InteraktionenWirkung von Cibinqo auf andere Arzneimittel
Die Wirkung von Abrocitinib auf die Pharmakokinetik von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln ist in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2. Veränderung der Pharmakokinetik von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln in Gegenwart von Abrocitinib
Gleichzeitig verabre Dosierungsschema Ratioa (90% Konfiden Dosierungsempfehlung
ichte Arzneimittel von Abrocitinib zintervall)
oder In-vivo-Marker
der CYP-Aktivität
Cmax AUCinf
Orales Verhütungsmit 200 mg einmal EE: 1.07 (0.99, EE: 1.19 (1.12, Keine Dosisanpassung
tel: Ethinylestradio täglich x 9 Tage 1.15) LN: 0.86 1.26) LNb: 0.98
l (EE) und Levonorge (0.75, 0.97) (0.87, 1.10)
strel (LN)
Sensitives CYP3A-Sub 200 mg einmal 0.93 (0.84, 1.04) 0.92 (0.86, 0.99) Keine Dosisanpassung
strat: Midazolam täglich x 7 Tage
Sensitives P-gp-Subs 200 mg einzelne 1.40 (0.92, 2.13) 1.53 (1.09, 2.15) Vorsicht ist geboten
trat: Dabigatran Dosis bei gleichzeitiger
Anwendung von
Cibinqo mit Dabigatr
an oder P-gp-Substra
ten mit engem
therapeutischem
Index, wie Digoxin
Sensitive BCRP- und 200 mg einmal 0.99 (0.86, 1.14) 1.02 (0.93, 1.12) Keine Dosisanpassung
OAT3-Substrate: täglich x 3 Tage
Rosuvastatin
Sensitive MATE1/2K-S 200 mg einmal 0.88 (0.81, 0.96) 0.93 (0.85, 1.03) Keine Dosisanpassung
ubstrate: Metformin täglich x 2 Tage
CYP1A2-Substrat: 200 mg einmal 1.01 (0.92, 1.11) 1.40 (1.22, 1.60) Keine Dosisanpassung
Koffein täglich x 10 Tage
CYP2B6-Substrate: 200 mg einmal 0.97 (0.83, 1.14) 1.10 (1.03, 1.17)b Keine Dosisanpassung
Efavirenz täglich x 10 Tage
CYP2C19-Substrat: 200 mg einmal 2.89 (2.41, 3.47) 2.34 (1.70, 3.22) Bei gleichzeitiger
Omeprazol täglich x 10 Tage Anwendung von
Cibinqo mit CYP2C19
sensitiven Substrate
n mit engem therapeu
tischen Index (z.B.
S-Mephenytoin,
Clopidogrel) ist
Vorsicht geboten.
a Die Verhältnisse für Cmax und AUCinf vergleichen die gleichzeitige Verabreichung von Abrocitinib mit dem Arzneimittel mit der Verabreichung des Arzneimittels allein.
b Die AUClast wurde anstelle der AUCinf angegeben, da die terminale Phase nicht gut charakterisiert war.
In Studien zu Wechselwirkungen mit oralen Kontrazeptiva (z.B. Ethinylestradiol oder Levonorgestrel) oder mit Substraten von BCRP und OAT3 (z.B. Rosuvastatin), MATE1/2K (z.B. Metformin), CYP3A4 (z.B. Midazolam) und CYP2B6 (z.B. Efavirenz), wurden keine klinisch signifikanten Auswirkungen von Abrocitinib festgestellt.
In vitro ist Abrocitinib ein Inhibitor des P-Glykoproteins (P-gp). Die gleichzeitige Verabreichung von Dabigatranetexilat (ein P-gp-Substrat) mit einer Einzeldosis Abrocitinib 200 mg erhöhte die AUCinf und Cmax von Dabigatran im Vergleich zur alleinigen Verabreichung um etwa 53% bzw. 40%. Bei gleichzeitiger Anwendung von Abrocitinib und Dabigatran ist Vorsicht geboten. Die Wirkung von Abrocitinib auf die Pharmakokinetik von anderen P-gp-Substraten wurde nicht untersucht. Es ist Vorsicht geboten, da die Spiegel von P-gp-Substraten mit einem engen therapeutischen Index, wie z.B. Digoxin, ansteigen können.
In vitro ist Abrocitinib ein Inhibitor des Enzyms CYP2C19. Die gleichzeitige Verabreichung von Abrocitinib 200 mg einmal täglich mit Omeprazol 10 mg als Einzeldosis erhöhte die AUCinf und Cmax von Omeprazol um ca. 189% bzw. 134%, was darauf hindeutet, dass Abrocitinib ein moderater Inhibitor des CYP2C19-Enzyms ist. Bei der gleichzeitigen Anwendung von Abrocitinib mit Arzneimitteln mit engem therapeutischem Index, die primär durch das CYP2C19-Enzym metabolisiert werden (z.B. S-Mephenytoin, Clopidogrel), ist Vorsicht geboten. Für andere Arzneimittel, die hauptsächlich über das CYP2C19-Enzym metabolisiert werden, kann eine Dosisanpassung gemäss der jeweiligen Fachinformation erforderlich sein (z.B. Citalopram, Clobazam, Escitalopram und Selumetinib).
