ch.oddb.org
 
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu TECVAYLI®:Janssen-Cilag AG
Vollst. FachinformationDDDÄnderungen anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Unerwünschte Wirkungen

Als unerwünschte Wirkungen gelten unerwünschte Ereignisse, die anhand einer umfassenden Auswertung der verfügbaren Informationen mit der Anwendung von Teclistamab in Verbindung gebracht werden können. Ein Kausalzusammenhang mit Teclistamab kann im Einzelfall nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Da klinische Studien unter sehr unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt werden, können die beobachteten Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse nicht direkt mit den Studienergebnissen eines anderen Arzneimittels verglichen werden und entsprechen daher möglicherweise nicht den in der Praxis beobachteten Häufigkeiten.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheitsdaten von TECVAYLI stammen von 448 erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Davon erhielten 165 Patienten aus der MajesTEC-1 Studie TECVAYLI in subkutaner (SC) Formulierung als Monotherapie, wobei die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe 9 Monate (Spanne: 0.20 bis 41 Monate) betrug. Weitere 283 Patienten aus der MajesTEC-3 Studie erhielten TECVAYLI in SC-Formulierung in Kombination mit Daratumumab in SC-Formulierung. Die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe betrug 32 Monate (Spanne: 0.03 bis 43 Monate).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen jeglichen Grades (≥20 %) bei den Patienten waren Hypogammaglobulinämie, Neutropenie, Zytokinfreisetzungssyndrom, Infektion der oberen Atemwege, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Anämie, Diarrhö, Husten, Fatigue, COVID-19, Reaktion an der Injektionsstelle, Thrombozytopenie, Fieber, Pneumonie, Schmerzen, Lymphopenie, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hypokaliämie.
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wurden bei 70 % der Patienten berichtet, die TECVAYLI erhielten. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, die bei ≥2 % der Patienten berichtet wurden, waren Pneumonie (23 %), COVID-19 Infektionen (18 %), Infektion der oberen Atemwege (10 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (9 %), Sepsis (7 %), Fieber (5 %), febrile Neutropenie (4 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (2.7 %) und Diarrhö (2.2 %).
Liste der unerwünschten Wirkungen
In Tabelle 8 sind unerwünschte Wirkungen aufgeführt, die bei Patienten in den Studien MajesTEC-1 und MajesTEC-3 berichtet wurden.
Die in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitskategorien sind die unerwünschten Wirkungen absteigend nach ihrer Häufigkeit aufgeführt.

                                              Tabelle 8: Unerwünsc
hte Wirkungen bei
Patienten mit
multiplem Myelom in
den Studien MajesTEC
-1 und MajesTEC-3
Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit (Alle      N=448
                      en                    Grade)                
n (%)
Alle Grade            Grad 3 oder 4
Infektionen und       Infektion der         Sehr häufig           287 (64 %)            49 (11 %)
parasitäre Erkrankun  oberen Atemwege1                                                  
gen                                                                                     
COVID-192             Sehr häufig           180 (40 %)            78 (17 %)
Pneumonie3            Sehr häufig           150 (33 %)            110 (25 %)
Harnwegsinfektion4    Sehr häufig           69 (15 %)             18 (4.0 %)
Sepsis5               Sehr häufig           45 (10 %)             32 (7 %)
Progressive multifok  Gelegentlich                                
ale Leukoenzephalopa                                              
thie                                                              
Erkrankungen des      Neutropenie           Sehr häufig           340 (76 %)            322 (72 %)
Blutes und des                                                                          
