Unerwünschte WirkungenAls unerwünschte Wirkungen gelten unerwünschte Ereignisse, die anhand einer umfassenden Auswertung der verfügbaren Informationen mit der Anwendung von Teclistamab in Verbindung gebracht werden können. Ein Kausalzusammenhang mit Teclistamab kann im Einzelfall nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Da klinische Studien unter sehr unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt werden, können die beobachteten Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse nicht direkt mit den Studienergebnissen eines anderen Arzneimittels verglichen werden und entsprechen daher möglicherweise nicht den in der Praxis beobachteten Häufigkeiten.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheitsdaten von TECVAYLI stammen von 448 erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Davon erhielten 165 Patienten aus der MajesTEC-1 Studie TECVAYLI in subkutaner (SC) Formulierung als Monotherapie, wobei die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe 9 Monate (Spanne: 0.20 bis 41 Monate) betrug. Weitere 283 Patienten aus der MajesTEC-3 Studie erhielten TECVAYLI in SC-Formulierung in Kombination mit Daratumumab in SC-Formulierung. Die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe betrug 32 Monate (Spanne: 0.03 bis 43 Monate).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen jeglichen Grades (≥20 %) bei den Patienten waren Hypogammaglobulinämie, Neutropenie, Zytokinfreisetzungssyndrom, Infektion der oberen Atemwege, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Anämie, Diarrhö, Husten, Fatigue, COVID-19, Reaktion an der Injektionsstelle, Thrombozytopenie, Fieber, Pneumonie, Schmerzen, Lymphopenie, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hypokaliämie.
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wurden bei 70 % der Patienten berichtet, die TECVAYLI erhielten. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, die bei ≥2 % der Patienten berichtet wurden, waren Pneumonie (23 %), COVID-19 Infektionen (18 %), Infektion der oberen Atemwege (10 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (9 %), Sepsis (7 %), Fieber (5 %), febrile Neutropenie (4 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (2.7 %) und Diarrhö (2.2 %).
Liste der unerwünschten Wirkungen
In Tabelle 8 sind unerwünschte Wirkungen aufgeführt, die bei Patienten in den Studien MajesTEC-1 und MajesTEC-3 berichtet wurden.
Die in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitskategorien sind die unerwünschten Wirkungen absteigend nach ihrer Häufigkeit aufgeführt.
Tabelle 8: Unerwünsc
hte Wirkungen bei
Patienten mit
multiplem Myelom in
den Studien MajesTEC
-1 und MajesTEC-3
Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Häufigkeit (Alle N=448
en Grade)
n (%)
Alle Grade Grad 3 oder 4
Infektionen und Infektion der Sehr häufig 287 (64 %) 49 (11 %)
parasitäre Erkrankun oberen Atemwege1
gen
COVID-192 Sehr häufig 180 (40 %) 78 (17 %)
