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Fachinformation zu Latano-Vision® SDU:OmniVision AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Veränderungen der Irispigmentierung
Latanoprost kann nach und nach den braunen Pigmentanteil der Iris erhöhen. Die Farbveränderungen sind auf einen erhöhten Melaningehalt in den stromalen Melanozyten der Iris zurückzuführen und nicht auf eine Erhöhung der Melanozytenzahl. Typischerweise verbreitet sich die braune Pigmentierung konzentrisch von der Pupille in Richtung Peripherie und die ganze Iris oder Teile davon werden brauner. Die Veränderung der Irisfarbe ist in den meisten Fällen gering und oft klinisch nicht feststellbar. Die Zunahme der Irispigmentierung in einem oder in beiden Augen wurde vorwiegend bei Patienten mit gemischt farbigen Irides, die bei Studienbeginn Braun enthielten, beobachtet. Mehr als zwei Drittel dieser Patienten hatten eine Zunahme der Irispigmentierung. Naevi oder Epheliden der Iris wurden durch die Behandlung nicht verändert. In klinischen Studien wurde keine Pigmentansammlung im Trabekelmaschenwerk oder an anderer Stelle in der Vorderkammer beobachtet.
 
In einer klinischen Studie zur Untersuchung der Irispigmentierung über fünf Jahre gab es keinen Hinweis auf negative Folgen einer verstärktenPigmentierung, auch dann nicht, wenn die Verabreichung von Latanoprost fortgeführt wurde. Diese Resultate stehen im Einklang mit derklinischen Post-Marketing Erfahrung seit 1996. Zudem war die Senkung des Augeninnendrucks bei den Patienten vergleichbar, unabhängig voneiner verstärkten Irispigmentierung. Die Behandlung mit Latanoprost kann deshalb auch bei Patienten fortgeführt werden, bei denen eineverstärkte Irispigmentierung auftritt. Diese Patienten sollten regelmässig untersucht werden und die Behandlung soll je nach klinischer Situationabgebrochen werden.
 
Eine Zunahme der Irispigmentierung beginnt normalerweise innerhalb des ersten Behandlungsjahres, selten auch während dem zweiten oderdritten Jahr, wurde aber nach dem vierten Behandlungsjahr nicht beobachtet. Die Progressionsrate der Irispigmentierung nimmt mit der Zeit abund ist nach fünf Jahren stabil. Die Effekte einer verstärkten Irispigmentierung über fünf Jahre hinaus wurden nicht untersucht. In klinischenStudienwurde keine weitere Zunahme der braunen Irispigmentierung nach Absetzen der Therapie beobachtet, aber die resultierendeFarbveränderung kann permanent sein.
 
Bei unilateraler Behandlung besteht die Möglichkeit einer Heterochromie.
 
In einer pädiatrischen Langzeitbeobachtungsstudie, inder Hyperpigmentierungsveränderungen am Auge beiPatienten mit pädiatrischem Glaukom untersucht wurden,wurden eine Verdunkelung der Irisfarbe und eine lokalePigmentierung der Iris bei Patienten, die Latanoprostausgesetzt waren, in etwas stärkerem Masse beobachtetals bei der nichtexponierten Gruppe (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
 
Veränderungen von Augenlid und Wimpern
Im Zusammenhang mit einer Latanoprost-Behandlung wurde über eine Verdunkelung der Haut des Augenlids berichtet, welche reversibel seinkann.
Latanoprost kann schrittweise die Wimpern und Vellushaare des behandelten Auges verändern; die Veränderungen beinhalten eine Zunahme derLänge, der Dicke, der Pigmentierung und der Anzahl der Wimpern oder Haare sowie ein fehlgerichtetes Wachstum der Wimpern. DieVeränderungen der Wimpern sind reversibel nach Absetzen der Therapie.
 
Glaukom
Es liegen nur limitierte Erfahrungen mit Latanoprost vor beim entzündlich bedingten Glaukom, beim neovaskulären, beim Engwinkel- oder beimangeborenen Glaukom. Nur begrenzte Erfahrung gibt es bei pseudophaken Patienten mit Weitwinkelglaukom und pigmentiertem Glaukom.
Latanoprosthat keine oder nur geringe Wirkung auf die Pupille. Erfahrungen über den Einsatz von Latanoprost beim akuten Winkelblockglaukom fehlenjedoch bis jetzt. Bis mehr Erfahrungen vorliegen, sollte Latano-Vision SDU in diesen Situationen nur mit Vorsicht angewendet werden.
 
Kataraktoperationen
Es liegen nur beschränkte Studiendaten über die Anwendung vonLatanoprostin der perioperativen Periode von Kataraktoperationen vor. Latano-Vision SDU sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
 
Makulaödem
Makulaödeme, einschliesslich zystoider Makulaödeme, wurden während der Behandlung mit Latanoprost beobachtet. Diese Beobachtungen wurdenhauptsächlich bei aphaken Patienten, bei pseudophaken Patienten mit einer zerrissenen hinteren Linsenkapsel oder bei Patienten mit bekanntenRisikofaktoren für Makulaödeme (speziell die Fluoreszenzangiopraphie frühpostoperativ nach Kataraktoperationen) gemacht. Latano-Vision SDU sollte beidiesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
 
Herpes-Keratitis
Bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Herpes-Keratitis sollte Latano-Vision SDU mit Vorsicht angewendet werden. Bei einer aktiven Herpes SimplexKeratitis und bei Patienten mit einer Vorgeschichte mit chronisch wiederkehrenden Herpes Simplex Keratitiden besondersin Verbindung mitProstaglandin-Analogen sollte die Anwendung von Latano-Vision SDU vermieden werden.
 
Patienten mit Asthma
Siehe "Unerwünschte Wirkungen" .
 
Macrogolglycerolhydroxystearat
Latano-Vision SDU enthält Macrogolglycerolhydroxystearat, das Hautreizungen verursachen kann.
 
Kinder und Jugendliche
Für die Altersgruppe unter einem Jahr liegen nur begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ). Für Frühgeborene (Gestationsalter unter 36 Wochen) liegen keine Daten vor.
Für Kinder im Alter von 0 bis unter drei Jahre, die überwiegend an PCG (primär kongenitalem Glaukom) leiden, stellt die chirurgische Therapie(z. B. Trabekulotomie/Goniotomie) nach wie vor die Therapie der ersten Wahl dar.
 

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