Lymphsystems                                                                            
Anämie6               Sehr häufig           211 (47 %)            120 (27 %)
Thrombozytopenie      Sehr häufig           172 (38 %)            93 (21 %)
Lymphopenie           Sehr häufig           123 (27 %)            116 (26 %)
Leukopenie            Sehr häufig           84 (19 %)             45 (10 %)
Febrile Neutropenie   Häufig                                      
Erkrankungen des      Hypogammaglobulinämi  Sehr häufig           358 (80 %)            21 (4.7 %)
Immunsystems          e7                                                                
Zytokinfreisetzungss  Sehr häufig           289 (65 %)            1 (0.2 %)
yndrom (CRS)                                                      
Stoffwechsel- und     Hypokaliämie          Sehr häufig           102 (23 %)            32 (7 %)
Ernährungsstörungen                                                                     
Verminderter Appetit  Sehr häufig           77 (17 %)             4 (0.9 %)
Hypophosphatämie      Sehr häufig           57 (13 %)             18 (4.0 %)
Hyponatriämie         Häufig                                      
Hyperamylasämie       Häufig                                      
Erkrankungen des      Kopfschmerzen         Sehr häufig           113 (25 %)            5 (1.1 %)
Nervensystems                                                                           
Sensorische Neuropat  Sehr häufig           79 (18 %)             4 (0.9 %)
hie8                                                              
Enzephalopathie9      Sehr häufig           47 (10 %)             2 (0.4 %)
Immuneffektorzellen-  Häufig                                      
assoziiertes Neuroto                                              
xizitätssyndrom                                                   
(ICANS)                                                           
Gefässerkrankungen    Hypertonie10          Sehr häufig           54 (12 %)             23 (5 %)
Erkrankungen der      Husten11              Sehr häufig           202 (45 %)            2 (0.4 %)
Atemwege, des                                                                           
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Dyspnoe12             Sehr häufig           67 (15 %)             16 (3.6 %)
Erkrankungen des      Diarrhö13             Sehr häufig           205 (46 %)            16 (3.6 %)
Gastrointestinaltrak                                                                    
ts                                                                                      
Übelkeit              Sehr häufig           110 (25 %)            1 (0.2 %)
Obstipation           Sehr häufig           77 (17 %)             0
Erbrechen             Sehr häufig           74 (17 %)             2 (0.4 %)
Bauchschmerzen14      Sehr häufig           66 (15 %)             4 (0.9 %)
Skelettmuskulatur-,   Schmerzen des         Sehr häufig           229 (51 %)            18 (4.0 %)
Bindegewebs- und      Muskel- und Skeletts                                              
Knochenerkrankungen   ystems15                                                          
Allgemeine Erkrankun  Fatigue16             Sehr häufig           189 (42 %)            17 (3.8 %)
gen und Beschwerden                                                                     
am Verabreichungsort                                                                    
Reaktion an der       Sehr häufig           174 (39 %)            1 (0.2 %)
Injektionsstelle17                                                
Fieber                Sehr häufig           155 (35 %)            5 (1.1 %)
Schmerzen18           Sehr häufig           127 (28 %)            6 (1.3 %)
Ödem19                Sehr häufig           65 (15 %)             1 (0.2 %)
Untersuchungen        Erhöhte Transaminase  Sehr häufig           86 (19 %)             16 (3.6 %)
                      n20                                                               