Pneumonie3 Sehr häufig 150 (33 %) 110 (25 %)
Harnwegsinfektion4 Sehr häufig 69 (15 %) 18 (4.0 %)
Sepsis5 Sehr häufig 45 (10 %) 32 (7 %)
Progressive multifok Gelegentlich
ale Leukoenzephalopa
thie
Erkrankungen des Neutropenie Sehr häufig 340 (76 %) 322 (72 %)
Blutes und des
Lymphsystems
Anämie6 Sehr häufig 211 (47 %) 120 (27 %)
Thrombozytopenie Sehr häufig 172 (38 %) 93 (21 %)
Lymphopenie Sehr häufig 123 (27 %) 116 (26 %)
Leukopenie Sehr häufig 84 (19 %) 45 (10 %)
Febrile Neutropenie Häufig
Erkrankungen des Hypogammaglobulinämi Sehr häufig 358 (80 %) 21 (4.7 %)
Immunsystems e7
Zytokinfreisetzungss Sehr häufig 289 (65 %) 1 (0.2 %)
yndrom (CRS)
Stoffwechsel- und Hypokaliämie Sehr häufig 102 (23 %) 32 (7 %)
Ernährungsstörungen
Verminderter Appetit Sehr häufig 77 (17 %) 4 (0.9 %)
Hypophosphatämie Sehr häufig 57 (13 %) 18 (4.0 %)
Hyponatriämie Häufig
Hyperamylasämie Häufig
Erkrankungen des Kopfschmerzen Sehr häufig 113 (25 %) 5 (1.1 %)
Nervensystems
Sensorische Neuropat Sehr häufig 79 (18 %) 4 (0.9 %)
hie8
Enzephalopathie9 Sehr häufig 47 (10 %) 2 (0.4 %)
Immuneffektorzellen- Häufig
assoziiertes Neuroto
xizitätssyndrom
(ICANS)
Gefässerkrankungen Hypertonie10 Sehr häufig 54 (12 %) 23 (5 %)
Erkrankungen der Husten11 Sehr häufig 202 (45 %) 2 (0.4 %)
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Dyspnoe12 Sehr häufig 67 (15 %) 16 (3.6 %)
Erkrankungen des Diarrhö13 Sehr häufig 205 (46 %) 16 (3.6 %)
Gastrointestinaltrak
ts
Übelkeit Sehr häufig 110 (25 %) 1 (0.2 %)
Obstipation Sehr häufig 77 (17 %) 0
Erbrechen Sehr häufig 74 (17 %) 2 (0.4 %)
Bauchschmerzen14 Sehr häufig 66 (15 %) 4 (0.9 %)
Skelettmuskulatur-, Schmerzen des Sehr häufig 229 (51 %) 18 (4.0 %)
Bindegewebs- und Muskel- und Skeletts
Knochenerkrankungen ystems15
Allgemeine Erkrankun Fatigue16 Sehr häufig 189 (42 %) 17 (3.8 %)
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Reaktion an der Sehr häufig 174 (39 %) 1 (0.2 %)
Injektionsstelle17
Fieber Sehr häufig 155 (35 %) 5 (1.1 %)
Schmerzen18 Sehr häufig 127 (28 %) 6 (1.3 %)
Ödem19 Sehr häufig 65 (15 %) 1 (0.2 %)
Untersuchungen Erhöhte Transaminase Sehr häufig 86 (19 %) 16 (3.6 %)
n20
Gewichtsverlust Sehr häufig 70 (16 %) 10 (2.2 %)
Erhöhte Gamma-Glutam Sehr häufig 48 (11 %) 12 (2.7 %)
yltransferase
Erhöhte Lipase Häufig
Hinweis: Unerwünscht
e Ereignisse wurden
gemäss NCI-CTCAE
Version 5.0 bewertet
; eine Ausnahme
bilden ICANS und
CRS, die nach dem
ASTCT-Konsensus-Grad
uierungssystem (Lee
et al. 2019) eingest
uft wurden. 1
Infektionen der
oberen Atemwege
umfassen akute
Sinusitis, Infektion
der oberen Atemwege
durch Adenoviren,
bakterielle Rhinitis
, Bronchiolitis,
Bronchitis, bakterie
lle Bronchitis,
chronische Bronchiti
s, Bronchitis
haemophilus, virale
Bronchitis, chronisc
he Sinusitis,
Nasopharyngitis,
Pharyngitis, Respira
tory Syncytial
Virus-Infektion,
Atemwegsinfektion,
bakterielle Atemwegs
infektion, virale
Atemwegsinfektion,
Rhinitis, Rhinovirus
infektion, Sinobronc
hitis, Sinusitis,
bakterielle Sinusiti
s, Tracheitis,
