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Kurz-Fachinformation für Remodulin, Gebro Pharma AG

Datum der Zulassungsbescheinigung: 26. November 2004

Indikation / Anwendungsmöglichkeiten:
Die Infusionslösung wurde für die Verkaufskategorie B in folgender Indikation zugelassen: «Langzeitbehandlung von primärer pulmonaler Hypertonie und pulmonal arterieller Hypertonie mit Bindegewebserkrankungen bei Patienten mit NYHA III und IV (Einteilung nach der New York Heart Association)».
Remodulin® wird mittels subkutaner Dauerinfusion verabreicht. Die empfohlene initiale Infusionsrate beträgt 1.25 ng/kg/min, bei schlechter Verträglichkeit kann sie auf 0.625ng/kg/min gesenkt werden. In nachfolgenden Dosissteigerungen sollte dann die individuell optimale Dosis gesucht werden, welche bei akzeptabler Verträglichkeit die Symptome der pulmonalen arteriellen Hypertonie verbessert. Erfahrungen mit Dosisraten Â≥25 ng/kg/min sind nur beschränkt, weshalb höhere Dosen nur in Ausnahmefällen angewandt werden sollten.

Pharmakologie:
Der Wirkstoff von Remodulin ist Treprostinol. Treprostinol ist, wie das in der Schweiz bereits verfügbare Epoprostenol, ein synthetisches Prostazyklin. Es bewirkt einerseits eine direkte Dilatation pulmonaler und systemischer Arterien und andererseits eine Plättchenaggregationshemmung. Remodulin weist im Vergleich zu dem Epoprostenol eine längere Halbwertszeit auf und wird nicht intravenös, sondern als subkutane Dauerinfusion verabreicht.

Wirksamkeitsnachweis:
Neben dem Nachweis günstiger hämodynamischer Effekte wurde die klinische Wirksamkeit von Remodulin unter dem oben erwähnten Dosierungsschema hauptsächlich in zwei doppelblinden placebokontrollierten Studien bei insgesamt über 200 Patienten mit Remodulin-Exposition gezeigt: Eingeschlossen wurden Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie und pulmonaler Hypertonie bei Bindegewebserkrankungen
und Shunts. Primärendpunkt war die Veränderung der Gehstrecke im 6 min Test nach 12 Wochen Behandlung. Das Protokoll beider Studien war identisch und zur primären Auswertung wurden die Studien protokollgemäss gepoolt. Für die primäre Variable ergab sich dabei in der Gesamtpopulation gegenüber Placebo ein signifikanter Unterschied. Dieser Unterschied war auch in der Subgruppe von Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie statistisch signifikant und in der Subgruppe von Patienten mit pulmonaler Hypertonie bei Bindegewebserkrankungen fast signifikant.

Sicherheit/Verträglichkeit:
Als hauptsächlichstes Problem traten in den klinischen Studien bei den meisten Patienten lokale Probleme an der Infusionsstelle auf (Schmerzen, Reizungen und Blutungen). Diese waren zwar häufig nur leichterer Natur, führten aber bei einem Teil zum Therapieabbruch.

Hinweise zur Anwendung:
Eine Remodulin-Therapie sollte nur von Ärzten angewendet werden, die Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der pulmonalen Hypertonie haben. Sie sollte nur in Spitälern mit entsprechenden Möglichkeiten zur hämodynamischen Überwachung und Notfalltherapie begonnen werden.

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