Gewichtsverlust       Sehr häufig           70 (16 %)             10 (2.2 %)
Erhöhte Gamma-Glutam  Sehr häufig           48 (11 %)             12 (2.7 %)
yltransferase                                                     
Erhöhte Lipase        Häufig                                      
Hinweis: Unerwünscht
e Ereignisse wurden
gemäss NCI-CTCAE
Version 5.0 bewertet
; eine Ausnahme
bilden ICANS und
CRS, die nach dem
ASTCT-Konsensus-Grad
uierungssystem (Lee
et al. 2019) eingest
uft wurden. 1
Infektionen der
oberen Atemwege
umfassen akute
Sinusitis, Infektion
 der oberen Atemwege
 durch Adenoviren,
bakterielle Rhinitis
, Bronchiolitis,
Bronchitis, bakterie
lle Bronchitis,
chronische Bronchiti
s, Bronchitis
haemophilus, virale
Bronchitis, chronisc
he Sinusitis,
Nasopharyngitis,
Pharyngitis, Respira
tory Syncytial
Virus-Infektion,
Atemwegsinfektion,
bakterielle Atemwegs
infektion, virale
Atemwegsinfektion,
Rhinitis, Rhinovirus
infektion, Sinobronc
hitis, Sinusitis,
bakterielle Sinusiti
s, Tracheitis,
Tracheobronchitis,
Infektion der
oberen Atemwege,
bakterielle Infektio
n der oberen Atemweg
e, virale Rhinitis,
virale Sinusitis
und virale Infektion
 der oberen Atemwege
. 2 COVID-19 umfasst
 asymptomatische
COVID-19, COVID-19
und COVID-19-Pneumon
ie. 3 Pneumonie
umfasst atypische
Pneumonie, Enterobac
ter-Pneumonie,
Infektion der
unteren Atemwege,
bakterielle Infektio
n der unteren
Atemwege, virale
Infektion der
unteren Atemwege,
Metapneumovirus-Pneu
monie, Pneumonie
durch Pneumocystis
jirovecii, Pneumonie
, Pneumonie adenovir
al, Pneumonie durch
Bakterien, Pneumonie
 durch Chlamydien,
Pneumonie durch
Zytomegalievirus,
Pneumonie durch
Escherichia, Pneumon
ie durch Pilze,
Pneumonie durch
Haemophilus, Pneumon
ie grippal, Pneumoni
e durch Klebsiella,
Pneumonia moraxella,
 Pneumonie durch
Pneumokokken,
Pneumonie durch
Pseudomonas, Pneumon
ie durch Respiratory
-Syncytial-Virus,
Pneumonie durch
Staphylokokken,
Pneumonie durch
Streptokokken und
virale Pneumonie. 4
Harnwegsinfektion
umfasst Zystitis,
Zystitis escherichia
, Zystitis klebsiell
a, Harnwegsinfektion
 durch Escherichia,
Infektion des
Urogenitaltrakts,
Harnwegsinfektion
durch Klebsiella,
akute Pyelonephritis
, Harnwegsinfektion,
 bakterielle Harnweg
sinfektion, Harnwegs
infektion durch
Enterokokken und
Harnwegsinfekt
durch Pilze. 5
Sepsis umfasst
Bakteriämie, bakteri
elle Sepsis, Campylo
bacter-Bakteriämie,
Sepsis durch Campylo
bacter, Citrobacter-
Bakteriämie, Coryneb
acterium-Bakteriämie
, Bakteriämie im
Zusammenhang mit
einem Medizinprodukt
, Enterokokken-Sepsi
s, Escherichia-Bakte
riämie, Escherichia-
Sepsis, Haemophilus-
Sepsis, Klebsiella-S
epsis, Meningokokken
-Sepsis, neutropenis
che Sepsis, Pseudomo
nas-Bakteriämie,
Sepsis durch Pseudom
onas, Sepsis,
septischer Schock,
Staphylokokken-Bakte
riämie, Sepsis
durch Staphylokokken
, Streptokokkensepsi
s und Urosepsis. 6
Anämie umfasst
Anämie, Eisenmangela
nämie, leukoerythrob
lastische Anämie
und mikrozytäre
Anämie. 7 Hypogammag
lobulinämie umfasst
Patientinnen/Patient
en mit unerwünschten
 Ereignissen wie
Hypogammaglobulinämi
e, Hypoglobulinämie,
 erniedrigten
Immunglobulinen
und/oder Laborwerten
 mit IgG < 400
mg/dl nach Behandlun
g mit TECVAYLI. 8
Sensorische Neuropat
hie umfasst Dysästhe
sie, Hyperästhesie,
Hypoästhesie,
Hypoästhesie oral,
Neuralgie, periphere
 Neuropathie,
Parästhesie, Parästh
esie oral, periphere
 sensorische Neuropa
thie, Ischialgie,
brennendes Gefühl
auf der Haut und
Neuronitis vestibula
ris. 9 Enzephalopath
ie umfasst Agitierth
eit, Amnesie,
Apathie, Gehirnnebel
, kognitive Störung,
 Verwirrtheitszustan
d, Delirium, getrübt
er Bewusstseinszusta
nd, Aufmerksamkeitss
törungen, Halluzinat
ion, Lethargie,
Erinnerungsvermögen
eingeschränkt und
Somnolenz. 10
Hypertonie umfasst:
erhöhten Blutdruck,
essentielle Hyperton
ie, Hypertonie,
hypertensive Krise
und erhöhtem mittler
em arteriellen
Druck. 11 Husten
umfasst allergischer
 Husten, Husten,
Husten mit Auswurf
und Hustensyndrom
der oberen Atemwege.