Tracheobronchitis,
Infektion der
oberen Atemwege,
bakterielle Infektio
n der oberen Atemweg
e, virale Rhinitis,
virale Sinusitis
und virale Infektion
der oberen Atemwege
. 2 COVID-19 umfasst
asymptomatische
COVID-19, COVID-19
und COVID-19-Pneumon
ie. 3 Pneumonie
umfasst atypische
Pneumonie, Enterobac
ter-Pneumonie,
Infektion der
unteren Atemwege,
bakterielle Infektio
n der unteren
Atemwege, virale
Infektion der
unteren Atemwege,
Metapneumovirus-Pneu
monie, Pneumonie
durch Pneumocystis
jirovecii, Pneumonie
, Pneumonie adenovir
al, Pneumonie durch
Bakterien, Pneumonie
durch Chlamydien,
Pneumonie durch
Zytomegalievirus,
Pneumonie durch
Escherichia, Pneumon
ie durch Pilze,
Pneumonie durch
Haemophilus, Pneumon
ie grippal, Pneumoni
e durch Klebsiella,
Pneumonia moraxella,
Pneumonie durch
Pneumokokken,
Pneumonie durch
Pseudomonas, Pneumon
ie durch Respiratory
-Syncytial-Virus,
Pneumonie durch
Staphylokokken,
Pneumonie durch
Streptokokken und
virale Pneumonie. 4
Harnwegsinfektion
umfasst Zystitis,
Zystitis escherichia
, Zystitis klebsiell
a, Harnwegsinfektion
durch Escherichia,
Infektion des
Urogenitaltrakts,
Harnwegsinfektion
durch Klebsiella,
akute Pyelonephritis
, Harnwegsinfektion,
bakterielle Harnweg
sinfektion, Harnwegs
infektion durch
Enterokokken und
Harnwegsinfekt
durch Pilze. 5
Sepsis umfasst
Bakteriämie, bakteri
elle Sepsis, Campylo
bacter-Bakteriämie,
Sepsis durch Campylo
bacter, Citrobacter-
Bakteriämie, Coryneb
acterium-Bakteriämie
, Bakteriämie im
Zusammenhang mit
einem Medizinprodukt
, Enterokokken-Sepsi
s, Escherichia-Bakte
riämie, Escherichia-
Sepsis, Haemophilus-
Sepsis, Klebsiella-S
epsis, Meningokokken
-Sepsis, neutropenis
che Sepsis, Pseudomo
nas-Bakteriämie,
Sepsis durch Pseudom
onas, Sepsis,
septischer Schock,
Staphylokokken-Bakte
riämie, Sepsis
durch Staphylokokken
, Streptokokkensepsi
s und Urosepsis. 6
Anämie umfasst
Anämie, Eisenmangela
nämie, leukoerythrob
lastische Anämie
und mikrozytäre
Anämie. 7 Hypogammag
lobulinämie umfasst
Patientinnen/Patient
en mit unerwünschten
Ereignissen wie
Hypogammaglobulinämi
e, Hypoglobulinämie,
erniedrigten
Immunglobulinen
und/oder Laborwerten
mit IgG < 400
mg/dl nach Behandlun
g mit TECVAYLI. 8
Sensorische Neuropat
hie umfasst Dysästhe
sie, Hyperästhesie,
Hypoästhesie,
Hypoästhesie oral,
Neuralgie, periphere
Neuropathie,
Parästhesie, Parästh
esie oral, periphere
sensorische Neuropa
thie, Ischialgie,
brennendes Gefühl
auf der Haut und
Neuronitis vestibula
ris. 9 Enzephalopath
ie umfasst Agitierth
eit, Amnesie,
Apathie, Gehirnnebel
, kognitive Störung,
Verwirrtheitszustan
d, Delirium, getrübt
er Bewusstseinszusta
nd, Aufmerksamkeitss
törungen, Halluzinat
ion, Lethargie,
Erinnerungsvermögen
eingeschränkt und
Somnolenz. 10
Hypertonie umfasst:
erhöhten Blutdruck,
essentielle Hyperton
ie, Hypertonie,
hypertensive Krise
und erhöhtem mittler
em arteriellen
Druck. 11 Husten
umfasst allergischer
Husten, Husten,
Husten mit Auswurf
und Hustensyndrom
der oberen Atemwege.