Bei gleichzeitiger Verabreichung von einmal täglich 200 mg Abrocitinib mit einer Einzeldosis von 100 mg Koffein erhöhte sich die AUCinf von Koffein um 40% ohne Wirkung auf die Cmax, was darauf hindeutet, dass Abrocitinib ein leichter Inhibitor des CYP1A2-Enzyms ist. Eine generelle Dosisanpassung wird nicht empfohlen.
Wirkung anderer Arzneimittel auf Cibinqo
Abrocitinib wird überwiegend von den Enzymen CYP2C19 und CYP2C9 und in geringerem Masse durch die Enzyme CYP3A4 und CYP2B6 metabolisiert. Seine aktiven Metaboliten werden über die Nieren ausgeschieden und sind Substrate des organischen Anionen-Transporters 3 (OAT3). Daher kann die Exposition gegenüber Abrocitinib und/oder seinen aktiven Metaboliten durch Arzneimittel beeinflusst werden, die starke Inhibitoren oder Induktoren von CYP2C19 oder CYP2C9 oder Inhibitoren des OAT3 sind. Die Auswirkungen der gleichzeitig verabreichten Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Abrocitinib sind in Tabelle 3 dargestellt. Dosisanpassungen, die ggf. auf der Grundlage dieser Ergebnisse vorgenommen werden sollten, werden in Rubrik "Dosierung/Anwendung" beschrieben.
Tabelle 3. Veränderung der Pharmakokinetik des Abrocitinib-Wirkstoffs bei gleichzeitiger Verabreichung mit anderen Arzneimitteln
Gleichzeitig verabre Schema des gleichzei Abrocitinib-Dosis Ratioa (90% Konfiden Dosierungsempfehlung
ichte Arzneimittel tig verabreichten zintervall)
Arzneimittels
Cmax AUCinf
Starker CYP2C19- 50 mg einmal täglich 100 mg 1.33 (1.00-1.78) 1.91 (1.74-2.10) Reduzieren Sie die
und mässiger CYP3A-I x 9 Tage Cibinqo-Dosis um
nhibitor: Fluvoxamin die Hälfte auf 50
eb mg einmal täglich
Starker CYP2C19-, 400 mg an Tag 1 und 100 mg 1.23 (1.08-1.42) 2.55 (2.42-2.69) Reduzieren Sie die
mässiger CYP2C9- 200 mg an den Tagen Cibinqo-Dosis um
und CYP3A-Inhibitor: 2-7 die Hälfte auf 50
Fluconazoleb mg einmal täglich
Starke CYP-Enzym-Ind 600 mg einmal 200 mg 0.69 (0.50-0.94) 0.44 (0.41-0.47) Die gleichzeitige
uktoren: Rifampinb täglich x 8 Tage Anwendung wird
nicht empfohlen
OAT3 Inhibitor: 1000 mg zweimal 200 mg 1.30 (1.04-1.63) 1.66 (1.52-1.80) Keine Dosisanpassung
Probenecidc täglich x 3 Tage
Säuresenkendes 40 mg Einzeldosis 200 mg 0.18 (0.15-0.22) 0.80 (0.61-1.06) Die Wirksamkeit von
Arzneimittel: Cibinqo kann verring
Famotidin ert sein.
a Die Verhältnisse für Cmax und AUCinf vergleichen die gleichzeitige Verabreichung des Arzneimittels mit Abrocitinib mit der Verabreichung von Abrocitinib allein.
b siehe Abschnitt "Dosierung/ Anwendung" .
c Die Wechselwirkung mit einem OAT3-Inhibitor ist klinisch nicht signifikant.
Gleichzeitige Verabreichung mit Produkten, die den pH-Wert des Magens erhöhen
Wenn Abrocitinib gleichzeitig mit Famotidin 40 mg, einem H2-Rezeptor-Antagonisten, verabreicht wurde, verringerten sich der Spitzenwert und das Ausmass der Abrocitinib-Wirkstoffexposition um etwa 82% bzw. 20%. Die Wirkung einer Erhöhung des pH-Wertes im Magen durch Antazida oder Protonenpumpenhemmer (Omeprazol) auf die Pharmakokinetik von Abrocitinib wurde nicht untersucht und könnte die Absorption von Abrocitinib in ähnlicher Weise wie bei Famotidin verringern. Bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die den pH-Wert des Magens erhöhen, sollte in Betracht gezogen werden, dass diese die Wirksamkeit von Abrocitinib herabsetzen können.
Andere In-vitro-Wechselwirkungen
In vitro sind Abrocitinib oder seine Metaboliten keine signifikanten Inhibitoren oder Induktoren von CYP-Enzymen (CYP2C8, CYP2C9, und CYP2D6) oder von Uridindiphosphat-Glucuronyltransferasen (UGTs) (UGT1A1, UGT1A4, UGT1A6, UGT1A9 und UGT2B7). Abrocitinib oder seine Metaboliten sind in klinisch bedeutsamen Konzentrationen keine Inhibitoren des organischen Kationentransporters (OCT)1, des organischen Anionentransportpolypeptids (OATP) 1B1/1B3, der Gallensalzexportpumpe (BSEP), von OAT1 oder OCT2.
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