Vasopressinrezeptoren, und zwar von V1a-, V1b- und V2-Vasopressinrezeptoren, vermittelt. V1-Rezeptoren finden sich in den arteriellen Blutgefässen und induzieren durch einen Anstieg der Kalziumionen im Zytoplasma über die Phosphatidyl-Inositol-Biphosphat-Kaskade eine vasokonstriktorische (gefässverengende) Wirkung. Hierbei handelt es sich auch um die bedeutendste Wirkung von Argipressin.
Empressin wirkt durch Steigerung der Rückresorption von Wasser in den renalen Tubuli antidiuretisch.
Pharmakodynamik
Bei Patienten mit vasodilatatorischen Schockzuständen (septisches, vasoplegisches und systemisches inflammatorisches Response-Syndrom/SIRSsystemic inflammatory response syndrome) ist während der Infusion von Vasopressin eine lineare Blutdruckreaktion zu beobachten. Insbesondere war eine signifikante Korrelation zwischen einer im Vergleich zum Ausgangswert korrigierten Änderung des mittleren arteriellen Blutdrucks (MAD) und der Vasopressindosis zu verzeichnen. Eine vergleichbare signifikante lineare Beziehung konnte zwischen der Vasopressindosis und dem Anstieg des peripheren Widerstandes sowie der Abnahme des Norepinephrinbedarfs festgestellt werden.
Bei Patienten mit septischem Schock kam es zu Beginn der Verabreichung von Vasopressin bei gleichzeitiger Reduktion der Katecholamindosis zu einer Abnahme der Herzfrequenz. In einer Humanstudie an freiwilligen Probanden, in der die Wirkung einer Vasopressininfusion nach Lisinoprilgabe untersucht wurde, war eine Abnahme der Herzfrequenz von 67 +/- 6.5 auf 62 +/- 4.5 Schläge/Min. (P <0.05) zu beobachten. Eine Suppression der Herzfrequenz und des Herzindex (CI) ist erst ab einer Dosis von mindestens 0.1 IE/Min. zu erwarten.
Klinische Wirksamkeit
Die klinische Evidenz zur Wirksamkeit von Empressin zur Behandlung der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände basiert auf einer Analyse von publizierten Studiendaten. In diese Analyse wurden insgesamt 1555 Patienten mit septischem Schock aufgenommen, denen Vasopressin unter kontrollierten Bedingungen verabreicht wurde.
Die randomisierte, doppelblinde «Vasopressin and Septic Shock Studie» (VASST) schloss 778 Patienten mit septischem Schock ein, die zusätzlich zu nicht-verblindeter vasopressorischer Medikation entweder niedrig-dosiertes Vasopressin (0.01 bis 0.03 IE/min; n=396) oder Noradrenalin (5 bis 15 µg/min; N=382) infundiert bekamen. Als primärer Endpunkt war die Gesamtmortalität an Tag 28 nach Infusion der Studienmedikation definiert. Diese war in der Vasopressin-Gruppe mit 35.4% niedriger als in der Noradrenalin-Gruppe (39.3%); dieser Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. In einer prospektiven Subgruppenanalyse fand sich der grösste numerische Vorteil für Vasopresson bei Patienten mit leichterem septischem Schock (Mortalität 26.5% versus 35.7%; p=0.05).

Pharmakokinetik

Absorption
Keine Angaben.
Distribution
Bei Dauerinfusion von Dosen zwischen 10 und 350 μE/kg/min (i.e. 0.007-0.0245 IE/min) wurden Steadystate Plasmaspiegel nach 30 Min. erreicht, was einer Halbwertszeit von weniger als 7 Min. entspricht. In diesem Dosisbereich war die Exposition annähernd dosislinear.
Metabolismus
Ein grosser Anteil der Argipressin-Dosis wird rasch in Leber und Nieren durch Proteinasen und Endopeptidasen metabolisiert.
Elimination
Nach subkutaner Applikation von Empressin wurden ungefähr 5% der Dosis innerhalb von 4 Std. unverändert über den Harn ausgeschieden.

Präklinische Daten

Systematische Untersuchungen zu Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential wurden nicht durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Aufgrund fehlender Daten soll Empressin nicht mit anderen Produkten gemischt werden.
Haltbarkeit
Ungeöffnete Ampullen dürfen nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Nach dem Öffnen verdünnen und sofort verwenden.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2- 8°C) in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Empressin-Konzentrat darf nicht unverdünnt verabreicht werden.
Die Lösung muss vor der Anwendung optisch auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar und farblos ist. Jede Ampulle darf nur einmal benutzt werden; unverbrauchte Lösung muss verworfen werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend der Anforderungen zu entsorgen.

Zulassungsnummer

66180 (Swissmedic)

Packungen

Empressin Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, Ampullen zu 2 ml: 5 (A)
Empressin Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, Ampullen zu 2 ml: 10 (A)

Zulassungsinhaberin

OrPha Swiss GmbH, 8700 Küsnacht

Stand der Information

September 2025

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