12 Dyspnoe umfasst
akute respiratorisch
e Insuffizienz,
Dyspnoe, Dyspnoe
bei Belastung und
respiratorischer
Insuffizienz. 13
Diarrhö umfasst
bakterielle Diarrhö
und Diarrhö. 14
Abdominalschmerz
umfasst: abdominelle
Beschwerden,
Abdominalschmerz,
Schmerzen Unterbauch
, Schmerzen Oberbauc
h und gastrointestin
ale Schmerzen. 15
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems umfasst
Arthralgie, Rückensc
hmerzen, Knochenschm
erzen, Brustschmerze
n die Skelettmuskula
tur betreffend,
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems, Myalgie,
Nackenschmerzen,
Schmerzen in den
Extremitäten und
Sakralschmerz. 16
Fatigue umfasst
Asthenie, Fatigue
und Unwohlsein. 17
Reaktionen an der
Injektionsstelle
umfassen Pruritus
an der Verabreichung
sstelle, Reaktion
an der Verabreichung
sstelle, Erythem an
der Applikationsstel
le, Blauer Fleck an
der Injektionsstelle
, Zellulitis an der
Injektionsstelle,
Beschwerden an der
Injektionsstelle,
Ekzem an der Injekti
onsstelle, Erythem
an der Injektionsste
lle, Hämatom an der
Injektionsstelle,
Hyperästhesie an
der Injektionsstelle
, Verhärtung an der
Injektionsstelle,
Entzündung an der
Injektionsstelle,
Reizung an der
Injektionsstelle,
Ödem an der Injektio
nsstelle, Schmerzen
an der Injektionsste
lle, Jucken an der
Injektionsstelle,
Ausschlag an der
Injektionsstelle,
Reaktion an der
Injektionsstelle,
Schwellung an der
Injektionsstelle,
Bläschen an der
Injektionsstelle
und Wärme an der
Injektionsstelle.
18 Schmerzen umfasst
Schmerzen in der
Achselgegend,
Brustschmerz,
Brustkorbschmerz,
Ohrenschmerzen,
Augenschmerzen,
Gesichtsschmerzen,
Flankenschmerz,
Zahnfleischschmerz,
Leistenschmerzen,
Thoraxschmerz nicht
kardialen Ursprungs,
ösophageale Schmerz
en, Mundschmerzen,
Schmerzen im Orophar
ynx, Schmerzen,
Kieferschmerzen,
Hautschmerzen,
Beckenschmerz,
Dammschmerz, Schmerz
um die Augenhöhle,
Sinusschmerzen,
Wirbelsäulenschmerz,
Zahnschmerzen und
Tumorschmerz. 19
Ödem umfasst Augenli
dödem, Gesichtsödem,
Überwässerung,
lokalisiertes Ödem,
Ödem, peripheres
Ödem, Periorbitalöde
m, periphere Schwell
ung, Hautödem,
Schwellung, schwelle
ndes Gesicht und
Hodenschwellung. 20
Erhöhte Transaminase
n umfassen Alanin-Am
inotransferase
erhöht, Aspartat-Ami
notransferase
erhöht, Hypertransam
inasämie und Transam
inasen erhöht.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) wurde bei 65 % der Patienten nach der Behandlung mit TECVAYLI ein CRS berichtet. Bei 27 % der Patienten trat mehr als ein CRS-Ereignis auf. Bei den meisten Patienten trat das CRS während dem Titrationsschema auf (Titrationsdosis 1 (38 %), nach der Titrationsdosis 2 (32 %) oder nach der ersten Behandlungsdosis (20 %).
Die meisten CRS waren vom Grad 1 (46 %) und Grad 2 (18 %). 0.2 % der CRS-Ereignisse waren vom Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 9 Tage) nach der letzten Dosis, und die mediane Dauer von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 22 Tage). Die häufigsten (≥3 %) mit CRS assoziierten Anzeichen und Symptome waren Fieber (64 %), Hypotonie (14 %), Schüttelfrost (9 %), Hypoxie (8 %), Kopfschmerzen (5 %) und Sinustachykardie (3.6 %).
Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) kam es bei 61 % der Patienten, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten zu neurologischen Toxizitäten. Bei 7 % der Patienten traten Grad 3 oder 4 Neurotoxizität auf. Neurologische Toxizitäten welche bei ≥5 % Patienten gemeldet wurden, waren Kopfschmerzen (25 %), Schlaflosigkeit (12 %), Schwindelgefühl (9 %), Muskelspasmen (9 %), periphere sensorische Neuropathie (7 %) und Parästhesie (5 %). Bei 0.4 % der Patienten traten tödliche neurologische Toxizitäten auf. Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom trat bei jeweils einem Patienten auf.
