Eigenschaften/WirkungenATC-Code
J01FA01
Wirkungsmechanismus
Erythromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide.
Erythromycin übt seine antimikrobielle Wirkung aus, indem es an die 50S ribosomale Untereinheit empfindlicher Mikroorganismen bindet und die Proteinsynthese hemmt.
Resistenz:
Bekannte Resistenzmechanismen bei Krankheitserregern, die für die Indikationen rele-
vant sind:
-Effluxmechanismen können zu einer Makrolidresistenz führen. Eine Erythromycin- Resistenz kann durch Erhöhung der Anzahl an Effluxpumpen in der Zytoplasmamembran hervorgerufen werden, von der ausschließlich die 14- und 15-gliedrigen Makrolide (sogenannter M-Phänotyp) betroffen sind.
-Methylierung der ribosomalen Bindungsstellen. Die Affinität zur Zielstruktur lässt sich durch die Methylierung der 23S-rRNS reduzieren, wodurch es zur Resistenz gegenüber Makroliden (M), Lincosamiden (L) und Streptograminen der Gruppe B (SB) (sogenannter MLSB-Phänotyp) kommt.
-Die enzymatische Inaktivierung von Makroliden ist nur von geringer klinischer Bedeutung.
Es besteht eine vollständige Kreuzresistenz beim M-Phänotyp von Erythromycin mit Clarithromycin, Roxithromycin und Azithromycin. Für den MLSs-Phänotyp besteht eine zusätzliche Kreuzresistenz gegenüber Clindamycin und Streptogramin B. Es besteht eine partielle Kreuzresistenz gegenüber dem 16-gliedrigen Makrolid Spiramycin.
Erythromycin ist gewöhnlich sowohl in vitro als auch bei klinischen Infektionen gegen die meisten Stämme der folgenden Bakterien aktiv.
Grenzwerte für Empfindlichkeitstests:
Die empfohlenen EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) MHK-Grenzwerte für Erythromycin werden in der nachfolgenden Tabelle für MHK-Tests (mg/l) dargestellt: www.eucast.org (rubrique Clinical Breakpoints).
Pharmakodynamik
Üblicherweise empfindliche Spezies:
Aerobe grampositive Bakterien
Corynebacterium diphtheriae
Corynebacterium minutissimum
Streptococcus pyogenes
Aerobe gramnegative Bakterien
Bordetella pertussis
Campylobacter jejuni
Moraxella catarrhalis
Andere Bakterien
Chlamydia trachomatis
Chlamydia pneumoniae
Chlamydia psittaci
Legionella pneumophila
Mycoplasma pneumoniae
Spezies, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem sein könnte:
Aerobe grampositive Bakterien
Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)
Streptococcus pneumoniae
Aerobe gramnegative Bakterien
Haemophilus influenzae
Andere Bakterien
Treponema pallidum
Von Natur aus resistente Spezies:
Aerobe gramnegative Bakterien
Escherichia coli
Klebsiella spp.
Pseudomonas aeruginosa
Bactéries aérobies Gram positif
Staphylococcus aureus (résistant à la méthicilline)
Klinische Wirksamkeit
Nicht zutreffend.
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