 12 Dyspnoe umfasst
akute respiratorisch
e Insuffizienz,
Dyspnoe, Dyspnoe
bei Belastung und
respiratorischer
Insuffizienz. 13
Diarrhö umfasst
bakterielle Diarrhö
und Diarrhö. 14
Abdominalschmerz
umfasst: abdominelle
 Beschwerden,
Abdominalschmerz,
Schmerzen Unterbauch
, Schmerzen Oberbauc
h und gastrointestin
ale Schmerzen. 15
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems umfasst
Arthralgie, Rückensc
hmerzen, Knochenschm
erzen, Brustschmerze
n die Skelettmuskula
tur betreffend,
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems, Myalgie,
Nackenschmerzen,
Schmerzen in den
Extremitäten und
Sakralschmerz. 16
Fatigue umfasst
Asthenie, Fatigue
und Unwohlsein. 17
Reaktionen an der
Injektionsstelle
umfassen Pruritus
an der Verabreichung
sstelle, Reaktion
an der Verabreichung
sstelle, Erythem an
der Applikationsstel
le, Blauer Fleck an
der Injektionsstelle
, Zellulitis an der
Injektionsstelle,
Beschwerden an der
Injektionsstelle,
Ekzem an der Injekti
onsstelle, Erythem
an der Injektionsste
lle, Hämatom an der
Injektionsstelle,
Hyperästhesie an
der Injektionsstelle
, Verhärtung an der
Injektionsstelle,
Entzündung an der
Injektionsstelle,
Reizung an der
Injektionsstelle,
Ödem an der Injektio
nsstelle, Schmerzen
an der Injektionsste
lle, Jucken an der
Injektionsstelle,
Ausschlag an der
Injektionsstelle,
Reaktion an der
Injektionsstelle,
Schwellung an der
Injektionsstelle,
Bläschen an der
Injektionsstelle
und Wärme an der
Injektionsstelle.
18 Schmerzen umfasst
 Schmerzen in der
Achselgegend,
Brustschmerz,
Brustkorbschmerz,
Ohrenschmerzen,
Augenschmerzen,
Gesichtsschmerzen,
Flankenschmerz,
Zahnfleischschmerz,
Leistenschmerzen,
Thoraxschmerz nicht
kardialen Ursprungs,
 ösophageale Schmerz
en, Mundschmerzen,
Schmerzen im Orophar
ynx, Schmerzen,
Kieferschmerzen,
Hautschmerzen,
Beckenschmerz,
Dammschmerz, Schmerz
 um die Augenhöhle,
Sinusschmerzen,
Wirbelsäulenschmerz,
 Zahnschmerzen und
Tumorschmerz. 19
Ödem umfasst Augenli
dödem, Gesichtsödem,
 Überwässerung,
lokalisiertes Ödem,
Ödem, peripheres
Ödem, Periorbitalöde
m, periphere Schwell
ung, Hautödem,
Schwellung, schwelle
ndes Gesicht und
Hodenschwellung. 20
Erhöhte Transaminase
n umfassen Alanin-Am
inotransferase
erhöht, Aspartat-Ami
notransferase
erhöht, Hypertransam
inasämie und Transam
inasen erhöht.

Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) wurde bei 65 % der Patienten nach der Behandlung mit TECVAYLI ein CRS berichtet. Bei 27 % der Patienten trat mehr als ein CRS-Ereignis auf. Bei den meisten Patienten trat das CRS während dem Titrationsschema auf (Titrationsdosis 1 (38 %), nach der Titrationsdosis 2 (32 %) oder nach der ersten Behandlungsdosis (20 %).
Die meisten CRS waren vom Grad 1 (46 %) und Grad 2 (18 %). 0.2 % der CRS-Ereignisse waren vom Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 9 Tage) nach der letzten Dosis, und die mediane Dauer von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 22 Tage). Die häufigsten (≥3 %) mit CRS assoziierten Anzeichen und Symptome waren Fieber (64 %), Hypotonie (14 %), Schüttelfrost (9 %), Hypoxie (8 %), Kopfschmerzen (5 %) und Sinustachykardie (3.6 %).
Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) kam es bei 61 % der Patienten, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten zu neurologischen Toxizitäten. Bei 7 % der Patienten traten Grad 3 oder 4 Neurotoxizität auf. Neurologische Toxizitäten welche bei ≥5 % Patienten gemeldet wurden, waren Kopfschmerzen (25 %), Schlaflosigkeit (12 %), Schwindelgefühl (9 %), Muskelspasmen (9 %), periphere sensorische Neuropathie (7 %) und Parästhesie (5 %). Bei 0.4 % der Patienten traten tödliche neurologische Toxizitäten auf. Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom trat bei jeweils einem Patienten auf.
In der MajesTEC-1 Studie (N=165) wurde ICANS bei 3 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten. ICANS trat bei 1.2 % der Patienten rezidivierend auf. Bei den meisten Patienten trat ICANS nach der Titrationsdosis 1 (0.6 %), oder der ersten Behandlungsdosis (1.2 %) auf. Bei weniger als 2.5 % der Patienten trat ICANS erstmals im Rahmen von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten eines ICANS betrug 4 Tage (Bereich: 2 bis 5 Tage) nach der letzten Dosis mit einer medianen Dauer von 3 Tagen (Bereich: 1 bis 20 Tage). Die häufigsten klinischen Manifestationen von ICANS waren Verwirrtheit (1.2 %) und Dysgraphie (1.2 %).
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) wurde ICANS bei 1.1 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosis erhielten. Bei 2 Patienten traten Ereignisse vom Grad 1 auf, bei einem Patienten ein Ereignis vom Grad 4. Die klinischen Manifestationen von ICANS waren Amnesie (0.4 %), Enzephalopathie (0.4 %) und Delirium (0.4 %).
Infektionen
In der MajesTEC-1-Studie (N=165) traten opportunistische Infektionen bei 9.1 % der Patienten auf, wobei 7.9 % der Infektionen vom Grad 3 oder höher waren. Die häufigste opportunistische Infektion war eine Pneumocystis jirovecii Pneumonie (4.2 %). In der MajesTEC-1 Studie gab es einen Fall von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie mit tödlichem Verlauf (PML, siehe Tabelle 8) In einer Kombinationsstudie von Teclistamab mit einer anderen Anti-Myelomtherapie wurden zwei tödliche Fälle von PML beobachtet. Neue oder reaktivierte Virusinfektionen, die während der Therapie mit TECVAYLI auftraten, waren das Adenovirus (2.4 %), das Hepatitis-B-Virus (HBV) (0.6 %) und das Cytomegalovirus (CMV) (1.8 %).
Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten bei 30 % (50/165) der Patienten COVID-19 Infektionen auf, und bei 11 % (18/165) der Patienten waren die COVID-19 Infektionen tödlich.
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) traten bei den Patienten, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung erhielten, bei 54 % der Patienten schwerwiegende Infektionen auf. Infektionen vom Grad 3 oder 4 wurden bei 54 % berichtet, und tödliche Infektionen traten bei 4.6 % der Patienten auf.
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
Systemische Reaktionen
Bei 2.5 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten systemische Verabreichungsreaktionen auf, darunter rezidivierendes Fieber vom Grad 1 und eine geschwollene Zunge vom Grad 1.
Lokale Reaktionen
Bei 37 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten Reaktionen an der Injektionsstelle auf. Diese waren bei 29 % der Patienten vom Grad 1 und bei 9 % vom Grad 2.
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Von den 203 Patienten, die in der MajesTEC-1-Studie mit TECVAYLI-Monotherapie in der empfohlenen Dosis behandelt wurden, waren 47 % 65 Jahre oder älter und 13 % 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurde kein Unterschied in Bezug auf die Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten im Alter von ≥65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Allerdings war die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter unzureichend, um Unterschiede bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit festzustellen.
Von den 291 Patienten, die in der MajesTEC-3 Studie mit TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung behandelt wurden, waren 51 % jünger als 65 Jahre, 39 % waren 65 bis 74 Jahre und 11 % waren 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurden keine Unterschiede im Bezug auf die Wirksamkeit bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahre im Vergleich zu jüngeren Patienten beobachtet. Die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter in der Studie war jedoch nicht ausreichend, um zu beurteilen, ob Unterschiede in der Wirksamkeit im Vergleich zu jüngeren Patienten bestehen. Bei Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter (83 %) sowie bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren (77 %) wurde im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahren (63 %) häufiger über schwerwiegende unerwünschte Wirkungen berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

2026 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home