In der MajesTEC-1 Studie (N=165) wurde ICANS bei 3 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten. ICANS trat bei 1.2 % der Patienten rezidivierend auf. Bei den meisten Patienten trat ICANS nach der Titrationsdosis 1 (0.6 %), oder der ersten Behandlungsdosis (1.2 %) auf. Bei weniger als 2.5 % der Patienten trat ICANS erstmals im Rahmen von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten eines ICANS betrug 4 Tage (Bereich: 2 bis 5 Tage) nach der letzten Dosis mit einer medianen Dauer von 3 Tagen (Bereich: 1 bis 20 Tage). Die häufigsten klinischen Manifestationen von ICANS waren Verwirrtheit (1.2 %) und Dysgraphie (1.2 %).
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) wurde ICANS bei 1.1 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosis erhielten. Bei 2 Patienten traten Ereignisse vom Grad 1 auf, bei einem Patienten ein Ereignis vom Grad 4. Die klinischen Manifestationen von ICANS waren Amnesie (0.4 %), Enzephalopathie (0.4 %) und Delirium (0.4 %).
Infektionen
In der MajesTEC-1-Studie (N=165) traten opportunistische Infektionen bei 9.1 % der Patienten auf, wobei 7.9 % der Infektionen vom Grad 3 oder höher waren. Die häufigste opportunistische Infektion war eine Pneumocystis jirovecii Pneumonie (4.2 %). In der MajesTEC-1 Studie gab es einen Fall von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie mit tödlichem Verlauf (PML, siehe Tabelle 8) In einer Kombinationsstudie von Teclistamab mit einer anderen Anti-Myelomtherapie wurden zwei tödliche Fälle von PML beobachtet. Neue oder reaktivierte Virusinfektionen, die während der Therapie mit TECVAYLI auftraten, waren das Adenovirus (2.4 %), das Hepatitis-B-Virus (HBV) (0.6 %) und das Cytomegalovirus (CMV) (1.8 %).
Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten bei 30 % (50/165) der Patienten COVID-19 Infektionen auf, und bei 11 % (18/165) der Patienten waren die COVID-19 Infektionen tödlich.
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) traten bei den Patienten, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung erhielten, bei 54 % der Patienten schwerwiegende Infektionen auf. Infektionen vom Grad 3 oder 4 wurden bei 54 % berichtet, und tödliche Infektionen traten bei 4.6 % der Patienten auf.
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
Systemische Reaktionen
Bei 2.5 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten systemische Verabreichungsreaktionen auf, darunter rezidivierendes Fieber vom Grad 1 und eine geschwollene Zunge vom Grad 1.
Lokale Reaktionen
Bei 37 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten Reaktionen an der Injektionsstelle auf. Diese waren bei 29 % der Patienten vom Grad 1 und bei 9 % vom Grad 2.
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Von den 203 Patienten, die in der MajesTEC-1-Studie mit TECVAYLI-Monotherapie in der empfohlenen Dosis behandelt wurden, waren 47 % 65 Jahre oder älter und 13 % 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurde kein Unterschied in Bezug auf die Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten im Alter von ≥65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Allerdings war die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter unzureichend, um Unterschiede bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit festzustellen.
Von den 291 Patienten, die in der MajesTEC-3 Studie mit TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung behandelt wurden, waren 51 % jünger als 65 Jahre, 39 % waren 65 bis 74 Jahre und 11 % waren 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurden keine Unterschiede im Bezug auf die Wirksamkeit bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahre im Vergleich zu jüngeren Patienten beobachtet. Die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter in der Studie war jedoch nicht ausreichend, um zu beurteilen, ob Unterschiede in der Wirksamkeit im Vergleich zu jüngeren Patienten bestehen. Bei Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter (83 %) sowie bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren (77 %) wurde im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahren (63 %) häufiger über schwerwiegende unerwünschte Wirkungen berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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